News: TenneT Corporate Website https://www.tennet.eu/?L=2 de TYPO3 News Thu, 24 Sep 2020 07:01:48 +0200 Thu, 24 Sep 2020 07:01:48 +0200 TYPO3 EXT:news news-2163 Thu, 20 Aug 2020 12:08:44 +0200 Netzbetreiber investieren 750 Millionen Euro in eine nachhaltige Energieversorgung des Wirtschafts- und Finanzzentrums Frankfurt Rhein-Main https://www.tennet.eu/de/news/news/netzbetreiber-investieren-750-millionen-euro-in-eine-nachhaltige-energieversorgung-des-wirtschafts/ (Bayreuth, Helmstedt, Frankfurt a.M., 20. August 2020) Gemeinsam mit den Netzbetreibern Avacon, Mainova und TenneT hat der hessische Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag das neue Ausbaukonzept für das Stromnetz im Großraum Frankfurt Rhein-Main vorgestellt. Hintergrund ist die zunehmende Nachfrage nach Energie, die insbesondere auf das Wachstum der Wirtschaftsregion und die Digitalisierung zurückzuführen ist. Innerhalb von sieben Jahren sollen die vor Ort zur Verfügung stehenden Kapazitäten um rund 50 Prozent erhöht werden. Dafür sind der Ausbau von Transportleitungen und Umspannwerken an den Haupteinspeisepunkten sowie die Verstärkung der Stromleitungen in das Stadtgebiet Frankfurt vorgesehen. Erste Leistungserhöhungen sind innerhalb von vier Jahren möglich. Die Netzbetreiber investieren zusammen rund 750 Millionen Euro. (Bayreuth, Helmstedt, Frankfurt a.M., 20. August 2020) Gemeinsam mit den Netzbetreibern Avacon, Mainova und TenneT hat der hessische Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag das neue Ausbaukonzept für das Stromnetz im Großraum Frankfurt Rhein-Main vorgestellt. Hintergrund ist die zunehmende Nachfrage nach Energie, die insbesondere auf das Wachstum der Wirtschaftsregion und die Digitalisierung zurückzuführen ist. Innerhalb von sieben Jahren sollen die vor Ort zur Verfügung stehenden Kapazitäten um rund 50 Prozent erhöht werden. Dafür sind der Ausbau von Transportleitungen und Umspannwerken an den Haupteinspeisepunkten sowie die Verstärkung der Stromleitungen in das Stadtgebiet Frankfurt vorgesehen. Erste Leistungserhöhungen sind innerhalb von vier Jahren möglich. Die Netzbetreiber investieren zusammen rund 750 Millionen Euro.


Der hessische Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir sagte: „Der Zubau von Datenzentren im Rhein-Main-Gebiet stellt in Verbindung mit der zunehmenden Elektromobilität eine in Deutschland einzigartige Entwicklung dar, auf die wir bereits heute reagieren müssen. Ich freue mich, dass es uns gemeinsam mit den Netzbetreibern Avacon, Mainova und TenneT gelungen ist, mit dem umfassenden Maßnahmenpaket die Grundlage für das weitere Wachstum des internationalen Wirtschafts- und Finanzstandortes sowie des weltweit größten Internetknotenpunktes Frankfurt Rhein-Main zu schaffen.“

 

Der Vorstandsvorsitzende des Frankfurter Energieversorgers Mainova Dr. Constantin H. Alsheimer sagte: „Mainova gewährleistet mit ihrer Netztochter NRM Netzdienste Rhein-Main den sicheren Betrieb des Frankfurter Stromnetzes. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen können sich auf eine zuverlässige Versorgung verlassen. Angesichts der rasant steigenden Nachfrage nach elektrischer Energie, getrieben von Digitalisierung, Elektromobilität und steigenden Einwohnerzahlen in der boomenden Region Frankfurt Rhein-Main, werden die heute bestehenden Kapazitäten jedoch langfristig überschritten. Zusammen mit Avacon und TenneT als vorgelagerte Netzbetreiber haben wir mit den vereinbarten Maßnahmen zur Leistungserhöhung des Stromnetzes eine zukunftsweisende Lösung gefunden. Bis 2027 werden schrittweise zusätzlich über 500 Megavoltampere (MVA) Leistung für Frankfurt bereitgestellt. Dies entspricht dem Bedarf einer Großstadt mit 500.000 Einwohnern wie Hannover.“

 

TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens sagte: „Mit dem Ausbau und der Modernisierung der Strominfrastruktur im Rhein-Main-Gebiet sichern wir die Stromversorgung und legen den Grundstein für die weitere nachhaltige Entwicklung dieser zentralen Wirtschafts- und Finanz-Drehscheibe in Deutschland und Europa.“ Meyerjürgens fügte hinzu: „Wir arbeiten in Hessen aktuell an Netzprojekten mit insgesamt fast 500 Kilometern Länge, um den steigenden Energiebedarf im Land auch zukünftig zu decken. Das stärkt den Wirtschafts- und Finanzstandort Rhein-Main und sichert langfristig viele tausend Arbeitsplätze.“

 

Der Avacon-Vorstandsvorsitzende Marten Bunnemann betonte: „Energiewende gelingt nur zusammen. In diesem Sinne ist das Projekt richtungsweisend. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir die Energieversorgung in der Metropolregion Frankfurt für eine nachhaltige Energiezukunft stärken. Leistungsstarke Strom- und Datennetze sind das Rückgrat der Energiewende und einer modernen Gesellschaft. Mit unserem Konzept leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung und Digitalisierung unserer Gesellschaft.“

 

Ansprechpartner für die Presse

Avacon

Ralph Montag | ralph.montag(at)avacon.de | T 05351/123 33549 | M 0151/12201021

Mainova

Ulrike Schulz | u.schulz(at)mainova.de | T 069/213 26209 | M 0151/46164985

TenneT

Ulrike Hörchens | ulrike.hoerchens(at)tennet.eu | T 0921/50740 4045 | M 0151/17131120

Über die Avacon Gruppe

Als eines der größten regionalen Energieversorgungsunternehmen Deutschlands bringt die Avacon-Unternehmensgruppe Energie genau dorthin, wo Millionen Menschen sie brauchen. Avacon ist Partner für regionale Energielösungen in den Bereichen Strom, Gas, Wasser, Wärme, Kälte, Mobilität und Beleuchtung. Darüber hinaus plant, baut und betreibt die Unternehmensgruppe moderne und leistungsstarke Glasfasernetze. Mehr als 2.800 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2019 einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro. Die Avacon AG hat ihren Sitz in Helmstedt. Zu den Aktionären zählen E.ON mit 61,5 Prozent sowie mit 38,5 Prozent mehr als 80 kommunale Aktionäre.
Die Energienetze der Tochtergesellschaft Avacon Netz GmbH verbinden Menschen von der Nordseeküste bis Südhessen und von der niederländischen Grenze bis an die Grenze Brandenburgs. Mehr als 64.000 Kilometer beträgt die Länge der Stromnetze, mehr als 20.000 Kilometer die der Gasnetze. Die Grünstromquote von 185 Prozent in 2019 zeigt, wie sehr die Energiewende im Gebiet der Avacon Netz bereits fortgeschritten ist.

Über die Mainova AG

Die Mainova AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist Hessens größter Energieversorger und beliefert mehr als eine Million Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser. Hinzu kommen zahlreiche Firmenkunden im gesamten Bundesgebiet. Das Unternehmen erzielte mit seinen 2.700 Mitarbeitern im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro. Größte Anteilseigner der Mainova AG sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (75,2 Prozent) und die Münchener Thüga (24,5 Prozent). Die übrigen Aktien (0,3 Prozent) befinden sich im Streubesitz.
Die Netzdienste Rhein-Main GmbH (NRM) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Mainova AG. Sie stellt mit ihrem mehr als 14.000 km umfassenden Energie- und Wassernetz die zuverlässige Versorgung in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet sicher. Das rund 7.500 Kilometer große Strom-Versorgungsnetz umfasst das Stadtgebiet Frankfurt am Main mit Ausnahme einiger westlicher Stadtteile.

Über TenneT

TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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news-2159 Tue, 11 Aug 2020 08:42:39 +0200 Offshore-Netzanbindung BorWin5: TenneT vergibt Aufträge für Konverterstationen und Kabel https://www.tennet.eu/de/news/news/offshore-netzanbindung-borwin5-tennet-vergibt-auftraege-fuer-konverterstationen-und-kabel/ Das Konsortium aus Siemens AG und Dragados Offshore S.A. erhält den Zuschlag für die Errichtung von Konverterstationen an Land und auf See, den Auftrag für Produktion und Installation der Gleichstrom-Erd- und Seekabel erhält NKT HV Cables AB  Mit 230 Kilometern die bisher längste Offshore-Gleichstromanbindung Inbetriebnahme der 900 Megawatt starken Anbindung ist für 2025 vorgesehen
  • Das Konsortium aus Siemens AG und Dragados Offshore S.A. erhält den Zuschlag für die Errichtung von Konverterstationen an Land und auf See, den Auftrag für Produktion und Installation der Gleichstrom-Erd- und Seekabel erhält NKT HV Cables AB
  •  Mit 230 Kilometern die bisher längste Offshore-Gleichstromanbindung
  • Inbetriebnahme der 900 Megawatt starken Anbindung ist für 2025 vorgesehen
  • Im Ausschreibungsverfahren um die Vergabe zum Bau des mit 230 Kilometern längsten  Offshore-Netzanschlusssystems BorWin5 hat TenneT die Zuschläge an das Konsortium  Siemens AG / Dragados Offshore S.A. für die Konverterstationen an Land und auf See sowie an NKT HV Cables AB für die Gleichstrom-Erd- und Seekabel erteilt.

    „Wir freuen uns, mit Siemens und Dragados zwei im Konverterbau bewährten wie auch innovativen Unternehmen den Zuschlag zu erteilen und gleichzeitig mit NKT einen weiteren leistungsstarken Dienstleister aus dem Marktbereich der kunststoffisolierten Gleichstromkabel für unser jüngstes Offshoreprojekt zu beauftragen“, sagte Tim Meyerjürgens, COO von TenneT. BorWin5 ist das 15. Offshore-Netzanschlusssystem, das von TenneT in der deutschen Nordsee umgesetzt wird, davon die zwölfte Gleichstromanbindung.

    Tim Meyerjürgens: „Mit der Vergabe von BorWin5 setzen wir die kontinuierliche Kostenreduktion beim Bau von Offshore-Netzanbindungssystemen fort. Im Vergleich zum Vorgängerprojekt DolWin5 konnten wir für die Konverterstationen erneut eine wesentliche Kostensenkung erzielen. Ein Grund dafür ist, dass bei BorWin5 erstmals zum Tragen kommende Smart-Plattform-Konzept. Damit bleiben nicht nur die Kosten für den Plattformbau überschaubar, sondern wir können auch die Intervalle beim Thema Wartung und Instandhaltung auf einmal pro Jahr verlängern.“ Mit dem Smart-Plattform-Konzept treibt TenneT die Standardisierung weiter voran. Gemäß dem Prinzip ‚So wenig wie möglich, so viel wie nötig‘ installieren wir auf den Offshore-Plattformen nur die Technik, die unbedingt offshoreseitig vorhanden sein muss. Dabei nutzen wir die umfangreichen Erfahrungen aus den bereits in Betrieb befindlichen Netzanschlusssystemen.

    Außerdem ist BorWin5 nach DolWin5 das zweite Projekt, bei dem die Windenergieanlagen direkt über 66-Kilovolt-Drehstromkabel mit der Offshore-Plattform BorWin epsilon verbunden werden. Dadurch fallen die bislang in jedem Windpark notwendigen Umspannstationen weg. Zudem sind keine 155-kV-Drehstromkabel zur Verbindung der Offshore-Plattform von TenneT mit der des Windparks mehr notwendig. Mittels eines 230 Kilometer langen Höchstspannungsgleichstromkabels überträgt TenneT den Strom nach der Umwandlung mit verlustarmer Gleichstromtechnologie an die Konverterstation Garrel/Ost an Land. Hier wird der Gleichstrom wieder in Drehstrom umgewandelt und ins Höchstspannungsnetz eingespeist. Mit der 66-kV-Direktanbindung gehört BorWin5 zu der neuen Generation kosteneffizienter Offshore-Netzanbindungen, die einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. 

    Zu BorWin5

    BorWin5 ist neben den Projekten BorWin1, 2 und 3 die vierte Offshore-Netzanbindung, die TenneT vor der Küste Borkums in Höchstspannungsgleichstrom-Übertragungstechnik realisiert. BorWin5 hat eine Übertragungskapazität von 900 Megawatt und wird den Windpark EnBW He Dreiht mit dem Übertragungsnetz verbinden. Die Inbetriebnahme von BorWin5 ist im Jahr 2025 geplant.


    Mit dem innovativen 66-kV-Anschluss werden die Windparks direkt mit der Offshore-Plattform von TenneT verbunden. Umspannstationen in den Offshore-Windparks sind dadurch nicht mehr notwendig.

    Daten und Fakten zu BorWin5

    • 230 Kilometer lange Verbindung in Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik (HGÜ) mit einer maximalen Übertragungsleistung von 900 Megawatt 
    • 110 Kilometer Landkabel, 120 Kilometer Seekabel 
    • Netzverknüpfungspunkt: Garrel/Ost (nahe Cloppenburg)
    • geplante Inbetriebnahme 2025 



    TenneT

    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit fast 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2157 Fri, 31 Jul 2020 08:24:25 +0200 TenneT verstärkt Engagement für europäische Energiewende https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-verstaerkt-engagement-fuer-europaeische-energiewende/ Übertragungsnetzbetreiber steigert Investitionen auf jährlich 4 bis 5 Mrd. Euro Im ersten Halbjahr 2020 hat TenneT 1.408 Mio. Euro in die deutschen und niederländischen Hoch- und Höchstspannungsnetze investiert. Dies entspricht einem Zuwachs von ca. 30 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 (1.094 Mio. Euro)Der nachhaltige EBIT erhöhte sich auf 414 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2020 (erstes Halbjahr 2019: 407 Mio. Euro)TenneT verstärkt das Engagement, um jährlich 4 bis 5 Mrd. Euro in den Anschluss erneuerbarer Energiequellen und die Entwicklung eines integrierten europäischen Strommarktes zu investierenIm Juli 2020 stärkte TenneT die Bilanz weiter durch die Emission von Grünen Hybridanleihen im Wert von 1 Mrd. EuroGespräche mit der Bundesregierung über eine mögliche Kapitalbeteiligung dauern an Übertragungsnetzbetreiber steigert Investitionen auf jährlich 4 bis 5 Mrd. Euro

    • Im ersten Halbjahr 2020 hat TenneT 1.408 Mio. Euro in die deutschen und niederländischen Hoch- und Höchstspannungsnetze investiert. Dies entspricht einem Zuwachs von ca. 30 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 (1.094 Mio. Euro)
    • Der nachhaltige EBIT erhöhte sich auf 414 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2020 (erstes Halbjahr 2019: 407 Mio. Euro)
    • TenneT verstärkt das Engagement, um jährlich 4 bis 5 Mrd. Euro in den Anschluss erneuerbarer Energiequellen und die Entwicklung eines integrierten europäischen Strommarktes zu investieren
    • Im Juli 2020 stärkte TenneT die Bilanz weiter durch die Emission von Grünen Hybridanleihen im Wert von 1 Mrd. Euro
    • Gespräche mit der Bundesregierung über eine mögliche Kapitalbeteiligung dauern an

    Trotz der COVID-19-Pandemie und der umfangreichen Maßnahmen zur Gewährleistung eines sicheren und gesunden Arbeitsumfelds hat TenneT gute Fortschritte beim Ausbau des Übertragungsnetzes an Land und auf See sowie der Anbindung wachsender Mengen erneuerbaren Stroms erzielt. Gleichzeitig hat TenneT für 42 Millionen Endverbraucher in Deutschland und den Niederlanden eine hohe Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent aufrechterhalten.

    Weitere Integration zahlt sich aus

    TenneT hat als Europas erster grenzüberschreitender Übertragungsnetzbetreiber die Entwicklung eines integrierten europäischen Strommarktes vorangetrieben. Dabei profitiert TenneT zunehmend von einem integrierten Ansatz bei Netzplanung, Management und Betrieb. Manon van Beek, CEO von TenneT, erklärte dazu: „Der Austausch von Best Practices und gewonnenen Erkenntnissen aus der Betriebspraxis zwischen unseren deutschen und niederländischen Betrieben zahlt sich in Bezug auf unseren integrierten Ansatz für den Netzausbau auf See und an Land, eine bessere Netzauslastung aufgrund europäischer Innovationen und eine grenzüberschreitende Energiesystem-Planung immer mehr aus.“

    TenneT betreibt derzeit 14 Offshore-Netzanschlüsse, zwölf in der deutschen und zwei in der niederländischen Nordsee. Der zwölfte Offshore-Netzanschluss in Deutschland, BorWin 3, wurde im ersten Halbjahr 2020 an TenneT übergeben. Damit beläuft sich die Gesamtanschlusskapazität in der deutschen Nordsee auf über 7 Gigawatt und übertrifft damit das Nachhaltigkeitsziel der deutschen Bundesregierung von 6,5 Gigawatt für Nord- und Ostsee bis Ende 2020. TenneT baut auf den umfangreichen Erfahrungen beim Ausbau des Offshore-Netzes in der deutschen Nordsee auf und erzielt weitere Fortschritte bei den Anbindungen der Windparks in der niederländischen Nordsee. So übertrug die Offshore-Netzanbindung Borssele Alpha kürzlich erstmals Windstrom von dem angeschlossenen Offshore-Windpark und das Netzanbindungssystem Borssele Beta ist jetzt deutlich vor dem für Ende August geplanten Fertigstellungstermin in Betrieb genommen worden.

    Um die Akzeptanz von Höchstspannungsstromleitungen zu erhöhen, hat die Bundesrepublik Deutschland einige Pilotprojekte beschlossen, bei denen auf Teilabschnitten dieser Drehstromleitungen 380-kV-Erdkabel verwendet werden können. TenneT kommen dabei die Erfahrungen zugute, die das Unternehmen beim niederländischen Randstadt-Projekt gesammelt hat. Dabei handelt es sich um das mit zehn Kilometern europaweit längste Drehstrom-Erdkabelprojekt. Von diesen Erfahrungen profitieren auch die Gleichstromverbindungen SuedLink und SuedOstLink, die TenneT mitverantwortet. Beide Projekte werden als Erdkabelverbindungen realisiert und werden für den Transport des erneuerbaren Stroms aus dem Norden und Nordosten Deutschlands von entscheidender Bedeutung sein, um den Strombedarf in Süddeutschland zu decken.

    Stärkeres Engagement und mehr Flexibilität durch Innovation

    „Wir haben uns als widerstandsfähig gegen die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie erwiesen“, sagte van Beek. „Unsere Netzausbauprojekte an Land und auf See gehen weiter voran. Auch die Instandhaltung unseres Netzes läuft weiter. Zudem haben wir unser Investitionsprogramm im ersten Halbjahr um 30 Prozent erhöht.“

    Neben Netzausbau und Instandhaltung investiert TenneT ebenfalls stark in weitere Innovationen, um die Kapazität und Flexibilität bestehender Stromleitungen zu optimieren und diese besser zu nutzen. Im April startete TenneT in Kooperation mit den Übertragungsnetzbetreibern Terna (talien) und Swissgrid (Schweiz) mit Equigy eine neue europäische Crowd Balancing-Plattform, die die Blockchain-Technologie nutzt. Diese Plattform wird es Millionen von europäischen Prosumern ermöglichen, Netzbetreibern über ihre Elektroautos, Hausbatterie-Speichersysteme oder Solarmodule aktiv flexible Kapazitäten zur Stabilisierung des Stromnetzes anzubieten und damit finanziell von der Energiewende zu profitieren.

    Mit Blick auf die neue Organisationsstruktur des Übertragungsnetzbetreibers sagte TenneT-CEO van Beek: „Am 1. Juli haben wir eine neue Organisationsstruktur mit einem neuen Führungsteam gebildet, die das Wachstum des Unternehmens und seine Rolle bei der Energiewende in den Niederlanden, in Deutschland und in den Nachbarländern unterstützen wird. Wichtige und neue Bereiche werden sich auf strategische Partnerschaften, die Digitalisierung und die Energiesystem-Planung konzentrieren. Die neue Organisation ist ein wichtiger Meilenstein in der Transformation von TenneT, zu der auch eine geschärfte Strategie und ein stärkerer Schwerpunkt auf guter Führungs- und Unternehmenskultur gehören.“

    TenneT rechnet in den nächsten Jahren mit einer weiteren Erhöhung des jährlichen Investitionsvolumens auf 4 bis 5 Mrd. Euro. TenneT-CFO Otto Jager erklärte dazu: „Wir werden steigende Mengen erneuerbaren Stroms transportieren und gleichzeitig weiter die Entwicklung eines integrierten europäischen Strommarktes vorantreiben. Angesichts des künftigen Bedarfs an Eigenkapitalfinanzierung werden die laufenden Gespräche mit der deutschen Bundesregierung über eine mögliche Kapitalbeteiligung des deutschen Staates neben dem niederländischen Staat von TenneT besonders begrüßt.“

    Finanzielle Ergebnisse und Ausblick

    Das finanzielle Ergebnis von TenneT im ersten Halbjahr 2020 blieb weiterhin solide. Der nachhaltige Umsatz von 2.319 Mio. Euro ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 (2.166 Mio. Euro) um 7,1 Prozent gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf die wachsende Kapitalbasis und zusätzliche Kompensation für Kosten, die mit dem Netzbetrieb zusammenhängen, zurückzuführen. Der nachhaltige EBIT erhöhte sich um 7 Mio. Euro auf 414 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2020 (erstes Halbjahr 2019: 407 Mio. Euro).

     

    Nachhaltige1 Finanzkennzahlen (in Millionen Euro)

    30. Juni 2020

    30. Juni 019

     

     

     

    Umsatz

    2.319

    2.166

    EBITDA

    960

    877

    EBIT

    414

    407

    Investitionen

    1.408

    1.094


    Im März 2020 hat TenneT von der Europäischen Investitionsbank eine Finanzierung in Höhe von 250 Mio. Euro erhalten. Die Finanzierung ist mit dem Projekt Südwest-380-kV-West von TenneT in den Niederlanden verbunden, das Windenergie aus der Nordsee übertragen wird.

    Im Mai 2020 bestätigten S&P sowie Moody‘s TenneT die langfristigen Ratings für vorrangig unbesicherte Kredite von A-/A3 mit stabilen Aussichten.

    Im Juli 2020 hat TenneT erneut grüne Hybridanleihen im Wert von 1 Mrd. Euro emittiert, um die Bilanz für die kommenden Jahre weiter zu stärken (50 Prozent davon werden von den Ratingagenturen als Eigenkapital eingestuft).

    CFO Jager kommentierte: „Durch die Hybridanlanleihen verfügen wir über eine robuste Kapitalstruktur für die kommenden Jahre. Es ist aufgrund unseres wachsenden Investitionsprogramms jedoch vernünftig, schon jetzt weiter nach zusätzlichem Eigenkapital zu suchen, wie wir es derzeit in Zusammenarbeit mit dem niederländischen und dem deutschen Staat tun.“

    Weitere Informationen im integrierten Halbjahres-Geschäftsbericht 2020 hier

     

    (1) Im Unterschied zum Ausweis nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) basieren die nachhaltigen Finanzdaten auf dem Prinzip der periodengleichen Erfassung von regulatorischen Forderungen und Verpflichtungen in Verbindung mit TenneTs Aktivitäten. Aus vergangenen Ereignissen resultierende Beträge, die über zukünftige Netzentgelte eingenommen oder zurückgegeben werden müssen, werden ebenfalls ausgewiesen, wohingegen die IFRS dies nicht zulassen.

