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Wahle-Wolmirstedt

Für die Energiewende wird die bestehende Versorgungs- und Transportleitung zwischen den niedersächsischen Umspannwerken Wahle, Hattorf und Helmstedt sowie dem Umspannwerk Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt verstärkt.


Region
Sachsen-Anhalt, Niedersachsen
Projektart
Netzverstärkung
Kategorie
onshore
Status
planning
Projekttags
  • Wahle-Wolmirstedt
  • 380 kV
Onshore Germany Wilhelmshaven Conneforde Freileitung

Über das Projekt

Bestehende Infrastruktur stark machen für die Energiewende

Um in Niedersachsen und deutschlandweit dem Bedarf durch den erhöhten Stromtransport gerecht zu werden, muss die Leistungsfähigkeit des Wechselstromnetzes an diese Herausforderung angepasst werden. Im Projekt Wahle-Wolmirstedt optimieren und verstärken wir zu diesem Zweck die bestehende Stromleitung.

Die Wahle-Wolmirstedt ist eine bestehende 380-kV-Wechselstromleitung, die die Umspannwerke Wahle, Hattorf und Helmstedt in Niedersachsen mit dem Umspannwerk Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt verbindet.

Das Projekt gilt als Netzverstärkungsmaßnahme, da für die Umsetzung fast ausschließlich die bereits bestehende Leitungsführung sowie deren Masten genutzt werden. TenneT geht hier nach dem NOVA-Prinzip (Netzoptimierung vor Netzverstärkung vor Netzausbau) vor. Auf diese Weise kann ein Ausbau des Netzes an dieser Stelle vermieden und Beeinträchtigungen für Mensch, Natur und Umwelt auf das notwendige Minimum reduziert werden. 

Wahle-Wolmirstedt Grafik Nova

Die stromführenden Leiterseile werden durch sogenannte Hochtemperaturleiterseile ausgetauscht. Diese ermöglichen einen erhöhten Stromtransport, sodass die Leitung nach der Umbeseilung anstelle von 2.748 Ampere mit 4.000 Ampere betrieben werden kann.

TenneT ist für den niedersächsischen Abschnitt bis zur Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt verantwortlich. Dieser Abschnitt hat eine Gesamtlänge von 65 km. Hinter der Landesgrenze übernimmt die 50Hertz Transmission GmbH die Weiterführung der Leitung bis nach Wolmirstedt.

Als wichtige Netzausbaumaßnahme ist das Projekt als Vorhaben 10 im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) seit 2013 aufgeführt. Im Netzentwicklungsplan wird das Projekt seit 2012 unter der Bezeichnung P33, Maßnahme 24a geführt. Zuständige Genehmigungsbehörde für das länderübergreifende Leitungsprojekt ist die Bundesnetzagentur in Bonn.

Wahle-Wolmirstedt Detailkarte Oktober 2022

 

Eine Leitung

  • 4.000 Ampere Leistung
  • 380 kV Spannungsebene
  • Erweiterung UW Helmstedt
  • Ertüchtigung UW Hattorf

Von Wahle nach Wolmirstedt

  • 65 km Trassenlänge
  • 2026 Inbetriebnahme

Verfahrensstand

Planfeststellungsverfahren gestartet

Am 10. Oktober 2022 hat die zuständige Behörde, die Bundesnetzagentur (BNetzA) das Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben eröffnet. Die Unterlagen nach §21 NABEG liegen seit dem 10. Oktober 2022 für die Dauer von einem Monat in elektronischer Form auf der Internetseite der Bundesnetzagentur aus: www.netzausbau.de/vorhaben10-b.  
Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange haben die Möglichkeit, Ihre Bedenken und Einwendungen gegen das Vorhaben bei der BNetzA in schriftlicher Form einzureichen. 


Bitte beachten Sie: Nur auf diesem Weg können die Einwendungen und Stellungnahmen im weiteren Verfahren durch die Behörde berücksichtigt werden. Die Frist für die Einreichung endet am 9. Dezember 2022. 


Die Einwendungen können über einen der folgenden Wege an die Bundesnetzagentur gegeben werden:
•    elektronisch (vorzugsweise über das Onlineformular: den Link finden Sie unter www.netzausbau.de/vorhaben10-b)
•    per E-Mail an vorhaben10@bnetza.de 
•    schriftlich an die Bundesnetzagentur, Referat 806, Postfach 8001, 53105 Bonn (Betreff: Vorhaben 10, Abschnitt B)
 

Nach Ablauf der Stellungnahmefrist führt die BNetzA ein Anhörungsverfahren sowie einen Erörterungstermin durch. Aus den Ergebnissen der Anhörung, der Erörterung und der eingereichten Unterlagen wird die Behörde voraussichtlich Ende 2023 den Planfeststellungsbeschluss erlassen. Damit wird das Genehmigungsverfahren abgeschlossen und die Baumaßnahmen für die Umbeseilung können beginnen.

Was passiert im Erörterungstermin?

