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Wahle-Mecklar Abschnitte

Die Energiewende erfordert neue Stromleitungen. Deshalb wird in der Mitte Deutschlands das Netz von Nord nach Süd verstärkt. Die knapp 230 Kilometer lange Verbindung führt vom Umspannwerk Wahle, zwischen Peine und Braunschweig, bis zum Umspannwerk Mecklar bei Bad Hersfeld in Hessen.


Region
Niedersachsen, Hessen
Projektart
Neubau
Kategorie
onshore
Status
planning
Projekttags
  • Wahle-Mecklar
  • 380-kV
Wahle-Mecklar Kabelgraben Drehstrom
Wahle-Mecklar Karte Gesamt

Abschnitt A

Wahle bis Lamspringe

Der nördlichste Abschnitt der Wahle–Mecklar-Leitung führt vom Umspannwerk Wahle bis zum Umspannwerk Lamspringe. Ein besonderer Teil dieses Abschnitts ist Deutschlands derzeit längste Erdkabelstrecke im 380-kV-Drehstrombereich. Nachdem Ende 2019 der Genehmigungsbescheid für den Bau der Leitung durch die verfahrensführende Behörde erteilt wurde, begannen im Februar 2020 die Baumaßnahmen.

Von Abschnitt A berührte Gemeinden (in alphabetischer Reihenfolge): Gemeinde Holle, Gemeinde Ilsede (ehemals: Gemeinde Lahstedt), Gemeinde Lengede, Gemeinde Söhlde, Gemeinde Vechelde, Samtgemeinde Baddeckenstedt, Samtgemeinde Lamspringe, Stadt Bockenem, Stadt Salzgitter

Abschnitt A in Zahlen
  • 56 km Gesamtlänge
  • 13 km als Erdkabel
  • 43 km als Freileitung
  • 5,7 km Mitnahme bestehender Leitungen
  • 8,6 km Rückbau bestehender Leitungen
  • 110 neue Masten
  • 2 Umspannwerke
  • 2 Kabelübergangsanlagen
Wahle-Mecklar Abschnitt A Wahle bis Lamspringe Karte
Abschnitt A im Detail

Für eine effizientere Planung und Durchführung der Bauarbeiten ist der Abschnitt A in fünf sogenannte Baulose (A1-A5) unterteilt. Vor dem Baustart in den einzelnen Baulosen informieren wir vom Bau betroffene Grundstückeigentümer und -pächter in ausführlichen persönlichen Informationsgesprächen.

Mit den Arbeiten an der Leitung im Abschnitt A wurde zunächst im Rahmen der Erdkabelverlegung im Februar 2020 begonnen.

Detaillierter Verlauf und aktueller Stand des Baufortschritts

Das nördlichste Baulos der Leitung beginnt am Umspannwerk Wahle in der Gemeinde Vechelde und endet in der Kabelübergangsanlage „KÜA Lesse“ bei Salzgitter.

Wenn die Leitung zwischen Wahle und Lesse im Sommer 2022 fertiggestellt ist, werden 48 neue Masten rund 19 Kilometer Freileitung tragen. Die montierten Masten sind zwischen 53 und 79 Meter hoch.

Baulos A2 beginnt an der Kabelübergangsanlage „KÜA Holle“ im Landkreis Hildesheim und führt bis Bockenem.

Die ersten Bauarbeiten im zehn Kilometer langen Baulos A2 begannen im Juli 2020 und werden im Sommer 2022 fertiggestellt sein. Die montierten Masten sind zwischen 47 und 91 Meter hoch.

Das dritte Baulos des Abschnitts A führt von Bockenem bis Evensen.

In der zweiten Jahreshälfte 2020 standen in diesem knapp zehn Kilometer langen Baulos die ersten Masten. Der höchste der 27 Masten misst 85 Meter, der Niedrigste 46 Meter. Die Fertigstellung ist für Sommer 2022 geplant.

Baulos A4 führt von Evensen bis zum neuen Umspannwerk in Lamspringe.

In Lamspringe muss ein neues Umspannwerk errichtet werden. Der Bau ist seit Ende 2018 in Gang und die Fertigstellung für 2024 geplant. Das Umspannwerk in Lamspringe bildet dann einen Kreuzungspunkt mit der 110-kV-Leitung Godenau-Münchehof und wird das alte, sich derzeit noch in Betrieb befindliche Umspannwerk Godenau ersetzen. Das Umspannwerk Lamspringe wird in Zukunft dafür sorgen, den 380-kV-Drehstrom, der von der Wahle–Mecklar-Leitung übertragen wird, auf eine für den regionalen Verbrauch geeignete Spannungsgröße zu transformieren.

