News: TenneT Corporate Website https://www.tennet.eu/?L=2 de TYPO3 News Wed, 14 Apr 2021 22:43:44 +0200 Wed, 14 Apr 2021 22:43:44 +0200 TYPO3 EXT:news news-2351 Mon, 12 Apr 2021 08:59:33 +0200 NordLink – das „grüne Kabel“ – zwischen Deutschland und Norwegen ist jetzt vollumfänglich in Betrieb https://www.tennet.eu/de/news/news/nordlink-das-gruene-kabel-zwischen-deutschland-und-norwegen-ist-jetzt-vollumfaenglich-in-betrieb/ Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und Statnett übernehmen das Hochspannungs-Gleichstrom-System zum Austausch von deutscher Windenergie mit norwegischer Wasserkraft Erfolgreicher Abschluss der mehrmonatigen Probebetriebsphase Offizielle Einweihung findet am 27. Mai statt
  • Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und Statnett übernehmen das Hochspannungs-Gleichstrom-System zum Austausch von deutscher Windenergie mit norwegischer Wasserkraft
  • Erfolgreicher Abschluss der mehrmonatigen Probebetriebsphase
  • Offizielle Einweihung findet am 27. Mai statt
  • Die NordLink-Partner TenneT, Statnett und KfW haben jetzt das Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssystem (HGÜ) zwischen Norwegen und Deutschland übernommen. Die Übernahme vom Konverter-Hersteller Hitachi ABB Power Grids bedeutet den erfolgreichen Übergang von der Probe- in die Betriebsphase. NordLink – das „grüne Kabel“ zum Austausch deutscher Windenergie mit norwegischer Wasserkraft – ist ein System zweier sich optimal ergänzender Systeme.

    TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens sagte: „Mit NordLink haben wir ein großes internationales Vorzeigeprojekt der europäischen Energiewende erfolgreich in Betrieb genommen und zuverlässig in den Strommarkt integriert. Aufbauend auf einer vertrauensvollen Partnerschaft haben wir das "grüne Kabel" innerhalb der vorgegebenen Erwartungen in Zeit, Budget und Qualität geliefert. Als weltweit führender Betreiber von Hochspannungs-Gleichstrom-Verbindungen werden wir dieses Know-how auch weiterhin in die Planung und den Bau des weiteren Netzausbaus zur Umsetzung der Energiewende einbringen."

    „Wir sind sehr stolz darauf, die längste Seekabel-Stromverbindung der Welt gebaut zu haben, die zwischen Tonstad in Norwegen und Wilster in Deutschland verläuft. Wir und unsere deutschen Partner, der Netzbetreiber TenneT und die KfW, haben dies in der herausfordernden Zeit der Corona-Pandemie gemeinsam zum Abschluss gebracht. Das Projekt ist eines der größten Projekte in der Geschichte von Statnett, und wir haben bei diesem Projekt beeindruckende Arbeits- und Ingenieurleistungen gesehen. Es war ein Privileg, NordLink durch die Projektphase zu begleiten", sagte Håkon Borgen, Executive Vice President Technology and Development von Statnett.

    „NordLink ist jetzt in der Betriebsphase - das ist eine gute Nachricht für die europäische Energiewende", sagte Markus Scheer, Mitglied der Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank. „Durch die Verbindung des norwegischen und des deutschen Energiemarktes können wir Versorgungssicherheit und stabile Energiepreise erreichen und gleichzeitig den Anteil der erneuerbaren Energien im Energiemix erhöhen. Wir sind stolz darauf, Teil dieses technologisch fortschrittlichen Projekts zu sein."

    Hitachi ABB Power Grids war für die HGÜ-Technologie in den Konverterstationen in Norwegen und Deutschland verantwortlich, die einen effizienten Stromaustausch zwischen den Ländern für die nächsten 40 Jahre sicherstellt. Nexans und NKT haben die See- und Erdkabel für das Projekt produziert und geliefert.„Wir freuen uns, zu diesem Meilensteinprojekt beizutragen, das Europa seiner Vision eines vernetzten und kohlenstoffneutralen Energiesystems einen weiteren Schritt näher bringt“, sagte Niklas Persson, Managing Director des Geschäftsbereichs Grid Integration von Hitachi ABB Power Grids. „Gemeinsam mit den Eigentümern und Betreibern von NordLink trägt Hitachi ABB Power Grids zur Entwicklung eines integrierten europäischen Energiemarktes bei, der von erneuerbaren Energien gespeist wird und das Rückgrat eines Stromsystems bildet, das eine nachhaltige Gesellschaft unterstützt."

    Deutsch-norwegische Kooperation

    Das NordLink-Projekt wurde von einem Konsortium realisiert, an dem zu jeweils 50% der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett sowie die DC Nordseekabel GmbH & Co.KG beteiligt sind. An DC Nordseekabel halten der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und die KfW jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile. DC Nordseekabel verantwortete Bau und Genehmigungen auf deutscher Seite. Weitere Infos unter: www.nordlink.eu   

    Hintergrund

    Der Probebetrieb von NordLink war am 09.12.2020 gestartet und machte damit die Kabelverbindung zwischen Norwegen und Deutschland zum ersten Mal für den Strommarkt verfügbar. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2016.

    NordLink ist ein Leuchtturmprojekt und enorm wichtiger Baustein der europäischen Energiewende, um Dunkelflauten auszugleichen und gleichzeitig grüne Energie sicher und bezahlbar in der EU zur Verfügung zu stellen. NordLink ermöglicht ein klimafreundliches Stromsystem und Wertschöpfung in beiden Ländern und ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaziele.

    NordLink ist eine Gleichstromautobahn ohne Abfahrt, also eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, zwischen den Drehstromnetzen in Deutschland und Norwegen. Aufgrund der Streckenlänge und der großen Übertragungsleistung wird zur verlustarmen Übertragung Gleichstrom verwendet. Die beiden Kabel (Plus- und Minuspol) sind mit den Konverterstationen an jedem Ende verbunden. Die Konverterstationen wurden in Wilster (Schleswig-Holstein) und Tonstad (Süd-Norwegen) errichtet. An diesen Standorten wird der Strom von Gleich- in Drehstrom (bzw. umgekehrt, je nach Übertragungsrichtung) umgewandelt und in das deutsche bzw. norwegische Drehstrom-Übertragungsnetz eingespeist, um Haushalte und Unternehmen mit grünem Strom zu versorgen.


    Daten und Fakten

    • 623 km lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)
    • 1.400 MW Kapazität mit ± 525 kV
    • Offshore: 516 km Seekabel
    • Onshore: 54 km Erdkabel (Büsum – Wilster/Schleswig-Holstein) sowie 53 km Freileitung (Vollesfjord – Tonstad/NO)
    • Netzverknüpfungspunkte: Umspannwerke Wilster West (DE) sowie Tonstad (NO)
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    news-2345 Fri, 26 Mar 2021 09:41:33 +0100 SuedLink: TenneT und TransnetBW begrüßen festgelegten Verlauf https://www.tennet.eu/de/news/news/suedlink-tennet-und-transnetbw-begruessen-festgelegten-verlauf/ Bundesnetzagentur schließt Bundesfachplanung für SuedLink abLetzter fehlender Abschnitt für Mittel- bis Südniedersachsen ist verbindlich festgelegtIm anschließenden Planfeststellungsverfahren suchen TenneT und TransnetBW den genauen Verlauf der Erdkabel
  • Bundesnetzagentur schließt Bundesfachplanung für SuedLink ab
  • Letzter fehlender Abschnitt für Mittel- bis Südniedersachsen ist verbindlich festgelegt
  • Im anschließenden Planfeststellungsverfahren suchen TenneT und TransnetBW den genauen Verlauf der Erdkabel
  • Bayreuth/Stuttgart/Würzburg, 26.03.2021.

    Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW begrüßen den Abschluss der Bundesfachplanung für die Windstromleitung SuedLink. Mit diesem Verfahren hat die Bundesnetzagentur den knapp 700 Kilometer langen Verlauf von SuedLink verbindlich festgelegt.

    „Wir treiben SuedLink als eines der zentralen Projekte für das Gelingen der Energiewende weiter voran“, erklärte Dr. Werner Götz, Vorsitzender der Geschäftsführung der TransnetBW. „In der abgeschlossenen Bundesfachplanung haben wir immer den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Politik und den Verbänden gesucht. Dabei haben wir über 19.000 Hinweise bekommen, die wir alle beantwortet und in unsere Planungen aufgenommen haben. Und wir werden auch in Zukunft frühzeitig und transparent informieren“, bekräftigte Götz.

    „Mit der heutigen Entscheidung der Bundesnetzagentur auch für den Abschnitt B der geplanten Windstromleitung SuedLink steht jetzt ein durchgängiger, tausend Meter breiter Korridor für den Verlauf der Erdkabel von Schleswig-Holstein nach Bayern und Baden-Württemberg verbindlich fest. Damit haben wir einen großen Meilenstein für SuedLink erreicht: den Abschluss der Bundesfachplanung“, sagte TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens. „Im nächsten Schritt erarbeiten wir die Anträge auf Planfeststellung, um den grundstücksgenauen Leitungsverlauf innerhalb des Korridors zu suchen“, so Meyerjürgens.

    Große Schritte in Richtung Umsetzung

    Von März 2017 bis März 2021 hatten TenneT und TransnetBW ein 2.300 Kilometer langes Netz an möglichen Erdkabel-Korridoren in sechs Bundesländern und 39 Landkreisen gleichberechtig detailliert untersucht. In über 200 Informationsveranstaltungen wurde mit den Menschen vor Ort diskutiert, 106 Tierarten genauer unter die Lupe genommen. Die für die Bundesfachplanung erarbeiteten Anträge umfassten insgesamt 6.000 USB-Sticks und 12.000 Ordner mit mehr als einer Million DIN A4-Seiten.

    Parallel zum Genehmigungsverfahren haben TenneT und TransnetBW in den zurückliegenden Wochen und Monaten Vieles auf den Weg gebracht. So übernehmen derzeit entlang der geplanten Strecke regionale Planungsbüros die Detailplanung. Es finden erste Baugrunduntersuchungen statt – stets in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, Eigentümerinnen und Eigentümern, Pächterinnen und Pächtern. Und am Netzverknüpfungspunkt Großgartach in Leingarten wird das Baugelände für den südlichsten SuedLink-Konverter vorbereitet.

    Um die Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Natur vor, während und nach dem Bau von SuedLink so gering wie möglich zu halten, bildet der Bodenschutz einen weiteren Schwerpunkt. So untersuchen TenneT und TransnetBW den Einfluss von Erdkabeln auf Böden und landwirtschaftliche Kulturpflanzen, um bodenschonende Bauweisen zu entwickeln. Mit wissenschaftlicher Begleitung werden dazu an mehreren Standorten in Nord- und Süddeutschland Versuchsfelder über vier Jahre in landwirtschaftliche Praxisflächen eingebunden und von den Bewirtschaftern der Fläche in der üblichen Fruchtfolge mit bearbeitet. Weit über SuedLink hinaus können die Felduntersuchungen außerdem grundlegende Fragestellungen bei der Erdverkabelung von Stromleitungen bieten.

    Daneben erfolgen im Laufe des Jahres weitere Kartierungen von Flora und Fauna sowie archäologische Untersuchungen, um besonders schützenswerte Tier- und Pflanzenarten sowie Flächen mit kulturellem Erbe zu finden.

    Ansprechpartner:

    TenneT TSO GmbH
    Mathias Fischer, T +49 921 5 07 40-4044, M +49 151 27 65 78 32,
    E mathias.fischer(at)tennet.eu 

    TransnetBW GmbH
    Alexander Schilling, T +49 711 2 18 58-3449, M +49 170 8 41 86 12,
    E a.schilling(at)transnetbw.de

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    news-2344 Fri, 26 Mar 2021 08:13:54 +0100 Gleichstrom-Erdkabel-Projekt „B-Korridor“: Windstrom aus dem hohen Norden für Nordrhein-Westfalen https://www.tennet.eu/de/news/news/gleichstrom-erdkabel-projekt-b-korridor-windstrom-aus-dem-hohen-norden-fuer-nordrhein-westfalen/ Zwei Vorhaben verbinden Heide und Polsum sowie Wilhelmshaven und die Region Hamm und machen überregionale Stromversorgung zukunfts- und versorgungssicherTenneT hat erste Vorplanungen gestartet und setzt auf  frühzeitigen Dialog; voraussichtlich ab Herbst 2022 formelles Verfahren mit Bundesfachplanung Politische Unterstützung aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein  
  • Zwei Vorhaben verbinden Heide und Polsum sowie Wilhelmshaven und die Region Hamm und machen überregionale Stromversorgung zukunfts- und versorgungssicher
  • TenneT hat erste Vorplanungen gestartet und setzt auf  frühzeitigen Dialog; voraussichtlich ab Herbst 2022 formelles Verfahren mit Bundesfachplanung
  • Politische Unterstützung aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein  
  • Um große Mengen an  norddeutscher Windenergie zielgerichtet in die Wirtschafts- und Metropolregionen Nordrhein-Westfalens transportieren zu können, werden die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und Amprion bis 2030 das neue Gleichstrom-Erdkabel-Projekt „B-Korridor“ realisieren. Politische Unterstützung erhält das Projekt von den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Das Netzausbauprojekt besteht aus zwei einzelnen Verbindungen und wurde mit dem im Februar verabschiedeten Bundesbedarfsplangesetz als notwendig bestätigt. Zusätzlich soll es das Drehstromnetz in Schleswig-Holstein und Niedersachsen ergänzen und entlasten.

    TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens sagte: „TenneT bringt in die Planungen und den Bau des B-Korridors seine weitreichenden Erfahrungen und Expertise aus einem Dutzend Offshore-Netzanbindungen und Interkonnektoren ein. Der Einsatz von Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) ist für uns eine erprobte Technologie. Bereits vor Beginn des ersten offiziellen Genehmigungsverfahrens wollen wir umfassend und transparent informieren und erste informelle Hinweise zur Planung entgegennehmen.“

    Da zunächst der Untersuchungsrahmen sowie ein zu untersuchendes Korridornetz definiert werden, sind zum jetzigen Planungsstand ausschließlich großflächige Hinweise relevant. Neben dieser informellen Beteiligung bietet auch die Bundesnetzagentur sowohl während der Bundesfachplanung als auch im Planfeststellungsverfahren über Erörterungstermine und Antragskonferenzen weitere Möglichkeiten, sich formell zu beteiligen und Stellungnahmen abzugeben.

    Olaf Lies, Niedersächsischer Energieminister, sagte: „Niedersachsen ist das Bundesland, das am meisten Windenergie auf See und an Land produziert, aber der Strom muss auch dorthin gelangen, wo er gebraucht wird. Der Zeitdruck wächst hier stetig, da wir alles daran setzen müssen, unsere selbstgesteckten Ziele beim Klimaschutz, zu erreichen. Die Energiewende als Grundbaustein des Klimaschutzes kann aber nur gelingen, wenn der Netzausbau zügig und möglichst raumverträglich umgesetzt wird. Der B-Korridor ist ein wichtiger Baustein der Energiewende und wird für Niedersachsen und die anderen beteiligten Länder einen hohen Nutzen bringen.“

    Olaf Lies sagte weiter: „Für ein HGÜ-Gesamtkonzept stellt das ‚Multi-Terminal-System (MT-System)‘ mittelfristig gesehen eine zukunftsweisende Lösung in der Hochspannungsgleichstromtechnologie mit den sogenannten ‚DC-Hubs‘ dar. Die DC-seitige Verknüpfung mehrerer Gleichstromabschnitte ermöglicht Effizienz und Netzflexibilisierung unter maximaler Ausnutzung des vorhandenen Gesamtsystems. Die Planung sollte dann in einem entsprechenden Gesamtkonzept Regelzonengrenzen überschreitend erfolgen. Die Prüfung der Möglichkeit des Baus von Multiterminals an den Netzverknüpfungspunkten Rastede und Wilhelmshaven 2 wird von der Landesregierung ausdrücklich unterstützt.

    Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Land Niedersachsen, den Behörden im Land und den Übertragungsnetzbetreibern soll fortgeführt werden, sodass auch künftig die Belange der Menschen vor Ort, insbesondere auch die der Landwirtschaft durch den Erdkabelvorrang, bestmöglich in der Planung berücksichtigt werden. Niedersachsen setzt dabei weiterhin auf die bewährte Regelzonenverantwortung der zuständigen Netzbetreiber. Das Land und TenneT setzen auf intensiven Dialog mit allen Betroffenen.“

    Jan Philipp Albrecht, Energiewendeminister in Schleswig-Holstein sagte: „Das Energiewendeland Schleswig-Holstein kann mit dem B-Korridor seinen grünen Strom in Zukunft noch mehr in die starken Verbrauchszentren leiten. Schleswig-Holstein produziert heute – und künftig noch mehr – einen enormen Überschuss an erneuerbarer Windenergie, der ab 2030 über die neue Verbindung in den Westen Deutschlands  abtransportiert werden kann. Dieses Netzausbauprojekt trägt somit maßgeblich zu einer erfolgreichen Energiewende bei. Der B-Korridor ist ein Gleichstromprojekt. Hierfür gilt der Erdkabelvorrang. Mit der Bevölkerung, vor allem den Flächeneigentümern, also häufig den Landwirten, sowie natürlich mit Blick auf Naturschutz und Umweltbelange gilt es, eine verträgliche Umsetzung durch einen guten Korridorverlauf zu finden.“

    Tim Meyerjürgens betonte: „Deutschland hat sich mit der Energiewende ehrgeizige Ziele gesetzt: Die Senkung der CO2-Emissionen, den Ausstieg aus Kernkraft und Kohlestrom und den raschen Zubau von erneuerbarer Energie. Damit dies gelingen kann, braucht es den zügigen Ausbau eines damit einhergehend leistungsstarken und ausbalancierten Stromnetzes. Gleichstromleitungen spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie transportieren große Mengen Strom verlustarm über sehr weite Strecken.“


    B-Korridor besteht aus zwei Gleichstrom-Erdkabel-Verbindungen

    Der „B-Korridor“ besteht aus zwei Gleichstrom-Erdkabel-Leitungen zwischen Heide in Schleswig-Holstein und Polsum (NRW) sowie Wilhelmshaven (Niedersachsen) und der Region Hamm (NRW), die jeweils eine Kapazität von zwei Gigawatt und einer Länge von insgesamt knapp 700 Kilometer haben. Mit vier Gigawatt kann rein rechnerisch der Strombedarf von rund zehn Millionen Haushalten gedeckt werden. An den Start- und Endpunkten sind jeweils Konverter und Umspannwerke nötig, um die Leitung an das Drehstromnetz anzuschließen. Der B-Korridor besteht aus zwei Vorhaben:

    • Das Vorhaben DC21b (Bezeichnung gemäß Netzentwicklungsplan) wird vom Netzverknüpfungspunkt Wilhelmshaven circa 267 Kilometer durch Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bis in den Raum Hamm führen. 
    • Das Vorhaben DC25 verläuft vom Umspannwerk Heide/West in Schleswig-Holstein über circa 407 km durch Niedersachsen bis ins nordrhein-westfälische Polsum bei Marl.  

    Der B-Korridor ist – neben SuedLink – das größte Gleichstromprojekt von TenneT. Mit dem Bundesbedarfsplangesetz vom 25. Februar 2021 wurde der gesetzliche Auftrag erteilt, dieses Vorhaben zu planen und zu realisieren. Er soll bis zum Jahr 2030 in Betrieb gehen.

    Für beide Verbindungen ist der Erdkabelvorrang gesetzlich festgelegt. Damit geht TenneT bei der Planung von 100 Prozent Erdkabel aus. Außerdem ist die gemeinsame Querung der Elbe mit dem SuedLink im Gesetz festgeschrieben. Darüber hinaus enthielten die Übertragungsnetzbetreiber den Auftrag, die Bündelung der beiden Verbindungen auf einer gemeinsamen Stammstrecke zu untersuchen. Zum jetzigen frühen Planungsstand können allerdings noch keine Aussagen darüber getroffen werden, ob und wenn ja in welchem Umfang die beiden Verbindungen auf einer Stammstrecke sinnvoll gebündelt werden können.

    Bundesfachplanung

    Mit Erlass des Bundesbedarfsplangesetztes startet die Vorbereitung auf das formelle, zweistufige Genehmigungsverfahren. Da es sich um ein länderübergreifendes Projekt handelt, durchläuft der B-Korridor – gesetzlich festgelegt durch das Netzausbaubeschleunigungsgesetz – zunächst eine voraussichtlich im Herbst 2022 startende Bundesfachplanung und anschließend ein Planfeststellungsverfahren. Die zuständige Genehmigungsbehörde ist die Bundesnetzagentur, die das Verfahren leitet und letztlich auch über den Verlauf der Stromleitung entscheiden wird.

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    news-2342 Mon, 22 Mar 2021 14:42:21 +0100 80 Jahre Stromautobahn: Bundestag bestätigte Neubau-Notwendigkeit. Korridorsuche wird fortgesetzt. https://www.tennet.eu/de/news/news/80-jahre-stromautobahn-bundestag-bestaetigte-neubau-notwendigkeit-korridorsuche-wird-fortgesetzt/ Bundestag bestätigte im Januar Notwendigkeit, 80 Jahre alte Juraleitung zu modernisieren und ermöglicht TenneT ErdkabeleinsatzKorridorsuche startet nach drei Jahren Vorplanung und Öffentlichkeits-beteiligung voraussichtlich im April 2021 ins Raumordnungsverfahren Vorgezogene Informationen ab 26. März 2021 im Internet
  • Bundestag bestätigte im Januar Notwendigkeit, 80 Jahre alte Juraleitung zu modernisieren und ermöglicht TenneT Erdkabeleinsatz
  • Korridorsuche startet nach drei Jahren Vorplanung und Öffentlichkeits-beteiligung voraussichtlich im April 2021 ins Raumordnungsverfahren
  • Vorgezogene Informationen ab 26. März 2021 im Internet
  • Das Raumordnungsverfahren für die Juraleitung soll nach rund dreijähriger Vorbereitungszeit demnächst starten. Da jüngst die vorab diskutierten und zur Prüfung eingereichten Planungsstände öffentlich gemacht worden sind, wird TenneT eine Zwischeninformationsreihe  zum aktuellen Stand in dieser Woche anbieten. Ab 26. März 2021 werden diese Zwischenpläne dann auch auf der Internetseite für alle Interessierten veröffentlicht. Die Gespräche und Informationsveranstaltungen zum offiziellen Start des Verfahrens werden, wie geplant, vorbereitet und bekannt gegeben, wenn die exakten Zeiten und der Rahmen mit Blick auf die Covid-Bestimmungen feststehen. Bis dahin sind auch die Prüfungen abgeschlossen und mögliche Änderungen eingearbeitet.

    Reichssammelschiene war der ursprüngliche Name eines Großteils der Stromleitung, die TenneT unter dem heutigen Projektnamen Juraleitung modernisieren muss. In Vorbereitung  des zweiten Weltkriegs gebaut, wurde die Leitung nach dem Krieg - aufgrund russischer Reparationen - zwischen Thüringen und Bayern gekappt. Damit Nürnberg, Franken und Bayern Ende der 1940er Jahre wieder schnellstmöglich an das westdeutsche Stromnetz angeschlossen werden konnten, musste als Ersatz eine Verbindung vom Altdorfer Umspannwerk Ludersheim über Raitersaich nach Aschaffenburg gebaut werden.   

    Anfang 2021 hat der Deutsche Bundestag parteiübergreifend die Neubau-Notwendigkeit der Juraleitung wiederholt bestätigt. Die in Bayreuth beheimatete TenneT TSO GmbH ist also gesetzlich verpflichtet, die 80 Jahre alte Stromautobahn zu modernisieren. Neu hinzugekommen ist mit der Bundestagsentscheidung die Möglichkeit zum Erdkabeleinsatz. Dies soll für eine größere Akzeptanz bei der Bevölkerung vor Ort sorgen. Wo genau Erdkabel zum Einsatz kommen, wird in einigen Jahren im Planfeststellungsverfahren geklärt. Zuerst steht das Raumordnungsverfahren an und erst nach dessen Abschluss, voraussichtlich bis Ende 2022, steht der endgültige Trassenkorridor fest. Und erst danach beginnt die mast- oder kabelscharfe Planung.  

    Seit rund drei Jahren untersuchen die Bayreuther Energiespezialisten den Raum um die rund 160 Kilometer lange Bestandsleitung. Da in den letzten 80 Jahren Kindergärten, Schulen und Wohnbebauung nah an die Leitung heranrückten oder direkt darunter entstanden, müssen bei der Korridorsuche auch Alternativen betrachtet werden. Unter Einbezug der breiten Öffentlichkeit hat TenneT rund 1300 Hinweise bekommen. Einige von diesen waren auch Vorschläge für alternative Verläufe, die TenneT in die Variantenauswahl übernommen hat. So konnten an vielen Stellen Ortsumgehungen und im Süden Nürnbergs die Bündelung mit der bestehenden Autobahn A6 in die Planungen aufgenommen werden.

    Diese Unterlagen wurden vor kurzem zur Vollständigkeitsprüfung bei der Raumordnungsbehörde eingereicht. Durch die Überprüfung können sich noch Änderungen ergeben, die TenneT dann einarbeiten wird. Erst wenn diese Schritte abgeschlossen sind, eröffnet die Behörde das das formelle Raumordnungsverfahren.

