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Offshore Konverterstation

Konverter

„Steckdosen“ auf See und an Land

Konverterstationen auf See und an Land sind die Herzstücke einer Offshore-Netzanbindung: Sie sorgen dafür, dass der auf See erzeugte Strom in das Stromnetz eingespeist werden kann. Konverter haben die Aufgabe, die Spannung anzupassen sowie den Strom von Dreh- in Gleichstrom bzw. von Gleichstrom zurück in Drehstrom umzuwandeln. Für diesen Prozess werden zwei Konverterstationen benötigt: eine auf See und eine an Land.

Der auf See erzeugte Strom wird zunächst im windparkeigenen Umspannwerk gesammelt und per Drehstromkabel mit 155 Kilovolt (kV) Spannung zur Konverterplattform auf See geführt. Innerhalb des Konverters erhöhen Leistungstransformatoren die Spannung auf die Konverter-Arbeitsspannung von 320 kV. Anschließend wird der Drehstrom in Gleichstrom umgewandelt und geglättet. Dadurch lässt sich das Gleichstromsystem leichter regeln. Das ist wichtig für die Stabilität der Stromversorgung, denn die auf See erzeugte Windenergie ist ein volatiler Energieträger. D.h. sie ist witterungsbedingt sowie jahres- und tageszeitlich Schwankungen unterworfen und wird daher nicht gleichmäßig, sondern schwankend, z.B. je nach Windlage, erzeugt. Das führt dazu, dass der volatil erzeugte Windstrom häufig sogenannte Schwingungen enthält. Diese sind im europäischen Verbundnetz störend, denn dort ist eine „glatte“ Frequenz von 50 Hertz notwendig.

Vom Gleichstrombereich der Plattform aus führen zwei Gleichstromkabel (ein Plus- und ein Minuspol) herab in den Meeresboden und werden von dort in Richtung Festland zum so genannten Anlandungspunkt geführt. Dieser Punkt markiert den Übergang von See an Land. Ab hier wird der Strom durch ein Erdkabel zur landseitigen Konverterstation transportiert, dort zurück in Drehstrom umgewandelt und auf die richtige Spannung transformiert. Im Umspannwerk wird der Windstrom dann in das Übertragungsnetz von TenneT eingespeist.

Konverterplattformen werden in Wassertiefen von 27 bis 40 Meter installiert und ragen zwischen 40 und 60 Meter aus dem Wasser. Damit ist der über Wasser gelegene Teil der Plattform rund doppelt so hoch wie das Brandenburger Tor. Die Stationen sind meist mehr als 100 Kilometer vom Festland entfernt und damit von Land aus nicht sichtbar.