Seit Juli 2020 stehen im vierten, knapp 5 Kilometer langen Baulos des Abschnitts A die ersten der hier insgesamt zu errichtenden 15 Masten. Die montierten Masten sind zwischen 64 und 89 Meter hoch. Der Abschnitt wurde 2021 fertiggestellt.

Geografisch befindet sich das fünfte Baulos des Abschnitts A als Erdkabelabschnitt zwischen den Freileitungsbaulosen A1 und A2, also zwischen Lesse und Holle.

Auf rund 13 Kilometern entsteht hier seit Ende Februar 2020 Deutschlands derzeit längste Erdkabelstrecke im 380-kV-Drehstrombereich – ein Pionierprojekt. Um den Übergang zwischen Freileitung und Erdkabel zu ermöglichen, sind sogenannte Kabelübergangsanlagen (KÜA) notwendig. Die beiden KÜAs wurden dementsprechend in Lesse (Übergang Baulos A1-A5) und in Holle (Übergang Baulos A5-A2) errichtet.

Abschnitt B

Lamspringe bis Hardegsen

Der Abschnitt B der Wahle–Mecklar-Leitung verläuft vom Umspannwerk in Lamspringe bis zum Umspannwerk Hardegsen. Eine Besonderheit dieses Abschnitts ist das 380-kV-Erdkabel zum Pumpspeicherkraftwerk Erzhausen, mit dem dieses an das Übertragungsnetz angebunden wird. Nachdem Ende 2017 der Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Leitung durch die verfahrensführende Behörde erteilt wurde, konnten die Bauarbeiten Anfang 2018 beginnen. 

Von Abschnitt B berührte Gemeinden (in alphabetischer Reihenfolge): Gemeinde Freden (Leine), Samtgemeinde Lamspringe, Stadt Bad Gandersheim, Stadt Einbeck, Stadt Hardegsen, Stadt Moringen, Stadt Northeim

Abschnitt B in Zahlen
  • 49 km Gesamtlänge
  • 1,2 km als Erdkabel
  • 47,8 km als Freileitung
  • 8 km Mitnahme bestehender Leitungen
  • 34 km Rückbau bestehender Leitungen
  • 127 neue Masten
  • 2 Umspannwerke
  • 1 Kabelübergangsanlagen
Wahle-Mecklar Lamspringe bis Hardegsen Karte Abschnitt B

Abschnitt B im Detail

Im Abschnitt B werden 127 Masten errichtet. Da die Masten individuell auf die unterschiedlichen örtlichen Bedingungen angepasst werden, ist jeder Mast ein Unikat. Der höchste Mast in Abschnitt B misst 76,5 Meter, der Niedrigste 41 Meter.

Für eine effizientere Planung und Durchführung der Bauarbeiten ist der Abschnitt B in fünf sogenannte Baulose (B1-B5) unterteilt. Vor dem Baustart in den einzelnen Baulosen informieren wir vom Bau betroffene Grundstückeigentümer und -pächter in ausführlichen persönlichen Informationsgesprächen.

Detaillierter Verlauf und aktueller Stand des Baufortschritts

Das nördlichste Baulos des Abschnitts B beginnt am neuen Umspannwerk Lamspringe und führt bis Greene.

Im rund zwölf Kilometer langen Baulos wurden 31 Masten mit einer Höhe zwischen 47 und 76 Metern errichtet. Eine Besonderheit dieses Abschnitts bildet die Anbindung der Wahle–Mecklar-Leitung an das Pumpspeicherwerk in Erzhausen (siehe Baulos B5) per Erdkabel. 

Das zweite Baulos im Abschnitt B beginnt in Greene und endet an der Gemeinde Einbeck.

Auf den knapp elf Kilometern wurden 28 Stahlgittermasten errichtet. Im Baulos B2 sind die montierten Masten zwischen 47 und 76,5 Meter hoch. Die Fertigstellung ist bis spätestens Sommer 2022 geplant.

Das längste Baulos des Abschnitts B verläuft von Einbeck bis Moringen.

Auf den etwa 15 Kilometern wurden insgesamt 41 Masten errichtet. Die fertig montierten Masten erreichen eine Höhe von 47 bis 73,5 Meter. Das Baulos wurde 2020 fertiggestellt.