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    news-2149 Mon, 27 Jul 2020 11:36:55 +0200 TenneT überträgt gut 21 Prozent mehr Offshore-Windenergie und setzt neuen Maßstab für die Zukunft https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-uebertraegt-gut-21-prozent-mehr-offshore-windenergie-und-setzt-neuen-massstab-fuer-die-zukunft/ Übertragung von 11,51 Terawattstunden von See an Land liegt bei starken 15 Prozent an der Gesamt-Windstromerzeugung in Deutschland TenneT investiert mehr als 10 Milliarden Euro in neue technische Standards mit 2-Gigawatt-Anschlüssen auf 525-kV-Spannungsebene
  • Übertragung von 11,51 Terawattstunden von See an Land liegt bei starken 15 Prozent an der Gesamt-Windstromerzeugung in Deutschland
  • TenneT investiert mehr als 10 Milliarden Euro in neue technische Standards mit 2-Gigawatt-Anschlüssen auf 525-kV-Spannungsebene
  • Im ersten Halbjahr 2020 stieg die vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT von der Nordsee an Land übertragene Windenergie auf 11,51 Terawattstunden (TWh)*. Das entspricht einer Steigerung von 21,1 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 (9,51 TWh). Der Anteil der Stromübertragung aus der Nordsee liegt bei starken 15,6 Prozent an der gesamten Windstrom-erzeugung in Deutschland, die im ersten Halbjahr 2020 73,7 Terawattstunden erreicht hat.

    „Ausbau und Integration der Offshore-Windenergie sind für die europäische Energiewende von zentraler Bedeutung“, sagte TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens, „mit  Borssele alpha und – ab Mitte August – auch Borssele beta haben wir inzwischen auch in der niederländischen Nordsee die ersten beiden Offshore-Anschlüsse erfolgreich realisiert. Bei den Schlüsselfaktoren Innovation, Standardisierung und Kosteneffizienz gehen wir konsequent voran. Nachdem TenneT  vor rund zehn Jahren den Standard für kunststoffisolierte Gleichstromkabel mit 320 Kilovolt (kV) im Offshorebereich gesetzt hat, definieren wir mit dem zukünftigen 525-kV-Gleichstrom-Seekabelsystem und einer Übertragungsleistung von zwei Gigawatt (GW) den weltweit neuen Maßstab.“

    Das Entwicklungsprogramm soll zu einem standardisierten Kabelsystem führen, das TenneT bis 2030 in den fünf Projekten BalWin1, BalWin2, BalWin3 (deutsche Nordsee) und IJmuiden Ver alpha und beta (niederländische Nordsee) sowie in künftigen Projekten mit gleicher Leistung und Spannung einsetzen kann. Dies senkt die Kosten, stärkt die Versorgungssicherheit und minimiert gleichzeitig die Einflüsse auf die Umwelt.      

    „Bis 2030 investieren wir rund 20 Milliarden Euro für die Anbindung der Offshore-Windenergie in den Niederlanden und in Deutschland. Mehr als die Hälfte davon bereits in den neuen 2-Gigawatt-Standard“, so Meyerjürgens. Aktuell hat TenneT 14 Offshore-Netzanbindungen in Betrieb, davon zwei in der niederländischen (inklusive Borssele beta) und zwölf in der deutschen Nordsee. Die Anschlusskapazität von TenneT übertrifft allein in der deutschen Nordsee mit 7.132 Megawatt (MW) schon jetzt die Zielmarke der Bundesregierung für das Jahr 2020, die für die Nord- und Ostsee insgesamt bei 6,5 Gigawatt liegt. In der niederländischen Nordsee erreicht TenneT per Mitte August 2020 1.400 Megawatt an Anschlusskapazität. Bis zum Jahr 2030 erhöht sich die Offshore-Netzanschlusskapazität von TenneT in Deutschland auf rund 17 Gigawatt und in den Niederlanden auf 9,6 Gigawatt.

    TenneT verfolgt dabei auch die verschiedenen Wasserstoff-Aktivitäten und Initiativen mit großem Interesse und begrüßt diese – besonders auch vor dem Hintergrund eines vielseitigen Klärungsbedarfs beim Thema Rechtsrahmen. Im Hinblick auf die von TenneT vorgeschlagenen Windenergie-Verteilkreuze in der Nordsee (North Sea Wind Power Hubs) ist eine Kopplung mit Power to Gas/Wasserstoff ausdrücklich konzeptionell von Anfang an mitangedacht. Das Verteilkreuz-Projekt setzt sich aktuell weiter intensiv mit dem Thema Power to Gas/Wasserstoff sowie der zeitnahen Errichtung von Verteilkreuzen auseinander und treibt diese Themen und Untersuchungen dazu voran.

    Darüber hinaus hat TenneT mit Vorschlägen an die EU sowie die niederländische und die deutsche Regierung im Juni die Schaffung eines integralen Energiesystemansatzes für die internationale Entwicklung der Offshore-Windenergie, einschließlich maßgeschneiderter Technologie und Regelungen zur Erleichterung des Einsatzes von Hybridprojekten angeregt. „Neben der Standardisierung der zukünftig angewandten Gleichstromtechnologie ist dabei auch ein international koordinierter Planungsansatz für die vielfältigen Prozesse von der Raumplanung bis zur Regulierung, den Fragen der Strommarktgestaltung und der wirtschaftlichen Investitions-sicherheit notwendig“, sagte Meyerjürgens.

    Weitere Daten

    In der deutschen Nordsee wurde der Maximalwert der Einspeisungsleistung der Offshore-Windparks im ersten Halbjahr 2020 am 02. Januar mit 6.035 MW gemessen. Der Kapazitätsaus-bau der Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee lag am Stichtag 30.06.2020 bei 6.679 MW. Die Offshore-Übertragungskapazität von TenneT liegt bei 7.132 MW in der deutschen Nordsee.

    Die Windenergieanlagen in der Ostsee (Netzgebiet von 50 Hertz) haben 2,22 Terawattstunden*) im ersten Halbjahr 2020 erzeugt, sodass der gesamte Offshore-Ertrag Deutschlands in diesem Zeitraum bei 13,73 Terawattstunden*) lag. Zuzüglich 59,67 Terawattstunden*) erzeugter Onshore-Windenergie kommt der Gesamtertrag auf 73,7 Terawattstunden*).

    Zum Vergleich hier die Gesamtjahreswerte 2019: Deutsche Nordsee: 20,25 TWh. Damit könnte beispielsweise der jährliche Stromverbrauch von mehr als sechs Millionen Haushalten gedeckt werden. Deutsche Ostsee: 4,13 TWh; Onshore: 99,14 TWh.

     

    *) Finanziell geförderte Strommengen nach EEG, ohne sonstige Direktvermarktung; für 2020 als vorläufiger Ist-Wert. Onshore-Strommengen sind für die Monate Mai und Juni 2020 als vorläufige Schätzwerte integriert.

     

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    news-2141 Mon, 13 Jul 2020 14:00:00 +0200 Auf der Lüneburger Heide mit 528 Tonnen und 70 Meter Länge: neuer Trafo für TenneT-Umspannwerk Stadorf https://www.tennet.eu/de/news/news/auf-der-lueneburger-heide-mit-528-tonnen-und-70-meter-laenge-neuer-trafo-fuer-tennet-umspannwerk-stado/ Ausbau und Modernisierung macht das wichtige Umspannwerk im Landkreis Uelzen einzigartig in Deutschland Deutschlands erste Serienkompensationsanlage wird ab 2023 von Stadorf aus Netzengpässe in Niedersachsen reduzieren Per 70 Meter langem Straßentransportzug und mit einem auf 30 Achsen verteilten Gesamtgewicht von 528 Tonnen erreicht in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2020 ein Direktkuppeltransformator das Umspannwerk
  • Ausbau und Modernisierung macht das wichtige Umspannwerk im Landkreis Uelzen einzigartig in Deutschland
  • Deutschlands erste Serienkompensationsanlage wird ab 2023 von Stadorf aus Netzengpässe in Niedersachsen reduzieren
  • Per 70 Meter langem Straßentransportzug und mit einem auf 30 Achsen verteilten Gesamtgewicht von 528 Tonnen erreicht in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2020 ein Direktkuppeltransformator das Umspannwerk
  • Über das TenneT-Umspannwerk Stadorf (Landkreis Uelzen) werden seit Beginn der 1980er Jahre weite Bereiche des östlichen Niedersachsens sicher mit Strom versorgt. Im Zuge der Energiewende und des damit verbundenen Transports von grünem Windstrom Richtung Süden, übernimmt die Anlage im Schwienauer Ortsteil Stadorf zukünftig auch eine überregional wichtige Aufgabe. Hierfür wird das Umspannwerk umfassend modernisiert und um eine sogenannte TCSC (Thyristor Controlled Series Capacitors) Anlage erweitert. Es handelt sich bei dieser Serienkompensationsanlage um die erste ihrer Art in ganz Deutschland.

    Stromflüsse suchen sich wie Wasserflüsse stets den Weg des geringsten Widerstandes. Im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Ausbau erneuerbarer Energiequellen führt dies im deutschen Übertragungsnetz regelmäßig zu Engpässen vor allem in der Nord-Süd-Achse. Regulierende Netzeingriffe sind mittlerweile fast täglich zur Sicherung des Netzes notwendig und verursachen allein im TenneT-Netz Kosten von knapp einer Milliarden Euro pro Jahr.

    Um die chronisch überlastete Leitung zwischen Stade und Landesbergen bei Nienburg/Weser zu entlasten, wird mit dem Bau der TCSC-Anlage in Stadorf die Möglichkeit geschaffen,  Lastflüsse über die Leitung zwischen Krümmel bei Geesthacht in Schleswig-Holstein über Stadorf nach Wahle im Landkreis Peine zu lenken. Dies erhöht die Sicherheit im Netzbetrieb und wird dazu beitragen, die Abriegelung von Windkraftanlagen in Norddeutschland zu reduzieren. Dadurch wird die TCSC-Anlage auch zu einer Verringerung der Kosten durch Netzeingriffe beitragen. Es können jährlich Einsparungen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags erzielt werden. Diese werden sich unmittelbar auf die Netzentgelte auswirken und damit jedem Stromverbraucher zu Gute kommen.

    Der sogenannte Direktkuppeltransformator wird im Rahmen der Modernisierung das neue Herzstück des Umspannwerks. Er verbindet die 380 Kilovolt (kV) Leitungen von TenneT mit den 110-kV-Leitungen der Avacon. Mit einer Übertragungskapazität von 300 Megavoltampere (MVA) kann der Trafo rein rechnerisch Strom für rund 500.000 Haushalte transformieren. Hierbei ist ein Lastfluss in beide Richtungen möglich, wodurch im Bedarfsfall auch überschüssiger lokal erzeugter Grünstrom abtransportiert werden kann. Die Hauptaufgabe des Trafos ist vergleichbar mit einer Autobahnauf- bzw. abfahrt, die Bundes- und Landesstraßen mit einer Autobahn verbindet.

    Der Antransport ist in der Nacht vom 14.07. auf den 15.07. geplant. Zunächst wurde der Trafo vom Hersteller Royal SMIT im niederländischen Nijmegen zum Hamburger Hafen verschifft. Von dort ging es per Bahn zum Bahnhof Brockhöfe. Der letzte rund 17 Kilometer lange Abschnitt erfolgt per Straßentransportzug von Brockhöfe nach Stadorf. Hierfür kommt eine sogenannte Kesselbrücke zum Einsatz, die von einer Zug- und einer Schubmaschine angetrieben wird. Insgesamt kommt der Transport dadurch auf eine Länge von 70 Meter und auf ein Gesamtgewicht von 528 Tonnen, das sich auf insgesamt 30 Achsen verteilt.

    Um die Beeinträchtigungen des Verkehrs zu minimieren startet der Transport am Bahnhof Brockhöfe voraussichtlich um 22:00 Uhr und soll nach zwei bis drei Stunden das Umspannwerk Stadorf erreichen. Mit der Fundamentsetzung am 15.07. ist der Transport abgeschlossen. 

    Über TenneT 
    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.500 Kilo-metern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit fast 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,1Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2139 Tue, 07 Jul 2020 16:43:00 +0200 Intelligente Steuerung von Wärmepumpen kann Netzengpässe reduzieren https://www.tennet.eu/de/news/news/intelligente-steuerung-von-waermepumpen-kann-netzengpaesse-reduzieren/ Bayernwerk Netz GmbH und der Übertragungsnetzbetreiber TenneT nutzen die Ergebnisse des Projekts „HeatFlex“. Sie zeigen, wie durch Kooperation von Netzbetreibern flexible Kapazität von dezentralen Kleinstanlagen wie Wärmepumpen intelligent eingesetzt und so Kosten eingespart werden können. Das Projekt wird nun auf weitere Partner ausgeweitet. Bayernwerk Netz GmbH und der Übertragungsnetzbetreiber TenneT nutzen die Ergebnisse des Projekts „HeatFlex“. Sie zeigen, wie durch Kooperation von Netzbetreibern flexible Kapazität von dezentralen Kleinstanlagen wie Wärmepumpen intelligent eingesetzt und so Kosten eingespart werden können. Das Projekt wird nun auf weitere Partner ausgeweitet.

    Regensburg, Bayreuth. Nach der erfolgreichen Kooperation und den positiven Ergebnissen des gemeinsamen Projekts „HeatFlex“ weiten Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) und TenneT das Projekt aus. Die Netzbetreiber freuen sich über drei neuen Projektpartner: die Regensburg Netz GmbH, die Stadtwerk Haßfurt GmbH sowie die SWW Wunsiedel GmbH. Künftig soll noch mehr lokale Flexibilität intelligent genutzt werden, um die dezentrale Energiewende erfolgreich zu machen. Außerdem werden weitere steuerbare, dezentrale Stromverbraucher und alternative Anwendungszwecke im Projekt untersucht.

    „Die Energiewende findet in Bayern im regionalen Verteilnetz, also in den Netzen vor Ort, statt. Die nächste Phase rückt diese Netzebenen in den Mittelpunkt, denn wir erwarten in den kommenden Jahren eine steigende Anzahl von regionaler Flexibilität, wie zum Beispiel Wärmepumpen“, erklärt Dr. Egon Westphal, Technik-Vorstand des Bayernwerks. „Durch deren flexible Fahrweise können sie ihren Teil zum Gelingen der Energiewende beitragen.“ Gleichzeitig können die Kosten für die Allgemeinheit gesenkt werden, da das gesamte Stromnetz effektiver genutzt wird. Als regionaler Verteilnetzbetreiber ist sich das Bayernwerk seiner Bedeutung in einem zukünftigen dezentralen Energiesystem bewusst. „Wir stehen mit der dezentralen Flexibilität in unserem Netz dem Übertragungsnetzbetreiber als Partner zur Seite“, sagt Dr. Egon Westphal.

    Wegen der zunehmenden dezentralen Einspeisung erneuerbarer Energien kommt es immer öfter zu Transportengpässen im Stromnetz. Um sie zu vermeiden, greifen die Übertragungsnetzbetreiber wie TenneT in die Erzeugung von fossilen Kraftwerken und von erneuerbaren Energien-Anlagen ein und sorgen dafür, dass der Stromtransport im Rahmen der Übertragungskapazität des Netzes liegt. Die Kosten hierfür lagen in den vergangenen Jahren bei deutlich über einer Milliarde Euro jährlich und werden über die Netzentgelte letztlich von den Stromverbrauchern getragen. Um solche Eingriffe zu reduzieren, sollen zukünftig auch die flexiblen Kapazitäten von kleinen, dezentralen Stromverbrauchern wie etwa Wärmepumpen genutzt werden. 

    Gesamtbild der Energiewende

    „Die intelligente Steuerung von kleinsten, dezentralen Stromverbrauchern ist ein kleiner, aber wichtiger Baustein“, sagt TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens, „denn mit vielen Puzzleteilen ergibt sich das Gesamtbild für die Energiewende.“ Letztlich ließen sich durch solche intelligente Maßnahmen Kosten einsparen, zukünftig zusätzlich nötiger Netzausbau könne reduziert und die Energiewende beschleunigt werden, ohne dass die Systemsicherheit gefährdet werde. „Das ist letztlich unser Ziel und unsere Aufgabe in einem System mit immer weniger zentralen Großkraftwerken“, erklärt Tim Meyerjürgens.

    Seit November 2019 setzen die Projektpartner bereits erste konkrete Maßnahmen auf Basis der Ergebnisse aus dem Projekt „HeatFlex“ um: Die beim Bayernwerk angeschlossenen Wärmepumpen und Direktheizungen werden intelligent geschaltet, um präventiv Netzengpässe zu vermeiden. Hintergrund des Projekts „HeatFlex“ ist die Untersuchung der Wirksamkeit und Nutzung von kleinen, dezentralen Stromverbrauchern für den Netzbetrieb der Zukunft. Dezentrale Wärmepumpen und Direktheizungen sollen die systemstabilisierende Aufgabe von fossilen Kraftwerken teilweise übernehmen und dadurch auch CO2 einsparen. Durch die Nutzung der bereits bestehenden Rundsteuertechnologie sind keine zusätzlichen Investitionen erforderlich.

    Weniger Schwankungen im Netz

    Beide Netzbetreiber wollen mit diesem Projekt aufzeigen, wie durch Kooperation und Koordination innovative Wege beschritten werden können. Im Projekt wurde weiterhin festgestellt, dass sich durch intelligentere Schaltungen von Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen auch die Auswirkungen auf die Netzfrequenz reduzieren lassen könnten. Die Übertragungsnetzbetreiber in ganz Europa haben die Aufgabe, die Frequenz stabil bei 50 Hertz zu halten. Inwieweit hierbei auch steuerbare Verbrauchseinheiten zur Reduktion von Schwankungen beitragen können, soll mit der Verlängerung des Projektes untersucht werden.

    Ein weiterer Fokus des Projektes liegt auf geeigneten regulatorischen Rahmenbedingungen für die aktive und gemeinsame netzdienliche Nutzung von dezentralen Stromverbrauchern.

    Ansprechpartner

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    news-2138 Fri, 03 Jul 2020 12:22:42 +0200 Die FCR-Kooperation erreicht den nächsten Meilenstein in der Entwicklung des größten FCR-Markts in Europa https://www.tennet.eu/de/news/news/die-fcr-kooperation-erreicht-den-naechsten-meilenstein-in-der-entwicklung-des-groessten-fcr-markts-in-e/ Die täglichen D-1-Auktionen für FCR mit 4-Stunden-Produkten wurden erfolgreich gestartet. Die täglichen D-1-Auktionen für FCR mit 4-Stunden-Produkten wurden erfolgreich gestartet.

    50Hertz, Amprion, APG, Elia, RTE, Swissgrid, TenneT und TransnetBW informieren hiermit über die erfolgreiche erste PRL Auktion (FCR) mit 4-Stunden-Produkten, die am 30. Juni 2020 für den Liefer-zeitraum vom 1. Juli 2020 stattfand. Die FCR-Kooperation reduziert nicht nur die Dauer der Produkt-zeitscheibe von einem Tag auf 4 Stunden, sondern bringt den FCR-Markt auch näher an den Erbrin-gungszeitpunkt durch Verschiebung des Gate Closures von D-2 auf D-1. Ziel ist es, die Beschaffungskosten durch Förderung des Wettbewerbs zu senken und den Markt für kurzfristig ver-fügbare Flexibilität zu öffnen.

    Dieser gemeinsame FCR-Markt ist der größte in Europa mit einem Gesamtbedarf von rund 1.400 MW, was fast der Hälfte des FCR-Bedarfs im Synchrongebiet Kontinentaleuropa entspricht. Der Beitritt von Dänemark-West und Slowenien ist für das erste Quartal 2021 geplant.

    Die gemeinsame Ausschreibung ermöglicht es den Übertragungsnetzbetreibern, FCR zu geringeren Kosten für Endbenutzer auf einem gemeinsamen Markt zu beschaffen. Mit der gemeinsamen Aus-schreibung wird auch die Volatilität der Preise verringert und das Sicherheitsniveau im Netzbetrieb durch die Durchführung einer marktgebietsübergreifenden Beschaffung erhöht.

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    news-2136 Mon, 29 Jun 2020 08:35:50 +0200 SuedLink: Auftrag für kunststoffisolierte 525-Kilovolt-Erdkabel vergeben https://www.tennet.eu/de/news/news/suedlink-auftrag-fuer-kunststoffisolierte-525-kilovolt-erdkabel-vergeben/ TenneT und TransnetBW investieren rund 2 Milliarden Euro in moderne KabeltechnologieAufträge an die Unternehmen NKT und Prysmian vergeben.SuedLink macht großen Schritt in Richtung Umsetzung.
    • TenneT und TransnetBW investieren rund 2 Milliarden Euro in moderne Kabeltechnologie
    • Aufträge an die Unternehmen NKT und Prysmian vergeben.
    • SuedLink macht großen Schritt in Richtung Umsetzung.

    Bayreuth/Stuttgart/Würzburg, 29.06.2020

    Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW treiben das Energiewendeprojekt SuedLink weiter voran. Parallel zum laufenden Genehmigungsverfahren haben sich beide Unternehmen für kunststoffisolierte Erdkabel mit 525 Kilovolt Spannung entschieden. Für die Lieferung und Verlegung der Erdkabel wurden die Firmen NKT GmbH & Co. KG und Prysmian PowerLink S.r.I. beauftragt. Das Vergabevolumen liegt bei rund zwei Milliarden Euro.

    „SuedLink wird zukünftig das Rückgrat der Energiewende in Deutschland bilden. Mit den Aufträgen für die Gleichstrom-Erdkabel gehen wir nun von der Planung zur Realisierung dieser wichtigen Stromverbindung über“, sagte Tim Meyerjürgens, Geschäftsführer von TenneT. Für die geplanten vier Gigawatt Übertragungskapazität zwischen Schleswig-Holstein, Bayern und Baden-Württemberg werden rund 2.500 km Kabel benötigt.

    Nach erfolgreichen Präqualifikationstests mehrerer Kabelhersteller werden TenneT und TransnetBW kunststoffisolierte Gleichstromerdkabel mit einer Spannungsebene von 525 Kilovolt bei SuedLink einsetzen, da diese durch die hohe Spannung mehr Leistung übertragen können. Zudem halbiert sich im Vergleich zur Spannungsebene mit 320 Kilovolt die Anzahl der benötigten Kabel. Dank geringerer Übertragungsverluste und geringerer Tiefbauarbeiten ermöglichen die Kabel neben wirtschaftlichen Vorteilen eine landschaftsschonende Realisierung von SuedLink. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir diese innovative und umweltschonende Technik nun bei SuedLink einsetzen können“, erläuterte Dr. Werner Götz, Vorsitzender der Geschäftsführung von TransnetBW.

    Die technische Eignung und Betriebssicherheit der 525-Kilovolt-Kabel wurde zuvor in einer langjährigen Testphase mehrerer Kabelhersteller erprobt. Unter praxisnahen Bedingungen wurden die Kabel wiederholt verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Diese erfolgreich verlaufenen Präqualifikationstests haben nachgewiesen, dass die Technologie zuverlässig und sicher ist.

    Die beiden Kabelhersteller übernehmen sämtliche Arbeiten. Diese umfassen die Auslegung, Herstellung, Logistik, Installation der Erdkabel in die vorbereiteten Gräben und Querungen sowie die Montage der Verbindungsmuffen und der Endverschlüsse und der abschließenden Hochspannungsprüfung des Kabelsystems. Produziert werden die Kabel unter höchsten Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards nach derzeitigem Stand bei NKT in Köln und Karlskrona (Schweden) sowie bei Prysmian in Gron und Montereau (Frankreich) sowie in Pikkala (Finnland).

    Über SuedLink

    SuedLink ist mit einer Länge von rund 700 Kilometern und einer Investitionssumme von zehn Milliarden Euro das größte Infrastrukturprojekt der Energiewende in Deutschland. Das Vorhaben befindet sich gerade im Übergang von der Bundesfachplanung zum Planfeststellungsverfahren. Für den ersten, nördlichen Abschnitt hat TenneT bereits zu Beginn des Jahres den Antrag auf Planfeststellung eingereicht. Die übrigen Abschnitte sollen im Laufe des Jahres folgen.

    TenneT ist bei SuedLink für den nördlichen Trassenabschnitt und die Konverter in Schleswig-Holstein und Bayern zuständig. In den Zuständigkeitsbereich von TransnetBW fallen der südliche Trassenabschnitt und der Konverter in Baden-Württemberg. 

    Ansprechpartner:

    • TenneT TSO GmbH 
      Ulrike Hörchens, T +49 921 50740 4045, M +49 151 17131120,
      E ulrike.hoerchens@tennet.eu  

    • TransnetBW GmbH
      Alexander Schilling, T +49 711 21858 3449, M +49 170 8 41 86 12,
      E a.schilling@transnetbw.de 
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    news-2133 Thu, 25 Jun 2020 10:11:18 +0200 Effizienteres Engpassmanagement: Übertragungsnetzbetreiber nehmen Redispatch-Abwicklungsserver (RAS) in Betrieb https://www.tennet.eu/de/news/news/effizienteres-engpassmanagement-uebertragungsnetzbetreiber-nehmen-redispatch-abwicklungsserver-ras/ 26. Juni 2020, Bayreuth, Berlin, Dortmund, Stuttgart. Die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben heute den ersten Bestandteil der gemeinsamen Redispatch-Plattform erfolgreich in Betrieb genommen – den sogenannten Redispatch-Abwicklungsserver (RAS).  26. Juni 2020, Bayreuth, Berlin, Dortmund, Stuttgart. Die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben heute den ersten Bestandteil der gemeinsamen Redispatch-Plattform erfolgreich in Betrieb genommen – den sogenannten Redispatch-Abwicklungsserver (RAS). 

    Bisher erfolgte die Durchführung von Redispatch-Maßnahmen zwischen den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) und den Betreibern von Kraftwerken und Speichern mit einer Leistung von mehr als 10 MW auf Basis regelzonenspezifischer IT-Werkzeuge. Mit der Einführung des RAS sind nun die Prozesse und Formate beim Redispatch-Abruf im gesamten Stromsystem weitgehend harmonisiert.

    In einem zunehmend von volatiler Erzeugung geprägten Strommarkt ist der RAS ein Instrument, um Redispatch-Maßnahmen schneller und flexibler einleiten zu können. Die gemeinsame Redispatch-Plattform mit harmonisierten Datenformaten und Prozessen schafft die Voraussetzungen dafür, zukünftig auch Engpassmanagement mit überwiegend Erneuerbaren Energien leisten und wie im NABEG 2.0 vorgesehen in den bestehenden Redispatchprozess integrieren zu können.

    Ganz konkret können mit dem RAS die Leitstellen der ÜNB-Systemführungen alle für Deutschland relevanten, verfügbaren, laufenden und in Abstimmung befindlichen Kraftwerkseingriffe sehen und bearbeiten. Dadurch können sie Entscheidungen bei der Einleitung von Redispatch-Maßnahmen einfacher abstimmen. Weiterhin werden mit der zentralen Verwaltung der Maßnahmen reibungslosere Abrechnungs- und Transparenzprozesse eingeführt.

    Das zweite Teilprojekt der gemeinsamen Redispatch-Plattform ist der Redispatch-Ermittlungsserver (RES). Er wird bestehende Werkzeuge ergänzen und teilweise ablösen, mit denen die Netzsituation für planungsrelevante Zeitabschnitte prognostiziert und drohende Engpässe erkannt werden. Anhand der drohenden Engpässe ermittelt der RES aus den verfügbaren Maßnahmen diejenigen, die – unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Er-neuerbaren-Vorrangregeln – am kosteneffizientesten sind. Mit den Berechnungsergebnissen des RES können die ÜNB prognostizierte wie auch bestehende Netzengpässe noch effizienter als heute auflösen. Der RES soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen.

    Kontakt

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    news-2132 Tue, 23 Jun 2020 08:11:58 +0200 Corona: Sichere Stromversorgung trotz Shutdown https://www.tennet.eu/de/news/news/corona-sichere-stromversorgung-trotz-shutdown/ Die Corona-Vorsorgemaßnahmen haben in den vergangenen Monaten das Leben – öffentlich wie privat – völlig umgekrempelt. Home Office, Home Schooling, Online-Kommunikation und virtuelle Treffen mit Verwandten und Freunden gehören zum Alltag. Die Corona-Vorsorgemaßnahmen haben in den vergangenen Monaten das Leben – öffentlich wie privat – völlig umgekrempelt. Home Office, Home Schooling, Online-Kommunikation und virtuelle Treffen mit Verwandten und Freunden gehören zum Alltag.

    Diese Zeit des Shutdowns hat auch die Übertragungsnetzbetreiber vor Herausforderungen gestellt. „Wir haben die Corona-Krise bislang gut gemeistert“, sagte TenneT-CEO Manon van Beek. „Unsere Netzausbauprojekte an Land gehen voran und wir haben die Weichen gestellt, damit wir künftig Offshore-Netzanschlüsse mit mehr als der doppelten Kapazität bauen können.“ Das sei mit Blick auf die gerade in Berlin vereinbarten Ausbauziele für Offshore-Wind wichtig. Und es habe auch keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit gegeben, so van Beek weiter. „Wir konnten die Auswirkungen des Coronabedingten Shutdowns hautnah im Stromnetz verfolgen. Aber auch wenn die gesamte Situation herausfordernd war, blieb die Stromversorgung zu jeder Zeit sicher.“

    Niedriger Stromverbrauch, hohe Erneuerbaren-Einspeisung

    Die Monate März bis Mai waren geprägt von einem niedrigeren Verbrauch (Last) als in den Vorjahresmonaten. Im Versorgungsgebiet von TenneT lag die Last im Mai nach Hochrechnungen um ca. zwölf Prozent niedriger als im Mai 2019. Im März und April war die Abnahme war mit ca. fünf bis sechs Prozent nicht ganz so stark. Auffällig ist, dass der Stromverbrauch im TenneT-Gebiet seit Anfang März an Werktagen auf das Niveau von Wochenenden bzw. Feiertagen gesunken ist. Gleichzeitig haben sich im März und April die Tage, an denen die Einspeisung von Wind- und Solarstrom die Last übersteigt, verdoppelt.

    Im Vergleich zu den Vorjahresmonaten nahmen die negativen Strompreise im April und Mai deutlich zu. Im April waren es etwa doppelt so viele Stunden wie im April 2019; im Mai etwa viermal so viele Stunden wie im Vorjahresmonat. 

    Eingriffe ins Netz überschaubar

    Trotz der hohen Erneuerbaren-Einspeisung lagen die Eingriffe, mit denen TenneT das Netz stabilisieren musste, in einem überschaubaren Rahmen. Das legen die Hochrechnungen zu den Eingriffen in die Erzeugung von Kohle- und Gaskraftwerken (Redispatch) und zur Abregelung von Windkraftanlagen nahe. Diese Maßnahmen führen die Übertragungsnetzbetreiber durch, um Transportengpässe im Netz aufgrund hoher Erneuerbaren-Einspeisung aufzulösen. Redispatch kann außerdem noch der Spannungshaltung dienen. Die von TenneT durchgeführten Redispatch-Maßnahmen lagen im April und Mai auf dem Niveau des Vorjahresmonats; im März lagen sie höher. Bei der Abregelung von Windkraftanlagen musste TenneT im März mehr Maßnahmen durchführen als im April und Mai – Grund war vor allem die höhere Wind-Einspeisung im März. Im Vergleich zu den Vorjahresmonaten lagen die abgeregelten Mengen im März und Mai aber unter denen des Vorjahres, nur im April lagen sie leicht darüber. Insgesamt zeigt sich, dass sich die Windabregelungen von März bis Mai 2020 etwas unter dem Vorjahresniveau bewegten.

    Mehr zu Last, Einspeisung, Strompreisen, Netzeingriffen und zur Lage am Pfingstwochenende hier

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    news-2129 Mon, 15 Jun 2020 09:53:46 +0200 TenneT reicht Antrag auf Planfeststellung für ersten Bauabschnitt der Ostküstenleitung ein https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-reicht-antrag-auf-planfeststellung-fuer-ersten-bauabschnitt-der-ostkuestenleitung-ein/ Zwei Erdkabelteilabschnitte für rund 50 Kilometer langen  Leitungsabschnitt Kreis Segeberg – Raum Lübeck vorgesehenInfomärkte für alle Bürgerinnen und Bürger geplant
    • Zwei Erdkabelteilabschnitte für rund 50 Kilometer langen  Leitungsabschnitt Kreis Segeberg – Raum Lübeck vorgesehen
    • Infomärkte für alle Bürgerinnen und Bürger geplant

    Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat heute, 15. Juni 2020, den Antrag auf Planfeststellung für den Abschnitt Kreis Segeberg – Raum Lübeck (Schleswig-Holstein) der 380-kV-Ostküstenleitung beim Amt für Planfeststellung Energie (AfPE) in Kiel eingereicht. Damit hat das formelle Planfeststellungsverfahren für diesen Projektabschnitt nach einem intensiven Dialogverfahren begonnen.

    Bereits in den Jahren 2014/2015 wurde der erste Freileitungsdialog zur Korridorfindung geführt, 2016 folgte dann ein Dialog zur Teilerdverkabelungsoption. Zahlreiche Hinweise und Anregungen seitens der Bürgerinnen und Bürger wurden von TenneT mit in die Planungen aufgenommen und sind nun Teil der Planfeststellungsunterlagen geworden. Im Ergebnis wird im Abschnitt Kreis Segeberg – Raum Lübeck eine Freileitung mit zwei Teilerdverkabelungsstrecken in Henstedt-Ulzburg (4,4 km) und Kisdorferwohld (3 km) beantragt. Diese Strecken erwiesen sich in der vorgelagerten Prüfung als technisch-wirtschaftlich effiziente Teilabschnitte und sind besonders geeignet zur Erfüllung des Pilotzwecks der gesetzlichen Teilerdverkabelungsoption. Gleichzeitig kann hier in besonderem Maße eine Neubelastung in Siedlungsbereichen durch eine Freileitung vermieden werden. Damit wird erstmals ein Teilerdverkabelungs-Pilotvorhaben in Drehstromtechnologie in der Region realisiert. Bei der Aktualisierung der Antragsunterlage wurde auch die Prüfung der Leitungsführung an der teilweise geplanten und teilweise bereits gebauten Autobahn A20 intensiviert. Diese Korridorvariante konnte sich aber nicht durchsetzen.

    Der circa 50 Kilometer lange Leitungsabschnitt wird größtenteils in einem Abstand von 60 Metern neben der bestehenden 220-kV-Freileitung errichtet, welche nach Inbetriebnahme der neuen 380-kV-Leitung demontiert wird. Das Vorhaben Ostküstenleitung wird, anders als die anderen Netzausbauvorhaben in Schleswig-Holstein, im abschnittsweise besonders dicht besiedelten Raum geplant. Die Planung steht daher im besonderen Fokus der Öffentlichkeit.

    Im Rahmen des formalen Beteiligungsverfahrens erfolgen seitens der Genehmigungsbehörde nun in den nächsten Wochen die öffentlichen Auslegungen der Antragsunterlagen in den betroffenen Gemeinden. Sollten durch die aktuelle Coronavirussituation Veränderungen bei der Art und Weise der Offenlage entstehen, wird darüber die Genehmigungsbehörde in der offiziellen Ankündigung entsprechend  informieren. TenneT wird in diesem Zeitraum zur Offenlage begleitende Infomärkte in der Region anbieten. Die entsprechenden Termine werden rechtzeitig vorher bekanntgegeben und die persönlich betroffenen Eigentümer schriftlich eingeladen.

    Der Antragstellung waren intensive Abstimmungen zwischen TenneT, Genehmigungsbehörde und dem Land Schleswig-Holstein vorangegangen. Die Antragsunterlage, an der bereits seit 2016 gearbeitet wird, musste den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Die Rechtslage im Energieleitungsrecht hat gerade in den vergangenen Jahren die Anforderungen an die Abwägung der Leitungsführung erhöht. Diese Aktualisierungen wurden im vergangenen Jahr vorgenommen und umfassend in die Unterlage eingearbeitet.

    Entsprechend des Netzentwicklungsplans 2030 wird der Bau der Ostküstenleitung in drei Abschnitte unterteilt: Kreis Segeberg – Raum Lübeck, Raum Lübeck –  Siems und Raum Lübeck – Raum Göhl.
    Die Inbetriebnahme des ersten Abschnitts (Kreis Segeberg – Raum Lübeck) ist für das Jahr 2025 geplant, die weiteren Abschnitte gehen voraussichtlich 2026 (Raum Lübeck – Siems) sowie 2027 (Raum Lübeck – Raum Göhl) ans Netz.

    Über TenneT 
    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit fast 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,1Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft. 
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    news-2127 Wed, 10 Jun 2020 13:31:02 +0200 TenneT begrüßt Wasserstoff-Strategie der Bundesregierung https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-begruesst-wasserstoff-strategie-der-bundesregierung/ „Mit ihrer Nationalen Wasserstoff-Strategie macht die Bundesregierung den richtigen Schritt. Strom und Gas müssen sich in Zukunft gegenseitig ergänzen und die dafür benötigte Infrastruktur integriert geplant werden, um das Energiesystem zuverlässig und bezahlbar zu halten“, begrüßte jetzt Tim Meyerjürgens, Geschäftsführer des Übertragungsnetzbetreibers TenneT, den entsprechenden Beschluss des Kabinetts. „Mit ihrer Nationalen Wasserstoff-Strategie macht die Bundesregierung den richtigen Schritt. Strom und Gas müssen sich in Zukunft gegenseitig ergänzen und die dafür benötigte Infrastruktur integriert geplant werden, um das Energiesystem zuverlässig und bezahlbar zu halten“, begrüßte jetzt Tim Meyerjürgens, Geschäftsführer des Übertragungsnetzbetreibers TenneT, den entsprechenden Beschluss des Kabinetts.

    „Um die Klimaziele für 2050 und den Umbau des Systems hin zu 100 Prozent erneuerbarer Energie zu ermöglichen, brauchen wir nicht nur eine starke und gut ausgebaute Stromnetz-Infrastruktur, sondern auch saisonale Speicher und zusätzliche Transportlösungen wie sie das Gasnetz und Power-to-Gas bieten. Das bringt die Sektorenkopplung voran und entlastet das Stromnetz.“ Aus Sicht des Netzbetreibers besteht bei der Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie hoher Zeitdruck. „Wenn wir in zehn Jahren Power-to-Gas im großen Maßstab nutzen und die Integration von Strom- und Gasinfrastrukturen in die Wege leiten wollen, dann müssen wir heute die Weichen dafür stellen“, sagte Meyerjürgens weiter. Dazu gehören auch die Festlegungen in der Wasserstoffstrategie zur Förderung von Power-to-Gas. Power-to-Gas müsse schnell wirtschaftlich werden. Aus Sicht von TenneT führe der Markt hier zu den besten Lösungen. Aber es brauche auch Pilotprojekte wie Element Eins, das TenneT zusammen mit Partnern in Niedersachsen plant, um zu untersuchen, wie solche Power-to-Gas-Großanlagen und das Stromnetz am besten zusammen arbeiten. TenneT gehe es darum, Wege aufzuzeigen, wie man Power-to-Gas zu einem Teil der Lösung machen kann, ohne dass der Netzbetreiber selbst ein Player in diesem Markt werden wolle, sagte Meyerjürgens.

    Neben dem Engagement beim Power-to-Gas-Pilotprojekt Element Eins hat TenneT in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Fernleitungsnetzbetreiber Gasunie zwei Studien vorgelegt, die die Auswirkungen einer Koppelung von Strom- und Gasnetzinfrastrukturen auf die Energiewende und die Übergangspfade hin zu einem solchen integrierten Energiesystem beschreiben. Demnach ist die Kopplung der Energieinfrastrukturen für Strom und Gas (Wasserstoff und Methan) ein Schlüsselfaktor für die Integration der erneuerbaren Energien in großem Maßstab in das Energiesystem und für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Auch wird Power-to-Gas eine wichtige Rolle spielen wird, um erneuerbaren Strom saisonal zu speichern.

    Hier finden sich die Studien: 


    TenneT

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.
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    news-2126 Wed, 10 Jun 2020 09:34:14 +0200 Nächster Schritt der Realisierung: Regionale SuedLink-Planungsbüros nehmen Arbeit auf https://www.tennet.eu/de/news/news/naechster-schritt-der-realisierung-regionale-suedlink-planungsbueros-nehmen-arbeit-auf/ Vergabe der Regionalen Planungsbüros (RPB) abgeschlossen.Erste Planungsbüros im Norden am Start.  Planungsbüros übernehmen die operative Planung für einzelne SuedLink-Abschnitte.
    • Vergabe der Regionalen Planungsbüros (RPB) abgeschlossen.
    • Erste Planungsbüros im Norden am Start.  
    • Planungsbüros übernehmen die operative Planung für einzelne SuedLink-Abschnitte.

    Würzburg, 10.06.2020

    Die Gleichstromverbindung SuedLink geht den nächsten großen Schritt: Nachdem die Bundesnetzagentur das Planfeststellungsverfahren für die ersten Abschnitte im Februar eröffnet hatte, haben die beiden Vorhabenträger – die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW - nun die Aufträge an die Regionalen Planungsbüros (RPB) vergeben. Diese Büros sind für die Detailplanung der Erdkabelverbindung zuständig. „Mit den Gutachter-Büros gehen die Planungen für Deutschlands größtes Leitungsbauprojekt in eine neue Phase. Die Büros bereiten nun die Detailplanung für den Trassenverlauf vor und schauen sich dabei die jeweiligen Verhältnisse vor Ort sehr genau an. Das hilft uns, gute Vorschläge für einen grundstücksgenauen Verlauf der Leitung zu entwickeln“, erläuterte TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens. Die RPB, die teilweise schon an den bisherigen SuedLink-Planungen beteiligt waren, arbeiten bei speziellen Themen wie Baugrunduntersuchungen mit lokalen Unternehmen zusammen. Zudem werden in den kommenden Monaten SuedLink-Standorte entlang des rund 700 Kilometer langen Verlaufes eröffnet, die auch eine Anlaufstelle für die Öffentlichkeit vor Ort enthalten.

    Regionale Planungsbüros übernehmen operative Ausführung

    TransnetBW und TenneT haben die RPB-Aufträge für ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich im Rahmen eines EU-weiten Ausschreibungsprozesses vergeben. Die RPB kümmern sich um sämtliche operative Aufgaben – zunächst im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, später auch bei der Baubegleitung. Dazu gehören u.a. die Trassierung, Baugrunduntersuchungen und die Baulogistikplanung. Die Umweltplanung mitsamt der Planung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. Auch bei der Vergabe der Tiefbauarbeiten und der späteren Bauüberwachung unterstützen die Büros die jeweiligen Bauherren. „Die RPB sollen durch ihre Präsenz vor Ort nicht nur die regionalen Gegebenheiten bestmöglich in die Detailplanung einbeziehen. Sie sollen die Vorschläge gemeinsam mit den Vorhabenträgern in einem engen Dialog mit den berührten Eigentümern und Bewirtschaftern besprechen und deren Hinweise bei der Erstellung der Genehmigungsunterlagen prüfen“, sagte Dr. Werner Götz, Vorsitzender der Geschäftsführung der TransnetBW.

    Das Gesamtvorhaben wurde für die Vergabe in neun Planabschnitte eingeteilt. Nach einem umfangreichen Bieterwettbewerb haben sich vier Unternehmen durchgesetzt und konnten beauftragt werden: Für die drei Planungsabschnitte im Gesamtprojekt Nord (von TenneT verantwortet) bekamen die Planungsunternehmen ILF, Vössing sowie die ARGE Arcadis | BERNARD den Zuschlag. In den sechs Planungsabschnitten im Gesamtprojekt Süd (unter Verantwortung von TransnetBW) wurden die ARGE Arcadis | BERNARD, die Bietergemeinschaft gbm | Krebs+Kiefer | Mailänder Consult sowie die Firma ILF beauftragt. 

    Ansprechpartner:

    Über SuedLink

    SuedLink ist mit einer Länge von rund 700 Kilometern und einer Investitionssumme von etwa zehn Milliarden Euro das größte Infrastrukturprojekt der Energiewende. Das Vorhaben befindet sich gerade im Übergang von der Bundesfachplanung zum Planfeststellungsverfahren. Für den nördlichsten Abschnitt hat TenneT bereits zu Beginn des Jahres den Antrag auf Planfeststellung eingereicht. Der Abschluss der Bundesfachplanung für die restlichen vier Abschnitte ist für 2020 geplant.

    TenneT ist beim Gesamtvorhaben SuedLink für den nördlichen Trassenabschnitt und die Konverter in Schleswig-Holstein und Bayern zuständig. In den Zuständigkeitsbereich von TransnetBW fallen der südliche Trassenabschnitt und der Konverter in Baden-Württemberg. Die beiden Vorhabenträger haben Jacobs für ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich als zentralen Dienstleister getrennt beauftragt.

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    news-2125 Mon, 08 Jun 2020 12:38:19 +0200 TenneT stellt Vorschlagskorridor für 5. Bauabschnitt der Westküstenleitung vor https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-stellt-vorschlagskorridor-fuer-5-bauabschnitt-der-westkuestenleitung-vor/ Leitungsabschnitt zwischen Klixbüll (Nord-Schleswig-Holstein) und dänischer Grenze soll entlang der B5 verlaufen Bündelungsprinzip und Schutz von Mensch und Umwelt stehen im Vordergrund
    • Leitungsabschnitt zwischen Klixbüll (Nord-Schleswig-Holstein) und dänischer Grenze soll entlang der B5 verlaufen 
    • Bündelungsprinzip und Schutz von Mensch und Umwelt stehen im Vordergrund

    Im Rahmen der sogenannten Ergebniskonferenz des Bürgerdialoges stellt der Übertragungsnetzbetreiber TenneT am 08. und 09. Juni 2020 den Vorschlagskorridor für den fünften und letzten Abschnitt der insgesamt 140 Kilometer langen 380-kV-Westküstenleitung vor. Der etwa 16 Kilometer lange, fünfte Abschnitt führt vom Umspannwerk Klixbüll entlang der B5 und östlich an Braderup sowie Süderlügum vorbei bis zur dänischen Grenze. Seit 2018 sind der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und die Menschen in Südtondern zu diesem Abschnitt des Netzausbauprojektes im Gespräch. Als Ergebnis dieses Dialogs sowie umfangreicher Prüfungen und Abwägungen von Faktoren wie Umwelt- und Artenschutz und Siedlungsannäherungen wurde der Vorschlagskorridor ermittelt.

    „Uns ist wichtig, mit den Menschen in Südtondern weiter im Gespräch zu bleiben und den genauen Leitungsverlauf innerhalb des 250 bis 400 Meter breiten Korridors zu ermitteln“, sagte TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens, „im weiteren gemeinsamen Dialog wollen wir mit den Menschen die bestverträgliche Lösung finden.“
    Dazu finden schon im Sommer Gespräche mit Gemeinden und möglicherweise betroffenen Grundstückseigentümern statt.

    Bei der Ermittlung des Vorschlagskorridors haben die Planer des Übertragungsnetzbetreibers  etwa 130 Hinweise aus der Bevölkerung geprüft. An 21 Informationsveranstaltungen haben seit 2018 mehr als 700 Menschen teilgenommen. Umweltfachplaner untersuchten Raumwiderstände, mögliche Auswirkungen durch die Errichtung einer Freileitung auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Landschaft, Boden sowie kulturelles Erbe. Die Summe aller Abwägungskriterien unter Berücksichtigung rechtlicher Kriterien und einschließlich des Bündelungsgebots linearer Infrastrukturen sowie eine energiebezogene Vorprägung führte die Planer zu der jetzt favorisierten Variante. Zwei weitere Untersuchungsvarianten, die östliche Variante vorbei an Karlum und Westre sowie die westliche bei Humptrup, hatten im Abwägungsvergleich erheblichere Schutzgut-Betroffenheiten.

    Im Herbst sollen die ersten Planunterlagen bei der Genehmigungsbehörde zur Prüfung eingereicht werden. Für 2021 wird der Planfeststellungsbeschluss erwartet. 2023 soll der fünfte und letzte Abschnitt der Westküstenleitung in Betrieb gehen, die auf dänischer Seite bis nach Endrup bei Esbjerg weiter verläuft. 

    Digitales Format

    Aufgrund der Versammlungs-Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie hat TenneT ein innovatives, digitales Format für die Bürgerbeteiligung entwickelt, das bei der Ergebniskonferenz zum 5. Bauabschnitt der Westküstenleitung erstmals zum Einsatz kommt. Zunächst wird am 08. Juni ab 14 Uhr ein etwa 30-minütiges Video hochgeladen auf der Website www.westkueste-dialog-konferenz.de 
    In dem Info-Film werden der Vorschlagskorridor vorgestellt und auch die Kriterien, die zugrunde gelegt worden sind.
    Parallel zum Upload des Videos und auch danach haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit,  Einwände und Fragen vorzubringen. Das ist möglich per E-Mail westkueste-dialog-konferenz(at)tennet.eu  oder per Telefon 030/587089183, am 08. Juni von 14 bis 20 Uhr, am 09. Juni von 09 bis 20 Uhr.

    Die auf diese Weise gesammelten Kommentare und Hinweise werden einer Podiumsrunde vorgelegt, die im Live-Stream unter www.westkueste-dialog-konferenz.de im Internet  Rede und Antwort steht. Dieser Live-Stream beginnt am 09. Juni, um 18 Uhr. Teilnehmer dieser Podiumsrunde sind Staatssekretär Tobias Goldschmidt, Westküsten-Gesamtprojektleiter Dr. Bernd Brühöfner sowie Umweltplaner Christoph Herden, Geschäftsführer der Molfseer Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutzplanung und Burkhard Jansen, Leiter des Fachbereichs Kreisentwicklung, Bauen, Umwelt und Kultur beim Kreis Nordfriesland. Moderiert wird die Podiumsrunde von Nadine Bethge von der Deutschen Umwelthilfe, die den Bürger-Dialog an der Westküste seit 2013 begleitet. Bethge konfrontiert die Podiumsrunde mit den per E-Mail und Telefon gesammelten Bürger-Anmerkungen zum Trassenkorridor. 
    Die durch die digitale Ergebniskonferenz erhaltenen Hinweise werden im weiteren Planungsverlauf geprüft und dort, wo es möglich ist, berücksichtigt. Bis zum Beginn des Planfeststellungs-verfahrens im Herbst dieses Jahres und auch im anschließenden Genehmigungsverfahren ist eine Bürgerbeteiligung an der Planung weiterhin möglich.

    Weiterer Hintergrund zu den anderen Projektabschnitten

    Der Abschnitt 1 (Brunsbüttel – Süderdonn, rund 14 Kilometer) ist seit Dezember 2016 in Betrieb. Der Rückbau der ehemals vorhandenen 110-kV-Leitung ist in dem Bereich abgeschlossen. Der Abschnitt 2 (Süderdonn – Heide, knapp 23 Kilometer) ist seit September 2019 in Betrieb.  Auf fast der kompletten Leitungsstrecke (20,4 km) wird die bestehende 110-kV-Leitung der SH Netz AG auf den neuen Masten in Abschnitt 2 mitgenommen. Die Masten der bisherigen 110-kV-Leitung sind demontiert worden. Mit dem Bau des Abschnitts 3 (Heide – Husum, knapp 46 Kilometer) wurde im September 2018 begonnen, die Inbetriebnahme ist für Q3/ 2021 geplant. Das Umspannwerk Husum ist nahezu betriebsbereit. Für den Abschnitt 4 überreichte Schleswig-Holsteins Energiewende-Minister Jan Philipp Albrecht TenneT den Planfeststellungsbeschluss am 29. Januar 2020 in Kiel. Offizieller Baustart war am 11. Mai 2020, geplante Fertigstellung ist in Q3/2022. Offizieller Baustart für das zu diesem Abschnitt gehörende Umspannwerk Klixbüll war ebenfalls Anfang Mai 2020.

    Die etwa 140 Kilometer lange Westküstenleitung ist ein europäisches Vorrangprojekt (Project of Common Interest, PCI). PCI-Projekte dienen dazu, die energie- und klimapolitischen Ziele in Europa zu erreichen und sind wichtige Bausteine der Energieunion der Europäischen Union (EU). Vorhaben, die in diese Liste aufgenommen wurden, sind aus energiepolitischer Sicht der EU erforderlich und haben einen besonderen Vorrangstatus.

    Über TenneT 
    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit fast 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,1Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft. 
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    news-2121 Wed, 27 May 2020 18:45:43 +0200 Grundstein für Konverter Nummer zwei in Emden/Ost gelegt – Projekt DolWin6 wird sichtbar https://www.tennet.eu/de/news/news/grundstein-fuer-konverter-nummer-zwei-in-emdenost-gelegt-projekt-dolwin6-wird-sichtbar/ 23.500 Quadratmeter zur Umwandlung von Offshore-Windstrom Netzanbindungsprojekt mit 900 Megawatt Kapazität als Beitrag zur Energiewende Fertigstellung von DolWin6 für 2023 geplant
  • 23.500 Quadratmeter zur Umwandlung von Offshore-Windstrom
  • Netzanbindungsprojekt mit 900 Megawatt Kapazität als Beitrag zur Energiewende
  • Fertigstellung von DolWin6 für 2023 geplant
  • Ein wichtiger Meilenstein für die Netzanbindung DolWin6 wurde heute ins Rollen gebracht: Auf der Baustellenfläche des landseitigen Konverters Emden/Ost wurde eine Zeitkapsel mit Münzen, einer regionalen Tageszeitung und Bauplänen eingelassen und damit die Grundsteinlegung begangen. Anders als sonst beging man dieses wichtige Ereignis nur mit einer Handvoll Beteiligten: Der Gesamtprojektleiter von TenneT Daniel Birkenstock sowie Dirk Adam als Projektleiter für die Landstation und die Siemens-Vertreter Martin Hanzalek (Kaufmännischer Projektdirektor), Rainer Müller (Teilprojektleiter Landstation) und Matthias Claus (Technischer Projektmanager Landstation + Main Systems) ließen es sich dennoch nicht nehmen, mit der Kelle die Zeitkapsel einzumauern.

    Die Landstation ist ein wesentliches Element für die Netzanbindung von Offshore-Windparks. Mit dem Projekt DolWin6 wird eine Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) von 900 Megawatt von den Windparks auf See bis zum Höchstspannungsnetz in Emden/Ost realisiert. Der vor der Küste Niedersachsens auf See produzierte Windstrom wird als Drehstrom auf eine Konverterplattform von TenneT geleitet, dort in Gleichstrom umgewandelt und insgesamt 90 Kilometer bis zur Konverterstation Emden/Ost transportiert. Hier wird der Strom wieder in Drehstrom umgewandelt und über das Umspannwerk ins Höchstspannungsnetz eingespeist. Gleichstrom bietet sich aufgrund der Entfernung und der zu übertragenden Leistung für den verlustarmen Transport an.

    Auf 23.500 Quadratmetern Fläche wird in mehreren Bauabschnitten die technische Anlage zur Umrichtung des Gleichstroms in Drehstrom gebaut, die sich im Wesentlichen in Hallen plus Kühlanlage für die Ventile verbirgt. In den Hallen befinden sich dann unter anderem der Drehstrom- und ein Gleichstrombereich. Aufgrund der Bodenverhältnisse war für das gesamte Bauvorhaben eine Tiefengründung erforderlich. Dabei kamen etwa 24 Meter lange Bohrpfähle zum Einsatz, mit deren Hilfe die Bauwerkslast in tieferliegende, tragfähige Bodenschichten übertragen wird.

    Mit dem Bau der Offshore-Plattform sowie der landseitigen Konverterstation und der Installation aller elektrotechnischen Anlagen ist Siemens beauftragt worden. Nexans als weiterer Auftragnehmer liefert und verlegt die Kabel, die die Plattform auf See mit der Station an Land verbinden.

    DolWin6 gehört zu den insgesamt drei aktuellen Offshore-Netzanbindungsprojekten, die TenneT im Moment realisiert. Zwölf Netzanbindungen sind bereits in Betrieb. Damit stellt TenneT Offshore-Windkapazitäten von 7.132 Megawatt zur Verfügung.

    DolWin6

    Mit dem Projekt DolWin6 können ab 2023 Windparks mit einer Übertragungskapazität von bis zu 900 Megawatt (MW) ans Netz angeschlossen werden.

    Als einer der ersten Meilensteine in dem Projekt begannen im Sommer 2017 und 2018 die Horizontalbohrungen auf Norderney. Im September 2019 ging es mit den Gründungsarbeiten in Emden/Ost los. Ebenfalls Mitte 2019 starteten die Fertigungsarbeiten an der Offshore-Konverterplattform DolWin kappa durch Dragados (im Auftrag von Siemens) in Cadiz/Spanien mit dem ersten Stahlzuschnitt. Im Sommer dieses Jahres wird dann auch die Verlegung der Kabel starten.

    Daten und Fakten 

    • 90 Kilometer lange Verbindung in Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik (HGÜ) mit einer maximalen Übertragungsleistung von 900 Megawatt 
    • 45 Kilometer Landkabel, 45 Kilometer Seekabel 
    • Netzverknüpfungspunkt: Emden/Ost 

    TenneT
    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit fast 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft. 
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    Bei Fragen stehen wir gern zur Verfügung. Aufgrund der Corona-Krise haben wir auf eine persönliche Einladung verzichtet und lediglich die symbolische Grundsteinlegung ohne Gäste vollzogen.

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    news-2117 Tue, 19 May 2020 13:30:07 +0200 TenneT unterstützt Schritte zu einer möglichen Beteiligung des deutschen Staates an TenneT https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-unterstuetzt-schritte-zu-einer-moeglichen-beteiligung-des-deutschen-staates-an-tennet/ Die Vorteile einer einheitlichen, grenzüberschreitenden Organisation von TenneT bewahren In einem Brief an die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments (15. Mai 2020) stellte Finanzminister Hoekstra das präferierte Szenario zur Deckung des Kapitalbedarfs von TenneT infolge der (aufgrund der Energiewende) steigenden Investitionen und der anhaltend niedrigen Zinsen vor. Die niederländische Regierung bevorzugt demzufolge eine Beteiligung des deutschen Staates an TenneT. Dementsprechend soll eine Minderheitsbeteiligung des deutschen Staates an der TenneT Holding oder an TenneT Deutschland ausgearbeitet werden. Die Vorteile einer einheitlichen, grenzüberschreitenden Organisation von TenneT bewahren

    In einem Brief an die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments (15. Mai 2020) stellte Finanzminister Hoekstra das präferierte Szenario zur Deckung des Kapitalbedarfs von TenneT infolge der (aufgrund der Energiewende) steigenden Investitionen und der anhaltend niedrigen Zinsen vor. Die niederländische Regierung bevorzugt demzufolge eine Beteiligung des deutschen Staates an TenneT. Dementsprechend soll eine Minderheitsbeteiligung des deutschen Staates an der TenneT Holding oder an TenneT Deutschland ausgearbeitet werden.

    Nach Ansicht der niederländischen Regierung passt diese Variante am besten zu den von der Politik aufgestellten Zielen und Bedingungen. Dazu zählt, dass das grenzüberschreitende Management von TenneT beibehalten werden soll. Zudem sollen die finanziellen Risiken aus dem Deutschlandgeschäft für den niederländischen Staat gesenkt werden. Zu den Vorbedingungen zählen die Wahrung des öffentlichen Interesses und der Schutz der nationalen Sicherheit. TenneT arbeitet eng mit dem Eigentümer zusammen und unterstützt diesen nächsten Schritt, der unter anderem auf den Vorteilen eines gemeinsamen, grenzüberschreitend agierenden Übertragungsnetzbetreibers TenneT für Gesellschaft und Wirtschaft beruht.

    Die Regierungen der Niederlande und Deutschlands prüfen sämtliche Optionen – nicht nur in finanzieller Hinsicht

    Die Regierungen der Niederlande und Deutschlands haben eine gemeinsame Absichtserklärung zur Bekräftigung ihrer beiderseitigen politischen Interessen veröffentlicht. Diese Absichtserklärung enthält Vereinbarungen zur Ausweitung der Zusammenarbeit im Energiesektor zwischen Deutschland und den Niederlanden. Zudem soll weiter geprüft werden, ob eine Beteiligung des deutschen Staates an TenneT möglich ist. Dabei sollen beide Staaten nur Eigenkapital zur Finanzierung der TenneT-Investitionen in ihrem jeweils eigenen Hoheitsgebiet beisteuern. Beide Länder haben unter Zustimmung und Mitwirkung von TenneT vereinbart, in den kommenden Monaten exklusive Gespräche und Verhandlungen über die näheren Details zu führen.

    Engere Zusammenarbeit bei Netzentwicklung, Systemintegration und Innovation

    In den vergangenen zehn Jahren konnte TenneT dank seiner grenzüberschreitenden Tätigkeit bereits beträchtliche sozioökonomische Vorteile erzielen. Hierzu zählen unter anderem eine bessere Versorgungssicherheit, niedrigere und weniger schwankungsanfällige Strompreise und die Lernkurve bei Offshore- und Onshore-Großprojekten, die zu niedrigeren gesellschaftlichen Kosten geführt hat. TenneT weiß besser als jedes andere Unternehmen, dass die Energiewende umso erfolgreicher und effizienter verlaufen wird, je eher wir aufhören, in unseren Landesgrenzen zu denken und je eher wir (internationaler) Zusammenarbeit und Innovation mehr Raum geben. Deshalb unterstützt TenneT nachdrücklich die Absicht Deutschlands und der Niederlande, die Zusammenarbeit in den Bereichen Netzentwicklung, Systemintegration und Innovation zu intensivieren. Sollten die beiden Länder, die demnächst möglicherweise Anteilseigner eines gemeinsamen, grenzübergreifenden und integrierten Übertragungsnetzbetreibers TenneT sein könnten, noch intensiver zusammenarbeiten, könnte die Energiewende in Nordwesteuropa kosteneffizient bewältigt werden. TenneT stellt sich auf seine Vorreiterrolle in der Energiewende ein. Eine engere Kooperation mit der Bundesregierung sowohl in finanzieller Hinsicht als auch mit Blick auf die Energiepolitik spielt dabei eine zentrale Rolle.

    TenneT ist mit seinem Spitzenteam auf die nächste Wachstumsphase eingestellt

    TenneT hat in den vergangenen zwölf Monaten seine Organisation neu ausgerichtet. Wie ein Team aus Spitzenathleten, die sich auf die nächste Europameisterschaft vorbereiten, hat das Unternehmen seine Strategie weiter geschärft, konzentriert, die Organisation für das weitere Wachstum funktionaler aufgestellt und die Unternehmenskultur mit Fokus auf Kooperation, Mut und Verantwortung weiterentwickelt. Mit dem neuen Führungsteam hat TenneT ein gutes Gleichgewicht zwischen deutschen und niederländischen, zwischen männlichen und (mehr als 30 Prozent) weiblichen Kollegen gefunden. Das Team verbindet offenes Denken und bringt unterschiedliche Perspektiven aus dem Unternehmen und dem Markt zusammen.

    Die Verhandlungsphase beginnt – ein Prozess, der seine Zeit braucht 

    Das Schreiben an die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments und insbesondere die Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung markieren den Beginn einer intensiven Phase trilateraler Gespräche und Verhandlungen zwischen TenneT und der deutschen und niederländischen Regierung. Dabei werden Themen wie der Preis und die Bedingungen einer möglichen Transaktion besprochen. Neben der Bewertung des Unternehmens geht es dabei unter anderem auch um die Frage, auf welcher Ebene Deutschland investieren könnte. Ein Einstieg wäre bei der TenneT Holding oder der TenneT Deutschland denkbar. Alle Beteiligten streben bis zum Jahresende eine Rahmenvereinbarung an. Selbstverständlich wird sich TenneT aktiv an diesem Prozess beteiligen. Das Unternehmen steht im regelmäßigen Austausch mit seinem niederländischen Eigentümer (dem Finanzministerium), dem politischen Entscheidungsträger in den Niederlanden (dem Ministerium für Wirtschaft und Klima) und der Bundesregierung. Damit bekräftigt TenneT die hohe Priorität, die es seiner Schlüsselrolle in der Energiewende und seinen Stakeholdern beimisst – Kunden, Kommunen, Geschäftspartnern, Anleiheinhabern und Mitarbeitern.

    Da der Prozess äußerst komplex und mit Unsicherheiten behaftet ist, hat sich TenneT entsprechend seinem Finanzierungsplan zur Ausgabe von Green Hybrid Bonds noch vor Jahresende entschlossen. Fünfzig Prozent dieser Green Hybrid Bonds werden dabei als Eigenkapital betrachtet. So kann TenneT seine gute Bonitätseinstufung (Kreditrating) auch für das Jahr 2021 sicherstellen, und das Unternehmen hat genug Zeit, um den Prozess sorgfältig zum Abschluss zu bringen. In seinem Brief an die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments schreibt der Finanzminister, dass bei Bedarf Kapital sowohl für den niederländischen als auch für den deutschen Teil von TenneT bereitgestellt werden soll, um die Bonitätseinstufung des Unternehmens zu sichern. Somit besitzt TenneT auch für das Jahr 2022 eine Garantie.

    Hier finden sich die Veröffentlichungen des niederländischen Finanzministeriums.

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    news-2112 Thu, 14 May 2020 11:26:03 +0200 TenneT ist mit neuem Führungsteam bereit für die europäische Energiewende https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-ist-mit-neuem-fuehrungsteam-bereit-fuer-die-europaeische-energiewende/ Mit der Ernennung von sechs (stellvertretenden) Direktoren (Bereichsleitern) hat der Übertragungsnetzbetreiber TenneT sein neues, 22-köpfiges Führungsteam vervollständigt. Mit der Ernennung von sechs (stellvertretenden) Direktoren (Bereichsleitern) hat der Übertragungsnetzbetreiber TenneT sein neues, 22-köpfiges Führungsteam vervollständigt.

    Gemeinsam mit dem Vorstand wird das neue Führungsteam TenneT durch die nächste Wachstumsphase führen. Die Organisationsstruktur, die am 1. Juli in Kraft treten wird, ist ein wichtiger Meilenstein in der Transformation des Übertragungsnetzbetreibers. Ein entsprechendes Programm unter dem Namen „Transforming TenneT“ hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr gestartet, um seine Strategie weiter zu schärfen, die Organisation funktionaler aufzustellen und eine Unternehmenskultur zu schaffen, die das Wachstum des Unternehmens und seine Rolle bei der Energiewende in den Niederlanden, Deutschland und deren Nachbarländern unterstützt.

    Im vergangenen Jahr stellte TenneT mehr als 1.000 Mitarbeiter in den Niederlanden und Deutschland ein. Der Übertragungsnetzbetreiber erwartet, dass sich der Stellenaufbau trotz der Corona-Krise auch 2020 fortsetzen wird. In den nächsten Jahren wird mit einem Aufbau von etwa sechs bis 7,5 Prozent gerechnet, um Ziele, Investitionsagenda und Wachstum des Unternehmens zu realisieren.

    Manon van Beek, CEO von TenneT, erklärte: „Wir freuen uns, dass wir mit dem neuen nun vollständigen Führungsteam ein gutes Gleichgewicht zwischen deutschen und niederländischen, zwischen männlichen und (mehr als 30 Prozent) weiblichen Kollegen gefunden haben. Unser Führungsteam verbindet offenes Denken und eine diverse Einstellung. Die sechs neu ernannten Führungskräfte haben umfangreiche Erfahrungen in internationalen Unternehmen wie Siemens, Innogy und E.ON gesammelt. Mit der neuen integrierten Organisation sind wir gut aufgestellt, um den großen Herausforderungen des europäischen Energiewandels zuversichtlich zu begegnen.“

    Mit „Transforming TenneT“ greift das Unternehmen der Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern und anderen Parteien bei Netzentwicklung, Systemintegration und Innovation vor. Aus diesem Grund umfasst der organisatorische Aufbau neue zukunftsorientierte Bereiche wie Strategie & Partnerschaften, Digitales & Prozess-Exzellenz und Energiesystemplanung.

    In den vergangenen zehn Jahren konnte TenneT mit seiner grenzüberschreitenden Organisation erhebliche sozioökonomische Vorteile in Bezug auf die Versorgungssicherheit, die Harmonisierung der Strompreise und die Erfahrungen aus seinen nachhaltigen Offshore- und Onshore-Investitionen erzielen. Dies hat den Niederlanden und Deutschland, beides Länder mit ambitionierten nachhaltigen klimapolitischen Agenden, hohe gesellschaftliche (Kosten-) Vorteile gebracht. Die Ziele, die die EU in ihrem „Green Deal“ formuliert hat, erfordern eine noch intensivere Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Als grenzüberschreitend in den Niederlanden und Deutschland tätiger Übertragungsnetzbetreiber bereitet sich TenneT darauf vor, eine Vorreiterrolle in der europäischen Energiewende zu übernehmen. TenneT setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit dem niederländischen Staat (dem Anteilseigner von TenneT) sowie dem deutschen Staat, insbesondere mit den Wirtschaftsministerien der beiden Länder. TenneT befindet sich in Gesprächen sowohl mit dem niederländischen als auch mit dem deutschen Staat über den Eigenkapitalbedarf im Hinblick auf die großen Investitionen des Unternehmens in den Netzausbau an Land und auf See, der notwendig ist, um die Energiewende in den Niederlanden und Deutschland umzusetzen.

    Eine vollständige Übersicht über die neuen Ernennungen und die Organisationsstruktur von TenneT finden Sie hier.

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.
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    news-2109 Thu, 07 May 2020 15:44:42 +0200 Energiewende auf der A7: Trafotransport zwischen Nörten-Hardenberg und Göttingen am 10.05.2020 https://www.tennet.eu/de/news/news/energiewende-auf-der-a7-trafotransport-zwischen-noerten-hardenberg-und-goettingen-am-10052020/ 80 Meter langer Schwertransport am Sonntag den 10.05. zwischen 06:00 und 14:00 vom Umspannwerk Hardegsen zum Umspannwerk GöttingenTransport und Rangiermanöver auf der A7 bei Göttingen führen zu temporären Sperrungen von zwei Fahrspuren zwischen den Anschlussstellen Nörten-Hardenberg und Göttingen in beiden RichtungenWandertransformator übernimmt in Göttingen für die Versorgungssicherheit der Region eine Reservefunktion
  • 80 Meter langer Schwertransport am Sonntag den 10.05. zwischen 06:00 und 14:00 vom Umspannwerk Hardegsen zum Umspannwerk Göttingen
  • Transport und Rangiermanöver auf der A7 bei Göttingen führen zu temporären Sperrungen von zwei Fahrspuren zwischen den Anschlussstellen Nörten-Hardenberg und Göttingen in beiden Richtungen
  • Wandertransformator übernimmt in Göttingen für die Versorgungssicherheit der Region eine Reservefunktion
  • Einen wichtigen Baustein für das Gelingen der Energiewende errichtet der Stromnetzbetreiber TenneT aktuell in Südniedersachsen und Nordhessen. Mit dem rund 230 Kilometer langen Bau des aktuell längsten deutschen Höchstspannungs-Drehstromprojektes zwischen den Umspannwerken Wahle im Landkreis Peine und Mecklar im nordhessischen Ludwigsau trägt TenneT maßgeblich zum Gelingen der Energiewende bei. Nach Fertigstellung der neuen 380 Kilovolt (kV) Leitung wird auch ein rund 140 Kilometer langes Teilstück der seit 1928 bestehenden und historisch wichtigen 220-kV-Leitung, die ursprünglich vom Umspannwerk Lehrte bis zum Umspannwerk Borken in Hessen führte, zurückgebaut.

    Bis zum Beginn des Rückbaus hat diese Leitung aber weiterhin eine sehr wichtige Versorgungsfunktion für Südniedersachsen und Nordhessen und muss daher auf einem gleichbleibend hohen Niveau betrieben werden. Hierfür bekommt das Umspannwerk Göttingen Süd den sogenannten Wandertransformator aus dem Umspannwerk Hardegsen, der in Göttingen zukünftig als Reserve bereit stehen wird. Diese Maßnahme bildet eine weitere Grundlage für die Versorgungssicherheit der Region. Das Umspannwerk Hardegsen wurde in den vergangenen drei Jahren bereits um zwei neue Transformatoren erweitert, weshalb nun der Bestandstransformator zur Reserve nach Göttingen umziehen kann.

    Der 185 Tonnen schwere Netzkuppeltransformator kann im Bedarfsfall im Süden Göttingens dieselbe Aufgabe wie in Hardegsen übernehmen und die 220-kV-Höchstspannungsebene des TenneT-Netzes mit der 110-kV-Hochspannungsebene der Avacon verbinden. Der Trafo übernimmt zunächst eine Reserveaufgabe falls andere Transformatoren ungeplant ausfallen sollten. Die Reservefunktion beschränkt sich jedoch nicht nur auf Göttingen. Als sogenannter Wandertransformator, der im Jahr 1976 gebaut wurde, war das Gerät stets dafür ausgelegt, schnell und vergleichsweise einfach für Transporte zwischen Umspannwerken gerüstet zu sein. So kann der Trafo bei Bedarf vergleichsweise einfach auch in andere Umspannwerke transportiert werden. Ursprünglich war der Wandertransformator im Umspannwerk Frankfurt Süd-West beheimatet und fand von dort seinen Weg zum Umspannwerk Hardegsen, wo er in den vergangenen Jahrzehnten die Stromversorgung der Region sicherte. Mit einer Leistung  von 200 Megavoltampere kann der Trafo rein rechnerisch die Strommengen für rund 250.000 Durchschnittshaushalte in die Region bringen und wenn nötig,  auch überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energiequellen in die entgegengesetzte Richtung abtransportieren.

    Das Design des Wandertrafos ermöglicht am 10.05. einen schnellen und sicheren Transport über die A7 zwischen den Anschlussstellen Nörten-Hardenberg und Göttingen sowie durch das  westliche Göttinger Stadtgebiet. Die Besonderheit dieses Schwertransportes wird in der Transportroute deutlich. Aufgrund des Transportgewichtes von 185 Tonnen und der örtlichen Gegebenheiten wird der Transformator mittels einer sogenannten Kesselbrücke, die von einer Zug- und einer Schubmaschine angetrieben werden, transportiert. Um das Gesamtgewicht von rund 450 Tonnen sicher über die Straße zu bewegen, hat der Transportzug insgesamt 36 Achsen und erreicht damit eine Länge von 80 Metern. Für die Transportroute erfordern die Maße nach Fahrt über die B446 von Hardegsen Richtung A7 eine Auffahrt auf die Autobahn und kurz vor der Anschlussstelle Göttingen ein Rangiermanöver auf der A7. Hierfür werden die Mittelleitplanken kurzeitig demontiert, damit der Transport die Fahrbahnseite wechseln kann. Anschließend geht es auf der anderen Fahrbahnseite der A7 zur Anschlussstelle Göttingen-Nord und von dort durch das westliche Stadtgebiet zum Umspannwerk.  

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    news-2108 Tue, 05 May 2020 11:23:36 +0200 SuedOstLink: Erstmals Vergabe kunststoffisolierter Erdkabel für 525 Kilovolt Spannung https://www.tennet.eu/de/news/news/suedostlink-erstmals-vergabe-kunststoffisolierter-erdkabel-fuer-525-kilovolt-spannung/ Vorhaben von 50Hertz und TenneT erreicht wichtigen Meilenstein NKT und Prysmian erhalten Großauftrag für rund 1.000 Kilometer Erdkabel
  • Vorhaben von 50Hertz und TenneT erreicht wichtigen Meilenstein
  • NKT und Prysmian erhalten Großauftrag für rund 1.000 Kilometer Erdkabel
  • Bayreuth/Berlin, 5. Mai 2020 – Eines der großen Netzausbauprojekte der Energiewende kommt einen weiteren wichtigen Schritt voran. Die Lieferanten der Erdkabel für die rund 500 Kilometer lange Gleichstrom-Verbindung SuedOstLink zwischen Wolmirstedt bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt und Isar bei Landshut in Bayern stehen fest. Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und 50Hertz, die die Gleichstromverbindung gemeinsam realisieren, haben jetzt zwei Kabelherstellern den Zuschlag erteilt.

    Der Zuschlag ging an NKT GmbH & Co. KG und Prysmian PowerLink S.r.I. Er umfasst neben der Herstellung unter anderem auch die Verlegung der Erdkabel. Für SuedOstLink werden rund 1.000 Kilometer der kunststoffisolierten Erdkabel für 525 Kilovolt (kV) Spannung benötigt. Die Verbindung wird eine Übertragungskapazität von zwei Gigawatt haben.

    „Die Erdkabel sind das Herzstück des SuedOstLink. Mit der Auftragsvergabe für die Gleichstromerdkabel sind wir ein gutes Stück bei der Realisierung dieser wichtigen Stromverbindung für die Energiewende vorangekommen“, betonte Tim Meyerjürgens, Geschäftsführer von TenneT. „Wir werden die innovativen kunststoffisolierten 525-kV-Erdkabel weltweit zum ersten Mal nutzen und damit neue Maßstäbe bei der Technik und der Reduzierung der Umweltbelastungen setzen.“

    Mit der höheren Spannungsebene können die Kabel mehr Leistung übertragen als die herkömmlichen 320-kV-Kabelsysteme. Damit werden weniger Kabel benötigt, um die gleiche Leistung zu übertragen; die Trasse kann schmaler werden und die notwendigen Tiefbauarbeiten in der Bauphase verringern sich. Das reduziert deutlich die Eingriffe in die Umwelt.

    „Mit der Auftragsvergabe endet das 2018 begonnene umfangreiche Ausschreibungsverfahren, die beiden erfolgreichen Unternehmen können jetzt in die Produktion gehen und die Verlegung der Kabel ab 2022 planen. Das ist ein gutes Signal für das Gemeinschaftsprojekt SuedOstLink und auch ein gutes Signal für die Energiewende in ganz Deutschland und Europa“, sagte Dr. Frank Golletz, Technischer Geschäftsführer beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz.

    Aufträge umfassen umfangreiche Arbeiten

    Die beauftragten Unternehmen sind international in zahlreichen Projekten vertreten. In Deutschland verbinden ihre Höchstspannungskabel unter anderem eine Reihe von Windparks in Nord- und Ostsee mit dem deutschen Übertragungsnetz an Land. Für SuedOstLink liefert NKT die Erdkabel für den nördlichen Teil des Vorhabens durch Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Prysmian PowerLink produziert die Erdkabel für den bayerischen Abschnitt von SuedOstLink. Die erteilten Aufträge umfassen Auslegung, Herstellung, Anlieferung und Verlegung der Erdkabel, zudem die Montage der Verbindungsmuffen und der Endverschlüsse sowie die abschließende Hochspannungsprüfung des Kabelsystems. Darüber hinaus unterstützen die Lieferanten bei der Detailtrassierung, konkret bei der Festlegung der einzelnen Kabellängen und der Standorte der Verbindungsmuffen.

    Die Qualität ihrer Kabel mussten alle Bieter in einem aufwändigen Präqualifizierungstest nachweisen. Der Test simulierte innerhalb von zwölf Monaten die Betriebsbelastung der vorgesehenen Gesamtbetriebsdauer von rund 40 Jahren. Auf Basis der positiven Testergebnisse hatten sich die Übertragungsnetzbetreiber im vergangenen Jahr für die Systemspannung von 525 kV entschieden. Bis dahin war eine Spannung von 320 kV als alternative Option in den Planungen enthalten.

    Wichtige Verbindung für die Energiewende

    Aktuell befinden sich fast alle Abschnitte von SuedOstLink im Planfeststellungsverfahren. Am Ende dieses Verfahrens legt die Genehmigungsbehörde – die Bundesnetzagentur – den genauen Verlauf der Erdkabeltrasse fest. Die Verbindung soll Ende 2025 fertig gestellt sein.

    In das SuedOstLink-Projekt investieren TenneT und 50Hertz ca. fünf Milliarden Euro. Die Investitionen werden über 40 Jahre abgeschrieben. Gleichzeitig wird SuedOstLink dazu beitragen, die Kosten für netzstabilisierende Maßnahmen zu senken, die direkt in voller Höhe von den Stromverbrauchern getragen werden. Diese Kosten liegen bundesweit jährlich bei ca. 1,3 Milliarden Euro. Netzstabilisierende Maßnahmen sind notwendig, da das bestehende Stromnetz nicht auf den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion ausgelegt ist. Mit Verbindungen wie SuedOstLink verringern sich diese Kosten, da sie dezentral erzeugten Wind- und Sonnenstrom flexibel und sicher zu den Kunden transportieren werden.

    SuedOstLink ist ein „Projekt von gemeinsamem Interesse“ (projects of common interest, PCI) der Europäischen Union und wird im Rahmen von „Connecting Europe“ gefördert. Sein Bedarf wurde seit 2012 in Netzentwicklungsplänen und im Bundesbedarfsplangesetz wiederholt bestätigt. SuedOstLink wird die nordostdeutschen Bundesländer mit ihrer hohen Wind- und Solar-stromerzeugung mit wichtigen Industriegebieten und Verbrauchszentren Bayerns verbinden und ist entscheidend für die weitere Verbesserung der Versorgungssicherheit, den Ausbau der erneuerbaren Energien und das Erreichen der Klimaschutzziele 2030 und 2050.

    Ansprechpartner 

    TenneT TSO GmbH 
    Ulrike Hörchens, T +49 921 50740 4045, M +49 151 1713 1120, ulrike.hoerchens@tennet.eu 

    50Hertz Transmission GmbH 
    Volker Gustedt, T +49 30 5150 2878, M +49 151 5537 7634, volker.gustedt@50hertz.com

    Über TenneT

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.
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    Über 50Hertz

    50Hertz betreibt das Stromübertragungsnetz im Norden und Osten Deutschlands und baut es für die Energiewende bedarfsgerecht aus. Unser Höchstspannungsnetz hat eine Stromkreislänge von etwa 10.200 Kilometern – das ist die Entfernung von Berlin nach Rio de Janeiro. Das 50Hertz-Netzgebiet umfasst die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die Stadtstaaten Berlin und Hamburg. In diesen Regionen sichert 50Hertz mit etwa 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um die Uhr die Stromversorgung von 18 Millionen Menschen. 50Hertz ist führend bei der sicheren Integration Erneuerbarer Energien: In unserem Netzgebiet stammt schon über die Hälfte des verbrauchten Stroms aus regenerativer Erzeugung - Tendenz steigend. Anteilseigner von 50Hertz sind der belgische Übertragungsnetzbetreiber Elia (80 Prozent) und die KfW Bankengruppe mit 20 Prozent. Als europäischer Übertragungsnetzbetreiber ist 50Hertz Teil der Elia Group und Mitglied im europäischen Verband ENTSO-E.

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    news-2101 Thu, 23 Apr 2020 09:55:00 +0200 Equigy-Plattform ebnet europäischen Verbrauchern den Weg in den grünen Strommarkt von morgen https://www.tennet.eu/de/news/news/equigy-plattform-ebnet-europaeischen-verbrauchern-den-weg-in-den-gruenen-strommarkt-von-morgen/ Übertragungsnetzbetreiber TenneT, Swissgrid und Terna entwickeln europäische Blockchain-Plattform Dezentrale Kleinspeicher in Millionen Haushalten stabilisieren künftig das StromnetzWichtige Innovation für das Gelingen der Energiewende
    • Übertragungsnetzbetreiber TenneT, Swissgrid und Terna entwickeln europäische Blockchain-Plattform 
    • Dezentrale Kleinspeicher in Millionen Haushalten stabilisieren künftig das Stromnetz
    • Wichtige Innovation für das Gelingen der Energiewende

    Mit TenneT (Deutschland und Niederlande), Swissgrid (Schweiz) und Terna (Italien) entwickeln jetzt einige der größten europäischen Übertragungsnetzbetreiber gemeinsam eine länderübergreifende Blockchain-basierte Datenplattform - Equigy. Dies wird es Millionen Haushalten und Besitzern von Elektrofahrzeugen in Deutschland und Europa erleichtern, aktiv die flexible Kapazität ihrer Anlagen an den Energiemärkten (Systemdienstleistungsmärkten) für die Stabilisierung des Stromnetzes anzubieten und damit Geld zu verdienen. Die Equigy-Plattform soll zunächst in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Italien starten. Die Partner erwarten, dass weitere deutsche und europäische Netzbetreiber dazu kommen.

    Mit Fortschreiten der Energiewende nimmt der Anteil schwankender Erzeugung aus Wind- und Photovoltaikanlagen zu, während fossile Kraftwerke wegfallen, die bislang das Stromnetz stabil halten, also Schwankungen von Erzeugung und Verbrauch ausgleichen und auch Transportengpässe im Netz verhindern. Um zu verhindern, dass dies durch ein verstärktes Abschalten von Windkraft- und Photovoltaikanlagen geschieht, müssen zukünftig auch die flexiblen Kapazitäten von kleinen dezentralen Erzeugern, Speichern und Verbrauchern wie Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und Heimspeichern genutzt werden.

    „In Zukunft werden wir auch die Verbraucher mit ihren Elektroautos, Heimspeichern und Wärmepumpen brauchen, um das Netz zuverlässig, nachhaltig und kostengünstig zu stabilisieren. Die europäische Plattform, die wir entwickeln, schafft die technischen Voraussetzungen, damit all diese Geräte zusammenwirken können. Mit ihrer Hilfe können Daten zwischen den Geräten, Marktteilnehmern und Netzbetreibern ausgetauscht werden. So kann bald jeder dazu beitragen, die Energiewende schneller umzusetzen und kann davon auch noch finanziell profitieren“, sagte TenneT-CEO Manon van Beek. „Damit das funktioniert, brauchen wir aber auch ein faires Abgaben- und Steuersystem und finanzielle Anreize für Stromverbraucher, die dem Stromnetz Flexibilität zur Verfügung stellen. Nur dann werden Verbraucher überhaupt ein Interesse daran haben, die Flexibilitätspotenziale ihrer Heimspeicher und Elektroautos aktiv zu nutzen.“ Van Beek zeigte sich überzeugt davon, dass die Plattform-Lösung den Weg für die Nutzung kleiner dezentraler Flexibilitäten in Europa freimache und so den grünen Technologiestandort Europa stärken werde. Vor dem Hintergrund der ambitionierten Klimaziele der Europäischen Union und Deutschlands sei die Plattform ein wichtiger Beitrag zur Sektorkopplung und damit eine notwendige Innovation, um den Umbau des Energieversorgungssystems sicher zu gestalten. 

    Equigy-Plattform: Standardisierung erhöht Marktchancen für kleine Anbieter 

    In der Energiewelt von morgen werden kleine dezentrale Stromerzeuger, -verbraucher und –speicher wie Elektrofahrzeuge, Heimspeicher und Wärmepumpen gebraucht, um Erzeugungsschwankungen mit auszugleichen. Eine der größten Herausforderungen dabei wird die Frage sein, wie die flexiblen Kapazitäten dieser Anlagen unbürokratisch, einfach und sicher für die Netzstabilisierung angeboten werden können. Denn ein Großteil der bestehenden Prozesse und IT-Systeme, mit denen flexible Kapazitäten für die Netzstabilisierung genutzt werden, ist heute auf die Steuerung von einigen hundert Kraftwerken im mehrstelligen Megawatt-Bereich und nicht von Millionen einzelner kleiner Anlagen im meist einstelligen Kilowatt-Bereich ausgelegt. Mit der Equigy-Plattform machen die Übertragungsnetzbetreiber die automatisierte Einbindung und Steuerung dieser Anlagen in die Prozesse der Netzbetreiber und Marktteilnehmer möglich.

    Mit Hilfe der Plattform können Verbraucher, Anbieter (Aggregatoren) und Hersteller die Kleinstflexibilitäten einfach und unabhängig vom geografischen Standort in allen teilnehmenden Ländern über dieselben Schnittstellen vermarkten. Dies senkt die Markteintrittsbarrieren insbesondere für kleine Anbieter erheblich. Gleichzeitig können aber auch alle lokalen und regionalen Flexibilitätsplattformen an die Equigy-Plattform angebunden werden, so dass die dort gebündelten Flexibilitäten eine zusätzliche Möglichkeit zur Vermarktung haben.

    Die Plattform bietet eine gemeinsame, diskriminierungsfrei zugängliche Infrastruktur zur Bereitstellung von Daten; die Vermarktung der flexiblen Kapazitäten findet auf den nationalen Systemdienstleistungsmärkten statt: Die Anbieter von Kleinstflexibilitäten können über die Equigy-Plattform den nationalen Systemdienstleistungsmärkten die Daten für ihr Flexibilitätsangebot zur Verfügung stellen (also wann sie wo wieviel flexible Kapazität zur Verfügung stellen können). Das steigert die Liquidität der Märkte und ebnet so den Weg für eine sichere Stromversorgung. 

    Blockchain-Technologie für sichere Datentransaktionen

    Die Plattform wird die Blockchain-Technologie nutzen, die den Aufbau einer sicheren Umgebung ermöglicht, in der Transaktionen von Millionen einzelner Anlagen automatisiert und mit geringen Transaktionskosten durchgeführt werden. Die Blockchain-Lösung garantiert dabei ein hohes Maß an Transparenz und stellt so den notwendigen Datenaustausch zwischen den Marktakteuren sicher. Gleichzeitig bleiben die persönlichen Daten der Verbraucher vollständig geschützt.

    TenneT hat in den vergangenen Jahren in Pilotprojekten bereits erfolgreich die Blockchain-Technologie getestet und mit Elektroautos und Haushaltsbatterien das Netz stabilisiert. „Hunderte Haushalte waren daran beteiligt und jetzt können wir langfristig auf Hunderttausende oder sogar Millionen von Haushalten aufstocken“, sagte van Beek.

    Weitere Informationen unter: http://www.equigy.com  

    TenneT

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.
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    news-2095 Mon, 20 Apr 2020 08:20:10 +0200 TenneT entwickelt innovative Seekabel zusammen mit acht Herstellern https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-entwickelt-innovative-seekabel-zusammen-mit-acht-herstellern/ Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat Vereinbarungen mit acht Kabelherstellern getroffen, um einen neuen Standard für ein innovatives Gleichstrom-Seekabelsystem zu entwickeln. Dieses neue Kabelsystem auf der Spannungsebene von 525 Kilovolt (kV) wird für künftige 2-Gigawatt-Offshore-Netzanschlüsse in Deutschland sowie in den Niederlanden benötigt, die einen neuen Maßstab für die Anbindung von Offshore-Windparks setzen werden.  Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat Vereinbarungen mit acht Kabelherstellern getroffen, um einen neuen Standard für ein innovatives Gleichstrom-Seekabelsystem zu entwickeln. Dieses neue Kabelsystem auf der Spannungsebene von 525 Kilovolt (kV) wird für künftige 2-Gigawatt-Offshore-Netzanschlüsse in Deutschland sowie in den Niederlanden benötigt, die einen neuen Maßstab für die Anbindung von Offshore-Windparks setzen werden. 

    Nachdem TenneT bei den deutschen Offshore Netzanbindungen vor rund zehn Jahren den Standard für kunststoffisolierte Gleichstromkabel mit 320 kV gesetzt hat, definieren wir mit dem 525-kV-Gleichstrom-Seekabelsystem und einer Übertragungsleistung von zwei Gigawatt (GW) den weltweit neuen Maßstab. Das Entwicklungsprogramm soll zu einem standardisierten Kabelsystem führen, das TenneT in den Projekten BalWin, LanWin (deutsche Nordsee) und IJmuiden Ver (niederländische Nordsee) sowie in künftigen Projekten mit gleicher Leistung und Spannung einsetzen kann. Dies senkt die Kosten und minimiert gleichzeitig die Einflüsse auf die Umwelt.

    Die teilnehmenden Anbieter sind: 

    • Hellenic Cables SA (Griechenland)
    • LS Cable & System Ltd. (Korea)
    • Nexans Norway AS (Norwegen)
    • Ningbo Orient Wires & Cables Co., Limited (NBO) (China)
    • NKT HV Cables AB (Schweden)           
    • Prysmian Powerlink Srl (Italien)
    • Sumitomo Electric Industries, Ltd (Japan)
    • Zhongtian Technology Submarine Cable Co., Limited (ZTT) (China)

     

    TenneT begrüßt es, dass mehrere internationale Kabelanbieter an diesem Programm teilnehmen. Es zeigt, dass die Branche sehr daran interessiert ist, gemeinsam Innovationen voranzutreiben, um einen neuen Standard für Seekabelsysteme zu schaffen. Ziel ist es, dass die Entwicklung des 525-kV-Gleichstrom-Seekabelsystems bis zum Frühjahr 2022 zu einem standardisierten Kabelsystem führt.

    Optimierung durch Kapazitätsvergrößerung

    Mit der Entwicklung dieses Seekabelsystems wird es möglich sein, Herstellungs- und Installationskosten künftig weiter zu senken. Dies bezieht sich nicht nur auf das Kabelsystem selbst, sondern auch auf das gesamte Netzanschlusskonzept, einschließlich der Offshore-Konverter-Plattform und der zugehörigen landseitigen Konverterstation. Die positiven Effekte in Deutschland resultieren vor allem aus der Vergrößerung der Übertragungsleistung vom bisherigen Standard mit 0,9 GW auf künftig 2 GW. Das führt zu einer Reduzierung z.B. der Anzahl an Konverteranlagen und der zu verlegenden Kabel-Kilometer. In der Folge können neben ökonomischen Effekten, durch reduzierte Herstellungs- und Installationskosten, auch verringerte Umwelteinflüsse durch weniger Anlagenerrichtungen und Kabelverlegungen erzielt werden.

    In Deutschland wird die neue Technologie – nach bis dahin insgesamt 16 errichteten Offshore-Netzanschlusssystemen – in den drei Projekten BalWin1, BalWin2 und LanWin1 sowie in den danach folgenden Projekten zum Einsatz kommen. Damit erhöht sich die Offshore-Netzanschlusskapazität von TenneT in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf rund 17 GW.

    In den Niederlanden wird TenneT neben den bereits geplanten acht Drehstrom-Offshore-Netzanschlüssen mit je 0,7 Gigawatt im Windenergiegebiet IJmuiden Ver zwei Offshore-Netzanschlüsse mit 2 GW in Gleichstromtechnologie errichten. Die installierte Gesamtkapazität der von TenneT angeschlossenen Offshore-Windenergie wird sich im Jahr 2030 in den Niederlanden auf 9,6 GW belaufen. 

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    news-2089 Mon, 06 Apr 2020 10:57:09 +0200 Intelligenztest für das Stromnetz der Zukunft https://www.tennet.eu/de/news/news/intelligenztest-fuer-das-stromnetz-der-zukunft/ Erster bundesweiter Testabruf von dezentralen Anlagen, um Transportengpässe im Stromnetz zu beheben SINTEG-Projekte C/sells und enera koppeln erstmals regionale Online-Plattformen für dezentrale Flexibilitäten, um großflächigen Test zu ermöglichen
    • Erster bundesweiter Testabruf von dezentralen Anlagen, um Transportengpässe im Stromnetz zu beheben 
    • SINTEG-Projekte C/sells und enera koppeln erstmals regionale Online-Plattformen für dezentrale Flexibilitäten, um großflächigen Test zu ermöglichen

    6. April 2020. Netzbetreiber und Unternehmen der Energiebranche haben erfolgreich das intelligente Stromnetz der Zukunft getestet: Bundesweit zum ersten Mal haben sie über die Verbindung zweier Online-Plattformen die gezielte Steuerung dezentraler Stromverbraucher, -speicher und -erzeuger unter Realbedingungen getestet, um zukünftig im Bedarfsfall gemeinsam Transportengpässe zu vermeiden und das Stromnetz zu stabilisieren. Dabei haben erstmals zwei SINTEG-Projekte zusammengearbeitet: C/sells mit dem Fokus auf Süddeutschland und Solarenergie und enera mit dem Fokus auf Norddeutschland und Windenergie. Beide Projekte suchen Lösungen, wie zukünftig dezentrale Anlagen statt konventionellen Kraftwerken das Stromnetz stabilisieren können und haben dafür Online-Plattformen entwickelt, auf denen dezentrale Anlagen ihre Flexibilität für das Stromnetz zur Verfügung stellen können.

    Bei dem Testabruf wurde nach Koordination mit den beteiligten Netzbetreibern Avacon Netz GmbH, Bayernwerk Netz GmbH und EWE NETZ GmbH auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers TenneT der Stromverbrauch eines Speichers im windreichen Niedersachsen erhöht, um Strom aus erneuerbaren Energien aufzunehmen. Gleichzeitig haben im Gebiet des Bayernwerks im laststarken Süden auf Abruf des regionalen Energienetzbetreibers Biogas- und KWK-Anlagen mehr Strom eingespeist, um die Stromnachfrage vor Ort zu decken. So wurde die im Stromnetz zu transportierende Strommenge reduziert und so dazu beigetragen, Transportengpässe zu beheben.

    „Wir werden in Zukunft Millionen dezentraler Anlagen brauchen, um das Übertragungsnetz zu stabilisieren. Dafür müssen die Netzbetreiber auf allen Ebenen zusammenarbeiten und neue Werkzeuge entwickeln, um das Potenzial von KWK-Anlagen, Wärmepumpen, Biogas-Anlagen, Batteriespeichern, Elektroautos, Power-to-Gas-Anlagen und anderen dezentralen Anlagen für mehr Sicherheit im Stromnetz nutzen zu können. Unser Test hat gezeigt, wie das erfolgreich funktioniert“, sagte TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens.

    Die Zukunft der Energieerzeugung ist aus Sicht der beteiligten Verteilnetzbetreiber Avacon Netz GmbH, Bayernwerk Netz GmbH und EWE NETZ GmbH dezentral und findet in den Verteilnetzen statt. Die Unternehmen sind sich einig, dass dadurch auf Verteilnetzbetreiber neue Aufgaben zukommen, auch was die Unterstützung der Übertragungsnetzbetreiber bei der Stabilisierung des Netzes betrifft.

    Die Netzbetreiber rechnen für die Zukunft mit einem starken Zubau an Elektromobilität, Wärmepumpen und elektrischen Speichern. Da diese steuerbar Strom aufnehmen und abgeben können, können sie dem Netz flexible Kapazitäten zur Stabilisierung zur Verfügung stellen. Diese Stromnutzer entnehmen Strom aus dem Verteilnetz oder speisen ihn dort auch wieder ein; daher sind sie zunächst für das Verteilnetz netzdienlich. Damit sie zukünftig auch zur Stabilisierung des Höchstspannungsnetzes (Übertragungsnetz) eingesetzt werden können, müssen sich die Netzbetreiber der unterschiedlichen Spannungsebenen abstimmen und koordinieren. „Die vom Kunden getriebene, dekarbonisierte Energiewelt von morgen wird dezentral und digital organisiert sein. Durch die Nutzung von Anlagen im Verteilnetz können auch Engpässe im Übertragungsnetz bewirtschaftet werden. Dazu bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit der Netzbetreiber“, betonte Dr. Egon Westphal, Technik-Vorstand beim Bayernwerk.

    Um Anbieter und Nachfrager von Flexibilität zusammenzubringen, wurde im Rahmen von C/sells mit der „comax“ eine Flexibilitätsplattform entwickelt: Flexibilitätsanbieter melden vorhandene Potenziale und die Netzbetreiber können diese einsehen und sich untereinander koordinieren, um ihren jeweiligen Bedarf abzurufen. Im Projekt enera wird ein börsengestützter lokaler Flexibilitätsmarkt für das Management von Transportengpässen im Netz erprobt. „Dieser Markt bringt Angebot und Nachfrage für Flexibilitäten zusammen und stellt sie den Netzbetreibern auf effiziente Weise zur Verfügung“, erklärte Philippe Vassilopoulos, Director Product Development der EPEX SPOT.

    „Unser Hybridspeicher in Varel eignet sich aufgrund seiner Kombination von Lithium-Ionen- und Natrium-Schwefel-Speichertechnologien sehr gut, schnell das Stromnetz mit mehr als 24 MWh Kapazität zu entlasten und damit die Abschaltungen von Windenergieanlagen zu vermeiden“, sagte Hendrik Brockmeyer, Managing Director von be.storaged GmbH. In der Schaufenster-Region enera im Nordwesten Niedersachsens erhöhten zudem in vorangegangen Abrufen neben der großen Batterie auch Industrieanlagen, wie eine Papier- und Kartonfabrik und ein elektrischer Gastransportverdichter, ihre Last. „In weiteren Flexibilitätsabrufen in der enera-Region, konnten Verbraucher ihr Potenzial zur Netzentlastung durch Verbrauch von elektrischem Strom anstatt Verbrennung von fossilem Gas beweisen“, ergänzte Tammo Filusch, zuständig für das Virtuelle Kraftwerk bei EWE VERTRIEB GmbH. Auch eine Power-to-Gas-Anlage im niedersächsischen Werlte kann ihre Gas-Produktion zeitweise erhöhen. Damit wurde gleichzeitig die Sektorenkopplung vorangetrieben und grünes Gas produziert.

    „Wir haben in der C/sells-Region im Süden Deutschlands gezielt die Einspeisung von mehreren Biogasanlagen aus unserem Pool ins Verteilnetz erhöht, um den Engpässen entgegenzuwirken“, erklärte Tobias Nitze von Next Kraftwerke GmbH. „Es war ein lokaler Mix aus Erzeugern und Verbrauchern, welcher zur Behebung der Engpässe beitrug“, sagte Klaus Nagl von der Consolinno Energy GmbH. Die von Consolinno entwickelte, KI-basierte Software übernahm beim Testabruf die netzdienliche Steuerung kompletter Quartiere und Nahwärmenetze. Ergänzend wurden Biogasanlagen der Erzeugergemeinschaft für Energie in Bayern und des Biogasfachverbandes, welche durch die Stadtwerke München vermarktet werden, ebenfalls in die Steuerung einbezogen.

    Heute kommt es u.a. aufgrund der zunehmenden dezentralen Einspeisung aus erneuerbaren Energien immer öfter zu Transportengpässen im Stromnetz von Nord nach Süd. Um sie zu vermeiden, wird in die Erzeugung von konventionellen Kraftwerken und von erneuerbaren Einheiten eingegriffen und dafür gesorgt, dass der Stromtransport im Rahmen der Übertragungskapazität des Netzes liegt. Die Kosten hierfür liegen jährlich deutschlandweit bei deutlich über einer Milliarde Euro und werden über die Netzentgelte letztlich von den Stromverbrauchern getragen.

    Für die zukünftige Nutzung von dezentralen Kleinanlagen und insbesondere die Einbindung von Verbrauchern müssen weitere politische Rahmenbedingungen geschaffen sowie notwendige Werkzeuge etabliert werden. Das trägt zum Gelingen der Energiewende bei und ermöglicht eine Begrenzung des künftigen Netzausbaus auf ein volkswirtschaftlich sinnvolles Maß.

     

    Ansprechpartner:

     

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    Über TenneT 

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.
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    Über AVACON NETZ GmbH

    Avacon Netz sorgt für die zuverlässige Bereitstellung der Strom- und Gasnetze für Kommunen, Industrie, Gewerbe und Haushalte. Das Netzgebiet für Strom umfasst über 55.000 Quadratkilometer und erstreckt sich von der Nordseeküste bis Südhessen. Über Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen von rund 64.000 km Länge sowie ein mehr als 21.000 km langes Erdgasnetz bringen wir die Energie sicher zu unseren Kunden. Rund 16 Millionen Menschen werden über unsere Netze mit Energie versorgt.

    Über Bayernwerk Netz GmbH 

    Die Bayernwerk Netz GmbH sorgt mit rund 2.700 Mitarbeitern für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung der rund sieben Millionen Menschen in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 154.000 Kilometer, sein Gasnetz 5.800 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In seinen Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 60 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgas-netz. Dafür sorgen knapp 300.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. Mit innovativen Lösungen entwickelt das Unternehmen Energiesysteme von morgen und ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

    Über be.storaged GmbH

    Die be.storaged GmbH mit Sitz in Oldenburg ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der EWE AG, einem der größten Energieversorger in Deutschland mit Hauptversorgungsgebiet im Elbe-Weser-Ems-Raum. Die be.storaged GmbH hat sich das Ziel gesetzt, Batteriespeicherlösungen bei Gewerbe- und Industriekunden zu integrieren. Ferner gilt es, den zukünftigen Herausforderungen der Energie- und Verkehrswende durch den Einsatz von Batteriespeichern entgegen zu treten. Dazu bietet die be.storaged GmbH neben einer Vielzahl von Dienstleistungen zur Projektierung, Installation und Betrieb auch eine vollumfängliche Plattform zu Potenzialanalyse von Batteriespeichersystemen. Diese Plattform dient perspektivisch einem breiten Spektrum von Systemherstellern, Energieberatern oder Installateurbetrieben zur optimalen Auslegung der Kapazitäts- und Leistungsgröße und legt die Grundlage für eine gemeinsame Kundenakquise.

    Über Consolinno Energy GmbH

    Die Consolinno Energy GmbH aus Regensburg ist ein hochinnovatives Startup und verbindet IT sowie KI mit Energiewirtschaft. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 35 Mitarbeiter. Das Unternehmen verfügt über eigene Elektronik und Hardware, ein selbst entwickeltes Energiemanagement-System sowie diverse Software- und Optimierungslösungen für Energieversorger, Netzbetreiber, Vermarkter sowie virtuelle Kraftwerke. Die Mitarbeiter der Consolinno sind Experten in den Bereichen künstliche Intelligenz sowie Algorithmik und haben allesamt eine weitreichende Expertise in der Energiewirtschaft. Die Produkte der Consolinno steuern dezentrale Energieerzeugungsanlagen ebenso wie Quartiere und Energiezellen. In Verbindung mit künstlicher Intelligenz können somit Anlagen für die zukünftige Auslegung von Stromnetzen analysiert und im Hinblick auf nutzbare und wertvolle Flexibilitäten geregelt werden.

    Über EPEX SPOT SE

    Die Europäische Strombörse EPEX SPOT SE und ihre Tochtergesellschaften betreiben die Märkte für physischen kurzfristigen Stromhandel in Zentralwesteuropa und dem Vereinigten Königreich. Als Teil der EEX Group, einer auf internationale Commodity-Märkte spezialisierten Unternehmensgruppe, hat sich die EPEX SPOT der Schaffung eines gesamteuropäischen Strommarkts verpflichtet. Im Jahr 2019 handelten ihre 302 Handelsteilnehmer 593 TWh Strom – ein Drittel des Stromverbrauchs dieser acht Länder. Über die Holding HGRT sind Übertragungsnetzbetreiber mit 49 % an der EPEX SPOT beteiligt. Für weitere Informationen besuchen sie bitte www.epexspot.com.

    Über Erzeugergemeinschaft für Energie in Bayern eG (EEB eG) 

    Die EEB eG ist ein erzeugerübergreifender Zusammenschluss von Biogas-, Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen in Bayern. Gemeinschaftlich wollen sich die Mitglieder auf ein neues und digitales Energiezeitalter vorbereiten, für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb nach 20 Jahren EEG-Vergütung. In diesem Zusammenhang nimmt die EEB eG an verschiedenen Forschungsprojekten teil und untersucht speziell den Einsatz der Blockchain-Technologie, als eindeutigen Herkunftsnachweis und Datengrundlage, für den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Organisation regionaler Energiezellen.
    Als Vermarktungsgenossenschaft bietet die EEB eG den Energieversorgern und Netzbetreibern neben regionalen und regenerativen Energiemengen auch Flexibilitäten durch einen virtuellen Zusammenschluss.

    Über EWE 

    Als innovativer Dienstleister ist EWE in den Geschäftsfeldern Energie, Telekommunikation und Informationstechnologie aktiv. Mit über 8.500 Mitarbeitern und rund 5,7 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2018 gehört EWE zu den großen Energieunternehmen in Deutschland. Das Unternehmen mit Hauptsitz im niedersächsischen Oldenburg befindet sich ganz überwiegend in kommunaler Hand. Es beliefert im Nordwesten Deutschlands, in Brandenburg und auf Rügen sowie in Teilen Polens rund 1,4 Millionen Kunden mit Strom, rund 0,8 Millionen mit Erdgas sowie rund 0,7 Millionen mit Telekommunikationsdienstleistungen. Hierfür betreiben verschiedene Unternehmen des EWE-Konzerns Strom-, Erdgas- und Telekommunikationsnetze in einer Gesamtlänge von über 190.000 Kilometern. In den kommenden Jahren will EWE mehr als 1,2 Milliarden Euro in einen umfassenden Glasfaserausbau investieren und so die Basis für die Digitalisierung des Nordwestens schaffen. Mehr über EWE erfahren Sie auf www.ewe.com.

    Über EWE NETZ GmbH

    Die EWE NETZ GmbH wurde 2006 mit Hauptsitz in Oldenburg gegründet und ist ein Unternehmen der EWE-Gruppe. EWE NETZ ist mittelbar eine Tochtergesellschaft der EWE AG. Zudem sind 123 Städte und Gemeinden aus dem Ems-Weser-Elbe-Gebiet mit 4,1 Prozent beteiligt.
    Das Stromnetz von EWE NETZ liegt in den Gebieten Weser-Ems und Weser-Elbe. Es ist fast vollständig, also zu 99 Prozent, unterirdisch verlegt. Weil es deshalb nur äußerst wenig anfällig gegen Störungen ist, gilt es als eines der sichersten Netze in ganz Europa. Das 20.000 Volt-Mittelspannungsnetz hat eine Länge von rund 20.600 Kilometern. EWE NETZ betreibt ebenfalls ein Niederspannungsnetz mit 230 und 400 Volt welches über 61.000 Kilometer lang ist. Eingebunden sind beide in das Deutsche Verbundnetz, das Teil des Europäischen Verbundnetzes ist. EWE NETZ betreibt das Stromnetz als Verteilnetz. Es ist der Regelzone Tennet zugeordnet und deckt die netzentgeltseitigen Netzebenen 4 bis 7 ab.

    Über Next Kraftwerke GmbH

    Next Kraftwerke betreibt als digitaler Versorger eines der größten Virtuellen Kraftwerke in Europa. Im Next Pool sind rund 8700 dezentrale Stromerzeuger und -verbraucher über eine Plattform vernetzt und somit über das eigens entwickelte Leitsystem steuerbar. Mit einer vernetzten Erzeugungsleistung von rund 7500 Megawatt trägt Next Kraftwerke zum Ausgleich von Frequenzschwankungen im Netz bei. Zusätzlich optimiert das Kölner Unternehmen Stromproduktion und -verbrauch der vernetzten Kunden anhand von Preissignalen und handelt über den eigenen 24/7-Stromhandel deren Strom an verschiedenen europäischen Börsen (z. B. EPEX und EEX).

    Über ‘SINTEG‘ 

    Mit dem Förderprogramm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zeigen, wie die Zukunft der Energieversorgung aussehen kann.  Die Idee von SINTEG besteht darin, übertragbare Musterlösungen für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung bei veränderlicher Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu entwickeln und zu demonstrieren. Geeignete Lösungen aus den Modellregionen sollen als Vorbild für eine breite Umsetzung in ganz Deutschland und europäischen Ländern dienen. In den fünf Schaufensterregionen kooperieren Partner aus der Energiewirtschaft sowie der Informations- und Kommunikationsbranche. Seit 2017 arbeiten mehr als 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kommunen, Landkreise und Bundesländer gemeinsam an der der Umsetzung der Zukunftsvision Energiewende. 

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    news-2086 Thu, 02 Apr 2020 08:20:13 +0200 SIDC: Rekordmonate und Begrüßung der neuen Mitglieder https://www.tennet.eu/de/news/news/sidc-rekordmonate-und-begruessung-der-neuen-mitglieder/ Die Strombörsen und Übertragungsnetzbetreiber in der einheitlichen Intraday-Marktkopplung (SIDC - vormals bekannt als XBID) melden ein signifikantes Wachstum des gekoppelten Intraday-Marktes nach dem Start der zweiten SIDC Go-Live-Welle im November 2019. 36 Millionen Handelsgeschäfte wurden seit dem ersten Go-Live im Juni 2018 über das System abgewickelt. Dabei verzeichnet das SIDC eine beträchtliche Steigerung der gehandelten Volumina – insbesondere zwischen den sieben Ländern der zweiten SIDC Go-Live-Welle – während das System weiterhin zuverlässig arbeitet. Indessen hat das SIDC Projekt mit dem Beitritt der slowakischen Mitglieder OKTE (Strombörse) und SEPS (Übertragungsnetzbetreiber) den Anwendungsbereich erweitert. Die Strombörsen und Übertragungsnetzbetreiber in der einheitlichen Intraday-Marktkopplung (SIDC - vormals bekannt als XBID) melden ein signifikantes Wachstum des gekoppelten Intraday-Marktes nach dem Start der zweiten SIDC Go-Live-Welle im November 2019. 36 Millionen Handelsgeschäfte wurden seit dem ersten Go-Live im Juni 2018 über das System abgewickelt. Dabei verzeichnet das SIDC eine beträchtliche Steigerung der gehandelten Volumina – insbesondere zwischen den sieben Ländern der zweiten SIDC Go-Live-Welle – während das System weiterhin zuverlässig arbeitet. Indessen hat das SIDC Projekt mit dem Beitritt der slowakischen Mitglieder OKTE (Strombörse) und SEPS (Übertragungsnetzbetreiber) den Anwendungsbereich erweitert.

    Nach der zweiten Go-Live-Welle im November 2019 melden die Strombörsen der sieben beigetretenen Länder eine beträchtliche Steigerung der gehandelten Volumina. In den ersten vollen drei Monaten im kontinuierlichen grenzüberschreitenden Intraday-Handel (Dezember 2019 – Februar 2020) meldet die ungarische Strombörse HUPX einen Rekord des monatlich gehandelten Volumes von rund 75.600 MWh im Vergleich zu 7.600 MWh im Vorjahreszeitraum. Für Slowenien meldet BSP Southpool im selben Zeitraum eine Steigerung des Handelsvolumens von rund 15.000 MWh auf 85.600 MWh. Diesen Trend bestätigt die achtfache Steigerung des Handelsvolumens im Markt der OTE, der tschechischen Strombörse, auf rund 400.000 MWh. Die kroatische Strombörse CROPEX gibt bekannt, dass in ihrem Gebiet heute rund 24.100 MWh monatlich gehandelt werden – vor dem Go-Live waren es 6.300 MWh. Das Handelsvolumen im Markt der TGE, der polnischen Strombörse, zeigt eine signifikante Steigerung im monatlichen Durchschnitt von vormals 3.000 MWh auf rund 95.000 MWh heute. In Rumänien verzeichnet die Strombörse OPCOM ein monatliches Handelsvolumen im Schnitt von 59.700 MWh im Vergleich zu 26.000 MWh im Vorjahreszeitraum. Die bulgarische Strombörse IBEX nimmt eine mehr als Verdopplung ihres monatlichen Handelsvolumens wahr.

    Aktuell koppelt das SIDC die Intraday-Märkte der folgenden 22 Länder: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Kroatien, Finnland, Frankreich, Lettland, Litauen, Luxemburg, Norwegen, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik und Ungarn. Eine dritte Go-Live-Welle zur Ausweiterung des kontinuierlichen grenzüberschreitenden Intraday-Handels auf Griechenland und Italien wird für das erste Quartal 2021 erwartet.
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    Über das SIDC:

    Die SIDC-Lösung basiert auf einem gemeinsamen IT-System bestehend aus SOB, einem Capacity Management Module (CMM) und einem Shipping Module (SM). Diese Lösung ermöglicht es, bei ausreichender grenzüberschreitender Übertragungskapazität Gebote von Marktteilnehmern aus unterschiedlichen Marktgebieten innerhalb der vom Projekt abgedeckten Region zusammenzuführen. Die Intraday-Lösung unterstützt sowohl explizite Allokation an den Grenzen Deutschland/Frankreich und Kroatien/Slowenien (wie von den zuständigen Regulierungsbehörden gefordert) als auch kontinuierlichen impliziten Handel. Sie entspricht dem EU-Zielmodell für den integrierten Intraday-Markt.

    Die europaweite Kopplung der Intraday-Märkte ist ein Schlüsselelement zur Schaffung des europäischen Elektrizitätsbinnenmarkts. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Erzeugungsanlagen im europäischen Energiemix ist das Verknüpfen der unterschiedlichen Intraday-Märkte von zunehmender Bedeutung für Marktteilnehmer, die ihre jeweiligen Bilanzkreise immer kurzfristiger auszugleichen müssen. Das Ziel der SIDC Initiative ist dabei die Steigerung der Effizienz des Intraday-Handels.

    Mit der Weiterentwicklung des Intraday-Markts ergeben sich zusätzliche Optimierungspotentiale bei der Einsatzentscheidung von Erzeugungsanlagen – insbesondere erneuerbare Energien (EE) – und abschaltbaren Lasten. Außerdem führt das Projekt zu einer steigenden Gesamtwohlfahrt.

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    news-2069 Wed, 18 Mar 2020 13:51:27 +0100 COVID-19: Sicherheit, Gesundheit und Versorgungssicherheit sind Priorität von TenneT https://www.tennet.eu/de/news/news/covid-19-sicherheit-gesundheit-und-versorgungssicherheit-sind-prioritaet-von-tennet/ Als Unternehmen, das für eine kritische Infrastruktur verantwortlich ist, nimmt TenneT die von COVID-19 („Corona Virus“) ausgehenden Risiken sehr ernst. Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind uns sehr wichtig.  Als Unternehmen, das für eine kritische Infrastruktur verantwortlich ist, nimmt TenneT die von COVID-19 („Corona Virus“) ausgehenden Risiken sehr ernst. Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind uns sehr wichtig. 

    Wir ergreifen daher bereits seit zwei Wochen präventive Maßnahmen, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einer Infektion mit COVID-19 zu schützen und den Geschäfts- und Systembetrieb aufrecht zu erhalten. Diese Vorsichtsmaßnahmen werden täglich neu bewertet und gegebenenfalls auch ausgeweitet und ergänzt. Dazu gehören neben Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit unter anderem Vorkehrungen, mit denen der Kontakt der Beschäftigten untereinander und mit anderen Personengruppen stark eingeschränkt wird sowie zusätzliche Maßnahmen, die den Zugang zu unseren Betriebsstätten beschränken. Für Beschäftigte in besonders sensiblen Bereichen wie etwa den Leitwarten gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Im Rahmen unseres normalen Geschäftsbetriebs sind wir auf jeden Notfall in diesen Bereichen vorbereitet, auch über die derzeitige Bedrohung durch COVID-19 hinaus. 

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    news-2068 Thu, 12 Mar 2020 10:51:00 +0100 TenneT bereitet sich auf die Herausforderungen des europäischen Energiesystems vor https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-bereitet-sich-auf-die-herausforderungen-des-europaeischen-energiesystems-vor/ 2019 investierte TenneT in die Energiewende (3,1 Milliarden Euro) und Versorgungssicherheit (Netzverfügbarkeit lag 2019 bei 99,9998 Prozent) TenneT bereitet das Unternehmen auf ein jährliches Investitionsportfolio von vier bis fünf Milliarden Euro vor, um die Energiewende voranzutreibenNachhaltiger Umsatz beläuft sich auf 4,1 Milliarden Euro, der EBIT (ohne Sondereffekte) auf 753 Millionen Euro Die gesellschaftliche Akzeptanz für die neue Strominfrastruktur, die Verfügbarkeit von Eigenkapitalfinanzierung und die Verfügbarkeit des Lieferantenmarktes sind entscheidend für die zentrale Rolle von TenneT bei der Energiewende.
    • 2019 investierte TenneT in die Energiewende (3,1 Milliarden Euro) und Versorgungssicherheit (Netzverfügbarkeit lag 2019 bei 99,9998 Prozent) 
    • TenneT bereitet das Unternehmen auf ein jährliches Investitionsportfolio von vier bis fünf Milliarden Euro vor, um die Energiewende voranzutreiben
    • Nachhaltiger Umsatz beläuft sich auf 4,1 Milliarden Euro, der EBIT (ohne Sondereffekte) auf 753 Millionen Euro 
    • Die gesellschaftliche Akzeptanz für die neue Strominfrastruktur, die Verfügbarkeit von Eigenkapitalfinanzierung und die Verfügbarkeit des Lieferantenmarktes sind entscheidend für die zentrale Rolle von TenneT bei der Energiewende.

    Um die Energiewende voranzutreiben – eine der strategischen Prioritäten des Unternehmens – konzentriert sich TenneT zunehmend auf Innovationen, die Optimierung der bestehenden Hoch- und Höchstspannungsnetze und die enge Zusammenarbeit mit Interessensgruppen wie Staatsregierungen, die Gesellschaft, andere Netzbetreiber und Marktteilnehmer. Dies geht aus dem heute veröffentlichten integrierten Geschäftsbericht 2019 des niederländisch-deutschen Übertragungsnetzbetreibers TenneT hervor. In Einklang mit der Energiepolitik und den Klimazielen Deutschlands und der Niederlande – die Staaten, in denen TenneT tätig ist - erhöhte TenneT auch im Jahr 2019 die Investitionen in die Energiewende.

    Klare strategische Ausrichtung definiert

    Der Geschäftsbericht unterstreicht den Fortschritt , den TenneT hinsichtlich der erneuerten, 2019 verabschiedeten  Unternehmensstrategie gemacht hat. Diese basiert auf vier Säulen: die Energiewende voranzutreiben, die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Organisation zu motivieren und die Finanzkraft zu sichern. 2019 verzeichnete TenneT ebenfalls solide Finanzergebnisse, die zum Teil durch eine weniger günstige Regulierung, insbesondere in Deutschland, beeinträchtigt wurden. Für die Umsetzung des umfangreichen Investitionsprogramms  für die Energiewende ist eine stabile Entwicklung der Rentabilität der regulierten Aktivitäten von TenneT in den kommenden Jahren notwendig.

    Manon Van Beek, CEO von TenneT, erklärte: „Für TenneT war 2019 sowohl ein erfolgreiches als auch herausforderndes Jahr. 2019 haben wir den internen Prozess ‚Veränderung für Wachstum‘ ins Leben gerufen, um TenneT auf seine zentrale und wachsende Rolle in der europäischen Energiewende und in einem neuen Energiesystem vorzubereiten. Wir haben nun die Integration unserer grenzübergreifenden Organisationsstruktur einschließlich eines unternehmensweiten Zubaus mehrerer hundert neuer Arbeitsplätze erfolgreich abgeschlossen. Darauf können wir stolz sein. Dasselbe gilt für die Verfügbarkeit unseres Netzes, die sich leicht auf 99,9998 Prozent gesteigert hat. Damit gehört unser Netz in Deutschland und den Niederlanden weiterhin zu den zuverlässigsten der Welt. In finanzieller Hinsicht können wir eine solide Leistung vorweisen, die den Erwartungen unserer Kapitalgeber entspricht. Unsere Investitionen in Höhe von 3,1 Milliarden Euro unterstützen die Energiepolitik der Niederlande und Deutschlands. Unser Bestreben ist es, zu einer nachhaltigen Energiezukunft für Jedermann beizutragen. Hier haben wir erneut große Fortschritte gemacht, nicht nur durch die Planung und Realisierung neuer Stromverbindungen an Land und auf See, sondern auch durch die erforderliche weitreichende internationale Kooperation und die Arbeit an Innovationen in enger Abstimmung mit den relevanten Akteuren.“ 

    SCHLÜSSELERFOLGE IM JAHR 2019, DIE DIE ENERGIEWENDE VORANTREIBEN

    Ungefähr ein Sechstel der Gesamtinvestitionen von TenneT im Jahr 2019 wurden für die Instandhaltung der bestehenden Hoch- und Höchstspannungsnetze bereitgestellt; die restlichen Investitionen waren für neu gebaute Projekte und den Netzausbau vorgesehen. Eine Reihe wichtiger Projekte zur Aufrechterhaltung der hohen Versorgungssicherheit und zur Umsetzung der Energiewende wurden 2019 abgeschlossen oder zeigten gute Fortschritte. 

    Neue Quellen für erneuerbare Energien erschließen

    2019 übertraf TenneT das Ausbauziel der deutschen Bundesregierung für Offshore-Windkraftkapazität in Nord- und Ostsee, das bei 6,5 Gigawatt für das Jahr 2020 liegt. BorWin 3, das neunte Offshore-Netzanschlusssystem in Gleichstromtechnologie von TenneT, wurde in Betrieb genommen. Damit haben die inzwischen zwölf in Betrieb befindlichen Offshore-Netzanschlusssysteme (neun in Gleichstrom- und drei in Wechselstromtechnologie) von TenneT eine Gesamtkapazität von 7,1 Gigawatt. Darüber hinaus werden jetzt die Netzanschlusssysteme DolWin5, DolWin6 und BorWin5 entwickelt. Sie werden die von TenneT bereitgestellte Offshore-Übertragungskapazität für Windparks in der deutschen Nordsee bis 2025 auf nahezu zehn Gigawatt steigern. Nach 2025 plant TenneT zusätzlich mehr als 6,5 Gigawatt an Übertragungskapazität, die bis 2030 installiert werden soll. Damit ist TenneT gut gerüstet, um die künftigen Offshore-Ziele zu erreichen, denn die nördlichen Bundesländer und die Bundesregierung wollen die installierte Offshore-Windkraftkapazität (Nord- und Ostsee) innerhalb von zehn Jahren mit einem neuen Ausbauziel von 20 Gigawatt bis 2030 mehr als verdoppeln - anstelle der bisher geplanten 15 Gigawatt.

    Borssele Alpha, das erste Offshore-Netzanschlusssystem in Wechselstromtechnologie von TenneT im niederländischen Teil der Nordsee, wurde planmäßig installiert und ist jetzt betriebsbereit. Weitere sieben dieser standardisierten 700-Megawatt-Plattformen werden bis zum Jahr 2027 bereitgestellt, um zukünftige Offshore-Windparks an das Stromnetz an Land anzuschließen. Das nächste Netzanschlusssystem – Borssele Beta – wird 2020 fertiggestellt sein. TenneT erwartet, bis 2030 insgesamt ca. zehn Gigawatt an Offshore-Anschlusskapazität in der niederländischen Nordsee realisiert zu haben. Für das Windgebiet IJmuiden Ver plant TenneT den Einsatz von Netzanschlusssystemen in Gleichstromtechnologie mit einer Kapazität von zwei Gigawatt und will dabei 525-kV-Kabel verwenden. Als Weltneuheit spart dieser neue Standard Kosten und führt zu einem geringeren Flächenbedarf.

    Offshore-Wind hat große Auswirkungen auf das Stromnetz an Land

    Die Energiewende kann nur dann erfolgreich sein, wenn der Zubau von Offshore-Windenergie und Solarenergie mit dem Netzausbau integriert wird. 

    2019 erfolgten wichtige Schritte bei Planung und Genehmigung der Gleichstromverbindung SuedLink in Deutschland. Der Vorschlagskorridor für diese Erdkabelverbindung wurde vorgestellt und leitete die endgültige Entscheidung der Genehmigungsbehörde über den Verlauf des Korridors ein. So hat die Behörde für die nördlichsten Abschnitte (Schleswig-Holstein und Nord-Niedersachsen) den Korridorverlauf Anfang 2020 festgelegt. TenneT und der deutsche Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW – ebenfalls Vorhabenträger von SuedLink - haben EU-weite Ausschreibungen für die Konverter– Schlüsselkomponenten für SuedLink – gestartet.

    Mit acht Stromleitungen hat TenneT in Deutschland mehr Höchstspannungsleitungen als je zuvor im Bau. Dazu gehören unter anderem die Wechselstromverbindungen Wahle-Mecklar (230 Kilometer) sowie die Mittelachse und die Westküstenleitung, die Windstrom im Norden einsammeln und Richtung Süden abtransportieren. 

    Nach einer Bauzeit von fünf Jahren wurde in den Niederlanden die 60 Kilometer lange Randstad-380-kV-Nordring-Verbindung in Betrieb genommen. Die neue Höchstspannungsleitung bietet Millionen von Haushalten in der niederländischen Region Randstad eine zuverlässige Stromversorgung und stellt darüber hinaus die erforderliche Übertragungskapazität für grünen Strom bereit, der in Windparks in der Nordsee erzeugt wird. Zu den anderen Großprojekten, die entweder in Vorbereitung oder im Bau sind, gehören Zuid-West 380 kV Oost und Zuid, Eemshaven-Vierverlaten und die Erhöhung der Leistung des nationalen 380-kV-Rings.

    Energiewende nur mit europäischem Ansatz erfolgreich

    Mit dem „grünen“ COBRA-Seekabel, das im September 2019 in Betrieb genommen wurde, sind die Strommärkte der Niederlande und Dänemarks zum ersten Mal direkt miteinander verbunden. Nachhaltige Elektrizität für nahezu zwei Millionen Haushalte kann jetzt effizient im- oder exportiert werden. Die Seekabelverbindung mit einer Länge von über 300 Kilometern sorgt auch für mehr Versorgungssicherheit. Die deutschen und norwegischen Strommärkte werden mit der derzeit im Bau befindlichen NordLink-Verbindung erstmals direkt miteinander verbunden sein. Es ist geplant, dass diese über 600 Kilometer lange grenzüberschreitende Verbindung Ende 2020 in Betrieb genommen werden kann und den Austausch von erneuerbarem Strom erleichtert.

    Der internationale Lösungsansatz von TenneT zur Erfüllung der europäischen Klimaziele nach 2030 hat inzwischen weitere neue Erkenntnisse gebracht: Eine umfassende Studie des Konsortiums für das Windenergie-Verteilkreuz in der Nordsee, dem TenneT angehört, hat gezeigt, dass ein international koordinierter Ausbau von mehreren Windenergie-Verteilkreuzprojekten technisch machbar ist. Diese sollen die Anbindung von Windenergie, die Kopplung der Energiemärkte durch grenzüberschreitende Leitungen sowie eine intelligente Integration in das Energienetz an Land, einschließlich Strom-in-Gas-Umwandlung (Power-to-Gas) kombinieren. Ein solcher Ansatz erhöht sozio-ökonomische Vorteile und stärkt die Versorgungssicherheit. Die Windenergie-Verteilkreuzprojekte sollen jeweils eine Kapazität von zehn bis 15 Gigawatt haben und sukzessive aufgebaut werden. Dies stellt sicher, dass die Projekte an örtliche Gegebenheiten und an Entwicklungszeiten angepasst und Umwelteinflüsse reduziert werden können. 

    INNOVATIONEN ZUR VERBESSERUNG DER NETZNUTZUNG

    Da die mit der Energiewende verbundenen gesellschaftlichen Kosten steigen und die Realisierung großer Strominfrastrukturprojekte oft Diskussionen und Rechtsstreitigkeiten auslöst, sucht TenneT ausdrücklich auch nach Lösungen, die nicht unbedingt den Ausbau des Stromnetzes erfordern. Das Unternehmen initiiert und beteiligt sich daher an einer Vielzahl von Projekten zur intelligenteren Nutzung bestehender Anlagen und zur Nutzung neuer Technologien.

    So führt TenneT beispielsweise mit einer Reihe von Automobilkonzernen und auf Heimspeichersysteme spezialisierten Unternehmen Pilotprojekte durch, um die Netzstabilisierung durch kleine Flexibilitäten zu ermöglichen. TenneT ist überzeugt, dass in Zukunft Elektroautos und Verbraucher im Haushalt wie z. B. Heimspeichersysteme für den Ausgleich von Stromangebot und -nachfrage genutzt werden und so dazu beitragen können, das Stromnetz zu stabilisieren. Mit Mercedes-Benz Energy und BMW hat TenneT erfolgreiche Pilotprojekte gestartet, bei denen E-Autobatterien einen signifikanten Beitrag zur Netzstabilisierung und auch Netzwiederherstellung leisten und damit Aufgaben wahrnehmen können, die bislang konventionelle Kraftwerken erfüllen.

    Andere innovative Projekte wie InnoSys2030 zielen auf digitale Lösungen, mit denen das vorhandene Stromnetz höher ausgelastet werden kann. Dies kann letztlich dazu beitragen, den zukünftig notwendigen Netzausbau zu reduzieren. 

    Zu den weiteren langfristigeren Innovationsprojekten zählt der Bau – gemeinsam mit Thyssen Gas und Gasunie Deutschland – einer Elektrolyseanlage mit einer Kapazität von 100 Megawatt, die schrittweise ab 2022 in Betrieb gehen und grünen Strom in grünes Gas umwandeln soll, um so neue Speicherpotenziale für erneuerbaren Strom zu erschließen. Im Fokus steht dabei die umfassende Kopplung der Sektoren Energie, Verkehr und Industrie. 

    FINANZEN

    Die finanziellen Ergebnisse von TenneT entsprachen den Erwartungen. 2019 ging der nachhaltige Umsatz in Höhe von 4.084 Millionen Euro um drei Prozent gegenüber 2018 zurück. Der nachhaltige EBIT sank von 853 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 768 Millionen Euro im Jahr 2019. Ohne Sondereffekte sank der nachhaltige EBIT um neun Prozent auf 753 Millionen Euro im Jahr 2019. Hauptgrund ist die mit Beginn der dritten Regulierungsperiode (2019) geltende niedrigere Eigenkapitalrendite in Deutschland, teilweise ausgeglichen durch ein höheres regulatorisches Anlagevermögen aufgrund von Investitionen.

    Nachhaltige* Finanzkennzahlen (in Millionen Euro)20192018
    Umsatz4.0844.176
    Gewinne vor Zinsen und Steuern (EBIT)768853
    Um Sondereffekte bereinigter EBIT753826
    Investitionen in Sachanlagen3.0642.253


    *Im Unterschied zum Ausweis nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) basieren die nachhaltigen Finanzdaten auf dem Prinzip der periodengleichen Erfassung von regulatorischen Forderungen und Verpflichtungen in Verbindung mit TenneTs Aktivitäten. Aus vergangenen Ereignissen resultierende Beträge, die über zukünftige Netzentgelte eingenommen oder zurückgegeben werden müssen, werden ebenfalls ausgewiesen, wohingegen die IFRS dies nicht zulassen.

    Investitionen & Finanzierung: Herausforderungen bei der Eigenkapitalfinanzierung

    TenneT-CFO Otto Jager erklärte: „Als Folge der nachhaltigen Energiepolitik der Niederlande und Deutschlands wird unser Investitionsvolumen voraussichtlich weiter steigen. Um das Unternehmen finanziell gesund zu halten, werden wir in den nächsten vier Jahren voraussichtlich zwei bis drei Milliarden Euro an zusätzlichem Eigenkapital benötigen. Eine Reihe von Lösungen ist denkbar. Jede Lösung muss aber flexibel und skalierbar sein und darf das Unternehmen nicht aufspalten. Wir sind in enger Abstimmung mit unserem Anteilseigner (dem niederländischen Staat) über die beste Vorgehensweise. Zu Beginn des Berichtsjahres kündigte unser Anteilseigner an, dass er seine Vorstellungen dem Parlament 2020 vorlegen werde.“

    2019 investierte TenneT 3.064 Millionen Euro (CAPEX). Hiervon wurden 1.925 Millionen Euro in Deutschland und 1.131 Millionen Euro in den Niederlanden investiert. Diese Investitionen erklären auch den Anstieg der verzinslichen Nettoverschuldungen um neun Prozent auf 9.500 Millionen Euro zum 31.Dezember 2019.

    Führend in nachhaltiger Finanzierung

    TenneT legt großen Wert auf seine Vorreiterrolle im Bereich nachhaltiger Finanzierung. Im Januar 2019 erhielt TenneT 500 Millionen Euro an Erlösen aus seiner ersten grünen Privatplatzierung in den USA. Damit stellte das Unternehmen seine Fähigkeit unter Beweis, Finanzierungsquellen und Investoren weiter zu diversifizieren, um seine umfangreichen Investitionspläne zu finanzieren.
    Im Mai gab TenneT eine europäische grüne Anleihe in zwei Tranchen von elf und 20 Jahren über insgesamt 1,25 Milliarden Euro aus. Diese Anleihe wird für Investitionen in die Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz an Land genutzt. Vier niederländische Offshore-Netzanschlussprojekte sind ebenfalls Teil des Portfolios aus grünen Anleihen, das bislang auch neun Offshore-Netzanschlussprojekte in Deutschland umfasst. Im November refinanzierte die TenneT Holding B.V. ihre nachhaltige revolvierende Kreditfazilität (RCF) in Höhe von 2,2 Milliarden Euro und erhöhte das Kapital auf drei Milliarden Euro. Mit mehr als elf Milliarden Euro ausgegebenen grünen Anleihen und verfügbarer nachhaltiger Finanzierung ist TenneT der größte Emittent grüner Anleihen in den Niederlanden.

    Ratings für vorrangige ungesicherte Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 

    Langfristiges RatingKurzfristiges Rating
    Standard & Poor´sA- (stabile Aussichten)A-2
    Moody´s Investor ServiceA3 (stabile Aussichten)P-2

     

     

    GEPLANTE INVESTITIONEN

    Sowohl die niederländische als auch die deutsche Energiepolitik ist darauf fokussiert, das Energiesystem nachhaltiger zu gestalten. Um diese politischen Ziele rechtzeitig umsetzen zu können, geht TenneT davon aus, dass das Investitionsvolumen des Unternehmens für die kommenden Jahre aufgrund des Atom- und Kohleausstiegs und des starken Wachstums der Offshore-Windenergie auf jährlich vier bis fünf Milliarden Euro ansteigt. Dieser Anstieg ist unter anderem auf die Entscheidung Deutschlands zurückzuführen, die Offshore-Windkapazität von 15 Gigawatt auf 20 Gigawatt zu steigern. Die niederländische Regierung hat ebenfalls einen erheblichen Ausbau der Offshore-Windenergie für das Jahr 2030 auf den Weg gebracht, sodass TenneT bis dahin 9,6 Gigawatt Anschlusskapazität für Offshore-Windparks im niederländischen Teil der Nordsee realisiert haben muss.

    Weitere große Netzausbauprojekte in den Niederlanden sind die Südwest-380-kV- und die Nordwest-380-kV-Leitung sowie die Modernisierung des nationalen 380-kV-Rings. Die größten Projekte in Deutschland sind die Erdkabel-Gleichstromverbindungen SuedLink und SuedOstLink, die erneuerbaren Strom aus dem Norden nach Süddeutschland transportieren sollen. 

    Integrierter Geschäftsbericht 2019 und Grüner Finanzbericht 2019

    Weitere Informationen zu TenneT finden sich im integrierten Geschäftsbericht 2019, der online unter https://geschaeftsbericht.tennet.eu/ verfügbar ist.  

    TenneT hat seinen Grünen Finanzbericht 2019 veröffentlicht: https://www.tennet.eu/fileadmin//user_upload/Company/Our_Responsibility/CSR_2019/Green_Finance_Report_2019.pdf. Darin finden sich nähere Informationen zur „grünen“ Finanzierung des Investitionsportfolios von TenneT durch die Ausgabe grüner Anleihen (seit 2015).

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.
    Taking power further

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    news-2079 Tue, 03 Mar 2020 12:04:00 +0100 Nissan, TenneT und The Mobility House: Elektroautos speichern überschüssige Windenergie und sparen CO2 https://www.tennet.eu/de/news/news/nissan-tennet-und-the-mobility-house-elektroautos-speichern-ueberschuessige-windenergie-und-sparen-c/ München – Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT, der führende Elektroautohersteller Nissan und das Technologieunternehmen The Mobility House haben ein bedeutendes Vehicle-to-Grid (V2G) Pilotprojekt zur Einsparung erneuerbarer Energien in Deutschland beendet. München – Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT, der führende Elektroautohersteller Nissan und das Technologieunternehmen The Mobility House haben ein bedeutendes Vehicle-to-Grid (V2G) Pilotprojekt zur Einsparung erneuerbarer Energien in Deutschland beendet.

    Im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten SINTEG-Schaufensterprojektes wurde das Potenzial von Elektrofahrzeug-Batterien untersucht: lokal produzierten Strom zu speichern und wieder einzuspeisen, um das Stromnetz zu stabilisieren und gleichzeitig die Nutzung erneuerbarer Energien zu steigern und CO2 einzusparen.

    Das Projekt bietet einen bedeutenden Lösungsansatz für eine immer häufiger auftretende zentrale Herausforderung im Energiemarkt: Wegen der dezentralen Einspeisung erneuerbarer Energien (46% in 2019) kommt es zu Transportengpässen im Stromnetz.

    Um diesen vorzubeugen, muss TenneT überschüssige erneuerbare Energie im Norden Deutschlands abregeln und zeitgleich im Süden die konventionelle Stromerzeugung teuer hochfahren – eine teure Angelegenheit vor allem zu Spitzenlasten.

    Damit dies verhindert werden kann, wurde der im Norden Deutschlands zur Verfügung stehende Windstrom von Elektro-Autos in der Region genutzt. Gleichzeitig wurde im Süden Strom aus vollgeladenen Batterien von Nissan LEAF Fahrzeugen in das Stromnetz zurück gespeist, anstatt die fossile Erzeugung zu erhöhen. Die Mobilitäts- und Ladeanforderungen der Fahrzeugnutzer wurden dabei berücksichtigt. Somit konnte die Nutzung erneuerbarer Energien gesteigert und eine Abregelung der Windkraft im Norden mit hohen Kosten- oder wertvollen Energieverlusten vermieden werden.

    Diese intelligenten Umverteilungsmaßnahmen wurden durch eine Software von The Mobility House, das intelligente Lade- und Energiemanagement ChargePilot gesteuert, welches sich nach Vorgaben von TenneT richtet.

    „Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass wir Elektromobilität in Zukunft nutzen können, um die stark vom Wetter abhängige erneuerbare Stromproduktion flexibel zu steuern. Das entlastet das Stromnetz und hilft uns, die teure Abregelung von Windanlagen zu begrenzen. Die kurzfristige Flexibilität, die die Elektromobilität uns so zur Verfügung stellt, kann den Netzausbau ergänzen und zu einem wichtigen Baustein der Energiewende werden“, sagte TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens.

    Diese technologische Ausstattung kann dazu beitragen, die CO2-Bilanz des Energiesektors deutlich zu verbessern. In den Jahren 2017 und 2018 mussten jeweils über fünf Terawattstunden an überschüssigem Windstrom abgeregelt werden. Jede Kilowattstunde Strom aus nicht abgeregelter Windkraft verhindert den Ausstoß von 737 Gramm CO2 aus fossilen Energieträgern wie Kohle. Elektroautos als Zwischenspeicher hätten somit 2017 und 2018 dazu beitragen können, bis zu acht Millionen Tonnen CO2 einzusparen.

    Nissan arbeitet seit einigen Jahren mit The Mobility House an der intelligenten Einbindung von Elektrofahrzeugen in das Stromnetz. Francisco Carranza, Geschäftsführer Nissan Energy, Nissan Europe, sagt: „Nissan-Elektrofahrzeuge können an das Stromnetz angeschlossen werden und unterstützen die Übertragung und Verteilung von Strom. Sie können so dazu beitragen, das Stromnetz nachhaltiger und stabiler zu machen. Bei Nissan haben wir nach Möglichkeiten gesucht, Elektrofahrzeuge jenseits der herkömmlichen Mobilität zu nutzen und sie zu sauberen mobilen Energiezentren zu machen. Heute verändern unsere Elektrofahrzeuge nicht nur unsere Art zu fahren, sondern auch unsere Art zu leben.“

    „Für uns ist das erfolgreiche Projekt erneuter Beweis dafür, dass E-Mobilität zusammen mit der Energiewende gedacht werden muss und ein integraler Bestandteil dieser ist. Wir sind unserer Vision einer CO2-freien Zukunft wieder einen Schritt nähergekommen und haben gezeigt, was technisch schon heute möglich ist“, erklärt Thomas Raffeiner, Gründer und CEO von The Mobility House.

    Damit die kleinteiligen und dezentralen Kapazitäten von Stromfahrzeugen von den Netzbetreibern effizient in die Netzbewirtschaftung mit aufgenommen werden können, ist ein intelligentes Lade- und Energiemanagementsystem wie ChargePilot von The Mobility House notwendig. Die Ladesteuerung der Redispatch-Maßnahmen erfolgte lokal und in Echtzeit – durch die Anbindung an die Technologieplattform von The Mobility House und eine Plattform von TenneT, welche kleinteilige Flexibilität regelt. The Mobility House nutzte hierfür die Technologie, die auch schon bei einem Projekt der Renault-Nissan Alliance auf Porto Santo zum Einsatz kommt. Die Madeira-Insel hat sich zum Ziel gesetzt, dadurch die erste CO2-freie Insel der Welt zu werden. Das nun abgeschlossene Projekt mit TenneT und Nissan zeigt, dass Elektroautos zur Stabilisierung des Stromnetzes und somit elementar zur Energiewende beitragen können.

    Ausblick

    Die Elektroautos von Nissan sind mit dem CHAdeMO-Standard ausgestattet, der bereits einen bidirektionalen Energieaustausch ermöglicht.

