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content page header Welche Auswirkungen hat die Energiewende auf den Ausbau des Stromnetzes?

Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Energiewirtschaft fordert von der Politik energische Schritte, um die Energiewende voranzubringen

Letzte Aktualisierung

29.8.2022

Corporate

Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Energiewirtschaft fordert von der Politik energische Schritte, um die Energiewende voranzubringen

Hannover. Niedersachsens Energiewirtschaft dringt auf bessere Rahmenbedingungen, um die Energiewende zum Erfolg führen zu können. Ihre Forderungen und Vorschläge an die Politik hat die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Energiewirtschaft (ARGE) in einem Positionspapier zusammengefasst, das am (heutigen) Freitag in Hannover vorgestellt wurde. Kernforderungen der ARGE sind deutliche Erleichterungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der dazugehörigen Netzinfrastruktur. Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft, Speichertechnologien, Sektorenkopplung, Wärmestrategie und Gebäudestandards müssten ebenso entschieden vorangetrieben werden, erklärten stellvertretend für die ARGE Marten Bunnemann, (Avacon), Stefan Dohler (EWE), Tim Meyerjürgens (TenneT) und Klaus Wewering (Amprion) vor Journalisten. Die ARGE fordert einen integriert gedachten Rechtsrahmen und eine entsprechende Regulatorik, adäquate Fördermittel sowie notwendige Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren.

„Die Anforderungen an das Stromnetz haben sich stark verändert und werden in den kommenden Jahren weiter steigen. Schwankende Einspeiseleistungen von Erneuerbare-Energien-Anlagen und die neue räumliche Verteilung der Stromerzeugung machen eine umfangreiche Anpassung der Netzinfrastruktur notwendig“, erklärte Marten Bunnemann, CEO der Avacon AG.

Tim Meyerjürgens, TenneT-COO, sagte: „Die Notwendigkeit einer unabhängigen, verlässlichen und bezahlbaren Energieversorgung in Europa ist dringender denn je. Wir begrüßen die neuen Ausbauziele für Erneuerbare Energien und die Beschleunigungsmaßnahmen für den Ausbau der Erneuerbaren im ‚Osterpaket‘ der Bundesregierung. Jetzt muss die Politik aber konsequent nachlegen und im ‚Sommerpaket‘ die Weichen stellen, damit auch die Beschleunigung des Netzausbaus an Land und auf See erfolgt, denn nur wenn die Infrastruktur im Gleichklang mit den Erneuerbaren ausgebaut wird, kann die Energiewende gelingen.“

„Eine erfolgreiche Energiewende braucht zügigen Netzausbau. Dafür sind deutlich beschleunigte Genehmigungsverfahren erforderlich. Wir müssen jetzt dringend schnell wirksame Maßnahmen initiieren. Dies umfasst auch die Änderung einzelner Vorschriften wie zum Beispiel der Technischen Anleitung Lärm“, erläutert Klaus Wewering, Bereichsleiter Netzprojekte der Amprion GmbH.

„Die Politik ist in der Pflicht, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Klimaschutzziele erreichbar sind. Mit den jetzigen Regelungen schaffen wir es nicht. Wir brauchen deutlich kürzere Entscheidungswege und eindeutige Prioritäten. Neue Projekte müssen deutlich schneller umgesetzt werden können. Das gilt für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien genauso wie für die konsequente Förderung neuer Technologien“, betont Stefan Dohler, EWE.

Hintergrund

Die ARGE ist eine einmalige Kooperation von in Niedersachsen tätigen Unternehmen der Energiewirtschaft mit dem Ziel energiepolitische Themen als Eckpunkte in die Politik einzuspeisen und dabei die Bedeutung der Branche in den Fokus zu setzen. 

In der ARGE arbeiten zusammen (in alphabetischer Reihenfolge): ALTERRIC, AMPRION, AVACON, EWE, TenneT, Westenergie und Westfalen Weser Energie. Beginn Projekt vor ca. einem Jahr als Idee der Zusammenarbeit zwischen Avacon und Tennet. Die ARGE wird bei der Pressekonferenz von vier Personen vertreten werden. 

Es sind (in der geplanten Vortragsreihenfolge):

  • Marten Bunnemann, CEO AVACON 
  • Tim Meyerjürgens, COO TenneT 
  • Klaus Wewerling, Bereichsleiter Netzprojekte AMPRION 
  • Stefan Dohler, CEO EWE

Pressekontakt

Kontakt

Mathias Fischer

Mathias Fischer

Pressesprecher - Netzausbau Onshore & Offshore, Sektorenkopplung, Energiepolitik Norddeutschland, Flexibilität & Innovationen