Das südlichste Baulos dieses Abschnitts beginnt östlich von Moringen und endet am modernisierten Umspannwerk Hardegsen im Landkreis Northeim.

Bis zu dem Umspannwerk Hardegsen wurden auf einer Strecke von etwas über neun Kilometern 27 Masten errichtet. Der Mast B104 bildet mit 44 Metern den kleinsten Mast des Bauabschnitts B. Das Baulos wurde 2020 fertiggestellt.

Das Baulos B5 ist das kürzeste der gesamten Wahle–Mecklar-Leitung und dient der Anbindung an das Pumpspeicherwerk Erzhausen.

Die nur knapp über einen Kilometer lange Anbindung wird als Erdkabel umgesetzt, daher befindet sich am Beginn dieses Abschnitts auch die einzige Kabelübergangsanlage (KÜA) des Bauabschnitts B. 

Der Abschnitt B wird durch das Umspannwerk in Lamspringe im Norden und das Umspannwerk Hardegsen im Süden begrenzt.

Neubau des Umspannwerks in Lamspringe 

Im Rahmen des Baus der Wahle–Mecklar Leitung wurde das Umspannwerk Lamspringe gebaut und Ende 2019 fertiggestellt. Es wird als notwendiger Ersatz für die derzeitige 220-/110-kV-Umspannung im Umspannwerk Godenau dienen und somit die Aufrechterhaltung der regionalen Stromversorgung im Raum Hildesheim sicherstellen. 

Ertüchtigung des Umspannwerks in Hardegsen

Das Umspannwerk Hardegsen ist einer der zentralen Knotenpunkte für die Stromversorgung im südlichen Niedersachsen. Durch die Verknüpfung mit dem regionalen Verteilnetz wird mit diesem Umspannwerk die Stromversorgung weiter Teile Göttingens und der Region nördlich davon sichergestellt. Um diese zentrale Versorgungseinheit im Landkreis Northeim für die Herausforderungen der Energiewende fit zu machen, modernisiert TenneT die in den 1970er Jahren errichtete Anlage. Unter anderem wird die gesamte Schaltanlage erneuert und für die neue 380-kV-Leitung instandgesetzt. Gleichzeitig wird die 220-kV-Anlage auch für den Betrieb mit 380 kV vorbereitet, um die im Bau befindliche Leitung Wahle–Mecklar mit dem Umspannwerk kompatibel zu machen.

Abschnitt C

Hardegsen bis Landesgrenze Niedersachsen-Hessen

Der Abschnitt C der Wahle–Mecklar-Leitung verläuft vom Umspannwerk Hardegsen (Landkreis Northeim) bis zur niedersächsisch-hessischen Landesgrenze. Eine Besonderheit des Abschnitts ist der 5,5 km lange Erdkabelabschnitt von Hetjershausen bis Olenhusen.

Nachdem Ende 2019 der Genehmigungsbescheid für den Bau der Leitung durch die verfahrensführende Behörde erteilt wurde, werden die sichtbaren Baumaßnahmen voraussichtlich Ende 2021 beginnen.

Von Abschnitt C berührte Gemeinden (in alphabetischer Reihenfolge): Flecken Bovenden, Gemeinde Dransfeld, Gemeinde Friedland, Gemeinde Rosdorf, Gemeinde Staufenberg, Hannoversch Münden, Stadt Göttingen, Stadt Hardegsen, Stadt Moringen

Abschnitt C in Zahlen
  • 47,1 km Gesamtlänge
  • 5,5 km als Erdkabel
  • 41,6 km als Freileitung
  • 9,6 km Mitnahme bestehender Leitungen
  • 41,6 km Rückbau bestehender Leitungen
  • 11 neue Masten
  • 1 Umspannwerke
  • 2 Kabelübergangsanlagen
Wahle-Mecklar Hardegsen bis Lg. NS-H Karte Abschnitt C

Abschnitt C im Detail

Für eine effizientere Planung und Durchführung der Bauarbeiten ist der Abschnitt C in sechs sogenannte Baulose (C1-C6) unterteilt. Vor dem Baustart in den einzelnen Baulosen informieren wir vom Bau betroffene Grundstückeigentümer und -pächter in ausführlichen persönlichen Informationsgesprächen.

