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Elbe-Lippe-Leitung Süd

Ovenstädt bis Bechterdissen


Region
Nordrhein-Westfalen
Projektart
Netzverstärkung
Kategorie
onshore
Status
planning
Projekttags
  • Elbe-Lippe-Leitung Süd
  • 380 kV
Elbe Lippe Leitung Süd Header

Über das Projekt

Damit die immer weiter steigenden Mengen an grün produziertem Strom auch in Zukunft bei den Verbrauchern ankommen, müssen viele bestehende Leitungen erneuert werden – darunter auch unsere Leitung zwischen den Umspannwerken Ovenstädt und Bechterdissen.

Elbe-Lippe-Leitung Sued Projektkarte

Der Energiehunger weltweit nimmt zu. Um die energiepolitische Abhängigkeit zu verringern, will Deutschland schneller als bisher aus den fossilen Energien aussteigen. Nur mit dem schnellen Ausbau von erneuerbaren Energien kann der Energiebedarf für Verbraucherinnen und Verbraucher und die Wirtschaft gedeckt werden. Um den grünen Strom von Norden nach Süden und Westen zu transportieren, ist es wichtig, die Stromnetze auszubauen und leistungsfähiger zu machen. Dafür soll die Elbe-Lippe-Leitung Süd zwischen Ovenstädt und Bechterdissen mit modernen Hochtemperaturseilen aufgerüstet werden.

Die Elbe-Lippe-Leitung Süd ist rund 60 km lang und verläuft durch die Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Lippe. Konkret führt der Verlauf der bestehenden Leitung durch die Gemeinden Petershagen, Minden, Hille, Bad Oeynhausen Hüllhorst, Kirchlengern, Löhne, Hiddenhausen, Enger, Herford, Leopoldshöhe sowie die Stadt Bielefeld, bevor sie im Umspannwerk Bechterdissen endet.

 

Verlauf

  • Ovenstädt - Bechterdissen
  • Länge: ca. 60 km

Rahmeninfos

  • Zuständigkeit: NRW
  • Projektbezeichnung: P135

Bedarf

Netzplanung: Was steckt eigentlich dahinter?

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber, darunter auch die TenneT TSO GmbH, haben den Auftrag, vorausschauend den Stromverbrauch und die Stromerzeugung Deutschlands für die kommenden zehn bis 15 Jahre zu ermitteln. Hierfür werden verschiedene Szenarien beschrieben, aktuell beispielsweise für das Zieljahr 2035. Dieser Szenariorahmen wird von der Bundesnetzagentur genehmigt und bildet die Grundlage für den sogenannten Netzentwicklungsplan. In diesem wird das Projekt Elbe-Lippe-Leitung Süd unter dem Namen P135 geführt.

Der Netzentwicklungsplan enthält alle notwendigen Maßnahmen zur bedarfsgerechten Optimierung, Verstärkung und zum Ausbau des Netzes, die in den nächsten zehn Jahren für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb erforderlich sind (§12b EnWG). Sämtliche Netzentwicklungspläne werden durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) überprüft und bestätigt. Der bestätigte Netzentwicklungsplan ist die Grundlage für den Bundesbedarfsplan, den letztlich Bundesregierung und Bundestag beschließen.

Im Bundesbedarfsplangesetz ist die Elbe-Lippe-Leitung Süd als Teil des Netzausbauprojekts V57 (Dollern – Grafschaft Hoya – Ovenstädt – Eickum – Bechterdissen) gelistet.

  • Meilensteine

  • 2025

    Einreichung Planfeststellungsunterlagen

  • 2027/2028

    Planfeststellungsbeschluss

  • 2027/2028

    Baubeginn

  • 2031

    Inbetriebnahme

Umspannwerk Ovenstädt

Im Zuge der Elbe-Lippe-Leitung Süd wird das Umspannwerk in Ovenstädt, welches in den 80er Jahren gebaut wurde, ebenfalls modernisiert und somit auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Ein Umspannwerk dient dazu, Stromnetze verschiedener Spannungsebenen miteinander zu verbinden.

