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Conneforde – Cloppenburg – Merzen

Lokales Netz stärken, Windenergie einbinden, Versorgung sichern


Region
Niedersachsen
Projektart
Ersatzneubau
Kategorie
onshore
Status
preparation
Projekttags
  • Conneforde-Cloppenburg-Merzen
  • 380 kV
Header-Cloppenburg-Conneforde-Merzen

Über das Projekt

Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Stromverbrauch hat im Jahr 2020 ein Rekordhoch erreicht. Als Windkraft-Spitzenreiter ist Niedersachsen dabei mittendrin.

Cloppenburg-Conneforde-Merzen Karte

Strom wird zunehmend aus Erneuerbaren Energien erzeugt. Als Windkraft-Spitzenreiter nimmt das Land Niedersachsen dabei eine führende Rolle ein.  Um die steigenden Strommengen auch weiterhin zuverlässig transportieren zu können, baut der Übertragungsnetzbetreiber TenneT gemeinsam mit Amprion das Höchstspannungsnetz in der Region um das Oldenburger Münsterland aus.

Eine rund 125 Kilometer lange 380-kV-Höchst­spannungsleitung soll künftig das Umspannwerk (UW) in Conneforde über Cloppenburg und mit dem Raum Merzen verbinden. Zwischen Conneforde und Cloppenburg ersetzt sie eine 220-kV-Bestandsleitung. Die neue Trasse bringt grünen Strom zum Verbraucher, verknüpft die Energieproduktion auf hoher See mit dem deutschen Stromübertragungsnetz und sorgt so für eine sichere Energieversorgung.

Das Projekt Conneforde – Cloppenburg – Merzen ist als Vorhaben Nr. 6 Teil des Bundesbedarfsplans. Die Bundesnetzagentur hat die energiewirtschaftliche Notwendigkeit einer neuen 380-kV-Leitung erstmals im Netzentwicklungsplan 2012 für das Jahr 2018 bestätigt. Das Vorhaben dient der Erhöhung der Übertragungskapazität im nordwestlichen Niedersachsen und ist zum Abtransport stark steigender Onshore- und Offshore-Windenergie erforderlich. 

Zwischen Conneforde und Cloppenburg soll die neue 380-kV-Leitung in der Trasse einer bereits bestehenden 220-kV-Leitung gebaut werden. Im weiteren Verlauf zwischen Cloppenburg und Merzen/Neuenkirchen gibt es bisher keine Verbindung. In den Jahren 2018 und 2019 wurden die Raumordnungsverfahren abgeschlossen. Der konkrete Verlauf der Leitung wird in den daran anschließenden Planfeststellungsverfahren festgelegt.
Dafür wurde die Trasse in insgesamt sechs Planfeststellungsabschnitte (PFA) aufgeteilt: Die ersten fünf Abschnitte (PFA 1, 2, 2a, 3 und 4) liegen im Planungsbereich von TenneT. Für den sechsten Abschnitt (PFA 5) ist Amprion verantwortlich. 
Daneben ist auch die von TenneT für den Verteilnetzbetreiber Avacon geplante 110-kV-Anbindung an das Umspannwerk Garrel/Ost als Planfeststellungsabschnitt 3a (PFA 3a) Teil des Projekts. Anfang 2023 sollen die ersten Baumaßnahmen starten, 2026 soll die gesamte neue Leitung ans Netz gehen. Anschließend ist der Rückbau der bestehenden 220-kV-Leitung zwischen Conneforde und Cloppenburg geplant.

 

TenneT im Dialog in Niedersachsen

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Der Region ein Stück Natur zurückgeben

Kompensationsmaßnahme Horstbüsche

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  • Bau & Technik

  • Die Freileitung

    Die neue Höchstspannungsleitung wird überwiegend als Freileitung gebaut. Freileitungen auf der Höchstspannungsebene ermöglichen eine sichere und verlustarme Stromübertragung. Sie sind Stand der Technik, leicht zu warten und können bei Ausfällen in der Regel schnell wieder in Betrieb genommen werden. So garantieren Freileitungen ein stabiles Netz und damit eine sichere Stromversorgung. 

  • Das Erdkabel

    Das Leitungsbauvorhaben Conneforde – Cloppenburg – Merzen ist ein Pilotprojekt, bei dem auf Teilstrecken der Einsatz einer Erdverkabelung beim Betrieb von Höchstspannungsleitungen mit Wechselstrom erprobt werden soll. Ziel ist es herauszufinden, wie sich mit Höchstspannungsdrehstrom betriebene Erdkabel in einem eng vermaschten Netz wie dem deutschen Stromübertragungsnetz verhalten. TenneT plant in der Gemeinde Garrel, westlich der Ortschaft Beverbruch, einen ca. 3,6 Kilometer langen Erdkabelabschnitt. 