Detaillierter Verlauf und aktueller Stand des Baufortschritts

Baulos C1 führt vom Umspannwerk Hardegsen bis zur Kabelübergangsanlage (KÜA) bei Hetjershausen.

Im nördlichsten Baulos des Abschnitts C werden später auf knapp 14 Kilometern 37 Masten stehen. Die montierten Masten werden hier zwischen 45 und 80 Meter hoch sein. Der Bau beginnt im Frühjahr 2022.

Baulos C2 führt von der Kabelübergangsanlage (KÜA) bei Olenhusen auf dem Gebiet der Gemeinde Rosdorf bis zur Ortschaft Jühnde.

Im Baulos C2 werden später 15 Masten sechs Kilometer Freileitung tragen. Die Masten werden hier zwischen 45 und 79 Meter hoch sein. Der Bau beginnt im Frühjahr 2022.

Von Jühnde verläuft die Trasse im Baulos C3 bis Lippoldshausen.

Das dritte Baulos des Abschnitts C wird rund acht Kilometer lang sein; 23 Masten werden neu errichtet und zwischen 50 und 77 Meter hoch sein. Der Baubeginn ist für Sommer 2022 geplant.

Baulos C4 führt von Lippoldshausen bis Hann. Münden.

Im Baulos C4 werden später etwas unter sechs Kilometer Freileitung auf 15 Masten geführt. Die gestockten Masten haben dann eine Höhe zwischen 55 und 91 Meter. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2022 geplant.

C5 führt von Hann. Münden bis zur niedersächsisch-hessischen Landesgrenze (auf Höhe Kassel).

Im südlichsten Baulos des Abschnitts C, welches an der niedersächsisch-hessische Landesgrenze endet, werden auf sieben Kilometern 19 Masten errichtet. Der niedrigste Mast wird hier 47 und der Höchste 71 Meter messen. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2022 geplant.

Geographisch befindet sich das sechste Baulos des Abschnitts C zwischen den Baulosen C1 und C2, also zwischen Hetjershausen und Olenhusen.

Auf fünfeinhalb Kilometern entsteht hier der zweite Erdkabelabschnitt der Wahle–Mecklar-Leitung. Da es bislang kaum Erfahrung mit der Verwendung von Erdkabeln im 380-kV-Drehstrombereich gibt, handelt es sich bei beiden Erdkabelabschnitten der Wahle–Mecklar-Leitung um Pionierprojekte. Um den Übergang zwischen Freileitung und Erdkabel zu ermöglichen, sind sogenannte Kabelübergangsanlagen (KÜAs) notwendig. Die beiden KÜAs werden dementsprechend bei Hetjershausen (Übergang Baulos C1-C6) und in Olenhusen (Übergang Baulos C6-C2) errichtet. Der Bau beginnt im Frühjahr 2022.

Abschnitt D

Landesgrenze Niedersachsen-Hessen bis Mecklar

Der südlichste Abschnitt der Wahle–Mecklar-Leitung führt von der niedersächsisch-hessischen Landesgrenze bis zum Umspannwerk Mecklar in der Gemeinde Ludwigsau. Ein großer Teil dieses 65 Kilometer langen Abschnitts führt durch den hessischen Staatsforst. Nachdem Anfang 2018 der Genehmigungsbescheid für den Bau der Leitung durch die verfahrensführende Behörde in Kassel erteilt wurde, begannen im Mai 2018 die Baumaßnahmen.

Von Abschnitt D berührte Gemeinden (in alphabetischer Reihenfolge): Gemeinde Alheim, Gemeinde Guxhagen, Gemeinde Kaufungen, Gemeinde Knüllwald, Gemeinde Körle, Gemeinde Lohfelden, Gemeinde Ludwigsau, Gemeinde Malsfeld, Gemeinde Morschen, Gemeinde Neuenstein, Gemeinde Niestetal, Gemeinde Söhrewald, Stadt Melsungen

Abschnitt D in Zahlen
  • 65 km Gesamtlänge
  • 44,5 km Mitnahme bestehender Leitungen
  • 48,7 km Rückbau bestehender Leitungen
  • 179 neue Masten
  • 1 Umspannwerke
Wahle-Mecklar LG NS-H bis Mecklar Karte Abschnitt D

Abschnitt D im Detail

Für eine effizientere Planung und Durchführung der Bauarbeiten ist der Abschnitt D in sieben sogenannte Baulose (D1-D7) unterteilt. Vor dem Baustart in den einzelnen Baulosen informieren wir vom Bau betroffene Grundstückeigentümer und -pächter in ausführlichen persönlichen Informationsgesprächen.

