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Die Ende 2021 neu angetretene Bundesregierung hat beschlossen, den Ausbau der Offshore-Windenergie zügig voranzutreiben, nicht zuletzt um die Ziele des Klimaschutzprogramms 2030 zu erreichen. Damit hat der Bund zugleich auch höhere Ziele festgelegt: So steigt die für 2030 ursprünglich geplante Leistung von 20 Gigawatt (GW) auf 30 GW, für 2035 sind sogar 40 GW vorgesehen.

Der von den vier Übertragungsnetzbetreibern erarbeitete und von der Bundesnetzagentur bestätigte Netzentwicklungsplan Strom (NEP) legt den Pfad für den Netzausbau in Deutschland fest. Alle zwei Jahre wird er überprüft und angepasst. Der NEP beinhaltet auch die Offshore-Netzanbindungssysteme, die von den ÜNB zu realisieren sind. Mit Bestätigung des NEP 2030 (2019) sind drei Offshore-Netzanbindungen mit je 2.000 Megawatt (MW) von TenneT bis 2030 umzusetzen. Hiermit wird ein neues technologisches Kapitel aufgeschlagen, denn bisher war die maximale Übertragungsleistung 900 bzw. 980 MW. Für diese drei neuen 2-Gigawatt-Projekte wurde das Raumordnungsverfahren "Landtrassen 2030" vorbereitet.

Gemeinsam mit Amprion startete bereits 2019 mit der Antragskonferenz das Raumordnungsverfahren Seetrassen 2030 gestartet, dass – mittlerweile beendet - Korridore für die Offshore-Netzanbindungen durch das niedersächsische Küstenmeer definiert.

Mit dem Raumordnungsverfahren "Landtrassen 2030" wurden die Planungen der Landkabelkorridore für die Offshore-Netzanbindungen angestoßen, die TenneT bis 2030 realisiert. Dabei handelt es sich um die Netzanbindungsprojekte BalWin1, BalWin2 und BalWin3.

Raumordnungsverfahren

In einem Raumordnungsverfahren (ROV) prüft die zuständige Landesbehörde die Raumverträglichkeit raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen unter überörtlichen Gesichtspunkten. Diese Prüfung schließt auch die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung voraussichtlicher Umweltauswirkungen eines Vorhabens mit ein. Raumbedeutsame Planungen mit überörtlicher Bedeutung sind z. B. die Errichtung von Hochspannungsfreileitungen, der Bau einer Bundesfernstraße oder der Ausbau von Bundeswasserstraßen. Welche Planungen und Maßnahmen in einem ROV zu prüfen sind, gibt die Raumordnungsverordnung vor. Für Erdkabelplanungen ist die Durchführung eines ROV nicht vorgeschrieben. Jedoch sieht Niedersachsen auf Grundlage der Verwaltungsvorschrift die Durchführung von Raumordnungsverfahren für Hochspannungsleitungen ab 110 Kilovolt vor.

Das Verfahren dient neben der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (Kommunen, Fachbehörden, Verbände etc.) auch einer frühzeitigen Information der Öffentlichkeit. Nach Einleitung des ROV durch die zuständige Landesplanungsbehörde besteht die Möglichkeit zur Einsicht der Unterlagen und anschließenden Stellungnahme zur Planung. Es folgt der sogenannte Erörterungstermin, in dem gemeinsam mit Planungsträger, Landesplanungsbehörde, Trägern öffentlicher Belange und Naturschutzvereinigungen die zuvor ausgewerteten Stellungnahmen aller Betroffenen diskutiert werden. 

Das ROV endet mit einer sogenannten Landesplanerischen Feststellung zur Raumverträglichkeit der Planung. Diese ist bei nachfolgenden Genehmigungsverfahren zu berücksichtigen und dient als eine gutachterliche Stellungnahme zur Raumverträglichkeit. Im Falle der geplanten Offshore-Netzanbindungsleitungen sind sowohl im Bereich des niedersächsischen Küstenmeeres als auch für die landseitige Weiterführung im nächsten Schritt Planfeststellungsverfahren vorgesehen, in welchen schließlich über die genehmigungsrechtliche Zulässigkeit entschieden und der konkrete Verlauf der Leitungen festgelegt wird. Die Landesplanerische Feststellung sowie in diesem Zuge der als raumverträglich festgestellte Trassenkorridor sind bei der Abwägung aller öffentlichen und privaten Belange als Grundsatz der Raumordnung und Landesplanung zu berücksichtigen.

Ablauf des Raumordnungsverfahrens in Niedersachsen

Innerhalb des ROV „Landtrassen 2030“ werden etwa 700 Meter breite Trassenkorridore von den Anlandungspunkten der Seekabel an der niedersächsischen Küste bis zu den im Netzentwicklungsplan Strom festgelegten Netzverknüpfungspunkten (Schnittstelle zwischen Offshore-Netzanbindungssystem und Übertragungsnetz an Land) festgelegt. Zwei Vorhaben (BalWin1 und BalWin2) sollen in Unterweser, eines in Wilhelmshaven (BalWin3) ans Höchstspannungsnetz angebunden werden, wobei für die beiden Projekte mit Anbindung in Unterweser ein gemeinsamer Landkabelkorridor angestrebt wird.

Für die Durchführung des ROV „Landtrassen 2030“ ist das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems zuständig.

Den Auftakt für das Verfahren bildete die Antragskonferenz am 28. und 29. September 2021, in deren Vorfeld TenneT detaillierte Untersuchungen durchgeführt hat. Dafür wurden zahlreiche Trassenkorridoroptionen geprüft, entwickelt und konkretisiert. Die planerisch vorzugwürdigsten Optionen wurden dabei hinsichtlich der Gesichtspunkte Raum- und Umweltverträglichkeit, Technik und Wirtschaftlichkeit untersucht und verglichen. Die Ergebnisse der Korridorvoruntersuchung wurden in der Antragskonferenz mit den betroffenen Gemeinden, Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange erörtert und im Vorfeld auf Internetseite der verfahrensführenden Behörde veröffentlicht. Als Ergebnis der Antragskonferenz legt die Behörde innerhalb des Untersuchungsrahmens fest, welche Varianten im welchen Umfang weiter zu untersuchen sind und welche Informationen die Antragsunterlagen für das ROV enthalten müssen. Unter Berücksichtigung dieses Untersuchungsrahmens bereitet TenneT dann die Antragsunterlagen vor. Diese werden vom  Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems als verfahrensführende Behörde auf Vollständigkeit geprüft. Mit der konkreten Verfahrenseröffnung des ROV durch die Behörde wird etwa Mitte 2022 gerechnet (unter Vorbehalt).

Das ROV dient dazu, die Träger öffentlicher Belange, darunter Kommunen, Fachbehörden und Verbände, zu beteiligen sowie die Öffentlichkeit frühzeitig zu informieren und anzuhören. Daher werden die Antragsunterlagen nach der Eröffnung veröffentlicht, ausgelegt und können eingesehen werden. Stellungnahmen zur vorliegenden Planung können daraufhin schriftlich, als Niederschrift oder in elektronischer Form beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems eingereicht werden. Anschließend werden die Stellungnahmen beurteilt und in einem Erörterungstermin mit der Planungsbehörde, den Planungsträgern, den Trägern öffentlicher Belange sowie Naturschutzvereinigungen diskutiert.

Das ROV endet mit der Landesplanerischen Feststellung zur Raumverträglichkeit der Planung. Für jedes der geplanten Offshore-Netzanbindungssysteme BalWin1, BalWin2 und BalWin3 muss für die  Landtrassen anschließend ein Planfeststellungsverfahren bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr durchgeführt werden.