    Die Suche nach einem geeigneten Korridor steht demnach erst am Anfang. Alle Träger öffentlicher Belange wie bespielweise Kommunen können sich fortlaufend beteiligen und ihre Anregungen auch in das formelle Verfahren einbringen.

    Ursprünglich waren die Infoveranstaltungen für den Frühsommer geplant und sollten, wo es die Covid-Bestimmungen zugelassen hätten, auch im persönlichen Gespräch stattfinden. Aktuell ist ein persönlicher Kontakt leider nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, weshalb die vorgezogenen Zwischeninforunden per Telefon- oder Videokonferenz durchgeführt werden. TenneT wird weiterhin die Gesamtsituation genau beobachten, um möglichst bald auch die Suche nach einem geeigneten Korridor mit den Menschen persönlich zu besprechen. Bis dahin stehen die TenneT-Mitarbeiter per Videokonferenz, E-Mail, Telefon oder gerne auch per postalischem Schreiben als Ansprechpartner zur Verfügung.   

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    news-2338 Fri, 12 Mar 2021 07:30:00 +0100 TenneT setzt strategischen Wachstumskurs konsequent fort https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-setzt-strategischen-wachstumskurs-konsequent-fort/ 2020 investierte TenneT 3,4 Mrd. Euro in die europäische Energiewende und SystemresilienzDie Netzverfügbarkeit blieb mit 99,9999 Prozent auf einem sehr hohen NiveauTenneT zeigte auch 2020 eine solide finanzielle Performance mit einem nachhaltigen Umsatz von 4,5 Mrd. Euro; das EBIT (ohne Sondereffekte) stieg um 5,7 Prozent  auf 796 Mio. Euro Die robuste Kapitalbasis von TenneT wurde durch die Emission von grünen Hybridanleihen weiter gestärkt; das untermauert die finanzielle Solidität des Unternehmens Das jährliche Investitionsportfolio von TenneT wächst in den nächsten fünf Jahren auf 5 bis 6 Mrd. Euro und macht TenneT zu einer Schlüsselfigur für den Ausbau der Strominfrastruktur der Zukunft2020 stärkte TenneT das operative Geschäft durch den Aufbau von fast 800 neuen Mitarbeitern

     

    • 2020 investierte TenneT 3,4 Mrd. Euro in die europäische Energiewende und Systemresilienz
    • Die Netzverfügbarkeit blieb mit 99,9999 Prozent auf einem sehr hohen Niveau
    • TenneT zeigte auch 2020 eine solide finanzielle Performance mit einem nachhaltigen Umsatz von 4,5 Mrd. Euro; das EBIT (ohne Sondereffekte) stieg um 5,7 Prozent  auf 796 Mio. Euro
    • Die robuste Kapitalbasis von TenneT wurde durch die Emission von grünen Hybridanleihen weiter gestärkt; das untermauert die finanzielle Solidität des Unternehmens
    • Das jährliche Investitionsportfolio von TenneT wächst in den nächsten fünf Jahren auf 5 bis 6 Mrd. Euro und macht TenneT zu einer Schlüsselfigur für den Ausbau der Strominfrastruktur der Zukunft
    • 2020 stärkte TenneT das operative Geschäft durch den Aufbau von fast 800 neuen Mitarbeitern

    Rekordinvestitionen und hohe Versorgungssicherheit

    Trotz der weltweiten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie tätigte TenneT im Jahr 2020 Rekordinvestitionen in Höhe von 3,4 Milliarden Euro und ist damit einer der größten Investoren in die Energiewende in Europa. Gleichzeitig sicherte TenneT die Stromverorgung auf dem höchsten Niveau der letzten fünf Jahre. Im Laufe der Jahre 2020 und 2021 steigert TenneT die Mitarbeiterzahl um 30 Prozent, um die wachsenden Aufgaben im Zuge der Energiewende zu erfüllen. Dies sind nur einige der Ergebisse des Integrierten Geschäftsbericht 2020, den der deutsch-niederländische Übertragungsnetzbetreiber TenneT heute veröffentlicht hat. 

    Während der Zubau der erneuerbaren Energie weiter fortschreitet, verstärkt und erweitert TenneT das Stromnetz und modernisiert den Systembetrieb. Damit trägt der Netzbetreiber dazu bei, das Ziel der EU zu erfüllen, die CO²-Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu senken. Gleichzeitig leistet TenneT wichtige Beiträge zur Pionierarbeit rund um die zukünftige Energiesystemplanung in Nordwesteuropa, einschließlich Marktdesign, Sektorenkopplung und erhöhter Flexibilität von Stromangebot und -nachfrage.

    “Im Jahr 2020 hat TenneT neue Rekorde in Bezug auf Versorgungssicherheit, Investitionen und die damit verbundene Finanzierung und Beschaffung aufgestellt. Jetzt sind wir bereit für ein Jahrzehnt voller Herausforderungen. Wir sind Europas einziger grenzüberschreitender Übertragungsnetzbetreiber, fest eingebettet in Nordwesteuropa und mit einzigartigem Zugang zu dem enormen Potenzial der Nordsee-Windenergie. TenneT hat eine Schlüsselrolle in der wachsenden europäischen Zusammenarbeit, die notwendig ist, um den Übergang zu einer CO²-neutralen Welt zu erleichtern. Dies erfordert neue Konzepte, neue Partnerschaften und schnelles Handeln, um ein stärker integriertes und erschwingliches europäisches Energiesystem zu schaffen", sagte TenneT-CEO Manon van Beek. 

    Finanzielle Ergebnisse

    TenneT verzeichnete 2020 erneut solide Finanzergebnisse mit einem nachhaltigen Umsatz von 4.450 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 9 Prozent gegenüber 4.084 Mio Euro im Jahr 2019. Ohne Sondereffekte stieg das nachhaltige EBIT 2020 auf 796 Mio Euro (2019: 753 Mio Euro). TenneT wird voraussichtlich eine Dividende in Höhe von 149 Mio. Euro an seinen Anteilseigner, den niederländischen Staat, ausschütten, womit sich der kumulierte Betrag über die letzten 10 Jahre auf 1,2 Mrd. Euro erhöht. Der Großteil dieser Dividenden entfällt auf die deutschen Aktivitäten von TenneT.

    Die Investitionen beliefen sich 2020 auf insgesamt 3,4 Mrd. Euro, wovon 1,3 Mrd. Euro auf Projekte in den Niederlanden und 2,1 Mrd. Euro in Deutschland entfielen. Infolge dieser Investitionen stieg die verzinsliche Nettoverschuldung von TenneT zum 31. Dezember 2020 um 27 Prozent auf 12 Mrd. Euro.

    Otto Jager, CFO von TenneT, sagte: "Wir haben ein weiteres Jahr mit soliden Ergebnissen erzielt, die im Einklang mit dem Wachstum unserer Vermögensbasis stehen. Gleichzeitig haben wir 2020 unsere Kapitalbasis durch die Emission von grünen Hybridanleihen in Höhe von 1 Mrd. Euro gestärkt. Wir werden 2021 den konstruktiven Dialog mit unserem Anteilseigner fortsetzen, um sicherzustellen, dass eine dauerhafte Eigenkapitallösung für unser wachsendes Investitionsprogramm zeitnah umgesetzt wird."

    Nachhaltige (1) Finanzkennzahlen (in Millionen Euro)20202019
    Umsatz4.4504.084
    Gewinne vor Zinsen und Steuern (EBIT)910768
    Um Sondereffekte bereinigtes EBIT796753
    Investitionen in Sachanlagen3.4123.064
    Verzinsliche Nettoverschuldung12.4609.702
    Eigenkapital8.1386.560

     

    TenneT ist stolz auf seine Position als Vorreiter im Bereich der nachhaltigen (grünen) Finanzierung. Mit der Ausgabe von grünen Anleihen über mehr als 10 Mrd. Euro im Rahmen eines nachhaltigen Finanzierungsmodells ist TenneT der größte Emittent von grünen Anleihen in den Niederlanden. Neben 1 Mrd. Euro an grünen Hybridanleihen hat TenneT im November 2020 erfolgreich 1,35 Mrd. Euro an grünen Senior-Anleihen begeben.

    Ratings für vorrangige ungesicherte Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2020

    Langfristiges RatingKurzfristiges Rating
    Standard & Poor'sA- (stable outlook)A-2
    Moody's Investor ServiceA3 (stable outlook)P-2

     

     

    (1) Im Unterschied zum Ausweis nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) basieren die nachhaltigen Finanzdaten auf dem Prinzip der periodengerechten Erfassung von regulatorischen Forderungen und Verpflichtungen in Verbindung mit TenneTs Aktivitäten. Aus vergangenen Ereignissen resultierende Beträge, die über zukünftige Netzentgelte eingenommen oder zurückgegeben werden müssen, werden als regulatorischen Forderungen und Verpflichtungen ausgewiesen, wohingegen die IFRS dies nicht zulassen.


    WICHTIGSTE ERFOLGE 2020 UND KÜNFTIGE HERAUSFORDERUNGEN

    Skalierung des Potenzials der erneuerbaren Energien im Nordsee-Powerhouse 

    Die Nordsee birgt ein großes Offshore-Windenergie-Potenzial für Nordwesteuropa und TenneT trägt dazu bei, sie zu einer internationalen Drehscheibe für grüne Energie zu machen: Im Jahr 2020 hat TenneT eine Rekordzahl an innovativen Offshore-Aktivitäten durchgeführt und weitere Offshore-Netzanbindungsanschlüsse in Betrieb genommen. Anfang 2020 wurde mit BorWin3 der 12. Offshore-Netzanschluss von TenneT in Deutschland fertiggestellt.

    Das Potenzial der Nordsee mit einer geschätzten Windenergieleistung von 300 Gigawatt (GW) bis 2050 wird neue Kooperationen zwischen den Anrainerstaaten forcieren. So werden TenneT und National Grid Ventures die Entwicklung eines Mehrzweck-Interkonnektors untersuchen, um bis zu 4 GW Offshore-Windkapazität von britischen und niederländischen Offshore-Windparks gleichzeitig für die Stromnetze der beiden Nationen verfügbar zu machen. In enger Zusammenarbeit mit der deutschen, niederländischen und dänischen Regierung erkundet TenneT auch einen gemeinsamen Energieknotenpunkt in der Nordsee, an den diese drei Länder angebunden werden sollen. Als einziger europäischer grenzüberschreitender Übertragungsnetzbetreiber hat TenneT seine Fähigkeit, innovativ und (kosten-)effizient zu arbeiten, durch die Entwicklung neuer Standards in Großprojekten in Deutschland und den Niederlanden unter Beweis gestellt. Für die Realisierung des von der niederländischen und deutschen Regierung geplanten 2-GW-Offshore-Programms, bei dem zwei Netzanschlüsse mit jeweils 2 GW Leistung Offshore Windparks anbinden, wird ein neuartiger internationaler technischer Standard eingesetzt. Mit diesem Konzept nutzt TenneT Skaleneffekte und trägt dem Wunsch der Offshore-Windindustrie nach größeren Windparks Rechnung.


    Offshore-Wind erfordert Netzausbau an Land in einem integrierten Ansatz

    Das signifikante Potenzial von Offshore-Wind erfordert umfangreiche Ausbau- und Verstärkungsmaßnahmen des Übertragungsnetzes an Land. Vor dem Hintergrund der Zunahme von Wind- und Solaranlagen an Land hat TenneT 2020 an 42 Netzausbau-Projekten an Land in Planung, Genehmigung oder Bau und hat hier wichtige Meilensteine erreicht. Nach jahrelanger Vorbereitung hat TenneT mit dem Bau von zwei neuen 380-kV-Stromverbindungen im Norden der Niederlande und in der südniederländischen Provinz Zeeland begonnen. In Deutschland hat TenneT eine wichtige Verbindung im Norden in Betrieb genommen, die den Transport von erneuerbarer Energie nach Dänemark ermöglicht. Auch eines der größten Netzausbauprojekte Europas, SuedLink, das erneuerbare Energie aus der Nordsee zu den Verbrauchszentren in Süddeutschland transportieren soll, schreitet voran.


    Investitionsportfolio soll weiter wachsen, um operative Herausforderungen zu meistern

    Die Umsetzung des ehrgeizigen Investitionsportfolios von TenneT – das notwendig ist, um die Klimaziele der niederländischen und deutschen Regierungen und die Anforderungen der Energiebranche zu erfüllen - ist anspruchsvoll. So haben sich beispielsweise die Netzzugangsanträge von Neukunden in den Niederlanden verzehnfacht, vorrangig von Betreibern erneuerbarer Anlagen. Der Anschluss einer wachsenden Zahl von Neukunden, oft an Standorten mit unzureichender Netzinfrastruktur, führt zu Einschränkungen der Netzkapazität und erfordert einen erheblichen Netzausbau. Gleichzeitig ist TenneT bestrebt, die Instandhaltung des Bestandsnetzes zu optimieren, um weiterhin die hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten. In den kommenden Jahren wird TenneT sich darauf konzentrieren, die Umsetzung des Projektportfolios zu beschleunigen und die operative Exzellenz weiter zu verbessern.