In den Umspannwerken (UW) treffen die Leitungen verschiedener Spannungsebenen aufeinander und werden miteinander verbunden. Über die Höchstspannungsleitungen (220-kV und 380-kV) wird die Energie aus den Kraftwerken zu den Umspannwerken transportiert und dort auf die nächstniedrigere Spannungsebene (110-kV) transformiert. Über das Hochspannungsnetz (110-kV) erfolgt die Stromversorgung der Region.

Das Umspannwerk in Ovenstädt hat seine betriebliche Lebensdauer von 40 Jahren erreicht. Die Modernisierung soll die bestehende Anlage, die aus insgesamt elf Schaltflächen besteht und eine Fläche von ca. 3,5 ha umfasst, erweitern. Im Zuge dessen wird eine Erhöhung der Transportfähigkeit und der Verfügbarkeit gewährleistet.

Die Inbetriebnahme ist nach aktuellem Stand für Ende 2026 anvisiert.

NOVA-Prinzip

Immer mehr Strom, der von Offshore-Windkraftanlagen produziert wird, wird von TenneT in die Onshore-Anlagen eingespeist und weitertransportiert. Wie gelangt der Windstrom in Zukunft zuverlässig von den Küsten in die Regionen in Ostwestfalen?

Die Abkürzung NOVA steht für Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau. Unter den Begriff Netzoptimierung fallen eine Reihe verschiedener Maßnahmen, die im bestehenden Netz durchgeführt werden können.

Eine Optimierung kann beispielsweise durch das sogenannte Freileitungsmonitoring erfolgen. Dies wirkt optimierend, indem bestehende Leitungen abhängig von der herrschenden Witterung ausgelastet werden. Bei Wind oder kühlen Außentemperaturen können Leiterseile mehr Strom übertragen. Bei kälteren Temperaturen oder Wind kann so mehr Energie übertragen werden. Doch auch hier gibt es Grenzen: Einzelne Leiterseile dürfen nicht heißer als 80 Grad Celsius werden – das heißt, die Energiemenge kann selbst im Winter nicht beliebig gesteigert werden.

Netzverstärkungen sind beispielsweise der Austausch oder die Erweiterung bestehender Leitungen. Dies kann unter anderem durch neue Anlagen, Umbeseilungen mit modernen Hochtemperaturleiterseilen, Installation zusätzlicher Stromkreise auf bestehenden Masten oder durch den Neubau von Leitungen mit höherer Übertragungskapazität in bestehenden Trassen realisiert werden.

Nur, wenn das Freileitungsmonitoring und die Maßnahmen der Netzverstärkung nicht ausreichen oder technisch nicht möglich sind, wird das Netz durch den Ausbau oder Neubau von Umspannwerken oder Schaltanlagen beziehungsweise durch zusätzliche Leitungen in neuen Trassen erweitert. Einen solchen Ausbau schlagen die Übertragungsnetzbetreiber aber nur dann vor, wenn Optimierungen bzw. Verstärkungen nicht ausreichen oder aus anderen Gründen nicht in Betracht kommen.

Im Falle der Elbe-Lippe-Leitung Süd wird derzeit eine Netzverstärkung in Form einer Umbeseilung auf moderne Hochtemperaturleiterseile geprüft. Diese können höhere Temperaturen aushalten und auch kurzfristige Anstiege, bspw. durch mehr Windenergie, abtransportieren. Somit kann die dringend benötigte Kapazität im Höchstspannungsnetz erhöht werden.

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Kontakt

Andreas Denninghoff

Andreas Denninghoff

Referent für Bürgerbeteiligung | Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen
Jennifer Bannick

Jennifer Bannick

Referentin für Bürgerbeteiligung | Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen