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Helmstedt/Ost – Bleckenstedt/Süd

Für eine zuverlässige Stromversorgung in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und deutschlandweit. Auch in Zukunft.


Region
Niedersachsen
Projektart
Neubau
Kategorie
onshore
Status
planning
Projekttags
  • Helmstedt/Ost - Bleckenstedt/Süd
  • Freileitung
  • 380kV
Header-Salzgitter-Helmstedt-Ost

Über das Projekt

Die 380-kV-Leitung Helmstedt/Ost - Bleckenstedt/Süd ist ein wichtiger Baustein für ein sicheres und stabiles Stromnetz in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und deutschlandweit!

Helmstedt Ost - Bleckenstedt Süd Projektkarte Schematische Übersicht

 

Die 380-kV-Leitung Helmstedt/Ost - Bleckenstedt/Süd ist eine Höchstspannungs-Drehstromleitung, die zwischen den Netzverknüpfungspunkten Helmstedt/Ost und dem Umspannwerk Bleckenstedt/Süd  bei Salzgitter in Niedersachsen verlaufen soll. Die Planungen für den rund 65 km langen Abschnitt auf TenneT-Gebiet haben im zweiten Halbjahr 2021 begonnen. Zurzeit befindet sich die Leitung in der Bundesfachplanung, dem ersten Teil eines zweistufigen Genehmigungsverfahrens.

Bis 2032 soll die Leitung genehmigt und gebaut sein, um den wachsenden Strombedarf zu decken. Zudem hilft sie in Zukunft dabei, Erzeugungsüberschüsse verlässlich abtransportieren zu können und erhöht die Verfügbarkeit von erneuerbarem Strom aus der Region in der Region. Darüber hinaus ist die Leitung Teil des rund 100 km langen Projektraums Ostfalen-Achse. Die Ostfalen-Achse wird dazu beitragen, die Übertragungsnetzkapazität in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu erhöhen. Denn ab der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt wird die Ostfalen-Achse mit dem Vorhaben 380-kV-Leitung Helmstedt – Wolmirstedt vermascht, das der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz plant und umsetzt. 

Bevor der konkrete Trassenverlauf feststeht und die Leitung gebaut werden kann, muss das Vorhaben Helmstedt/Ost - Bleckenstedt/Süd ein zweistufiges Genehmigungsverfahren bei der BNetzA durchlaufen: die Bundesfachplanung und das Planfeststellungsverfahren.

Netzentwicklungsplan und Bundesbedarfsplangesetz

Mit Aufnahme des Vorhabens in das Bundesbedarfsplangesetz im Jahr 2021 wurde der energiewirtschaftliche Bedarf für das Leitungsprojekt gesetzlich bestätigt. Damit begann auch der Auftrag für TenneT, das Projekt umzusetzen.

Zusammen mit dem Teilprojekt 4 der Ostfalen-Achse (Helmstedt/Ost – Landesgrenze Niedersachsen/Sachsen-Anhalt) ist die Leitung Helmstedt/Ost - Bleckenstedt/Süd als Vorhaben 10 im Bundesbedarfsplan (Teilmaßnahme Wolmirstedt – Helmstedt Ost – Salzgitter) aufgeführt. Da das Netzausbauvorhaben nach Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt weitergeführt wird, verläuft es durch zwei Bundesländer. Für das Genehmigungsverfahren bedeutet das, dass die Bundesnetzagentur (BNetzA) zuständig ist.

Bedarf & Notwendigkeit

Für einen sicheren und stabilen Transport grüner Energie

Die Energiewende in Deutschland kann nur gelingen, wenn zunehmend Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse in das Stromnetz eingespeist wird. Darum hat sich Deutschland anspruchsvolle Ziele gesetzt: Die erneuerbaren Energien sollen nach dem Willen der Bundesregierung im Jahr 2050 80% des Strombedarfs in Deutschland decken. TenneT unterstützt diese Ziele und ist ein wichtiger Akteur bei der Umsetzung der Energiewende.