    Innovative Lösungen erforderlich, um die Netzauslastung zu verbessern und Flexibilität freizusetzen
     

    Das Energiesystem sucht zunehmend nach neuen Quellen flexibler Nachfrage, um dem volatilen Angebot an erneuerbarer Energie gerecht zu werden. TenneT erforscht aktiv innovative Lösungen mit Partnern. So hat TenneT zusammen mit anderen europäischen Übertragungsnetzbetreibern eine europäische Crowd-Balancing-Plattform – Equigy - gegründet, die Netzbetreibern Zugang zu den flexiblen Kapazitäten kleiner elektrischer Anlagen, wie Elektrofahrzeuge, Solaranlagen oder Wärmepumpen ermöglicht. TenneT ist auch an dem Projekt InnoSys 2030 beteiligt, einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit Netzbetreibern, Herstellern und Forschungsinstituten, das Möglichkeiten zur Erhöhung der Netzauslastung untersucht.


    Mitarbeiteraufbau 

    Um unser Netz zu betreiben und auszubauen und einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, wird TenneT im Jahr 2021 voraussichtlich mindestens weitere 600 neue Mitarbeiter für seine Niederlassungen in den Niederlanden und Deutschland einstellen, was einem Personalzuwachs von 30 Prozent im Zeitraum 2020 bis 2021 entspricht. Die Nachfrage nach technischen Talenten wächst, wobei der Wettbewerb um die Talente groß ist. TenneT arbeitet eng mit Hochschulen und beruflichen Bildungseinrichtungen zusammen, um junge Menschen für die Branche zu gewinnen und auch mit entsprechenden Fähigkeiten umzuschulen. Darüber hinaus wird TenneT langfristige Partnerschaften mit mehreren Dienstleistern eingehen. Die Energiewende bietet die Chance auf ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum nach COVID-19.


    Integrierter Geschäftsbericht 2020 und Grüner Finanzbericht 2020

    Weitere Informationen zu TenneT finden sich im integrierten Geschäftsbericht 2020, der online unter https://annualreport.tennet.eu/2020/annualreport verfügbar ist.  

    TenneT hat seinen Grünen Finanzbericht 2020 veröffentlicht.

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    news-2336 Thu, 11 Mar 2021 15:43:00 +0100 Fortsetzung der Erdkabelverlegung für Offshore- Netzanbindung DolWin6 https://www.tennet.eu/de/news/news/fortsetzung-der-erdkabelverlegung-fuer-offshore-netzanbindung-dolwin6/ Ab 15. März 2021 starten die nächsten Erdkabelverlegearbeiten Sektionsweises Abarbeiten zum Schutz von Brut- und Rastvögeln Fertigstellung des Landkabelabschnitts bis 2022 geplant 
    • Ab 15. März 2021 starten die nächsten Erdkabelverlegearbeiten 
    • Sektionsweises Abarbeiten zum Schutz von Brut- und Rastvögeln 
    • Fertigstellung des Landkabelabschnitts bis 2022 geplant 

    Ab 15. März 2021 wird der Übertragungsnetzbetreiber TenneT die Erdkabelverlegung für das Offshore-Netzanbindungsprojekt DolWin6 fortsetzen. In der zweiten Jahreshälfte 2020 waren bereits die ersten 4,5 Kilometer der insgesamt 45 Kilometer langen Landtrasse zwischen dem Anlandepunkt Hilgenriedersiel an der niedersächsischen Nordseeküste und der Konverteranlage Emden/Ost fertiggestellt worden.

    Zwischen Emden und Loppersum sowie Osteel und dem Bereich um Lütetsburg befinden sich die nächsten Abschnitte auf der Trasse, in denen die Kabel bis Ende September 2021 verlegt werden sollen. Aufgrund artenschutzrechtlicher Vorgaben, konkret zum Schutz von Brut- und Rastvögeln in der Region, ist TenneT verpflichtet, nur zu definierten Zeiten an bestimmten Stellen der Landkabeltrasse zu bauen. Aufgrund dessen werden die Abschnitte nicht nacheinander abgearbeitet,sondern die Kabelverlegung springt zwischen ausgewählten Sektionen der Trasse.

    Pro Abschnitt werden um die 800 bis 1.300 Meter Kabel verlegt. Insgesamt werden zwei parallel laufende, kunststoffisolierte und circa 13 Zentimeter dicke 320-Kilovolt-Gleichstromkabel mit Aluminiumleiterin den Boden eingebracht, die bei Nexans in Charleroi (Belgien) und Halden (Norwegen) produziert wurden. Diese wiegen pro Meter jeweils 16 Kilogramm. Direkt mitverlegt wird ein Lichtwellenleiterkabel, das für die spätere Steuerung der Anlagen verwendet wird.

    Die Kabelverlegung wird von der erfahrenen Fachfirma Bohlen & Doyen ausgeführt. Die durch die Arbeiten unvermeidbaren Beeinträchtigungen werden so gering wie möglich gehalten. Das Kabel wird je nach örtlichen Gegebenheiten in der offenen Grabenbauweise oder auch in Horizontalbohrungen verlegt.

    Daten und Fakten zu DolWin6

    • 90 Kilometer lange Verbindung in Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik (HGÜ) mit einer maximalen Übertragungsleistung von 900 Megawatt
    • 45 Kilometer Landkabel, 45 Kilometer Seekabel
    • Netzverknüpfungspunkt: Emden/Ost
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    news-2329 Wed, 24 Feb 2021 09:10:32 +0100 Offenlage der Planungsunterlagen für 1. Abschnitt der neuen Stromleitung Conneforde – Cloppenburg – Merzen startet https://www.tennet.eu/de/news/news/offenlage-der-planungsunterlagen-fuer-1-abschnitt-der-neuen-stromleitung-conneforde-cloppenburg/ TenneT hält verschiedene Angebote zur telefonischen und virtuellen Information für Bürger bereit Am 26. Februar beginnt die Auslage der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt 1 zwischen Conneforde und Kayhauserfeld
  • TenneT hält verschiedene Angebote zur telefonischen und virtuellen Information für Bürger bereit
  • Am 26. Februar beginnt die Auslage der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt 1 zwischen Conneforde und Kayhauserfeld
  • Am 26. Februar 2021 wird das Planfeststellungsverfahren der in Niedersachsen geplanten 380-kV-Stromleitung Conneforde – Cloppenburg – Merzen (CCM) im ersten Abschnitt, vom Umspannwerk Conneforde (Gemeinde Wiefelstede, Landkreis Ammerland) bis zur Ortschaft Kayhauserfeld (Bad Zwischenahn), durch die öffentliche Auslage der Planungsunterlagen eröffnet. Dazu hat TenneT  die Antragsunterlagen im Dezember 2020 an die für das Genehmigungsverfahren zuständige Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) gesandt.
    Sie werden  in den betroffenen Gemeinden bis zum 25. März 2021 öffentlich ausgelegt. Bis zum 26. April 2021 können alle Bürgerinnen und Bürger sowie die Träger öffentlicher Belange Hinweise oder Einwände schriftlich bei der NLStBV oder in den auslegenden Ämtern abgeben. In einem anschließenden Erörterungstermin werden alle Aspekte noch einmal diskutiert und abgewogen. Auf dieser Grundlage wird die Landesbehörde voraussichtlich im Laufe des Jahres 2022 den Planfeststellungsbeschluss erlassen.

    Die Offenlage der Planunterlagen findet wegen der aktuellen Coronasituation gemäß dem Planungssicherstellungsgesetz in digitaler Form statt. Unter folgendem Link sind die vollständigen Unterlagen ab 26. Februar für jedermann hier im Internet einsehbar.
    Eine physische Einsichtnahme in den Ämtern wird – als zusätzliches Informationsangebot – trotzdem möglich sein. Dazu bedarf es in der Regel der vorherigen telefonischen Anmeldung in den jeweiligen Ämtern.


    Umfassender Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern

    Der jetzt beantragten Planung ging ein intensiver Dialog mit der Öffentlichkeit voraus. Allein zwischen 2014 und 2019 fanden insgesamt 14 TenneT-Infomärkte mit über 2.000 Besuchern statt. Nach individuellen Planungsgesprächen konnte jeder zweite Mast auf Wunsch der Grundstückseigentümer verschoben werden. 

    Parallel zur Offenlage der Planfeststellungsunterlagen für den ersten Bauabschnitt geben wir den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich mit uns zu den Planunterlagen auszutauschen. Dazu bieten wir verschiedene Informationsformate unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Pandemie-Regelungen und -Vorgaben an. 

    Um Sie und uns zu schützen, sind Telefongespräche über das TenneT-Bürgertelefon unter der Anschlussnummer 05132 – 89 5985 ab 26. Februar bis 25. März montags bis donnerstags zwischen 09 und 13 Uhr mit unseren Projektmitarbeitern möglich. Zudem können Interessierte umfassende Erläuterungen zu den Planunterlagen sowie weitere hilfreiche Informationen zum geplanten ersten Abschnitt und zum Beteiligungsverfahren auf der Internetseite des Projekts  unter http://tennet.eu/ccm-pfa1 ab 26. Februar einsehen.
    Wir laden die Bürgerinnen und Bürger aus der Region ein, sich mit uns telefonisch, per E-Mail unter ccm(at)tennet.eu oder auch per Video-Chat zu den Planungsunterlagen auszutauschen. Fragen zum Projekt und zum Verfahren werden entweder von unseren Projektmitarbeitern direkt beantwortet oder notiert und die Antworten anschließend per Post oder per E-Mail versendet.

    Daten und Fakten zu Abschnitt 1 

    Der Planfeststellungsabschnitt 1 ist der nördlichste von sechs Leitungsabschnitten und liegt komplett im Landkreis Ammerland. Er führt vom Umspannwerk Conneforde aus durch Wiefelstede, Westerstede und Bad Zwischenahn bis zur Ortschaft Kayhauserfeld. Geplant ist auf diesem Teilstück eine rund 21 Kilometer lange Freileitung, die in Zukunft die bestehende 220-kV-Stromleitung ersetzt. Insgesamt baut TenneT im ersten Planfeststellungsabschnitt 46 neue Strommasten. Dafür werden dort nach Inbetriebnahme der neuen Leitung 53 vorhandene Masten abgebaut.

    Auf weiten Strecken verläuft die geplante Höchstspannungsleitung parallel zur gegenwärtig bestehenden 220-kV-Leitung. Eine Besonderheit gibt es in Gristede. Dort rückt die neue Leitung von der Bestandstrasse und zur Entlastung der Ortschaft nach Osten hin ab. Außerdem wurden für die erforderliche Waldquerung zwei unterschiedliche Trassenvarianten, eine westliche und eine östliche, entwickelt und geprüft, um vor allem die Waldquerung so verträglich wie möglich zu gestalten. Die westliche Trasse ist kürzer und geradliniger, weist weniger Flächenbedarf während der Bauphase auf und hält zudem alle 200-Meter-Abstandsvorgaben zur Wohnbebauung ein. TenneT sieht diese Variante daher sowohl mit Blick auf die Anwohner als auch technisch und umweltfachlich als die beste Lösung an und hat diese daher im Verfahren beantragt. Durch den Einsatz des schmaleren Masttyps „Tonne“ wird der Waldeingriff zusätzlich reduziert.


    Hintergrund

    Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT realisiert als Vorhabenträger fünf der sechs Abschnitte  des Energiewende-Netzausbauprojekts CCM. Den sechsten Abschnitt plant und baut der Übertragungsnetzbetreiber Amprion.  

    Die geplante Stromleitung soll die steigenden Strommengen aus erneuerbaren Energien im Nordwesten Deutschlands aufnehmen und zu den Verbrauchern transportieren. Die Leitung misst auf ganzer Länge rund 125 Kilometer und ist in sechs Planfeststellungsabschnitte aufgeteilt, die nach und nach ins Verfahren gehen. Als nächstes sind nach aktueller Planung der Erdkabelabschnitt (Abschnitt 2a) im Frühjahr und der Abschnitt 3 im Herbst 2021 vorgesehen. Im nächsten Jahr folgen dann die Genehmigungsverfahren für die Abschnitte 2 und 4.

    Voraussichtlich im Sommer 2022 sollen die Baumaßnahmen im ersten Abschnitt starten. Im Jahr 2026 soll die gesamte Leitung ans Netz gehen. Anschließend erfolgt der Rückbau der bestehenden 220-kV-Leitung zwischen Conneforde und Cloppenburg.