Die Unterlagen des ROV können auf folgender Internetseite eingesehen werden: Link

Trassenkorridore und Standorte

Die Leitungsführung durch das niedersächsische Küstenmeer und hier insbesondere durch den Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer" ist mit intensiven planerischen Konflikten verbunden, so dass nur wenige Bereiche grundsätzlich für eine Kabelverlegung in Betracht kommen.
Die  Anbindung neuer Offshore-Systeme an das Übertragungsnetz erfolgt entweder in der Regelzone von Amprion oder TenneT, daher haben die Unternehmen im Dezember 2020 gemeinsam einen Antrag auf Durchführung eines Raumordnungsverfahrens (ROV) für die seeseitigen Trassen gestellt. Ausgehend von einem Anlandungspunkt im Küstenbereich sind im ROV Seetrassen 2030 Trassenkorridore zu entwickeln, die eine landseitige Fortführung der Kabelverbindung ermöglichen.
Für die Landtrasse wurde somit ein Untersuchungsraum mit einem Radius von fünf Kilometern um den potenziellen Anlandungspunkt mit betrachtet, auf raumordnerische und umweltfachliche Planungshindernisse untersucht und im ROV berücksichtigt.

Auch am Festland sind planerische Konflikte zu erwarten, diese können aber erfahrungsgemäß durch kleinräumige Trassenvarianten und eine angepasste Bauausführung in der Regel weitgehend minimiert werden.

Teil der Desktop-Studie für Seetrassen 2030 war bereits auch eine Betrachtung möglicher Korridorverläufe in einem Umkreis von fünf Kilometern um die Anlandungsbereiche, um grundsätzlich sicherzustellen, dass landseitig die Erschließung in den Anlandungsbereichen und damit auch die Weiterführung der Landkorridore zu den Netzverknüpfungspunkte planerisch möglich ist. Dadurch kann der Entstehung eines sogenannten Planungstorsos, eines nicht vollendetet Teilabschnittes, vorgebeugt werden. Es wird sichergestellt, dass grundsätzlich ein weiterer Verlauf ins Landesinnere von den Anlandungsbereichen her möglich ist. Für die Planung des weiteren Korridorverlaufs für die im NEP zur Umsetzung bis 2030 bestätigten Projekte der TenneT (BalWin1, BalWin2 und BalWin3) dient das Verfahren "Landtrassen 2030". 

Teil der Desktop-Studie für Seetrassen 2030 war bereits auch eine Betrachtung möglicher Korridorverläufe in einem Umkreis von fünf Kilometern um die Anlandungsbereiche, um grundsätzlich sicherzustellen, dass landseitig die Erschließung in den Anlandungsbereichen und damit auch die Weiterführung der Landkorridore zu den Netzverknüpfungspunkte planerisch möglich ist. Dadurch kann der Entstehung eines sogenannten Planungstorsos, eines nicht vollendetet Teilabschnittes, vorgebeugt werden. Es wird sichergestellt, dass grundsätzlich ein weiterer Verlauf ins Landesinnere von den Anlandungsbereichen her möglich ist. Für die Planung des weiteren Korridorverlaufs für die im NEP zur Umsetzung bis 2030 bestätigten Projekte der TenneT (BalWin1, BalWin2 und BalWin3) dient das Verfahren "Landtrassen 2030". 

Für BalWin1 und BalWin2, die über den Grenzkorridor N-III geführt werden, ergeben sich aus der Landesplanerischen Festlegung der Seekorridore (ROV Seetrassen 2030) auch die Anlandungsbereiche als Startpunkte der künftigen Landkabeltrasse. Als Anlandungsbereiche an der niedersächsischen Küste kommen Flächen in den Gemeinden Neuharlingersiel und Dornum in Frage.

Für das Projekt BalWin3, dessen Seekabelroute über den Grenzkorridor N-II ins Küstenmeer führt, ist der Norderney-II-Korridor (Trassenkorridor von der 12 Seemeilen-Grenze über die Insel Norderney bis zum Festland) planerisch vorgesehen Damit ergibt sich dessen Anlandungsbereich nahe Hilgenriedersiel (Gemeinde Hagermarsch) als Startpunkt für die Landkabelkorridorsuche.

Entsprechend der Festlegung der Netzverknüpfungspunkte im NEP ergeben sich für die Suche nach Trassenkorridoren folgende Verbindungen:

BalWin1 und BalWin2: Von Dornumergrode oder Neuharlingersiel bis nach Unterweser
BalWin3: Von Hilgenriedersiel bis Wilhelmshaven

Der Untersuchungsmaßstab des ROV liegt dabei noch auf einer recht hohen Ebene. Es geht vor allem darum zu klären, ob die Planung mit den Erfordernissen der Raumordnung übereinstimmt und wie sie mit anderen raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen abgestimmt werden kann. Details der baulichen und kleinräumigen Ausgestaltung, wie z.B. der konkrete Verlauf und die Lage von Leitungen, werden hierbei noch nicht betrachtet.

Der Untersuchungsraum für die Trassenkorridorfindung beim ROV "Landtrassen 2030" basiert auf einer räumliche Analyse ausgehend von der Luftlinie zwischen Anlandungspunkten und Netzverknüpfungspunkten. Hieraus ergibt sich ein knapp 1.700 Quadratkilometer großer Untersuchungsraum im Nordwesten von Niedersachsen mit insgesamt sechs Landkreisen (Ammerland, Aurich, Friesland, Wesermarsch, Wilhelmshaven und Wittmund) mit 44 Städten und Gemeinden.

Bei der Untersuchung werden Planungsleit- und -grundsätze sowie die Raumwiderstände untersucht und beurteilt. Prinzipiell werden Trassenkorridore mit geringen Raumwiderständen gesucht. Raumwiderstände ergeben sich aus den Konfliktpotenzialen mit den so genannten Schutzgütern wie z.B. Mensch (Siedlungs- und Wirtschaftsbereiche), Natur, Landschaft und ähnlichen Raumnutzungen, die hinsichtlich der Erdverkabelung zu berücksichtigen sind. Dazu gehören also zum Beispiel dichte Besiedlung, Naturschutzflächen, Wald, Moore, Gewässer, aber auch ggf. spezielle räumliche Gegebenheiten wie Flughäfen oder munitionsbelastete Flächen.

Im Ergebnis der Trassenkorridorsuche von Dornumergrode bzw. Neuharlingersiel nach Unterweser und Hagermarsch nach Wilhelmshaven wurden 22 mögliche Trassenkorridorsegmente herausgearbeitet, die eine Gesamtlänge von 274 Kilometer aufweisen. Insgesamt durchqueren diese Trassenkorridorsegmente fünf Landkreise und die Verwaltungsgrenzen von 28 Gemeinden und einer kreisfreien Stadt.

Die bisherigen Ergebnisse der Korridoruntersuchung lassen sich in der Unterlage 2 (U2) zur Antragskonferenz auf der Website zum ROV finden.

Grenzkorridor: Der Grenzkorridor umfasst die im Flächenentwicklungsplan definierten Abschnitte an der Grenze zwischen ausschließlicher Wirtschaftszone und Küstenmeer (12-Seemeilen-Zone), durch welche die Kabeltrassen geführt werden. (Quelle: netzentwicklungsplan.de)

Für die Konverter-Standorte sind zusammen rund 15 Hektar notwendig. Das Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Unterweser (für BalWin1 und BalWin2) steht aufgrund von Rückbauarbeiten für mindestens die nächsten zehn bis 15 Jahre nicht zur Verfügung. Insofern wurden in einem größeren Umkreis Flächen geprüft und unter Berücksichtigung der Planungsgrundlagen Bereiche identifiziert, die sich für einen entsprechenden Standort eignen. Idealerweise liegt die Fläche nahe des Netzverknüpfungspunktes, um die erforderlichen Anbindungsleitungen zwischen Konverter und Umspannwerk kurz zu halten und nicht zusätzlichen Raum zu beanspruchen. 380-kV-Drehstromverbindung nehmen in Bau und Betrieb größere Flächen in Anspruch als Gleichstrom-Anbindungskabel.

