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Fulda-Main-Leitung

Die Fulda–Main-Leitung ist eine geplante 380-kV-Wechselstromleitung, die ab 2031 die Umspannwerke Mecklar und Dipperz in Hessen mit dem Umspannwerk Bergrheinfeld/West in Bayern verbinden soll.


Region
Bayern, Hessen
Projektart
Neubau
Kategorie
onshore
Status
preparation
Projekttags
  • Fulda-Main-Leitung
Header Fulda-Main-Leitung

Über das Projekt

Die Fulda–Main-Leitung ist eine geplante 380-kV-Wechselstromleitung, die ab 2031 die Umspannwerke Mecklar und Dipperz in Hessen mit dem Umspannwerk Bergrheinfeld/West in Bayern verbinden soll. Mit einer Gesamtlänge von ca. 130 Kilometern schafft die Höchstspannungsleitung eine Verbindung zwischen den Regionen mit hohen Erzeugungskapazitäten und den verbrauchsstarken Wirtschaftszentren in Hessen und Bayern. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und Versorgungssicherheit in ganz Deutschland. Die Leitung wird als Freileitung mit Erdkabelabschnitten geplant. Das Vorhaben ist als Pilotvorhaben für eine Teilerdverkabelung im Bundesbedarfsplangesetz bestätigt. Das Projekt wird vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH geplant und realisiert. Der energiewirtschaftliche Bedarf für eine Verbindung aus Osthessen in den Süden wurde in den vergangenen Jahren wiederholt überprüft und festgestellt. Als Netzausbauprojekt für die Energiewende ist die Fulda-Main-Leitung als Vorhaben 17 im Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG) seit 2013 aufgeführt. 2021 wurde die Notwendigkeit des Projekts im Rahmen der Novellierung des BBPlG wiederholt und als Pilotprojekt für Teilerdverkabelung ausgewiesen. Im Netzentwicklungsplan ist sie als P43 geführt und wurde 2012 erstmals bestätigt. Im Netzentwicklungsplan 2035 (Version 2021) wurde sie im Januar 2022 erneut bestätigt.

Fulda-Main-Leitung Karte Korridornetz

Die Fulda-Main-Leitung trägt zum Gelingen der Energiewende bei

Die Energiewende stellt unser Stromnetz vor neue Herausforderungen. Bislang wurde der Strom vor allem dort produziert, wo er auch verbraucht wurde. Kohle-, Gaskraftwerke und Kernkraftwerke wurden in der Nähe der Ballungs- und Wirtschaftsräume errichtet. Erneuerbare Energien werden hingegen dort produziert, wo sie natur- und wetterbedingt am meisten Strom erzeugen können. Die produzierbare Menge an Energie unterliegt dabei regionalen und saisonalen Schwankungen, die sich stark auf die Einspeisung in das Stromnetz auswirken.

Um den erneuerbaren Strom bedarfsgerecht zu den Verbrauchern zu transportieren und flexibel auf Schwankungen reagieren zu können, braucht es ein starkes und stabiles Stromnetz. Die Herausforderung: An sonnen- oder windreichen Tagen kann unser Netz bereits heute die Erneuerbaren Energien nicht mehr vollständig abtransportieren. Als Folge überlasteter Stromleitungen müssen regionale Energiegewinnungsanlagen wie beispielsweise Windparks oder Photovoltaikanlagen zeitweise aus dem Betrieb genommen werden. Bereits heute wird in Osthessen teilweise mehr Energie durch Windkraftanlagen erzeugt, als in der Region verbraucht wird.

Neue Höchstspannungs-Wechselstromleitungen wie die Fulda-Main-Leitung machen das Stromnetz fit für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Sie erhöhen die Übertragungskapazitäten und ermöglichen damit sowohl den deutschlandweiten Stromtransport als auch den die Rückeinspeisung und den Abtransport regional erzeugter Erneuerbarer Energien in das überregionale Übertragungsnetz.
Bisher sind Bayern und Hessen direkt nur durch eine 380 kV-Leitung verbunden. Die Fulda-Main-Leitung wird den Austausch zwischen beiden Bundesländern verbessern und das Netz stabilisieren. Sowohl Mecklar bei Bad Hersfeld als auch Bergrheinfeld im Landkreis Schweinfurt sind wichtige Knotenpunkte in unserem Netz. Von dort aus kann der aus dem Norden und dem Osten Deutschlands kommende Strom besser verteilt werden. Die Fulda-Main-Leitung erfüllt im Wechselstromnetz zwischen Bayern und Hessen somit eine wichtige Verteilungsfunktion.