Damit auf dem Weg ins Zeitalter der Energiewende Netzstabilität und Versorgungssicherheit gewährleistet bleiben, sind die Modernisierung und der Ausbau der Stromnetze dringend erforderlich. Ein zügiger Netzausbau ist eine entscheidende Bedingung für das Gelingen der Energiewende. Mehr noch: das Tempo des Netzausbaus bestimmt das Tempo der Energiewende. Denn das bestehende Höchstspannungsnetz ist für diese Aufgaben nicht ausgelegt. Für einen sicheren und stabilen Transport der grünen Energie und eine zuverlässige Stromversorgung bedarf es eines engmaschigen Stromnetzes. Ein wichtiger Baustein dabei ist der Neubau der 380-kV-Leitung Helmstedt/Ost – Bleckenstedt/Süd(V10D West) und dem anliegenden Vorhaben Helmstedt/Ost – Landesgrenze Niedersachsen/Sachsen-Anhalt (V10D Ost) als elementarer Bestandteil des Vorhabens Ostfalen-Achse.

Genehmigungsverfahren

Mit Beginn der Planungen startet aktuell die Vorbereitung auf das formelle, zweistufige Genehmigungsverfahren.

Bevor der konkrete Trassenverlauf feststeht und die Leitung gebaut werden kann, muss das Vorhaben Helmstedt/Ost - Bleckenstedt/Süd ein zweistufiges Genehmigungsverfahren bei der BNetzA durchlaufen: die Bundesfachplanung und das Planfeststellungsverfahren.

  • Schritte

  • Die Bundesfachplanung: Suche nach einem Korridor
    (2022 – 2025)

    Die Bundesfachplanung: Suche nach einem Korridor

    Die Unterlagen, die in die Bundesfachplanung eingehen, werden von TenneT als Vorhabenträger erstellt.

    Das Verfahren beginnt mit dem Antrag auf Bundesfachplanung nach §6 NABEG. Diesen hat TenneT am 01. Dezember 2022 bei der BNetzA eingereicht.

    Bestandteil der Antragsunterlagen ist ein Korridornetz, das verschiedene 1.000 Meter breite Trassenkorridore enthält, in denen die grundstücksgenaue Leitungsführung geplant wird. Zudem beinhalteten die Planunterlagen bereits Vorschläge zu den geplanten Inhalten der später vorzulegenden Unterlagen nach §8 NABEG. Die Planung basiert auf gesetzlichen Vorgaben. Dazu gehören beispielsweise Abstandsregelungen zu Wohngebieten. Zudem erfolgt die Planung nach gesetzlich festgelegten Planungsleitsätzen, die das Ziel haben, den technisch, ökonomisch und umweltfachlich sinnvollsten Verlauf für die 380-kV-Leitung zu finden.

    Im Anschluss an die Einreichung führte die BNetzA im Februar 2023 eine Antragskonferenz nach §7 NABEG durch. Träger öffentlicher Belange, wie Verbände und Behörden, aber auch Privatpersonen konnten sich zu den Planungen äußern und der Genehmigungsbehörde ihre Hinweise und Einwendungen zu den eingereichten Unterlagen mitteilen. Auf Grundlage der Öffentlichkeitsbeteiligung hat die BNetzA Ende Mai 2023 den Untersuchungsrahmen für die raumordnerische Beurteilung und die strategische Umweltprüfung festgelegt.

    Der Untersuchungsrahmen umfasst Vorgaben zu Gutachten und Untersuchungen, die TenneT im nächsten Genehmigungsschritt durchführen muss. Zudem beschreibt der Untersuchungsrahmen alternative Korridore, die TenneT genauer unter die Lupe nimmt, bis die vervollständigten Unterlagen nach §8 im Jahr 2024 bei der BNetzA eingereicht werden.

    Auch in diesem Verfahrensschritt führt die BNetzA eine formelle Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung nach NABEG durch. Sie umfasst die Auslage der Antragsunterlagen von TenneT, die Möglichkeit für die Einreichung von Hinweisen und Stellungnahmen und einen anschließenden Erörterungstermin.

    Die Bundesfachplanung endet mit der Festlegung eines 1.000 Meter breiten Trassenkorridors. Innerhalb des Korridors wird im Rahmen des anschließenden Planfeststellungsverfahren ab 2025 ein konkreter Leitungsverlauf gesucht, der bestmöglich im Einklang mit Mensch und Natur steht.

