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Fokus: Umspannwerk

Im Raum Wilhelmshaven ist ein neues Umspannwerk geplant. Hier finden Sie alle Informationen rund um das Thema Umspannwerk.


Region
Niedersachsen
Projektart
Projektunterseite
Kategorie
onshore
Status
planning
Projekttags
  • Wilhelmshaven2-Conneforde
Wilhelmshaven-Conneforde 2 Cover Image

Im Raum Wilhelmshaven ist ein neues Umspannwerk mit dem Arbeitstitel Wilhelmshaven2 geplant. Ziel der Planungen ist es, nicht nur die zwei geplanten 380-Drehstromleitungen an das neue Umspannwerk anzubinden, sondern auch mindestens zwei Gleichstromleitungen mithilfe von Konvertern am Umspannwerk mit dem Drehstromnetz zu verbinden. Damit wird vor der Küste produzierte Windenergie und die Gleichstromleitung Korridor B des Vorhabenträgers Amprion angebunden. 
Um dieses Ziel zu realisieren, suchten wir vornehmlich im Raum Wilhelmshaven nach verfügbaren Flächen. Zudem sind wir auf die lokalen Vertreterinnen und Vertreter und die Bürgerinnen und Bürger zugegangen, um weitere Ideen und Vorschläge für mögliche Standorte einzuholen. Schließlich prüften wir acht unterschiedliche Standorte, von denen sich einer – der Standort 5 – besonders gut eignet. Sobald wir weitere konkrete Angaben machen können, halten wir Sie über unseren Newsletter und diese Projektwebseite auf dem aktuellen Stand. 
 

Wilhelmshaven2-Conneforde Vorzugsstandort

Die Funktionsweise eines Umspannwerks


Ein Umspannwerk dient der Transformation von Strom zwischen verschiedenen Spannungsebenen. Ihr Herzstück ist daher der namensgebende Transformator. Darüber hinaus bestehen Umspannwerke aus Schaltanlagen und weiteren Einrichtungen zur Mess- und Regeltechnik. Transformation der Spannung erfolgt dabei von der Höchstspannungsebene auf die Hochspannungsebene, das heißt von 380 Kilovolt auf 110 Kilovolt. Diese Umwandlung ist ebenso in die andere Richtung möglich. Dadurch, dass am geplanten Umspannwerk Wilhelmshaven2 das örtliche 110-kV-Verteilnetz angeknüpft wird, trägt auch das Umspannwerk direkt zur Versorgungssicherheit im Raum Wilhelmshaven bei.
 

Interaktive Grafik zum Umspannwerk

Geräuschentwicklung im Umspannwerk

Wird ein neues Umspannwerk geplant, sorgen sich Gemeinden oft um die Lebensqualität an ihrem Wohnort. Sind die Bauarbeiten aber erst einmal abgeschlossen, beeinflusst ein Umspannwerk das Umfeld deutlich weniger als zum Beispiel Industrieanlagen oder Fertigungshallen.

Für die Geräuschimmissionen eines Umspannwerks gibt es vorgegebene Richtwerte, die TenneT selbstverständlich einhält. Diese sind für alle Gewerbe- und Industrieanlagen in der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) geregelt. Die TA Lärm hat ihre rechtliche Grundlage im § 48 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. TenneT berücksichtigt bei der Planung neuer Umspannwerke grundsätzlich die für die Nacht geltenden strengeren Immissionsrichtwerte. Für jedes neue Umspannwerk wird ein schalltechnisches Gutachten erstellt, in dem nachgewiesen wird, dass die Richtwerte eingehalten werden.

Elektrische und magnetische Felder

Überall, wo Elektrizität im Spiel ist, entstehen elektrische und magnetische Felder. Ein elektrisches Feld umgibt jeden spannungsführenden Leiter. Bewegte elektrische Ladungen erzeugen jedoch zusätzlich zum elektrischen ein magnetisches Feld. Im Haushalt begegnen sie uns Tag für Tag. Kein Fernsehgerät, keine Küchengeräte, Lampen oder Mobiltelefone könnten ohne elektrische und magnetische Felder funktionieren. Auch für die Stärke der elektrischen und magnetischen Felder gibt es in Deutschland gesetzliche Grenzwerte, die durch die 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) festgelegt wurden. Sie betragen bei einer Frequenz von 50 Hz für öffentlich zugängliche Orte, die nicht nur zum vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind:

  • für das elektrische Feld 5 Kilovolt pro Meter (kV/m) und
  • für das magnetische Feld 100 Mikrotesla (μT).

Kontakt

Marlene Böger

Marlene Böger

Referentin für Bürgerbeteiligung