Bedarfsermittlung für Stromleitungen in Deutschland

Der Bedarf für neue Stromleitungen wird alle zwei Jahre im Netzentwicklungsplan in verschiedenen Szenarien berechnet und unabhängig von der Bundesnetzagentur überprüft. Für jedes einzelne Vorhaben findet man bei der Bundesnetzagentur und im Netzentwicklungsplan Zahlen dazu, wie sich der Bedarf errechnet und welche Kapazitäten benötigt werden. Der energiewirtschaftliche Bedarf für eine Verbindung aus Osthessen in den Süden wurde in den vergangenen Jahren wiederholt überprüft und festgestellt.

Als Netzausbauprojekt für die Energiewende ist die Fulda-Main-Leitung unter der Nummer 17 des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG) seit 2013 geführt. 2021 wurde die Notwendigkeit des Projekts im Rahmen der Novellierung des BBPlG wiederholt und als Erdkabelpilotprojekt ausgewiesen. Im Netzentwicklungsplan ist sie als P43 geführt und wurde 2012 erstmals bestätigt. Im Netzentwicklungsplan 2035 (Version 2021) wurde sie erneut bestätigt.

Abtransport von überschüssigen Erneuerbaren Energien aus der Region

Gleichzeitig gewährleistet die Fulda–Main-Leitung aber auch den sicheren Abtransport von regional erzeugten Erneuerbaren Energien in das überregionale Übertragungsnetz. In Osthessen und Bayern gibt es zahlreiche Windkraftanlagen, die bei günstigen Wetterverhältnissen mehr Strom erzeugen als in der Region verbraucht wird. Dieser überschüssige Strom wird über die Fulda-Main-Leitung abtransportiert. Regionale Erzeugungsanlagen können so zu jeder Zeit ihre volle Leistung in das Stromnetz einspeisen.

Aktueller Stand

2021 hat TenneT den Antrag auf Bundesfachplanung gestellt. Damit startete die Genehmigungsphase für das Projekt. Während der aktuell laufenden Bundesfachplanung suchen die Bundesnetzagentur sowie TenneT gemeinsam mit Bürger:innen, Verbänden, Behörden und Politiker:innen aus mehreren Varianten einen möglichen Korridor für diese Leitung. Am Ende dieser Korridorsuche, voraussichtlich 2023, steht ein finaler 1.000 Meter breiter Korridor fest. Dieser wird von der Bundesnetzagentur nach Prüfung aller Ergebnisse und Anhörung aller Einwände festgelegt. Innerhalb des 1.000 m breiten Korridors wird im folgenden Planfeststellungsverfahren der genaue Leitungsverlauf geplant. Weitere Informationen zum Genehmigungsverfahren und den Beteiligungsmöglichkeiten erhalten Sie hier: Genehmigungsverfahren

  • Projektstatus

  • November 2021

    Schriftliches Verfahren der Bundesnetzagentur für Abschnitt B

    Nach Vollständigkeitsprüfung der Antragsunterlagen erfolgte als nächster Schritt eine Antragskonferenz gemäß § 7 NABEG durch die Bundesnetzagentur. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde diese als schriftliches Verfahren nach § 5 Planungssicherstellungsgesetz durchgeführt. Die betroffenen Träger öffentlicher Belange, Vereinigungen und interessierte Öffentlichkeit konnten bis zum 30.12.2021 zum Antrag Stellung nehmen.
     

  • Oktober 2021

    Bundesnetzagentur legt Untersuchungsrahmen für Abschnitt A fest

    Auf Grundlage der Ergebnisse des schriftlichen Verfahrens nach § 7 NABEG hat die Bundesnetzagentur am 26. Oktober 2021 den Untersuchungsrahmen für die Bundesfachplanung im Abschnitt A festgelegt. Damit steht nun fest, welche Unterlagen für die weitere Planung der vorgeschlagenen Trassenverläufe erstellt werden müssen.

  • Oktober 2021

    Antrag auf Bundesfachplanung für Abschnitt B für vollständig erklärt

    Am 18. Oktober 2021 hat TenneT einen Antrag auf Bundesfachplanung gemäß § 6 NABEG für Abschnitt B eingereicht, der nun von der Bundesnetzagentur für vollständig erklärt wurde. Dieser enthält einen ersten Vorschlagskorridor sowie weitere in Frage kommende Alternativen über die Strecke von Dipperz nach Bergrheinfeld/West.

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Kontakt

Thomas Wagner

Thomas Wagner

Bürgerreferent für die Abschnitt B2 und D3