  • Umspannwerke

    Das Umspannwerk Garrel/Ost ist in Garrel südlich der Beverbrucher Straße und östlich der Ortschaft Beverbruch geplant. Auf dem Gelände ist auch ein Konverter für die Offshore-Netzanbindung BorWin5 vorgesehen. Der Standort für das Umspannwerk Cappeln/West befindet sich südlich der Cappelner Kampstraße und östlich der dort verlaufenen Bahntrasse von Oldenburg nach Osnabrück. Die Umspannwerke durchlaufen derzeit eigene Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG). Zuständig dafür ist das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg. 
    Neben den beiden neu geplanten Anlagen sind auch zwei bestehende Umspannwerke für unsere Planung relevant: Das Umspannwerk Conneforde ist ein bedeutender Netzknoten. Hier laufen zahlreiche Hoch- und Höchstspannungsleitungen zusammen – unter anderem die 220-kV-Bestandsleitung Conneforde – Cloppenburg/Ost sowie Höchstspannungsleitungen aus Emden und Wilhelmshaven. Auch die neue 380-kV-Leitung Conneforde – Cloppenburg – Merzen wird aus dem UW in Conneforde ausgeführt.
    Am Umspannwerk Cloppenburg/Ost kommt aktuell die bestehende 220-kV-Leitung aus Conneforde an. Künftig bildet die Anlage jedoch nur noch einen Knotenpunkt im 110-kV-Hochspannungsnetz. Der Grund: Die 220-kV-Bestandsleitung wird nach Inbetriebnahme der neuen 380-kV-Leitung zurückgebaut, und die neue 380-kV-Leitung verläuft östlich am Umspannwerk vorbei.

Abschnitte

Der Planfeststellungsabschnitt 1 (PFA 1) reicht vom Umspannwerk Conneforde bis Kayhauserfeld. Damit liegt dieser Abschnitt im Landkreis Ammerland und verläuft durch Wiefelstede, Westerstede und Bad Zwischenahn. TenneT plant hier eine rund 21 Kilometer lange Freileitung.

Der PFA 1 war der erste Abschnitt, der ins Planfeststellungsverfahren ging. Vom 26.02. bis zum 25.03.2021 konnten die Unterlagen online und in den Rathäusern eingesehen werden, bis zum 26.04. nahm die Behörde Einwendungen und Stellungnahmen entgegen. Der nächste Schritt wird nach jetziger Planung ein Erörterungstermin sein, auf dem alle Hinweise zur Planung noch einmal diskutiert und miteinander abgewogen werden.

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Factsheet zu Abschnitt 1
Abschnittskarte

Cloppenburg-Conneforde-Merzen Karte Abschnitt 1

Der Planfeststellungsabschnitt 2 (PFA 2) reicht von Kayhauserfeld bis kurz vor die Kabelübergangsanlage in Beverbruch. Der Abschnitt ist rund 25 Kilometer lang und berührt die Gemeinden Bad Zwischenahn und Edewecht (Landkreise Ammerland), Wardenburg (Landkreis Oldenburg) sowie die Gemeinde Garrel (Landkreis Cloppenburg). Hier plant TenneT eine Freileitung.

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Abschnittskarte

Cloppenburg-Conneforde-Merzen Karte Abschnitt 2

Nach einem etwa 300 Meter langen Freileitungsstück mit einem Maststandort plant TenneT im Planfeststellungsabschnitt 2a (PFA 2a) einen ca. 3,6 Kilometer Erdkabelabschnitt von der Kabelübergangsanlage Beverbruch bis zum Umspannwerk Garrel/Ost.

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Factsheet zu Abschnitt 2a
Projektkarte

Cloppenburg-Conneforde-Merzen Karte Abschnitt 2a

Der Planfeststellungsabschnitt 3 (PFA 3) beginnt am Umspannwerk Garrel/Ost und endet nach circa 25 Kilometern am künftigen Umspannwerk Cappeln/West. Dieser Bereich der geplanten Leitung liegt im Landkreis Cloppenburg und verläuft durch die Gemeinde Garrel, Emstek und Cappeln sowie über Cloppenburger Stadtgebiet. Eine Besonderheit ist hier die Mitnahme einer 110-kV-Leitung auf rund 13 Kilometern vom Umspannwerk in der Gemeinde Garrel bis zum Umspannwerk Cloppenburg/Ost.

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Factsheet zu Abschnitt 3
Abschnittskarte

Cloppenburg-Conneforde-Merzen Karte Abschnitt 3

Im Planfeststellungsabschnitt 3a (PFA 3a) plant TenneT die Einbindung des Umspannwerks Garrel/Ost in das Hochspannungsnetz. Vorgesehen ist ein etwa drei Kilometer langer 110-kV-Freileitungsstich, der das Umspannwerk Garrel/Ost mit der Bestandsleitung von Friesoythe nach Oldenburg verbindet. 

Der Planfeststellungsabschnitt 4 (PFA 4) ist der südlichste Abschnitt der Leitung, den TenneT plant. Er startet am Umspannwerk in der Gemeinde Cappeln und endet an der Landkreisgrenze Cloppenburg/Osnabrück. Dieser Abschnitt ist rund 19 Kilometer lang und verläuft durch die Gemeinden Cappeln, Lastrup, Essen sowie die Stadt Cloppenburg. Südlich davon übernimmt dann der Netzbetreiber Amprion.

Downloads:
Abschnittskarte

Cloppenburg-Conneforde-Merzen Karte Abschnitt 4

 

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