Skip to content
Offshore

Übertragungsnetzbetreiber begrüßen Offshore-Vereinbarung mit dem Bund und den Küstenländern an Nord- und Ostsee

Lesezeit

3 Minuten

Letzte Aktualisierung

3.11.2022

Corporate

Die Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), die Hansestädte Bremen und Hamburg sowie die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben heute mit den drei Übertragungsnetzbetreibern TenneT, Amprion und 50Hertz eine Vereinbarung zur Anbindung von 30 Gigawatt (GW) Windenergie auf See bis 2030 unterzeichnet. Gemeinschaftlich wollen die Beteiligten die erforderlichen Schritte zur Erreichung dieses Ziels eng abstimmen und schreiben damit die erste Offshore-Vereinbarung aus dem Jahr 2020 – damals noch mit dem Ziel 20 GW bis 2030 – fort.


Die Geschäftsführungen der drei Übertragungsnetzbetreiber begrüßen die neue Offshore-Vereinbarung und damit ein gemeinsames Verständnis in Hinblick auf Flächenausweisung, Natur- und Umweltverträglichkeit sowie Koordination und administrativer Ressourcen.

 

Tim Meyerjürgens, COO von TenneT:

„Planung, Genehmigung und Bau der Infrastruktur zur Erschließung von 30 Gigawatt Offshore-Windenergie sind für die Übertragungsnetzbetreiber genauso wie für die Genehmigungsbehörden des Bundes und der Länder sehr herausfordernd. Damit wir diese ambitionierten Ziele auch erreichen, müssen jetzt alle an einem Strang ziehen. Die Vereinbarung zeigt den großen Willen aller Akteure, die Projekte gemeinsam und in enger Abstimmung zu realisieren. Das begrüßen wir ausdrücklich und werden diesen Prozess nach Kräften unterstützen, beispielsweise durch die Etablierung leistungsfähiger technischer Standards durch unser 2 GW Programm, die Entwicklung von On- und Offshore-Hubs zur langfristigen Vermaschung des Gleichstromnetzes auf See und an Land und einer cleveren Sektorenkopplung.“

 

Peter Barth, Geschäftsführer Amprion Offshore GmbH:

„Der Ausbau der Offshore-Windenergie ist ein Schlüsselfaktor für die Energiewende und den Weg zu einer klimaneutralen Gesellschaft. Amprion leistet hierzu als Offshore-Übertragungsnetzbetreiber mit höchstem Engagement seinen Beitrag. Mit den Gesetzesnovellen sind in diesem Jahr wichtige Weichenstellungen erfolgt. Jetzt geht es vor allem um die praktische Umsetzung. Dabei begrüßt Amprion ausdrücklich die Offshore-Realisierungsvereinbarung, die das gemeinsame Commitment von Bund, Ländern und den Offshore-Übertragungsnetzbetreibern zur Zielerreichung untermauert. Denn sowohl die starke Verzahnung der Aktivitäten – entlang der Wertschöpfungskette und auch unter den beteiligten Akteuren – als auch eine gemeinsame Anstrengung und Pragmatismus sind maßgeblich, um die Offshore-Windenergie mit hohem Fahrtwind weiter voranzutreiben.“

 

Dr. Frank Golletz, Technischer Geschäftsführer 50Hertz:

„50Hertz wird mit ganzer Kraft und dem gesamten unternehmerischen Knowhow, das wir in den vergangenen Jahren aufbauen konnten, an der Erschließung der Windenergiepotenziale in der Ost- und künftig auch in der Nordsee mitwirken. Um die ambitionierten Ausbauziele zu erreichen, müssen wir uns zukünftig noch stärker vernetzen – sowohl technologisch in Form von „vermaschten“ Offshore-Netzen als auch international mit Partnern über Ländergrenzen hinweg. Der seit 2021 in Betrieb befindliche hybride Interkonnektor Combined Grid Solution – Kriegers Flak zwischen Deutschland und Dänemark liefert bereits die Blaupause dafür, wie länderübergreifende vernetzte Offshore-Anbindungen zukünftig aussehen könnten. Das Projekt Bornholm Energy Island von 50Hertz und energinet wird ein weiterer Meilenstein hin zu Stromnetzen auf oder am Meer sein. Auch das innovative Projekt eines Gleichstrom-Stromdrehkreuzes im Raum Heide in Schleswig-Holstein, das wir gemeinsam mit TenneT realisieren wollen, trägt bereits Elemente von Vernetzung in sich.“

Kontakt

Ina-Isabelle Haffke

Ina-Isabelle Haffke

Pressesprecherin - Energiepolitik und Industriestrategie Süddeutschland, Netzentwicklungsplan, Netzausbau Onshore