  • (2025-2028)

    Das Planfeststellungsverfahren: Suche nach konkretem Verlauf

    Nach Festlegung des Korridors folgt die zweite Stufe des Genehmigungsverfahrens, das Planfeststellungsverfahren. In diesem wird der festgelegte Korridor vertieft untersucht, um einen grundstücksgenauen Leitungsverlauf zu finden. Auch für diesen zweiten Schritt obliegt es TenneT als Vorhabenträgerin, die Planungen entsprechend den Vorgaben weiterzuentwickeln und die Unterlagen aufzubereiten, die im Rahmen des formellen Verfahrens von der BNetzA überprüft werden. Wie auch in der Bundesfachplanung haben Politik, Behörden, Träger öffentlicher Belange sowie Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Möglichkeiten, sich informell und formell an der Planung zu beteiligen. Am Ende der Planfeststellung entscheidet die BNetzA nach Abwägung aller eingebrachten Anliegen über den konkreten Verlauf der neuen Leitung.

Salzgitter Helmstedt Ost Planungskriterien

Planung

Die Planungen für Höchstspannungsleitungen sind sehr umfangreich. TenneT entwickelt, vergleicht und diskutiert verschiedene Trassenkorridore, bevor ein Genehmigungsverfahren beginnt. Im ersten Halbjahr 2021 hat TenneT mit den Planungen für die 380-kV-Leitung Helmstedt/Ost - Bleckenstedt/Süd begonnen und bereitet aktuell die Genehmigungsunterlagen für die erste Phase des zweistufigen Genehmigungsverfahrens vor, das mit der Einreichung der Antragsunterlagen nach § 6 NABEG eingeleitet wird. Bestandteil der Antragsunterlagen ist ein Korridornetz, das einen ersten 1.000 Meter breiten Vorschlagskorridor und weitere ernsthaft in Betracht kommende Alternativen enthält, in dem die 380-kV-Leitung von Helmstedt bis zum Umspannwerk Bleckenstedt/Süd bei Salzgitter verlaufen könnte.

Planungskriterien

Um einen geeigneten Trassenkorridor zu finden, spielen ökologische, soziale, technische und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. In der Regel ist nicht nur ein Korridor geeignet, sondern mehrere. Folgende Kriterien sind hier entscheidend:

Um die Interessen der vor Ort wohnenden Menschen zu berücksichtigen, umgeht TenneT bei der Leitungsplanung Siedlungs- oder Erholungsgebiete, wo immer dies möglich ist. Zu Wohngebäuden im Innenbereich soll ein Abstand von 400 Metern eingehalten werden, zu Wohnhäusern im Außenbereich von 200 Metern. Die gesetzlichen Grenzwerte für Schallimmissionen oder elektrische und magnetische Felder halten wir nicht nur ein, sondern unterschreiten sie mit allen Leitungsprojekten.

 

TenneT realisiert möglichst kurze und gestreckte Trassenverläufe. Auf diese Weise schaffen wir eine Planung, die so wenig Fläche wie möglich beansprucht und das Wohnumfeld der Menschen vor Ort schont. Um einen sicheren Betrieb zu garantieren, hält die Leitung ausreichend Abstand zu technischen Infrastrukturen wie Autobahnen, Windenergieanlagen oder Gasleitungen.

Salzgitter Helmstedt Ost Planungskriterien
 

Damit sich die Leitung gut in das bestehende Umfeld einfügt, bündeln wir sie, wo immer es geht, mit bestehender Infrastruktur. Dies gelingt etwa durch den Bau innerhalb einer schon vorhandenen Leitungstrasse, die Mitnahme einer 110-kV-Leitung auf gleichem Gestänge oder die räumliche Orientierung an Straßen- und Schienenwegen. Darüber hinaus vermeiden wir Querungen von Flugplätzen oder Windparks und legen besonderen Wert auf die Berücksichtigung forst- und landwirtschaftlicher Belange.

Der schonende Umgang mit Umwelt und Natur ist für TenneT von großer Bedeutung. Dazu zählt der Erhalt von FFH-, Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebieten sowie der Schutz von seltenen Tier- und Pflanzenarten, besonderen Landschaften, Waldflächen, Kulturgütern, Denkmälern und archäologischen Fundstätten. Unsere Trassierer achten zudem darauf, Masten an ökologisch verträglichen Standorten zu platzieren.

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Kontakt

Stella Meyer

Stella Meyer

Referentin für Bürgerbeteiligung