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    news-2328 Mon, 22 Feb 2021 08:28:12 +0100 Hessenring zwischen Mecklar und Dipperz: TenneT modernisiert für zukunftssichere Stromversorgung https://www.tennet.eu/de/news/news/hessenring-zwischen-mecklar-und-dipperz-tennet-modernisiert-fuer-zukunftssichere-stromversorgung/ Neue Isolatoren für die Trasse zwischen Mecklar und Dipperz Arbeiten an der 51 Kilometer langen 380 Kilovolt Verbindung beginnen Anfang Februar und dauern rund drei Monate Instandhaltung hat keine Auswirkung auf Übertragungskapazität, Spannungsebene oder Korridorentwicklung der Fulda-Main-Leitung
  • Neue Isolatoren für die Trasse zwischen Mecklar und Dipperz
  • Arbeiten an der 51 Kilometer langen 380 Kilovolt Verbindung beginnen Anfang Februar und dauern rund drei Monate
  • Instandhaltung hat keine Auswirkung auf Übertragungskapazität, Spannungsebene oder Korridorentwicklung der Fulda-Main-Leitung
  • Seit rund 50 Jahren versorgt der Hessenring weite Bereiche Hessens mit Strom. Nach und nach wurden ab Mitte der 1960er bis Anfang der 1990er Jahre die 380 Kilovolt (kV) Verbindungen zwischen dem Rhein-Main-Gebiet, Mittel-, Nord- und Osthessen und wiederum dem Rhein-Main-Gebiet von Umspannwerk zu Umspannwerk in Betrieb genommen. Seitdem verrichten die Höchstspannungsleitungen mit einer gesamten Trassenlänge von 317 Kilometern rund um die Uhr und ohne besondere Beachtung seitens der Öffentlichkeit ihre tägliche Arbeit.

    1975 wurde der 51 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Umspannwerken Mecklar in Ludwigsau und Dipperz nahe Fulda fertig. Die Verbindung bildet den östlichsten Bereich des Hessenrings, der seit etwa vier Jahren abschnittsweise in ganz Hessen modernisiert wird. Ab Anfang Februar startet zwischen Mecklar und Dipperz nun der Tausch der sogenannten Isolatorketten. Diese rund fünf Meter langen Porzellanisolatoren kommen dem Ende ihrer technischen Lebensdauer näher und müssen deshalb durch moderne Kunststoffisolatoren ersetzt werden. Die zwei Hauptaufgaben der Isolatoren bleiben gleich: Zum einen die sichere Isolation zwischen stromführenden Leiterseilen und den Strommasten dauerhaft zu gewährleisten und zum anderen die bis zu 150 Tonnen starken Zug- und Tragkräfte zum Mast und über diesen zum Fundament weiterzuleiten. 

    Der Kettentausch wird stets nur an einer Seite der Leitung durchgeführt. Die jeweils andere Seite bleibt in Betrieb, um die Versorgungssicherheit Osthessens auf gleichbleibend hohem Niveau auch während der Arbeiten zu gewährleisten. Naturgemäß führt solch eine Arbeitsteilung zu einer etwas längeren Projektzeit. In diesem Fall plant TenneT rund drei Monaten für die gesamte Modernisierung ein.

    Mit dem Tausch der Isolatorketten ist keine Erhöhung der Spannung oder der Stromübertragung verbunden. Ebenso haben diese turnusmäßigen Arbeiten keine Auswirkung auf die von TenneT bisher erarbeiteten Korridore für das Projekt Fulda-Main-Leitung (P43). Hierfür wird die von der Bundesnetzagentur geführte Bundesfachplanung entscheidend sein.

    Insgesamt investiert TenneT bei diesem Abschnitt des Hessenrings rund vier Millionen Euro in einen zukunftssicheren Netzbetrieb und die Versorgungssicherheit Hessens.

    Hessenring – nachhaltiger Netzbetrieb als Fundament der Energiewende

    Im Zuge des deutschen Wirtschaftswunders und des zunehmenden Stromverbrauchs in den 1960er und 1970er Jahre wurde in Hessen und in der gesamten alten Bundesrepublik der Bau tausender Kilometer an neuen 380-kV-Leitungen notwendig. Dass der Betrieb von Ringleitungen am sichersten ist, war schon zu Beginn der Großstromübertragung in den 1920er Jahren bekannt, weshalb auch die 380-kV-Verbindungen in Hessen Ende der 1960er Jahre als überregionale Ringleitung geplant wurden.

    Bei einem ringähnlichen Aufbau ist die Stromversorgung auch aus der anderen Richtung möglich. Dies und die weitere Vermaschung im Stromnetz bilden die Grundlage dafür, dass TenneT in Deutschland eines der sichersten Stromnetze weltweit betreibt. Damit dies in Zukunft so bleibt und das bestehende Netz weiterhin einen wichtigen Eckpfeiler für die Energiewende bildet, müssen die Leitungen fortlaufend modernisiert werden.   

    Heute besteht der Hessenring aus insgesamt sechs 380-kV-Verbindungen. TenneT verknüpft über diese Leitungen die Umspannwerke Karben (Wetteraukreis), Gießen-Nord, Borken (Schwalm-Eder-Kreis), Mecklar (Landkreis Hersfeld-Rothenburg), Dipperz (Kreis Fulda), Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) und wieder Karben im nördlichen Rhein-Main-Gebiet.

    Fit für das weitere 21. Jahrhundert

    Bei den Leitungen zwischen Borken und Mecklar sowie zwischen Borken – Gießen/Nord und Karben verpflichtet der Gesetzgeber TenneT, deren Übertragungskapazität zu verstärken. Dadurch wird der Hessenring auch für die Anforderungen des weiteren 21. Jahrhunderts fit gemacht und sichert auch zukünftig die Stromversorgung des Rhein-Main-Gebietes. In Verbindung mit der in der Planung befindlichen Fulda-Main-Leitung und der im Bau befindlichen Wahle-Mecklar-Leitung wird außerdem ein besserer Austausch mit Bayern und Baden-Württemberg sowie den ost- und norddeutschen Bundesländern ermöglicht. 

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    news-2326 Fri, 12 Feb 2021 09:39:30 +0100 TenneT begrüßt gesetzliche Klarheit für wichtige Großprojekte des Netzausbaus https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-begruesst-gesetzliche-klarheit-fuer-wichtige-grossprojekte-des-netzausbaus/ Bundespolitik bestätigt Ausbau der Stromleitungen gemäß Netzentwicklungsplan 2030 TenneTs Projektportfolio wächst weiter Projektteam von TenneT für „Korridor B“ hat Arbeit bereits aufgenommen 
  • Bundespolitik bestätigt Ausbau der Stromleitungen gemäß Netzentwicklungsplan 2030
  • TenneTs Projektportfolio wächst weiter
  • Projektteam von TenneT für „Korridor B“ hat Arbeit bereits aufgenommen 
  • Der Bundesrat hat heute dem Bundesbedarfsplangesetz zugestimmt, das im Bundestag Ende Januar verabschiedet worden war. Das Gesetz bestätigt die von den Übertragungsnetzbetreibern vorgeschlagenen Projekte des Netzentwicklungsplans 2030. „Wir begrüßen diese Entscheidung, denn damit sind klare gesetzliche Vorgaben geschaffen, welche Projekte des Stromnetzausbaus wir konkret in welchem Umfang und in welcher Technologie bis zum Jahr 2030 zur Integration eines Anteils von 65% erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch realisieren werden“, sagte TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens. „Mit dem Gesetz stärkt die Politik ihr Bekenntnis zum Netzausbau. Das schafft mehr Akzeptanz und die weiteren wesentlichen Voraussetzungen für die Realisierung der dringend notwendigen Infrastruktur für die Energiewende“, so Tim Meyerjürgens.

    Bestätigt wurde, neben der energiewirtschaftlich notwendigen Kapazitätserweiterung des SuedOstLinks von zwei auf vier Gigawatt, auch ein neues Gleichstromprojekt: der sogenannte „Korridor B“. Dieses Projekt besteht aus zwei Verbindungen mit Kapazitäten von jeweils zwei Gigawatt zwischen Heide/West – Polsum und Wilhemshaven II – Hamm-Uentrop, die TenneT gemeinsam mit Amprion bis 2030 realisieren wird.

    „TenneT ist der führende Betreiber von Gleichstromnetzen in Europa. Für den „Korridor B“ bringen wir unsere Expertise  aus einem Dutzend  bereits realisierter Gleichstromverbindungen mit rund 3.000 Kilometer an verlegten Erd- und Seekabeln sowie unsere Erfahrungen aus den aktuellen Planungsverfahren für den SuedLink und den SuedOstLink zum Vorteil des neuen Projektes ein. Zum Beispiel werden wir im sensiblen Bereich der Elbeunterquerung direkt auf den fortgeschrittenen Planungen von SuedLink aufsetzen und so die Planungen des neuen „Korridor B“ deutlich beschleunigen. Zudem nutzen wir unsere langjährigen regionalen Partnerschaften und das lokale Know-how aus unseren bestehenden Projekten im Norden. TenneT hat bereits jetzt ein erfahrenes Projektteam aufgesetzt und erste Aufträge für umweltfachliche Untersuchungen und die Bürgerbeteiligung an Dienstleister vergeben“, sagte Tim Meyerjürgens.

    Insgesamt bestätigt das Bundesbedarfsplangesetz 80 Netzausbauvorhaben, inklusive 35 neu aufgenommener, die bis zum Jahr 2030 in Betrieb genommen werden sollen. Bei vier der neu hinzugekommenen Drehstromvorhaben, die das Übertragungsnetz erweitern werden, sind Erdkabelteilabschnitte vorgesehen. Diese werden sämtlich von TenneT realisiert. In diesen Pilotprojekten sollen wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, wie sich Erdkabel in das Drehstrom-Bestandnetz integrieren lassen. „Das ist eine besondere technische Herausforderung, aber es stärkt die Akzeptanz für diese Projekte bei den Menschen in den betroffenen Regionen“, so Tim Meyerjürgens.

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    news-2313 Fri, 05 Feb 2021 07:30:00 +0100 CFO Otto Jager beendet seine Amtszeit in der zweiten Jahreshälfte 2021 https://www.tennet.eu/de/news/news/cfo-otto-jager-beendet-seine-amtszeit-in-der-zweiten-jahreshaelfte-2021/ Nach fast acht Jahren als CFO hat Otto Jager beschlossen, nicht für eine weitere vierjährige Amtszeit als Mitglied des Vorstands der TenneT Holding B.V. zu kandidieren.  Nach fast acht Jahren als CFO hat Otto Jager beschlossen, nicht für eine weitere vierjährige Amtszeit als Mitglied des Vorstands der TenneT Holding B.V. zu kandidieren. 

    Jager begann seine erfolgreiche Karriere bei TenneT im Jahr 2008 als Group Treasurer, setzte sie 2011 als Group Controller fort und wurde 2013 zum Chief Financial Officer (CFO) ernannt. Von 2015 bis 2017 arbeitete er in der deutschen Unternehmenszentrale in Bayreuth. Seine aktuellen Aufgaben umfassen die Bereiche Personal, Finanzen, Regulierung und Einkauf.

    Jager sagte zu seiner Entscheidung: „Ich hatte das Glück, ein hohes Maß an organisatorischem und persönlichem Wachstum bei TenneT zu erleben. Ich bin dankbar für alles, was ich gelernt habe und für alles, was ich dazu beitragen konnte, TenneT zu einem erfolgreichen Unternehmen und Arbeitgeber zu machen. Ich bin froh, dass ich eine Schlüsselrolle bei der organisatorischen und kulturellen Transformation des Unternehmens spielen konnte. Das Fundament für die nächste Wachstumsphase ist nun gelegt. Ich hinterlasse eine stabile und solide finanzielle Basis, auf der jemand anderes aufbauen kann. Obwohl ich viele meiner Kollegen sehr vermissen werde, fühle ich, dass die Zeit reif ist, weiterzuziehen.“

    CEO Manon van Beek erklärte: „Otto Jager ist für mich und das Unternehmen Rückhalt und Anker für die finanziellen und personellen Wachstumsherausforderungen. Dazu gehören vor allem auch die rekordverdächtige grüne nachhaltige Finanzierung und der große Mitarbeiteraufbau in den letzten Jahren sowie die intensive Zusammenarbeit mit der deutschen und niederländischen Politik, Organisationen und weiteren Interessengruppen. Otto Jager ist ein hochgeschätzter und erfahrener Kollege, den ich vermissen werde. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass er seine Pläne frühzeitig bekannt gegeben hat, so dass die Suche nach einem neuen CFO rechtzeitig beginnen kann, während wir weiterhin intensiv und mit großer Freude und gegenseitigem Vertrauen zusammenarbeiten.“

    „Der Aufsichtsrat dankt Otto Jager für seinen hervorragenden Beitrag zur Entwicklung von TenneT in den Bereichen Finanzen, Regulierung, Personal und Supply Chain. Unter seiner Führung hat sich TenneT von einem relativ kleinen nationalen Übertragungsnetzbetreiber zu einem großen europäischen Player entwickelt, der während seiner Amtszeit über vier Milliarden Euro Eigenkapital und mehr als 20 Milliarden Euro Fremdkapital aufgenommen hat. Otto Jager hinterlässt die neue TenneT mit einer sehr soliden Basis und einem exzellenten Kreditrating mit stabilem Ausblick, um das Wachstum der kommenden Jahre in Angriff zu nehmen“, sagte Ab van der Touw, Vorsitzender des Aufsichtsrates TenneT Holding B.V.

