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Übertragungsnetzbetreiber starten Prozess zur freiwilligen Teilnahme der Industrie an Maßnahmen für optimierte Systemstabilität

4. Januar 2023, Bayreuth, Berlin, Dortmund, Stuttgart.

Lesezeit

2 Minuten

Letzte Aktualisierung

4.1.2023

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Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben in Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Politik und der Bundesnetzagentur einen Mechanismus entwickelt, der es der Industrie ab sofort ermöglicht, zur Systemstabilität beizutragen. Durch freiwillig zur Verfügung gestellte Lastreduktionspotenziale auf Seiten der industriellen Großverbraucher erhalten die Übertragungsnetzbetreiber künftig ein zusätzliches Instrument, um bei kritischen Situationen das Stromnetz zu stabilisieren.

Im Rahmen der zweiten Sonderanalyse im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz im Sommer 2022 hatten die Übertragungsnetzbetreiber die Empfehlung abgegeben, Lastreduktionspotenziale in der Industrie für die Systemstabilität nutzbar zu machen. In den vergangenen Monaten wurde ein solcher Prozess entwickelt und abgestimmt. Mit der Veröffentlichung zur sogenannten Vorstufe zur Abschaltkaskade starten die Übertragungsnetzbetreiber nun die Vorbereitung des Prozesses.

In diesem können industrielle Großverbraucher melden, welche Lastreduktionspotenziale sie freiwillig zur Verfügung stellen, um damit mögliche kontrollierte Lastabschaltungen abzuwenden oder solche in ihrer Auswirkung möglichst klein zu halten. Der Vorteil für teilnehmende industrielle Großverbraucher besteht darin, dass sie drohende Abschaltungen besser antizipieren und ihre industriellen Prozesse darauf abstimmen können. Dieses Instrument verringert das Risiko kontrollierter Lastabschaltungen wegen unzureichender Stromerzeugung für die Allgemeinheit weiter.

Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben auf ihren Internetseiten das Meldeformular für die Industrieunternehmen freigeschaltet. Industrielle Großverbraucher können dort bei Bedarf angeben, welche Verbräuche sie freiwillig absenken würden und wieviel Vorlauf sie dafür brauchen, damit Schäden oder Einschränkungen in den Anlagen vermieden werden können.

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