Ein Bereich südwestlich vom Kraftwerk Unterweser erscheint TenneT aufgrund guter Erschließungsmöglichkeiten sowie kurzer Distanzen zur Einspeisung des Stroms als besonders  vorzugswürdig.

Für den Konverterstandort Wilhelmshaven 2 (für BalWin3) ergeben sich Überschneidungen mit einer im NEP bestätigten Netzausbaumaßnahme P175, nämlich der Leitung zwischen Wilhelmshaven 2 und Conneforde. Neben zwei 380-Kilovolt-Freileitungen wird dafür auch ein neues Umspannwerk errichtet. Mit der zuständigen Landesplanungsbehörde wurde abgestimmt, dass die Fläche für den Neubau mit dem Standort des Konverters raumordnerisch gemeinsam betrachtet werden.

Bei den Kabeln handelt es sich um neu entwickelte +/- 525 Kilovolt-Gleichstromkabel mit einer Übertragungsleistung von 2.000 Megawatt. Bisher kamen bei den Netzanbindungen von TenneT Gleichstromkabel mit +/- 320 Kilovolt zum Einsatz. Jedes der drei Kabelsysteme für BalWin1, BalWin2 und BalWin3 wird mit einem Plus- und Minuspol sowie mit einem metallischen Rückleiter ausgelegt. Dies ergibt drei Leiter mit etwa je 15 bis 18 Zentimetern Durchmesser, die in einer Landtrasse verlegt werden. Hinzu kommen noch circa zwei bis zweieinhalb Zentimeter starke Lichtwellenleiterkabel zur Steuerung der Anlage, die direkt parallel zum Rückleiter verlegt werden.

Während Plus- und Minuspol im Regelbetrieb die Stromübertragung übernehmen, ist der metallische Rückleiter dazu vorgesehen, dass das System auch im Fehlerfall weiter verfügbar ist. Tritt am Plus- oder Minuspol ein Fehler auf, sorgt der Rückleiter dafür, dass die Stromübertragung fortgesetzt werden kann und die Offshore-Windparks weiterhin am Netz bleiben können, während Fehlerortung, Vorbereitung und Umsetzung der Fehlerbehebung vorgenommen werden können.

Die Verlegung erfolgt weitestgehend in offener Bauweise, d.h. es wird ein Kabelgraben hergestellt und dort die Kabel in einer Tiefe von rund 1,5 Meter verlegt. Anschließend wird der Erdaushub wieder schichtweise eingebracht und die Baustelle entsprechend zurückgebaut. Für die Trassenbreite werden rund 25 bis 30 Meter für ein System und je nach Art der Baudurchführung rund 40 bis 50 Meter für zwei parallele Systeme (wie BalWin1 und BalWin2) als Arbeitsbreite eingeplant. Im Betrieb der Netzanbindung ist ein so genannter Schutzstreifen von bis zu 7,5 Metern bei einem und bis 15 Metern bei zwei Systemen vorzusehen.

Hindernisse wie Straßen, Schienen, Fremdleitungen, Gewässer u.ä. werden in der Regel mittels Horizontalbohrverfahren unterquert. In diesen Fällen verbreitern sich die Schutzstreifen, denn die jeweils drei Kabel werden unterhalb der zu querenden Hindernisse in Schutzrohren verbaut. Abhängig von der Verlegetiefe müssen sie mit größeren Abständen - als bei offener Bauweise im Kabelgraben - zueinander verlegt werden, um die erforderliche Wärmeableitung zu ermöglichen.