    Otto Jager wird seine Aufgaben voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 abgeben, nachdem ein geeigneter Nachfolger gefunden wurde. Dieser wird TenneT als CFO in das kommende Jahrzehnt der Rekordinvestitionen in die europäische Energiewende führen. Der Aufsichtsrat der TenneT Holding hat bereits die Suche nach einem neuen CFO gestartet. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf einem diversen, europäisch ausgerichteten Vorstandsgremium.

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    news-2312 Thu, 04 Feb 2021 08:50:23 +0100 TenneT bietet Dialog mit Bürgern parallel zur Offenlage der Planungsunterlagen für 5. Abschnitt der Westküstenleitung an https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-bietet-dialog-mit-buergern-parallel-zur-offenlage-der-planungsunterlagen-fuer-5-abschnitt-der/ Am 09. Februar 2021 startet die Auslage der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt zwischen Klixbüll und dänischer Grenze Verschiedene Angebote zur persönlichen, telefonischen und virtuellen Information für betroffene Bürger
  • Am 09. Februar 2021 startet die Auslage der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt zwischen Klixbüll und dänischer Grenze
  •  Verschiedene Angebote zur persönlichen, telefonischen und virtuellen Information für betroffene Bürger
  • Am 09. Februar 2021 wird das Planfeststellungsverfahren der von TenneT in Schleswig-Holstein geplanten 380-kV-Westküstenleitung vom Umspannwerk Klixbüll/Süd (bei Niebüll) bis zur Bundesgrenze nach Dänemark durch die öffentliche Auslage der Planfeststellungsunterlagen eröffnet. Dazu wurden Ende September 2020 die Planunterlagen an das für das Genehmigungsverfahren zuständige Amt für Planfeststellung Energie (AfPE) gesandt. Sie werden  in den betroffenen Gemeinden bis zum 08. März 2021 öffentlich ausgelegt. Bis zum 08. April 2021 können dann alle Bürgerinnen und Bürger Hinweise oder Einwände schriftlich beim Amt für Planfeststellung Energie (AfPE) oder in den auslegenden Ämtern abgeben.

    Die Offenlage der Planunterlagen findet wegen der aktuellen Coronasituation gemäß dem Planungssicherstellungsgesetz in digitaler Form statt. Unter folgendem Link sind die vollständigen Unterlagen für jedermann hier im Internet einsehbar:

     

    Eine physische Einsichtnahme in den Ämtern wird – als zusätzliches Informationsangebot – trotzdem möglich sein. Dazu bedarf es in der Regel der vorherigen telefonischen Anmeldung in den jeweiligen Ämtern.

    Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT realisiert als Vorhabenträger das Energiewende-Netzausbauprojekt Westküstenleitung im Auftrag der Bundesregierung. Parallel zur Offenlage der Planfeststellungsunterlagen für den fünften Bauabschnitt geben wir betroffenen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich mit uns zu den Planunterlagen auszutauschen. Dazu bieten wir verschiedene Informationsformate unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Pandemie-Regelungen und -Vorgaben an.

    Um Sie und uns zu schützen, sind Telefongespräche über das TenneT-Bürgertelefon unter der Anschlussnummer 0431-78028154 mit unseren Projektmitarbeitern möglich. Zudem können Interessierte die vollständigen Planunterlagen sowie weitere hilfreiche Informationen zum geplanten fünften Abschnitt der Westküstenleitung und zum Beteiligungsverfahren in einem virtuellen Infomarkt ab 16.02.2021 einsehen.

    Wir laden die Betroffenen aus der Region ein, sich mit uns telefonisch, per E-Mail westkueste(at)tennet.eu  oder auch per Video-Chat zu den Planungsunterlagen auszutauschen.

    Umfassender Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern

    Im Abschnitt fünf wurde das Bürger-Dialogverfahren bereits im März 2018 begonnen. Gemeinsam mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) sowie der Deutschen Umwelthilfe und dem Kreis Nordfriesland hat sich TenneT fortlaufend beim Konzept zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung abgestimmt. Bevor es zur jetzigen Antragseinreichung kam, fanden in diesem umfassenden informellen Bürgerdialog mehr als 30 Veranstaltungen mit über 700 Teilnehmern statt. Allein 13 Veranstaltungen fanden nach der digitalen Ergebniskonferenz im Juni 2020 statt, bei der sich rund 400 Teilnehmer eingewählt hatten. Bereits dabei wurde der Vorschlagskorridor für den fünften Abschnitt mit seiner charakteristischen Bündelung mit der Bundesstraße 5 und unter Umgehung von Siedlungsriegeln  bekanntgegeben. Zahlreiche Hinweise und Anregungen seitens der Bürgerinnen und Bürger sind seither von TenneT vor der  Antragsabgabe mit in die Planungen aufgenommen worden und damit Teil der Planfeststellungsunterlagen geworden.

    Daten und Fakten zu den einzelnen Projektabschnitten

    Der Abschnitt 1 (Brunsbüttel – Süderdonn, rund 14 Kilometer) ist seit Dezember 2016 in Betrieb. Der Rückbau der ehemals vorhandenen 110-kV-Leitung ist in dem Bereich abgeschlossen.

    Der Abschnitt 2 (Süderdonn – Heide, knapp 23 Kilometer) ist seit September 2019 in Betrieb. Auf fast der kompletten Leitungsstrecke (20,4 km) wird die bestehende 110-kV-Leitung der SH Netz AG auf den neuen Masten in Abschnitt 2 mitgenommen. Die  Masten der bisherigen 110-kV-Leitung sind demontiert worden. 

    Mit dem Bau des Abschnitts 3 (Heide – Husum, knapp 46 Kilometer) wurde im September 2018 begonnen, die Inbetriebnahme ist für Q3/ 2021 geplant.

    Die Fertigstellung des Abschnitts 4 (Husum – Klixbüll, rund 38 Kilometer) wird voraussichtlich in Q3/2022 erfolgen. Baustart für diesen Abschnitt war im Mai 2020.

    Im Abschnitt 5 wird auf einer Länge von etwa 15 Kilometern die Errichtung von 37 Masten geplant. Der Baubeginn soll im Jahr 2022 erfolgen. Dieser Abschnitt führt vom Umspannwerk Klixbüll/Süd bis zur Grenze nach Dänemark. Ab dort wird die Leitung vom dänischen Übertragungsnetzbetreiber Energinet weitergeführt.

    Die Gesamt-Inbetriebnahme des Interkonnektors Westküstenleitung ist im Jahr 2023 geplant.

    Die etwa 137 Kilometer lange Westküstenleitung ist ein europäisches Vorrangprojekt (Project of Common Interest, PCI).  PCI-Projekte dienen dazu, die energie- und klimapolitischen Ziele in Europa zu erreichen und sind wichtige Bausteine der Energieunion der Europäischen Union (EU). Vorhaben, die in diese Liste aufgenommen wurden, sind aus energiepolitischer Sicht der EU erforderlich und haben einen besonderen Vorrangstatus.

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    news-2310 Mon, 01 Feb 2021 12:35:25 +0100 Mehr Flexibilität für das Stromnetz: Austrian Power Grid (APG) tritt europäischem Konsortium EQUIGY bei https://www.tennet.eu/de/news/news/mehr-flexibilitaet-fuer-das-stromnetz-austrian-power-grid-apg-tritt-europaeischem-konsortium-equigy/ Die digitale „Crowd-Balancing-Platform“ Equigy hilft, die Energiewende zu managen und erleichtert neuen, kleinteiligen Akteuren die Teilnahme an den Märkten für Regelenergie sowie am Redispatch Portfolio. Die digitale „Crowd-Balancing-Platform“ Equigy hilft, die Energiewende zu managen und erleichtert neuen, kleinteiligen Akteuren die Teilnahme an den Märkten für Regelenergie sowie am Redispatch Portfolio.

    APG ist am 1. Februar neben den Übertragungsnetzbetreibern Swissgrid (CH), Tennet (Deutschland/Niederlande) und Terna (IT) als fünftes Gründungsmitglied der Crowd-Balancing-Plattform EQUIGY beigetreten. Ziel des Konsortiums ist es, kleinteilige Akteure als Systemdienstleister zu präqualifizieren und dadurch – vor dem Hintergrund einer zunehmend erneuerbaren Stromerzeugung – die Netzregelung zu verbessern. APG fokussiert vor allem darauf, die Märkte für Regelenergie und das Redispatch Portfolio zu erweitern und effizienter zu machen.

    Digitale Plattform ermöglicht kosteneffiziente Energiewende

    Erneuerbare Energie deckt immer häufiger den Stromverbrauch in Teilen Europas. Auch in Österreich wächst der Anteil von wetterabhängiger Wind- und Sonnenkraft an der Stromproduktion stetig. Gleichzeitig steigt der Strombedarf durch neue Verbraucher wie Elektroautos, Wärmepumpen, strombasierte Produktionsprozesse in Wirtschaft und Industrie oder Batteriespeicher. Thomas Karall, kaufmännischer Vorstandsdirektor der APG, analysiert die aktuelle Situation: „Für Übertragungsnetzbetreiber wie APG wird es angesichts der Transformation des Energiesystems immer aufwendiger, das sensible Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch in Balance zu halten. Damit das auch in Zukunft gelingt, müssen wir allen StromkundInnen einen transparenten Zugang zum Stromsystem ermöglichen – Haushalten genauso wie Industrie und Gewerbe. Sie werden dadurch zum Systemdienstleister und können zur Netzregelung und damit zur sicheren Stromversorgung beitragen. Dazu braucht es dringend neue Tools und Maßnahmen.“ Karall ist überzeugt: „Unser Beitritt zu EQUIGY ist ein konsequenter und notwendiger Schritt: In enger Zusammenarbeit mit unseren Partner-Netzbetreibern entwickeln wir im Rahmen des Konsortiums innovative, digitale Lösungen und schaffen Standards, um die Energiewende auf nationaler und internationaler Ebene noch besser bzw. kosteneffizient zu managen. Nur so können wir auch in Zukunft die sichere Stromversorgung Österreichs auf dem gewohnt hohen Niveau gewährleisten.“

    Effizienzsteigerung und Demokratisierung am Regelenergiemarkt

    EQUIGY hilft, die kleinteiligen, dezentralen Erzeugungs- und Speicherkapazitäten der neuen Akteure sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene in aggregierter Form für den Netzregelungsprozess nutzbar zu machen. Damit trägt die Plattform wesentlich zur Netzstabilisierung bei und steigert die Effizienz am Regelenergiemarkt. Karall zu den ersten konkreten Schritten von APG: „Im Zuge eines ersten Pilotprojekts erweitern wir den bestehenden Markt für Sekundärregelreserven um die Einbindung von Flexibilitäten via EQUIGY.“ Die Kooperation der Übertragungsnetzbetreiber vergrößert also den Markt für flexible Stromressourcen – nicht zuletzt die kritischen Ereignisse vom 8. Jänner 2021 im europäischen Verbundnetz haben einmal mehr gezeigt, wie unverzichtbar die intensive, gut koordinierte internationale Zusammenarbeit für die sichere Stromversorgung ist. Ausreichende Flexibilität im Stromnetz ist auch im Tagesgeschäft das Maß der Dinge.

    Einbindung von Redispatch-Maßnahmen

    Die Teilnahme der APG an EQUIGY erhöht die Netzsicherheit hierzulande: „Drohende Überlastungen des Übertragungsnetzes müssen von APG mittlerweile fast täglich mit der Notmaßnahme Redispatch gelöst werden. Allein 2020 betrugen die Kosten für diese kurzfristige Aktivierung oder Drosselung von Kraftwerken rund 134 Millionen Euro,“ so Karall, und gibt erste Einblicke in zukünftige Anwendungsgebiete: „Ein weiteres Projekt wird daher die Einbindung flexibler Einheiten via EQUIGY für Redispatch-Maßnahmen sein: Mithilfe der Plattform wird die Möglichkeit für zusätzliche Anbieter geschaffen das Redispatch Portfolio zu erweitern und das Stromversorgungssystem wird insgesamt flexibler und sicherer.“ Zur Umsetzung dieses Zukunftsprojekts kooperiert APG eng mit den österreichischen Verteilnetzbetreibern und Marktteilnehmern.