Detaillierter Verlauf und aktueller Stand des Baufortschritts

Baulos D1 verläuft von der hessisch-niedersächsischen Landesgrenze (auf Höhe Kassel) bis Lohfelden.

Das nördlichste Baulos des Abschnitts D ist mit etwas unter sechs Kilometern auch gleichzeitig das Kürzeste. Es beginnt direkt an der niedersächsisch-hessischen Landesgrenze und endet in Lohfelden. Insgesamt werden in diesem Los 16 neue Masten mit einer Höhe zwischen 50 und 92 Meter gestockt. Der Bau beginnt im Februar 2022.

Baulos D2 beginnt bei Lohfelden und führt bis Wollrode

Auf dem gut neun Kilometer langen Abschnitt werden insgesamt 35 Masten errichtet. Der höchste Mast misst 91 Metern, der Niedrigste 53 Meter.

Baulos D3 führt von Wollrode bis Röhrenfurth, wo die Trasse die Fulda quert.

Auf knapp acht Kilometern werden 19 Masten mit einer Höhe von 58 bis 94 Metern errichtet.

Baulos D4 beginnt bei Röhrenfurth und führt bis zur Gemeinde Morschen.

Auf den etwas unter 13 Kilometern werden insgesamt 39 Masten gebaut. Die montierten Masten werden eine Höhe zwischen 52 und 92 Meter haben. Die Bauarbeiten werden im ersten Quartal 2022 abgeschlossen.

Von der Gemeinde Morschen führt die Trasse in Baulos D5 bis Licherode.

Das Baulos D5 ist insgesamt knapp sechs Kilometer lang. Der höchste der 17 Masten dieses Abschnitts steht in der Gemeinde Morschen und misst 89 Meter, der Niedrigste misst 52,5 Meter. Im Baulos D5 wurden die Bauarbeiten bereits 2021 abgeschlossen.

Baulos D6 führt von Licherode bis Oberthalhausen.

Im rund elf Kilometer langen Baulos D6 wurden insgesamt 30 Stahlgittermasten errichtet. Die montierten Masten sind zwischen 52 und 92 Meter hoch. Die Bauarbeiten wurden 2021 abgeschlossen.

Von Oberthalhausen führt die Trasse im Baulos D7 bis zum Umspannwerk Mecklar und erreicht damit ihren Endpunkt.

Mit diesem knapp zwölf Kilometer langen Baulos konnten im November 2019 die ersten Kilometer der gesamten Leitung fertiggestellt werden. Hier wurden insgesamt 30 Masten gegründet und gestockt. Die montierten Masten in diesem Baulos sind zwischen 47 und 82,5 Meter hoch. Auf insgesamt viereinhalb Kilometern wird die Borken–Mecklar-Leitung auf dem Gestänge von Wahle–Mecklar mitgenommen. Die nicht mehr benötigten Masten der Borken–Mecklar sowie die temporären Baustraßen wurden bereits zurückgebaut und Wege wiederhergestellt.

Das UW Mecklar bildet nicht nur aufgrund seiner zentralen Lage in der Mitte Deutschlands einen wichtigen Knotenpunkt für die regionale Stromversorgung. Es ist neben dem Endpunkt der Wahle–Mecklar-Leitung auch gleichzeitig Startpunkt für die 380-kV-Leitung Mecklar–Dipperz bei Fulda und verstärkt zusätzlich noch die Leitung von Mecklar nach Vieselbach. Aufgrund dieser vielseitigen Aufgaben wird das Umspannwerk durch den Erweiterungs- und Modernisierungsumbau zum Allrounder.

Im Rahmen der Modernisierung wurden durch technische Erweiterungen die Kurzschlussfestigkeit und Stromtragfähigkeit dieses Umspannwerks erhöht. Die neue Anlage wurde zudem als gasisolierte Schaltanlage gefertigt. Diese Technik verringert sowohl den Platzbedarf als auch die magnetischen Felder. Aufgrund der zunehmenden Einspeisung Erneuerbarer Energien benötigte die Anlage zusätzlich zwei neue Kompensationsspulen. Dank dieser Kompensationsanlagen kann das Umspannwerk innerhalb von Sekunden auf Spannungsschwankungen im Übertragungsnetz reagieren.