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Grüne Industrie am Produktionsstandort Salzgitter: TenneT stellt die Weichen für den Bau des wichtigen Strom-Netzausbauprojektes „Industrieleitung Salzgitter“

Lesezeit

2 Minuten

Letzte Aktualisierung

20.12.2022

Corporate

  • Salzgitter AG begrüßt wichtigen Projektfortschritt

  • Mit Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr biegt die Industrieleitung Salzgitter auf die Zielgerade des Genehmigungsverfahrens ein

  • Mit Auslegung der Antragsunterlagen startet die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung

 

Das Planfeststellungsverfahren für die Industrieleitung Salzgitter hat begonnen. Am 16. Dezember 2022 hat die zuständige Behörde, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, das Genehmigungsverfahren eröffnet. Damit macht das wichtige Strom-Netzausbauprojekt einen großen Schritt in Richtung Realisierung. Bereits ab Ende 2025 soll die Industrieleitung Salzgitter die Werksstandorte der Salzgitter AG und weitere in der Region ansässige Industrieunternehmen mit erneuerbaren Energien versorgen und dazu beitragen, die Produktionsprozesse der örtlichen Wirtschaft klimafreundlicher und nachhaltiger zu gestalten. Außerdem wird mit dieser Leitung die Netzstabilität und Versorgungsicherheit in der Region auch für die Privathaushalte erhöht.

TenneT-COO Tim Meyerjürgens sagt: „Die Industrieleitung Salzgitter ist ein entscheidender Treiber für die Transformation des Industrie- und Wirtschaftsstandortes Salzgitter und die Versorgungssicherheit in der Region. Dass wir nach nur rund zwei Jahren seit Projektinitiierung auf die Zielgerade für das Genehmigungsverfahren einbiegen, zeigt was möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Das ist ein Erfolg, der Mut macht für den weiteren Netzausbau und die Energiewende in Niedersachsen und deutschlandweit. Jetzt müssen wir die Industrieleitung Salzgitter schnell in die Umsetzung bringen, damit die Zukunfts- und Transformationsprojekte der Unternehmen vor Ort pünktlich an den Start gehen können.“

Auch die Salzgitter AG als einer der größten Arbeitgeber in der Region begrüßt den Projekt-Meilenstein. Ulrich Grethe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Salzgitter Flachstahl GmbH, sagt: „Die rechtzeitige Fertigstellung der Industrieleitung Salzgitter ist für uns ein zentraler Baustein für die Transformation der Stahlherstellung. Wir werden das Unternehmen mit SALCOS® auf eine CO2-arme Stahlproduktion umstellen. Damit sichern wir die Zukunft des Standorts Salzgitter mit seinen Arbeitsplätzen. Für diese Transformation benötigen wir große Mengen Strom, die uns die Industrieleitung Salzgitter künftig bereitstellt. Wir haben für SALCOS® einen engen Zeitplan und begrüßen es sehr, dass das Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr eröffnet wird.“ 

Nach der Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens startet Anfang 2023 die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung mit der Auslage der Planunterlagen. Das lokale Wissen der Öffentlichkeit nutzte TenneT bereits bei der Erarbeitung der Antragsunterlagen und bezog die Politik, Anwohnerinnen und Anwohner und Verbände vor Ort früh in den Planungsprozess ein. Aus einer Vielzahl an Gesprächen mit der Öffentlichkeit sind Hinweise und Erkenntnisse in die Untersuchung verschiedener Trassenvarianten und die endgültige, grundstücksgenaue Planung eingeflossen. Insgesamt konnte die Planung damit entscheidend verbessert werden. TenneT konnte rund einem Drittel der geäußerten Mastverschiebungswünsche nachkommen und im Zuge der Feinplanung zwei ursprünglich geplante Masten einsparen.

Mit Beginn des Planfeststellungsverfahrens liegt die Verfahrenshoheit bei der Genehmigungsbehörde. TenneT wird den Dialog mit der Öffentlichkeit auch während des laufenden Genehmigungsverfahrens fortsetzen und transparent informieren.

 

Hintergrund

Salzgitter ist einer der wichtigsten und größten Industriestandorte in Niedersachsen und in ganz Deutschland. Die Stabilität der Netze ist von herausragender Bedeutung für die heimische Industrie und private Endverbraucher. Das bestehende Stromnetz in der Region ist nicht für die kommenden energieintensiven Transformationen im Zuge der Energiewende ausgelegt und muss durch leistungsstarke Leitungen ersetzt werden.

Um die benötigten hohen Strommengen nach Salzgitter und in die benachbarten Regionen Niedersachsens transportieren zu können, wird die Industrieleitung in ein übergeordnetes Leitungsnetz eingegliedert. Als Verbindung zwischen dem regionalen und überregionalen Netzausbau sorgt sie dafür, dass Industrie, Wirtschaft und Privathaushalten im Raum Salzgitter und Peine auch in Zukunft eine stabile Stromversorgung gewährleistet werden kann.

Kontakt

Mathias Fischer

Mathias Fischer

Pressesprecher - Netzausbau Onshore & Offshore, Sektorenkopplung, Energiepolitik Norddeutschland, Flexibilität & Innovationen