Im Zuge der Netzverstärkungsmaßnahme sollen alle Anliegen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, Fachbehörden oder Verbände bestmöglich berücksichtigt werden. Deshalb kann jede Person, deren Belange durch das Vorhaben berührt werden, bei der BNetzA eine Stellungnahme einreichen. Alle Personen und Gruppen, die eine Stellungnahme eingereicht haben, werden im Anschluss von der Genehmigungsbehörde zu einem Erörterungstermin (§ 22 NABEG) eingeladen, in dem die eingereichten Anliegen mit uns und der BNetzA diskutiert werden.

Maria-Elena Richter

TenneT im Dialog

Projektsprecherin Maria-Elena Richter: „Auch während des formellen Verfahrens sind wir für Sie als Ansprechpartner da. Wir begleiten die Planfeststellung und sind bei Fragen zu den kommenden Schritten und zu den anstehenden Bautätigkeiten jederzeit für Sie erreichbar. Auch auf unserer Projektwebseite erhalten Sie immer die aktuellen Informationen zum Projekt, das sich jetzt auf der Zielgeraden befindet.“

  • Genehmigungsverfahren im Überblick

  • Dezember 2019

    Verzicht auf Bundesfachplanung

    In der Bundesfachplanung werden normalerweise 1.000 Meter breite Korridore für die mögliche spätere Leitungsführung identifiziert. Da im Falle der Wahle-Wolmirstedt fast ausschließlich die bestehende Trasse genutzt wird, reichte TenneT 2019 einen Verzichtsantrag bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Bundesnetzagentur, ein. Die Behörde gab dem Antrag am 18. Dezember 2019 statt.

  • Juni 2020

    §19 Antrag auf Planfeststellung

    Im Planfeststellungsverfahren erfolgt die Feinplanung. Dazu gehören der genaue Verlauf der Trasse ebenso wie Orte für Bauwege und Baustellen. Das Planfeststellungsverfahren wurde mit dem Antrag nach § 19 NABEG eröffnet, den wir bei der BNetzA eingereicht haben. 

  • August 2020

    Antragskonferenz/ Schriftliches Verfahren

    Die öffentliche Antragskonferenz wurde aufgrund der Covid-19-Pandemie nach §5 Plansicherstellungsgesetz (PlanSiG) als schriftliches Verfahren durchgeführt. Dabei konnten Fachbehörden und die Öffentlichkeit innerhalb eines zeitlichen Konsultationsfensters Stellungnahmen und Hinweise bei der BNetzA einreichen.

  • Oktober 2020

    §20 Festlegung Untersuchungsrahmen

    Nachdem die BNetzA alle Anliegen und Belange abgewogen und die Ergebnisse der Antragskonferenz ausgewertet hat, übermittelte sie uns den Untersuchungsrahmen (gemäß § 20 NABEG). Ähnlich wie in einem Hausaufgabenheft ist darin beschrieben, welche Untersuchungen und Gutachten wir für die weiteren Planungen vertiefen müssen, um unsere Vorschlagstrasse zu erarbeiten.

  • August 2022

    §21 Einreichung Plan und Unterlagen

    Am 26.08.2022 reichte TenneT die Unterlagen der vertiefenden Untersuchungen bei der Bundesnetzagentur ein. In den Unterlagen nach § 21 NABEG begründen wir detailliert unseren Vorschlag für die Leitungsführung.

  • Oktober 2022

    §22 Start des Planfeststellungsverfahrens und Auslegung der Unterlagen

    Das Planfeststellungsverfahren wurde am 10. Oktober 2022 eröffnet. Die eingereichten §21 Unterlagen werden von der BNetzA  für die Dauer von vier Wochen digital der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

  • Danach

    §22 Anhörungsverfahren und Erörterungstermin

    Bei der Entscheidung für den finalen Leitungsverlauf sollen alle Anliegen der betroffenen Bürger, Fachbehörden oder Verbände berücksichtigt werden. Deshalb kann jede Person deren Belange durch das Vorhaben berührt werden, eine Stellungnahme bei der BNetzA einreichen. Die Frist für die Einreichung von Einwendungen und Stellungnahmen endet am 9. Dezember 2022. Im Anschluss lädt die BNetzA zu einem Erörterungstermin ein (§ 22 NABEG).

  • Ende 2023

    §24 Planfeststellungsbeschluss

    Nach eingängiger Prüfung aller Planfeststellungsunterlagen, der Beteiligung der Öffentlichkeit und Abwägung aller Belange, gibt die BNetzA einen Planfeststellungsbeschluss aus (§ 24 NABEG). Das ist die Erlaubnis für den Baubeginn.

  • 2024

    voraussichtlicher Baubeginn

    Wir tauschen die Leiterseile durch Hochtemperaturseile aus.

  • 2026

    geplante Inbetriebnahme

    Die Wahle-Wolmirstedt geht ans Netz.

Kontakt

Maria-Elena Richter

Maria-Elena Richter

Referentin für Bürgerbeteiligung / Projektsprecherin