    Aktuell arbeitet TenneT an einer europäischen Plattform mit weiteren Übertragungsnetzbetreibern. Diese erlaubt es kleinteilige, dezentrale Flexibilitäten wie Elektroautos im großen Stil in das Energiesystem zu integrieren. Parallel dazu stattet The Mobility House in Kooperation mit vielen führenden Automobilherstellern Unternehmensflotten mit seinem Lade- und Energiemanagement ChargePilot aus. Sobald es regulatorisch möglich ist, profitieren diese von den Erlösen und können so ihre Flotten noch günstiger und CO2-freier betreiben.

    Die Grundvoraussetzung für eine emissionsfreie Zukunft ist es deshalb, jetzt die politischen Rahmenbedingungen für eine intelligente und bidirektionale Einbindung von Elektromobilität in das Energienetz zu schaffen.

    Kontakt:

    The Mobility House: Manuela Niklasch, +49 (0) 89 4161 430-34, E: communication(at)mobilityhouse.com

    TenneT: Ulrike Hörchens, +49 (0) 921 50740 4045, E: ulrike.hoerchens(at)tennet.eu

    Nissan: Melissa Anchisi, E: M.Anchisi(at)nissan-europe.com

     

    Über ‘The Mobility House’

    Eine emissionsfreie Energie- und Mobilitätszukunft zu gestalten – das ist das Ziel von The Mobility House. Unsere Technologieplattform verbindet die Automobil- und Energiebranche. Wir integrieren durch intelligente Lade-, Energie- und Speicherlösungen Fahrzeugbatterien ins Stromnetz. Damit fördern wir den Ausbau erneuerbarer Energien, stabilisieren das Stromnetz und machen Elektromobilität günstiger. Das Technologieunternehmen The Mobility House wurde 2009 gegründet und ist von den Standorten Zürich, München und Sunnyvale (CA) weltweit in über 10 Ländern aktiv. Neben vielen führenden Automobilherstellern sind unsere Kunden Fuhrparkbetreiber, Installationsunternehmen, Energieversorger und Elektroautofahrer. Für weitere Informationen: mobilityhouse.com.

    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.000 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 41 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit rund 4.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,2 Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die nordwesteuropäischen Strommärkte verbinden und die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft. Taking power further.

    Über ‘Nissan in Europa‘

    Nissan gehört zu den Automobilproduzenten aus Übersee mit der stärksten Präsenz auf dem europäischen Markt. Aktuell beschäftigt das Unternehmen in seinen lokal angesiedelten Bereichen Forschung & Entwicklung, Fertigung, Logistik, den Designzentren sowie im Verkauf & Marketing europaweit mehr als 16.000 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr produzierten die Nissan Werke in Großbritannien, Spanien und Russland über 600.000 Fahrzeuge, darunter preisgekrönte Crossover, Nutzfahrzeuge und Elektromodelle wie den Nissan LEAF, das meistverkaufte Elektroauto in Europa 2018. Die Nissan Intelligent Mobility Vision verfolgt das Ziel, sowohl die Emissionen als auch die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr auf null zu reduzieren. Dieser 360-Grad-Ansatz zur Zukunft der Mobilität leitet das Unternehmen in der Produkt- und Technikentwicklung sowie bei wichtigen Entscheidungen. Dabei liegt der Fokus auf Antworten rund um die Fragen, wie Autos in Zukunft angetrieben werden, wie sie gefahren werden und welche Rolle sie innerhalb der Gesellschaft spielen. Weitere Informationen auf www.newsroom.nissan-europe.com.

    Über ‘SINTEG‘

    Mit dem Förderprogramm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zeigen, wie die Zukunft der Energieversorgung aussehen kann.  Die Idee von SINTEG besteht darin, übertragbare Musterlösungen für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung bei veränderlicher Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu entwickeln und zu demonstrieren. Geeignete Lösungen aus den Modellregionen sollen als Vorbild für eine breite Umsetzung in ganz Deutschland und europäischen Ländern dienen. In den fünf Schaufensterregionen kooperieren Partner aus der Energiewirtschaft sowie der Informations- und Kommunikationsbranche. Seit 2017 arbeiten mehr als 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kommunen, Landkreise und Bundesländer gemeinsam an der der Umsetzung der Zukunftsvision Energiewende energy transition vision of the future.

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    news-2061 Tue, 18 Feb 2020 10:00:00 +0100 SuedLink-Planungen schreiten voran https://www.tennet.eu/de/news/news/suedlink-planungen-schreiten-voran/ TenneT stellt erste Anträge zur Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens in Schleswig-Holstein und Nord-Niedersachsen Anträge enthalten Vorschlag für möglichen Leitungsverlauf und Alternativen
    • TenneT stellt erste Anträge zur Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens in Schleswig-Holstein und Nord-Niedersachsen 
    • Anträge enthalten Vorschlag für möglichen Leitungsverlauf und Alternativen

    Die Planung der Gleichstrom-Erdkabelverbindung SuedLink geht in die nächste Phase: Für den Bereich von Schleswig-Holstein bis Nord-Niedersachsen stellt der Übertragungsnetzbetreiber TenneT jetzt die Anträge auf Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens bei der Bundesnetzagentur. Zuvor hatte die Behörde Anfang Februar den 1.000 Meter breiten Korridor für diesen Bereich festgelegt, in dem die SuedLink-Trasse zukünftig verlaufen soll. 

    Nach § 19 Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) enthalten die Anträge einen Vorschlag für einen möglichen Leitungsverlauf sowie in Frage kommende Alternativen für den Bereich zwischen Brunsbüttel und Scheeßel sowie Wilster und Scheeßel. Damit wird nun das Verfahren eingeleitet, an dessen Ende der flurstückscharfe Verlauf der Erdkabelverbindung entschieden wird. 

    Im Zuge der Erstellung der Anträge hatte TenneT eine informelle Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Die dabei eingegangenen Hinweise flossen in die Entwicklung des ersten Vorschlags für einen Leitungsverlauf und in Frage kommender Alternativen ein. 

    Die Bundesnetzagentur wird nun die formelle Öffentlichkeitsbeteiligung starten und Antragskonferenzen ausrichten, zu denen Träger öffentlicher Belange, Umweltverbände und Landesbehörden eingeladen werden. An den öffentlichen Antragskonferenzen werden auch interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können. 

    Hier finden sich Karten zum Trassenvorschlag und den in Frage kommenden Alternativen sowie Erläuterungen zu allen Themen rund um die Planung von SuedLink: https://www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/suedlink/planung/planungsunterlagen/uebersichtskarten  

    Zu SuedLink

    SuedLink soll als Gleichstrom-Erdkabelverbindung die windreichen Regionen Norddeutschlands mit Bayern und Baden-Württemberg verbinden. Die Verbindung wird von den beiden Übertragungsnetzbetreibern TenneT und TransnetBW realisiert. SuedLink besteht aus zwei Vorhaben und wird in Wilster und Brünsbüttel beginnen; Endpunkte sind die Netzknoten Bergrheinfeld und Großgartach. Beide Vorhaben werden über weite Bereiche parallel geplant und verlegt werden. SuedLink ist in mehrere Teilabschnitte aufgeteilt, für die jeweils die Planfeststellung beantragt wird. Für den Bereich zwischen Wilster beziehungsweise Brunsbüttel und Scheeßel bedeutet dies, dass TenneT insgesamt vier Anträge einreicht.

    Zum Verfahren:

    Das Planfeststellungsverfahren beginnt nach Festlegung des 1.000 Meter breiten Korridors in der Bundesfachplanung. Innerhalb dieses Korridors wird im Planfeststellungsverfahren der genaue flurstückscharfe Verlauf der Erdkabelverbindung festgelegt. Diese Entscheidung wird in mehreren aufeinander folgenden Verfahrensschritten des Planfeststellungsverfahrens gefällt, die maßgeblich in den §§ 19 bis 24 des Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) festgelegt sind. Das bedeutet, dass die Planungen für die SuedLink-Erdkabeltrasse im Verlauf des Verfahrens immer konkreter und detaillierter werden.

    Bürgerinnen und Bürgern sowie Vereinigungen stehen nach Einreichung des Antrags auf Planfeststellungsbeschluss verschiedene Möglichkeiten der formellen Beteiligung zur Verfügung. Sie können sich zunächst im Rahmen der Antragskonferenz zum Antrag nach § 19 NABEG äußern. Zu einem späteren Zeitpunkt können sie schriftliche Einwendungen zum Plan für den finalen Trassenverlauf an die Bundesnetzagentur richten. Diese Einwendungen können sie schließlich bei einem Erörterungstermin darlegen. Am Ende des Planfeststellungsverfahrens wird mit dem Planfeststellungsbeschluss ein konkreter Erdkabel-Verlauf festgelegt.

    TenneT ist bei SuedLink für den nördlichen Trassenabschnitt und die Konverter in Schleswig-Holstein und Bayern zuständig. In den Zuständigkeitsbereich von TransnetBW fallen der südliche Trassenabschnitt und der Konverter in Baden-Württemberg.

    TenneT 

    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.000 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 41 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit rund 4.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,2 Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die nordwesteuropäischen Strommärkte verbinden und die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.
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    news-2060 Fri, 14 Feb 2020 10:00:00 +0100 SuedOstLink: Planungen in Bayern schreiten voran https://www.tennet.eu/de/news/news/suedostlink-planungen-in-bayern-schreiten-voran-1/ TenneT stellt ersten Antrag zur Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens Antrag enthält Trassenvorschlag und mögliche Alternativen Bürger-Infotermine zu Planungsstand, nächsten Schritten im Genehmigungsverfahren und Beteiligungsmöglichkeiten im Januar 2020
  • TenneT stellt ersten Antrag zur Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens
  • Antrag enthält Trassenvorschlag und mögliche Alternativen
  • Bürger-Infotermine zu Planungsstand, nächsten Schritten im Genehmigungsverfahren und Beteiligungsmöglichkeiten im Januar 2020
  • Die Planung der Gleichstromverbindung SuedOstLink geht in die nächste Phase: Für einen Teilbereich im  Abschnitt zwischen Hof und Pfreimd stellt der Bayreuther Übertragungsnetzbetreiber TenneT heute den ersten Antrag auf Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens bei der Bundesnetzagentur. Nach § 19 Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) enthalten die Unterlagen einen konkreten Trassenvorschlag sowie in Frage kommende Alternativen für den Bereich zwischen Münchenreuth (Landkreis Hof) und Marktredwitz. Im Januar 2020 wird die Antragseinreichung für den Teilabschnitt zwischen Marktredwitz und Pfreimd folgen. Damit wird nun das Verfahren eingeleitet, an dessen Ende der flurstückscharfe Verlauf der Erdkabelverbindung entschieden wird.

    Als Voraussetzung für den Beginn des Verfahrens hatte die Genehmigungsbehörde mit Abschluss der Bundesfachplanung den Korridor für den Abschnitt zwischen Hof und Pfreimd verbindlich festgelegt, in dem der SuedOstLink zukünftig verlaufen soll. Auf Grundlage der Hinweise aus der Öffentlichkeit und weiterer Daten hat TenneT einen ersten Vorschlag für den Trassenverlauf und in Frage kommende alternative Verläufe innerhalb des Korridors erarbeitet. Um den ambitionierten Zeitplan bis 2025 einzuhalten, wurden die Planungen bereits parallel zur Bundesfachplanung angestoßen.

    Die Bundesnetzagentur wird die eingereichten Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen und anschließend Antragskonferenzen ausrichten, zu denen Träger öffentlicher Belange, Umweltverbände und Landesbehörden eingeladen werden. An den öffentlichen Antragskonferenzen werden auch interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können.

    Der SuedOstLink soll ab 2025 als Gleichstrom-Erdkabelverbindung die windreichen Regionen Ostdeutschlands mit Bayern verbinden. Die Verbindung wird in Wolmirstedt bei Magdeburg beginnen; Endpunkt ist der Bereich am Kernkraftwerk Isar bei Landshut. TenneT ist für die Planungen in Bayern verantwortlich, 50Hertz für den nördlichen Teil bis zur bayerischen Grenze. Die beiden bayerischen Abschnitte C und D werden für die Planfeststellung in weitere Teilabschnitte aufgeteilt, für die die Vorhabenträger jeweils separat die Anträge auf Planfeststellungsbeschluss nach § 19 NABEG  stellen. 


    Unter www.tennet.eu/suedostlink finden sich Karten zum Trassenvorschlag und den in Frage kommenden Alternativen sowie Erläuterungen zu allen Themen rund um die Planung von SuedOstLink und die Termine der anstehenden Bürger-Informationsveranstaltungen.

    Bürgerforen ab 13. Januar 2020

    TenneT wird den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zwischen dem 13. und 30. Januar 2020 auf insgesamt zwölf Terminen die Inhalte der ersten beiden Anträge für die Abschnitte C1 (Münchenreuth bis Marktredwitz) und C2 (Marktredwitz bis Pfreimd) vorstellen und über die nächsten Schritte sowie Beteiligungsmöglichkeiten informieren.

    Termine der Bürgerforen (jeweils von 15 bis 19 Uhr)

    • Montag, 13. Januar 2020 – Max-Reger-Halle, Weiden
      Dr.-Pfleger-Straße 17, 92637 Weiden in der Oberpfalz 
    • Dienstag, 14. Januar 2020 – Mehrzweckhalle, Leuchtenberg
      Äußerer Markt 26, 92705 Leuchtenberg
    • Mittwoch, 15. Januar 2020 – Volksschule (Turnhalle), Püchersreuth
      Störnsteiner Str. 3, 92715 Püchersreuth
    • Donnerstag, 16. Januar 2020 – Landgraf-Ulrich-Halle, Pfreimd
      Landgraf-Johann-Straße 15, 92536 Pfreimd
    • Montag, 20. Januar 2020 – Hotel Seenario (Panoramasaal), Tirschenreuth
      Platz am See 1+2, 95643 Tirschenreuth
    • Dienstag, 21. Januar 2020 – Petersklause (Veranstaltungssaal), Mitterteich
      Großbüchlberg 21, 95666 Mitterteich
    • Mittwoch, 22. Januar 2020 – Bergbräu (Festsaal), Arzberg
      Humboldtstraße 4, 95659 Arzberg
    • Donnerstag, 23. Januar 2020 – TSV-Kastaniengarten Gaststätte, Thiersheim
      Am Thiersbach 14, 95707 Thiersheim
    • Montag, 27. Januar 2020 – Turnhalle, Töpen
      Königshofstraße 1, 95183 Töpen
    • Dienstag, 28. Januar 2020 – Bürgerhaus Alte Schule, Gattendorf
      Kirchstraße 24, 95185 Gattendorf
    • Mittwoch, 29. Januar 2020 – Turnerschaft 1851 e.V. (Saal), Schwarzenbach
      Richard-Wagner-Straße 18, 95126 Schwarzenbach an der Saale
    • Donnerstag, 30. Januar 2020 – Stadthalle, Marktleuthen
      Hermenteil 5, 95168 Marktleuthen

    Zum Verfahren:

    Der endgültige Verlauf von SuedOstLink entsteht in mehreren aufeinander folgenden Verfahrensschritten des Planfeststellungsverfahrens, die maßgeblich in den Paragrafen 19 bis 24 des NABEG festgelegt sind. Nach und nach werden die Planungen immer konkreter und detaillierter. Betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie Vereinigungen stehen nach Einreichung des Antrags auf Planfeststellungsbeschluss verschiedene Möglichkeiten der formellen Beteiligung zur Verfügung. Sie können sich zunächst im Rahmen der Antragskonferenz zum Antrag nach § 19 NABEG äußern. Zu einem späteren Zeitpunkt können von den Planungen betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie Vereinigungen schriftliche Einwendungen zum Plan für den finalen Trassenverlauf an die BNetzA richten. Diese Einwendungen können sie schließlich bei einem Erörterungstermin mit der BNetzA darlegen. Am Ende des Planfeststellungsverfahrens wird mit dem Planfeststellungsbeschluss ein konkreter Erdkabel-Verlauf festgelegt.

    Über TenneT 

    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.000 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 41 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit rund 4.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,2 Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die nordwesteuropäischen Strommärkte verbinden und die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft. 

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    news-2059 Thu, 13 Feb 2020 09:00:00 +0100 Offshore-Netzanbindung BorWin3 an TenneT übergeben https://www.tennet.eu/de/news/news/offshore-netzanbindung-borwin3-an-tennet-uebergeben/ Offshore-Netzanbindung BorWin3 speist seit August 2019 einProbebetrieb erfolgreich abgeschlossenTenneT übernimmt Wartung und Betrieb der Netzanbindung
    • Offshore-Netzanbindung BorWin3 speist seit August 2019 ein
    • Probebetrieb erfolgreich abgeschlossen
    • TenneT übernimmt Wartung und Betrieb der Netzanbindung

    Ein weiterer großer Beitrag zur Energiewende: Die Netzanbindung BorWin3 konnte nach einem mehrwöchigen Probebetrieb von dem Generalunternehmen Siemens/Petrofac final an TenneT übergeben werden. Seit August 2019 war BorWin3 übertragungsbereit: Das zwölfte Offshore-Netzanbindungsprojekt bietet seitdem 900 Megawatt Übertragungskapazität, um den auf See produzierten Windstrom der zwei angeschlossenen Windparks an Land zu bringen. Insgesamt beträgt die Offshore-Übertragungskapazität in der deutschen Nordsee somit 7.132 Megawatt. TenneT hat die Ausbauziele der Bundesregierung für nachhaltigen Nordsee-Windstrom nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen. Zudem trägt BorWin3 zur Einsparung von mehreren Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid bei.

    Über BorWin3

    BorWin3 ist neben den Netzanbindungsprojekten BorWin1 und BorWin2 das dritte Projekt, das TenneT vor der Küste Borkums in Gleichstromtechnik realisiert hat. Am Standort Emden/Ost errichtete TenneT hierfür eine Konverterstation mit Umspannwerk, um die auf See erzeugte Energie in das Höchstspannungsnetz an Land einzuspeisen. Insgesamt überbrückt das Projekt eine Distanz von 160 Kilometern, wobei der Windstrom zunächst über ein 130 Kilometer langes und westlich von Borkum geführtes Seekabel bis Hamswehrum an Land transportiert und von dort über ein 30 Kilometer langes Landkabel nach Emden/Ost übertragen wird.

    Die Grundsteinlegung für die Konverterstation an Land fand im Mai 2016 statt. Die Kabel an Land wurden bereits 2015, die auf See in den Jahren 2017 und 2018 verlegt. Im September 2018 wurde die in Dubai gefertigte Offshore-Konverterstation über eine 12.000 Kilometer lange Route in die Nordsee transportiert und dort im Oktober installiert. Bis August 2019 wurde die Station technisch fertiggestellt und überträgt seitdem Strom.

    Während das Konsortium Siemens/Petrofac für die beiden Konverter auf See und an Land verantwortlich war, lag das Thema Gleichstromkabelverlegung bei Prysmian. Die Kabel waren bereits im März 2019 final abgenommen worden.

    Interessante Daten und Fakten

    • Etwa 14.000 Kubikmeter Erdmaterial wurden bewegt, um die Baugruben auf der       27.900 Quadratmeter großen Fläche vorzubereiten.  
    • Das Landkabel ist ein 320-Kilovolt-Hochspannungs-Gleichstromkabel mit einem Durchmesser von etwa zwölf Zentimetern. Es wiegt 15,5 Kilogramm pro Meter. Aufgrund des Gewichts wurden etwa 1.150 Meter lange Kabelabschnitte mit Muffen verbunden.
    • Das Seekabel wiegt mit seinem Kupferkern sogar über 40 Kilogramm pro Meter.
    • 416 Tonnen auf 2 x 22 Achsen mit 109 Metern Länge und 352 Rädern: Das war jeweils einer von zwei Schwertransporten, mit denen die zwei Transformatoren vom Hafen nach Emden/Ost transportiert wurden.
    • Die Arbeitsleistung für die seeseitige Konverterstation betrug 13,5 Mio. Personenstunden.
    • Auf 210.000 Quadratmetern wurde gelbe Farbe auf der Plattform verstrichen, diese würde für 30 Fußballfelder reichen; es wurden 10.500 Tonnen Stahl verbaut und 880 Kilometer Kabel im Inneren der Plattform verlegt.

    Über TenneT 

    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.000 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 41 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit rund 4.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,2 Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die nordwesteuropäischen Strommärkte verbinden und die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft. Taking power further

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    news-2078 Fri, 07 Feb 2020 08:42:00 +0100 Markterkundung zum geplanten Beschaffungsvorhaben "Netzbooster" https://www.tennet.eu/de/news/news/markterkundung-zum-geplanten-beschaffungsvorhaben-netzbooster/ Die TenneT TSO GmbH führt eine Markterkundung zum geplanten Beschaffungsvorhaben „Netzbooster" durch. Diese Markterkundung erfolgt vor der angestrebten offiziellen Bekanntmachung des Vergabeverfahrens und hat die Vorbereitung der Auftragsvergabe und die Unterrichtung der Marktteilnehmer zum Ziel. Die TenneT TSO GmbH führt eine Markterkundung zum geplanten Beschaffungsvorhaben „Netzbooster" durch. Diese Markterkundung erfolgt vor der angestrebten offiziellen Bekanntmachung des Vergabeverfahrens und hat die Vorbereitung der Auftragsvergabe und die Unterrichtung der Marktteilnehmer zum Ziel.

     Zum Zwecke der Markterkundung werden Informationen zu dem geplanten Vorhaben für alle interessierten Unternehmen unter: 

    https://platform.negometrix.com/PublishedTenders.aspx?tenderid=130081

    zum Download zur Verfügung gestellt.

    Um die Herausforderungen eines sich wandelnden Energieversorgungssystems – mit einem Anteil an erneuerbaren Energien von 65% im Jahr 2030 – zu bewältigen ist es notwendig den obligatorischen Netzausbau durch den Einsatz von Innovationen sinnvoll zu ergänzen. Dabei spielt insbesondere die Höherauslastung des Bestandsnetzes eine wesentliche Rolle.

    Im Betriebskonzept der Netzbooster ist eine Höherauslastung des Netzes im störungsfreien Betrieb vorgesehen. Kommt es bei einer Leitung im Überwachungsbereich der Netzbooster zu einer Überschreitung eines vorher definierten Grenzwertes wird mit Hilfe eines reaktiven Einsatzes der Netzbooster die Auslastung des betroffenen Stromkreises innerhalb kurzer Zeit wieder auf dauerhaft zulässige Werte zurückgeführt.

    Dabei sollen durch schnelle Reaktionszeiten wichtige Zeitreserven für redundante Rückfallkonzepte der Systemautomatik geschaffen werden.

    Die TenneT TSO GmbH lädt hiermit alle Interessierten ein, sich an der Markterkundung „Net-booster" zu beteiligen und bis zum 31.03.2020 eine schriftliche Stellungnahme zu dem geplanten Vorgehen über die Plattform Negometrix abzugeben.

    TenneT TSO GmbH wird die von Ihnen eingereichten Unterlagen und die darin enthaltenen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse gemäß §5 Sektorenverordnung vertraulich behandeln.

    Wichtige Hinweise:

    Das Markterkundungsverfahren dient der Entscheidungsvorbereitung der TenneT TSO GmbH, ob, in welcher Form und mit welchen Anforderungen ein - wettbewerbliches, transparentes und diskriminierungsfreies - Vergabeverfahren durchgeführt wird. Die TenneT TSO GmbH ist nicht an die Ergebnisse der Markterkundung gebunden. Es besteht damit insbesondere kein Anspruch auf die Durchführung des Vergabeverfahrens in einer bestimmten Form oder mit einem bestimmten Inhalt oder auf die spätere Vergabe. Es handelt sich bei dieser Markterkundung nicht um ein

    Verfahren, das bereits die Vergabe eines Auftrags bezweckt und/oder bewirkt. Sie dient lediglich der Vorbereitung. Die Beteiligung an der Markterkundung erfolgt für die Unternehmen auf eigene Kosten. Mit der Teilnahme oder Nichtteilnahme an der Markterkundung ist kein Anspruch auf und keine Vorfestlegung für die Beteiligung oder Nichtbeteiligung an einem späteren Vergabeverfahren verbunden. Die Beteiligung an einem späteren Vergabeverfahren richtet sich allein nach den für dieses Verfahren geltenden Kriterien.

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