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Elsfleth/West – Ganderkesee mit Abzweig Niedervieland

TenneT erneuert und verstärkt die bestehende 380-kV-Leitung von der Schaltanlage Elsfleth/West zum Umspannwerk Ganderkesee mit dem Abzweig zum Umspannwerk Niedervieland in den Landkreisen Wesermarsch und Oldenburg sowie in den Bremer Ortsteilen Strom und Seehausen. Durch den Neubau kann zukünftig mehr Strom aus Windenergie aufgenommen und zum Verbraucher gebracht werden.


Region
Niedersachsen
Projektart
Netzverstärkung
Kategorie
onshore
Status
planning
Projekttags
  • Elsfleth/West – Ganderkesee mit Abzweig Niedervieland
  • 380-kV
Header Elsfleth-Ganderkesee

Über das Projekt

Wir stärken die Versorgungssicherheit in der Region.

Karte ElsflethWest - Ganderkesee.jpg

Die Energiewende nimmt Fahrt auf und die Klimaziele der nationalen und internationalen Politik sind sehr ehrgeizig. Nie wurde mehr Strom erneuerbar erzeugt als im Jahr 2020. Der Nordwesten Deutschlands nimmt dabei eine Schlüsselposition ein. Neben zahlreichen Windrädern an Land kommt in der Region auch Energie von Windkraftanlagen aus der Nordsee an, die weitertransportiert werden muss. Doch das bestehende Leitungsnetz reicht für diese steigenden Strommengen nicht mehr aus. Um die Energie auch in Zukunft sicher zum Verbraucher zu befördern, ist TenneT angewiesen das bestehende Höchstleitungsnetz mit Netzausbau- und optimierungsmaßnahmen fit für die Energiewende zu machen.

Unsere Netzverstärkungsmaßnahme zwischen der Schaltanlage Elsfleth/West zum Umspannwerk Ganderkesee mit dem Abzweig zum Umspannwerk Niedervieland ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Energiewende. Sie stabilisiert die regionale sowie überregionale Stromversorgung. Das Vorhaben ist im Netzentwicklungsplan (NEP) Strom 2035 im Januar 2022 unter der Nummer P22b, Maßnahme M80 bestätigt und als Vorhaben Nr. 55 im Bundesbedarfsplangesetz verankert.

Die Netzverstärkung

Die Übertragungskapazitäten der bestehenden Höchstspannungsleitung reichen nicht mehr aus, um den im Norden produzierten Strom zu den Verbraucherzentren zu transportieren. Unser Projekt stabilisiert die regionale wie auch die überregionale Stromversorgung und sorgt für den Abtransport der On- und Offshore erzeugten Windenergie. Geplant ist dazu, die Stromtragfähigkeit zwischen dem UW Ganderkesee und dem UW Elsfleth mit Abzweig Niedervieland durch die Neuerrichtung einer Leitung mit zwei 380-kV-Stromkreisen zu erhöhen. Die neue Leitung ersetzt die bestehende Höchstspannungsleitung. Außerdem werden dabei die beiden 380-kV-Umspannwerke Ganderkesee und Niedervieland verstärkt.

TenneT im Dialog in Niedersachsen

https://tennet-drupal.s3.eu-central-1.amazonaws.com/default/2022-09/Dialog%20Niedersachsen.JPG

Zweistufiges Genehmigungsverfahren

Vor Baubeginn findet ein umfangreiches Planungs- und Genehmigungsverfahren statt, das aus zwei aufeinanderfolgenden Teilen besteht: der Bundesfachplanung und dem Planfeststellungsverfahren.

Die Bundesnetzagentur leitet auf Basis des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG) das Verfahren und entscheidet über den Verlauf der Höchstspannungsleitung. 

Die Bundesfachplanung

Ziel der Bundesfachplanung ist es, einen 1.000 Meter breiten Trassenkorridor zu finden, der in Hinblick auf unterschiedliche Schutzgüter, zum Beispiel Mensch und Natur, den schonendsten Verlauf für die Leitung erwarten lässt. Dazu prüft die zuständige Behörde unter Einbindung der Öffentlichkeit, welcher Trassenkorridor die umweltverträglichste und landesplanerisch vernünftigste Lösung darstellt. Am Anfang dieses Verfahrens steht eine Antragskonferenz. Hier bespricht die Planungsbehörde mit weiteren Behörden, Verbänden und dem Projektträger TenneT, welche Unterlagen, Umweltuntersuchungen und Gutachten TenneT für das Verfahren vorbereiten muss.

Nachdem TenneT diese Unterlagen eingereicht hat, werden sie von der Planungsbehörde veröffentlicht und durch die Kommunen vor Ort ausgelegt. Behörden und Organisationen können dazu Stellung nehmen. Interessierte Bürger können Ihre Ideen und Bedenken über ihre Gemeinden einreichen. Die eingereichten Hinweise werden auf einem anschließenden Erörterungstermin diskutiert. Zum Abschluss der Bundesfachplanung empfiehlt die zuständige Planungsbehörde mit der sogenannten Landesplanerischen Feststellung einen Korridor für die geplante Leitung. Diese Empfehlung dient TenneT als Planungsgrundlage für das anschließende Planfeststellungsverfahren.

Das Planfeststellungsverfahren

Im Rahmen der Planfeststellung wird dann der grundstücksgenaue Leitungsverlauf innerhalb dieses Korridors gesucht. Sowohl in der Bundesfachplanung wie auch im Planfeststellungsverfahren haben Politik, Behörden, Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Möglichkeiten, sich informell und formell an der Suche nach dem Verlauf zu beteiligen. Zuständig für dieses Verfahren ist nach §19 NABEG die Bundesnetzagentur (BNetzA).

Beteiligung der Öffentlichkeit

Hier informieren wir über Beteiligungsmöglichkeiten und öffentliche Infoveranstaltungen.

Aktuell steht die Netzverstärkungsmaßnahme vor dem Beginn der Bundesfachplanung, die mit der Einreichung der Antragsunterlagen nach § 6 NABEG eingeleitet wird. Bestandteil der Antragsunterlagen ist ein Korridornetz, das einen ersten Vorschlagskorridor und weitere ernsthaft in Betracht kommende Alternativen enthält. Bereits zu diesem frühen Planungsstand und noch vor dem Verfahrensbeginn möchten wir die Öffentlichkeit über die von uns vorgeschlagenen Trassenkorridore informieren und erste Hinweise zur Planung entgegennehmen. Hierfür werden wir Informationsveranstaltungen anbieten, auf denen Interessierte planungsrelevante Stellungnahmen, etwa zu Naturschutz- oder Neubaugebieten, einreichen können. Die Hinweise werden im Anschluss von unseren Fachplanerinnen und Fachplanern geprüft und fließen in die Erstellung unserer §-6-Unterlagen ein. Die genauen Termine unserer Informationsveranstaltungen geben wir in regionalen Tageszeitungen und über unsere Website bekannt.

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Kontakt

Maximilian Rühl

Maximilian Rühl

Projektkommunikation