    APG profitiert von einem etablierten System

    APG arbeitet bereits seit geraumer Zeit an einem technischen System, um die Anbindung kleinteiliger Stromkunden an die diversen Märkte zu bewerkstelligen. 2019 hat der Übertragungsnetzbetreiber auch in Österreich eine Flexibilisierungsplattform gemeinsam mit Verteilnetzbetreibern gestartet. Mit dem Beitritt zu EQUIGY kann APG nun auf ein bereits etabliertes Instrument zugreifen und vom Wissenstransfer durch andere Überragungsnetzbetreiber profitieren. Die Blockchain-basierte Plattform ist für Netzbetreiber und Aggregatoren offen und damit auch für traditionelle IT-Technologien anwendbar.

    Rückfragehinweis:

    • Austrian Power Grid AG
      Christoph Schuh, Leiter Corporate Communications & Reputation Management, Unternehmenssprecher
      +43 50 320-56230
      christoph.schuh(at)apg.at  

     

     

    Über Austrian Power Grid (APG) 

    Austrian Power Grid (APG) ist Österreichs unabhängiger Stromnetzbetreiber, der das überregionale Stromtransportnetz steuert und verantwortet. Die Infrastruktur der APG sichert die Stromversorgung und ist somit die Lebensader Österreichs, der Bevölkerung und seiner Unternehmen. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.400 km, welches das Unternehmen mit einem Team von rund 600 Spezialistinnen und Spezialisten betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen seitens Wirtschaft und Gesellschaft anpasst. Die Kapazitäten des Stromnetzes der APG sind die Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Mitarbeiter entwickeln die geeigneten Marktprodukte, beherrschen die Physik und garantieren Sicherheit und Effizienz für Österreich. Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 350 Millionen Euro für den Aus- und Umbau der Netzinfrastruktur 2020 gibt APG der heimischen Bauindustrie einen kräftigen Impuls. Insgesamt wird APG rund 2,9 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren in den Netzaus- und Umbau investieren. Das sind rund 16 Prozent der insgesamt 18 Milliarden Euro, die die E-Wirtschaft in den kommenden zehn Jahren in den Netzausbau investieren wird. Beim Sustainable Brand Rating 2020 wird APG in der Kategorie Versorgungs-Infrastruktur auf Platz eins gewählt, im Gesamtrating der Kategorie Investment auf Platz zwei. 

    ÜBER EQUIGY

    EQUIGY spielt eine Schlüsselrolle bei der raschen Umsetzung der Energiewende und der Integration des Energiesystems. Mit seiner europäischen Crowd-Balancing-Platform schafft EQUIGY die Voraussetzung für einen vertrauenswürdigen Datenaustausch und damit die Möglichkeit für Aggregatoren mit kleinen und flexiblen Ressourcen wie Batteriespeicher und Elektroautos an den Regelenergiemärkten teilzunehmen. So werden Konsumenten zu Prosumenten. Gegründet von den drei nationalen Übertragungsnetzbetreibern TenneT, Swissgrid und Terna  zielt EQUIGY darauf ab, in ganz Europa branchenübergreifende Standards zu schaffen, als Grundlage für ein zukunftsorientiertes, verlässliches und kosteneffizientes Stromsystem, das nicht von fossilen Brennstoffen als Flexibilitätsquelle abhängig ist.

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    news-2308 Thu, 28 Jan 2021 17:50:19 +0100 Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans 2035, Version 2021 https://www.tennet.eu/de/news/news/uebertragungsnetzbetreiber-veroeffentlichen-ersten-entwurf-des-netzentwicklungsplans-2035-version-202/ Vierwöchige öffentliche Konsultation beginntBerücksichtigung der energie- und klimaschutzpolitischen Vorgaben von Bundesregierung und EUIntegration von Offshore-Windenergie gewinnt zunehmend an BedeutungEinsatz innovativer Technologien dämpft den Netzausbaubedarf 
    • Vierwöchige öffentliche Konsultation beginnt
    • Berücksichtigung der energie- und klimaschutzpolitischen Vorgaben von Bundesregierung und EU
    • Integration von Offshore-Windenergie gewinnt zunehmend an Bedeutung
    • Einsatz innovativer Technologien dämpft den Netzausbaubedarf 

    Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) 2035 in der Version 2021 auf www.netzentwicklungsplan.de veröffentlicht. Damit beginnt eine vierwöchige öffentliche Konsultation, an der bis zum 28. Februar 2021 online, per E-Mail oder schriftlich teilgenommen werden kann. Die Stellungnahmen fließen in den zweiten Entwurf des NEP ein, der anschließend der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Prüfung übergeben wird.

    Wie auch in den vorherigen NEP zeigt sich, dass die fortschreitende Energiewende einen höheren innerdeutschen Stromtransportbedarf zur Folge hat. Der steigende Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung ist somit der zentrale Treiber der Netzentwicklung. Immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien, sowohl an Land wie auf See, muss zuverlässig in das elektrische System integriert und mit einer steigenden sowie immer flexibler reagierenden Stromnachfrage in Einklang gebracht werden. Dabei berücksichtigt der Entwurf ein Energiesystem ohne Kernkraft und weitgehend ohne Kohleverstromung und bewegt sich somit innerhalb der deutschen und europäischen energie- und klimapolitischen Vorgaben.

    Der NEP 2035 (2021) blickt ausführlich in drei Szenarien erstmalig auf das Jahr 2035 und im Ausblick auf das Jahr 2040 und zeigt den Netzentwicklungsbedarf, um Deutschland weiterhin verlässlich und effizient mit Strom zu versorgen. Bezogen auf den Bruttostromverbrauch beträgt der Anteil der erneuerbaren Energien zwischen 70 und 74 % im Jahr 2035 und 76 % im Jahr 2040. Diese Annahmen gehen von einer installierten Leistung erneuerbarer Energien zwischen 233 und 261 GW im Jahr 2035 und 268 GW im Jahr 2040 aus.

    Der NEP 2035 (2021) dokumentiert, dass die Windenergie der zentrale erneuerbare Energieträger der Energiewende ist, insbesondere die Stromerzeugung in Nord- und Ostsee gewinnt erheblich an Bedeutung. In allen Szenarien dieses NEP nimmt die Windenergie den größten Anteil am Energiemix ein. Jedoch ist bei der Photovoltaik mit einem starken Anstieg der installierten Leistung und damit der Erzeugung zu rechnen.

    Investitionsvolumen NEP 2035 (2021)

    Das geschätzte Investitionsvolumen für die vorgeschlagenen Maßnahmen an Land liegt zwischen 72 und 76,5 Mrd. Euro. In dieser Summe sind bereits die Investitionen für das sogenannte „Startnetz“ enthalten. Darunter fallen Maßnahmen, für die bereits ein Planfeststellungsverfahren eröffnet wurde oder in Kürze eröffnet wird, die bereits planfestgestellt oder im Bau sind. Die Investitionen fallen über die Jahre verteilt an.

    Ausbaubedarf des Höchstspannungsnetzes

    Um die energie- und klimapolitischen Vorgaben zu erreichen, sind insbesondere Netzverstärkungs-, aber auch -ausbaumaßnahmen erforderlich. Ein Großteil der Vorhaben ist bereits im Bundesbedarfsplan 2021 enthalten. Das Startnetz enthält 3.640 km AC-Leitungsmaßnahmen und 2.580 km DC-Leitungsmaßnahmen. Im Zubaunetz umfassen die Maßnahmen zwischen 3.560 und 3.685 km AC-Leitungen, überwiegend als Netzverstärkungen, und zwischen 1.855 und 2.385 km DC-Leitungen im Jahr 2035, davon ein Großteil Offshore-Netzanbindungen. In den Szenarien A und B 2035 sind über den BBP 2021 hinaus rund 800 km AC- und DC-Maßnahmen erforderlich, im Szenario C 2035 sind es rund 1.450 km.

    Ausbaubedarf zur Anbindung der Offshore-Windenergie

    Der NEP und der Flächenentwicklungsplan (FEP) bilden zusammen die Basis, auf der das Offshore-Netz für Nord- und Ostsee entwickelt wird. Auf Grundlage des von der BNetzA genehmigten Szenariorahmens und den im FEP 2020 ausgewiesenen Flächen ergeben sich für das Offshore-Netz des NEP 2035 (2021) zur Integration von 28 bis 32 GW Offshore-Windenergie Investitionen zwischen 33 bis 38,5 Mrd. Euro. Der Zubaunetzanteil des Offshore-Netzes liegt im Jahr 2035 zwischen 3.210 und 3.860 km.

    Werkzeuge zur Dämpfung des Onshore-Netzausbaubedarfs

    Eine Kombination verschiedener Maßnahmen stellt eine bedarfsgerechte und auf das erforderliche Maß reduzierte Netzdimensionierung sicher. Dazu gehören Annahmen zu durchschnittlichen Witterungsverhältnissen, die Spitzenkappung bei der Stromerzeugung von Onshore-Windkraft- und PV-Anlagen sowie eine Glättung der Stromnachfrage durch flexible Stromanwendungen wie Elektromobilität und Wärmepumpen.

    Bei der Ermittlung des Netzoptimierungs-, Netzverstärkungs- und
    Netzausbaubedarfs wurden explizit Technologien wie witterungsabhängiger Freileitungsbetrieb, der Einsatz von Hochtemperaturleiterseilen und Elemente zur aktiven Steuerung des Leistungsflusses berücksichtigt. Auch die Potenziale zukünftiger innovativer Technologien wie moderne Systemführungskonzepte und Netzbooster sind eingeflossen.

    Die Szenarien

    Am 26. Juni 2020 hat die BNetzA den Szenariorahmen für den NEP 2035 (2021) genehmigt und veröffentlicht. In diesem Szenariorahmen werden Annahmen zur Energielandschaft in den Jahren 2035 und 2040 getroffen: Drei Szenarien blicken auf das Jahr 2035 und ein Szenario bildet die Entwicklung bis in das Jahr 2040 ab. Alle Szenarien gehen von dem Ziel aus, dass die Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2050 nahezu klimaneutral ist.

    In allen Szenarien wird ein steigender Stromverbrauch angenommen. Dieser ergibt sich unter anderem aus der zunehmenden Elektrifizierung im Wärme- und Verkehrssektor sowie aus der zunehmenden Nutzung von Power-to-X-Technologien. Auch strombasierte Dekarbonisierungen im Industriesektor und der durch die Digitalisierung bedingte Mehrbedarf an IT-Rechenleistung tragen dazu bei. 

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    news-2304 Fri, 22 Jan 2021 09:49:13 +0100 TenneT und Bayernwerk Netz testen digitale Lösung, um gemeinsam Netzengpässe zu vermeiden https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-und-bayernwerk-netz-testen-digitale-loesung-um-gemeinsam-netzengpaesse-zu-vermeiden/ Kontrollierte Steuerung von FlexibilitätenKleinanlagen im Verteilnetz ergänzen Großkraftwerke
  • Kontrollierte Steuerung von Flexibilitäten
  • Kleinanlagen im Verteilnetz ergänzen Großkraftwerke
  • Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT geht zusammen mit der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) und Wissenschaftlern der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) neue Wege beim Netzengpassmanagement. Über zwei digitale Plattformen haben die beiden Netzbetreiber nun erfolgreich ein freies Energieangebot aus dem Verteilnetz zur Behebung eines möglichen Engpasses im vorgelagerten Höchstspannungsnetz eingesetzt. Der Test dieses neuen Werkzeugs zur Spannungsebenen übergreifenden Nutzung von Flexibilitäten gibt einen Einblick in die Energiezukunft: ergänzend zu großen Kraftwerken sollen zukünftig viele an das Verteilnetz angeschlossene, dezentrale Kleinanlagen die stabile Energieversorgung im Stromnetzverbund mit sichern und Ausfälle verhindern helfen.

    Bei dem erfolgreichen Testabruf wurde nun gezeigt, wie bei Bedarf der Austausch von freien Flexibilitäten zwischen Verteil- und Übertragungsnetz technisch umsetzbar ist. Die Projektbeteiligten koppelten zwei im Projekt C/sells entwickelte Flexibilitätsplattformen zu einem Zeitpunkt, als in der niederbayerischen Projektregion im Bayernwerk-Netzgebiet keine Engpass-Situation vorlag. Eine Voraussetzung für den Abruf war, dass für die sichere Netzsteuerung auf Verteilnetzebene in dem Moment kein Bedarf für den Einsatz vorhandener Flexibilitäten bestand. Über den sogenannten Altdorfer Flexmarkt (ALF) konnten freie Flex-Potentiale an die von TenneT entwickelte comax-Plattform übermittelt werden, um Netzengpässe im Übertragungsnetz zu beheben. Zusammen wurden sowohl die Angebote aller PV-Anlagen im Feldversuchsgebiet als auch das Flexibilitätsangebot von drei Batteriespeichern abgegeben. Im Ergebnis waren auf der comax-Plattform des Übertragungsnetzbetreibers an einem Netzknoten zwei zusätzliche Flexibilitätsangebote verfügbar, um gemeinsam die stabile Energieversorgung zu sichern.

    TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens sagte: „Bei dem Testabruf konnte gezeigt werden, dass der Flexibilitätseinsatz nicht auf Netzebenen beschränkt ist, sondern Flexibilität aus unteren Netzebenen auch zum Lösen von Engpasssituationen im Übertragungsnetz beitragen kann. Die Kopplung der Plattformen ermöglichte außerdem einen Abruf für dezentrale Flexibilität, insbesondere für jene, die in der Niederspannungsebene angebunden sind. Letztendlich hat der Test einen Einblick ermöglicht, wie das Energiesystem zukünftig deutlich stärker vernetzt und damit intelligenter genutzt werden kann.“

    „Bereits heute finden sich mehr als 175.000 Wärmepumpen, Direkt- und Speicherheizungen, 30.000 Kleinspeicher und mehr als 4.000 intelligente Messsysteme im Bayernwerk-Netz. Nach Ergebnissen einer Studie rechnen wir bis 2035 mit 1,5 Millionen steuerbaren Einheiten in unserem Netzgebiet“, erklärte Dr. Egon Westphal, Technikvorstand der Bayernwerk AG. In Zukunft werden die zahlreichen steuerbaren Kleinanlagen im Verteilnetz Aufgaben mit übernehmen, die heute vor allem durch große, zentrale Kraftwerke wahrgenommen werden. Der erhöhte Bedarf an Flexibilität ergibt sich zum einen aufgrund der stetig steigenden Erzeugung aus Erneuerbaren Energien und zum anderen durch die höhere Zahl an Lastspitzen durch den allgemeinen Trend zur Elektrifizierung. „Durch die voranschreitende Digitalisierung in der Energiewirtschaft werden zugleich innovative Lösungskonzepte ermöglicht. Für Anlagenbesitzer bietet die Energiezukunft und die gezielte Bereitstellung von Flexibilitäten eine langfristige Perspektive“, sagte Dr. Egon Westphal.

    Für Professor Wolfgang Mauch, Geschäftsführer der FfE, war die Kopplung ein wichtiger Meilenstein: „Die Koordination und das Matching von Flexibilitätsangebot und -nachfrage im Netzgebiet des Altdorfer Flexmarkts hatten wir bereits erfolgreich demonstriert. In Zukunft wird das aber nicht ausreichen, denn die Netzebenen werden zusammenarbeiten und sich koordinieren müssen. Der Abruf der Anlagen in Altdorf und Arzberg für die Unterstützung der Stabilität im Netz hat erfolgreich gezeigt wie das künftig funktionieren kann. Dies ist ein ganz wichtiger Schritt, um unser Stromnetz fitter für den weiteren Lauf der Energiewende zu machen, wenn die vielen dezentralen Anlagen die Aufgaben der Kraftwerke ergänzen werden."

    ALF, der Altdorfer Flexmarkt, wurde von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) in Kooperation mit der Bayernwerk Netz GmbH konzipiert, entwickelt und in der Region Altdorf erprobt. Über ALF kann im Verteilnetz vorhandene Flexibilität gesammelt und angeboten werden. Die Flexibilitätsplattform comax wurde von TenneT entwickelt und bietet in der Höchstspannungsebene auch die Möglichkeit, das Angebot und die Nachfrage von Flexibilitäten zusammenzubringen. Durch die Kopplung der Plattformen wird das Flexibilitätsangebot, auf welches die jeweiligen Netzbetreiber für das Engpassmanagement zurückgreifen können, erweitert. Das Forschungsprojekt C/sells ist Teil des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG)“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

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    news-2301 Wed, 20 Jan 2021 08:35:13 +0100 Die Nordsee wird zum Powerhouse Nordwesteuropas – Offshore-Windenergie als zentraler Hebel für die Energiewende https://www.tennet.eu/de/news/news/die-nordsee-wird-zum-powerhouse-nordwesteuropas-offshore-windenergie-als-zentraler-hebel-fuer-die-e/ Bis 2030 erhöht TenneT die Übertragungskapazität auf mehr als 26.000 Megawatt in der deutschen und der niederländischen Nordsee  Nordsee-„Windernte“ 2020 übertrifft Vorjahr um mehr als zwölf Prozent
  • Bis 2030 erhöht TenneT die Übertragungskapazität auf mehr als 26.000 Megawatt in der deutschen und der niederländischen Nordsee
  •  Nordsee-„Windernte“ 2020 übertrifft Vorjahr um mehr als zwölf Prozent
  • Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat im Jahr 2020 rund 22,76 Terawattstunden (TWh)*) Windenergie aus der deutschen Nordsee an Land übertragen und damit einen neuen Spitzenwert erzielt. Das Ergebnis 2020 übertrifft den Vorjahreswert (20,25 TWh) um 12,4 Prozent. Damit kann rein rechnerisch der Jahresbedarf von rund sieben Millionen Haushalten, also eine Dreiviertelmillion mehr als im Vorjahr, mit grüner Energie gedeckt werden.
    Der Anteil der Stromübertragung aus der Nordsee liegt bei starken 17,2 Prozent an der gesamten Windstromerzeugung in Deutschland, die im Jahr 2020 132,32 Terawattstunden erreicht hat.


    TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens sagte: „Die Nordsee wird das neue Powerhouse Nordwesteuropas. Bereits heute betreibt TenneT Offshore-Netzanbindungen in Deutschland und den Niederlanden mit einer Übertragungskapazität von rund 8.500 Megawatt, davon mehr als 7.000 Megawatt in der deutschen Nordsee . Auch die Bundesregierung sieht die enorme Bedeutung der Nordsee für unsere Stromversorgung und hat die Ziele für das Jahr 2030 auf 20.000 Megawatt angehoben, von denen TenneT mit circa 17.000 Megawatt den größten Teil realisieren wird. Hinzu kommt noch das TenneT-Offshore-Netz in den Niederlanden, wo wir die Übertragungskapazität bis 2030 auf 9.600 Megawatt erhöhen werden. Zusammengerechnet sind das über 26.000 Megawatt im Jahr 2030. Dafür werden wir allein in der Nordsee in den nächsten Jahren 20 Milliarden Euro investieren.“


    Zusätzlich plant TenneT, bis 2035 gemeinsam mit Konsortial-Partnern in der Nordsee ein erstes grenzüberschreitendes Windenergie-Verteilkreuz zu bauen, das mit 12.000 Megawatt die Kapazität von zwölf Großkraftwerken hat. Über das Verteilkreuz sollen Dänemark, die Niederlande und Deutschland mit grünem Windstrom aus der Nordsee versorgt werden. Ein Verteilkreuz ist eine cleverere Energie-Schaltstelle: Es verbindet Windparks mit verschiedenen Ländern und stellt so gleichzeitig eine direkte elektrische Verbindung zwischen diesen Ländern zu geringeren Kosten her. Wenn der Wind weht, wird der Strom aus den Offshore-Windparks über die Seekabel in die angeschlossenen Länder transportiert. Und bei Flaute können dieselben Seekabel für den Stromhandel direkt zwischen den Ländern genutzt werden.


    Um die neue klimapolitische Zielmarke mit 55 Prozent weniger CO2 bis 2030 zu erreichen, ist in Deutschland ein weiterer Ausbau von rund 35.000 bis 65.000 Megawatt zusätzlich zum bisher geplanten Erneuerbaren-Zubau zu erwarten. Dabei muss der Ausbau des Stromnetzes Schritt halten mit dem der Erneuerbaren. „Wir haben uns die Auswirkungen auf den Netzausbau angeschaut und erwarten bis zu 1.000 Kilometer zusätzliche neue Stromleitungen“, so Tim Meyerjürgens, „ich glaube, dass das zu schaffen ist. Wir werden unseren Teil beitragen und die Bundesregierung tatkräftig dabei unterstützen, diese Ziele zu erreichen.“


    Die Verteilung der Energie aus dem immer weiter wachsenden Zubau an Erneuerbaren kann aber künftig nicht allein über das Stromnetz geschehen. Power to X, Elektrolyseure zur Gewinnung und Speicherung von Wasserstoff aus grünem Strom sowie die Kopplung der Energiesektoren werden wesentliche Faktoren sein, um den zusätzlichen Stromnetzausbau in der Zukunft zu begrenzen. Tim Meyerjürgens: „Wir müssen besonders das Thema Wasserstoff und dessen Integration in das Energiesystem sehr breit denken, viel breiter als bisher, und dabei einen übergreifenden, systemischen Ansatz verfolgen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor wird die intelligente Kopplung der verschiedenen Sektoren und ein koordinierter Ausbau der Gas- und Strominfrastruktur sein. Nur wenn wir die Elektrolyseure mit Blick auf das ganze Stromsystem sinnvoll positionieren und betreiben, können sie das Stromsystem entlasten. Daher brauchen wir aus Politik und Wirtschaft die richtigen Signale und Anreize für die Einbindung der Elektrolyseure in die vorhandene Infrastruktur, damit sie das Energiesystem unterstützen und nicht zu einer zusätzlichen Belastung für die Stromnetze werden.

    Weitere Offshore-Bilanz-Daten

    In der deutschen Nordsee wurde der Maximalwert der Einspeisungsleistung der Offshore-Windparks im Jahr 2020 am 02. Januar mit 6.035 Megawatt (MW) gemessen. Der Kapazitätsausbau der Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee lag am Stichtag 31.12.2020 bei 6.679 MW.

    Die Offshore-Übertragungskapazität von TenneT liegt bei 7.132 MW in der deutschen Nordsee und übertrug 22,76 Terawattstunden*) im Jahr 2020 von See an Land.

    Die Windenergieanlagen in der Ostsee (Netzgebiet von 50Hertz) haben 4,13 Terawattstunden im Jahr 2020 erzeugt, sodass der gesamte Offshore-Ertrag Deutschlands in diesem Zeitraum bei 26,89 Terawattstunden lag. Zuzüglich 105,43 Terawattstunden*) erzeugter Onshore-Windenergie kommt der Gesamtertrag in Deutschland auf 132,32 Terawattstunden*).

    In den Niederlanden hat TenneT die beiden Offshore-Netzanschlusssysteme Borssele alpha und Borssele beta mit zusammen 1.400 MW in Betrieb und damit 1,82 Terawattstunden Windenergie von See an Land im Jahr 2020 übertragen.

    *) Finanziell geförderte Strommengen nach EEG, ohne sonstige Direktvermarktung und inklusive 0,16 TWh unvergütet, wegen negativer Preise; für 2020 als vorläufiger Ist-Wert. Onshore-Strommengen sind für die Monate November und Dezember 2020 als vorläufige Schätzwerte integriert.

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    news-2285 Fri, 18 Dec 2020 09:33:46 +0100 TenneT und weitere führende Übertragungsnetzbetreiber starten Initiative zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-und-weitere-fuehrende-uebertragungsnetzbetreiber-starten-initiative-zur-reduktion-von-treibhaus/ Initiative zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen soll sowohl den eigenen CO2-Fußabdruck reduzieren als auch größere Einsparungspotentiale auf Systemebene abgeben Motor soll die vermehrte Nutzung von Strom als Energiequelle sowie die Integration der erneuerbaren Energiequellen sein  Die gemeinsame Initiative wird von TenneT, Amprion, APG, Elia Group, Red Eléctrica, RTE, Swissgrid und Terna getragen  Bis Mitte 2021 erarbeiten diese europäischen Übertragungsnetzbetreiber ein Positionspapier
  • Initiative zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen soll sowohl den eigenen CO2-Fußabdruck reduzieren als auch größere Einsparungspotentiale auf Systemebene abgeben
  • Motor soll die vermehrte Nutzung von Strom als Energiequelle sowie die Integration der erneuerbaren Energiequellen sein
  •  Die gemeinsame Initiative wird von TenneT, Amprion, APG, Elia Group, Red Eléctrica, RTE, Swissgrid und Terna getragen
  •  Bis Mitte 2021 erarbeiten diese europäischen Übertragungsnetzbetreiber ein Positionspapier
  • Eine Gruppe führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bekennt sich zur ihrer wichtigen Rolle bei der Dekarbonisierung des Energiesystems. Das Ergebnis der gemeinsamen Initiative, die heute bekanntgegeben wurde, wird ein Positionspapier sein, das bis Mitte 2021 fertiggestellt und der Öffentlichkeit präsentiert werden wird. Dieses Paper wird folgende Schwerpunkte beinhalten:

    • Pläne und direkte Initiativen der ÜNB zur weiteren Reduktion des CO2-Fußabdrucks im Rahmen ihrer eigenen Prozesse
    • Vorschläge, wie die ÜNB die vermehrte Nutzung von Strom als Energiequelle und Integration der Erneuerbaren bei gleichzeitiger sicherer Stromversorgung ermöglichen
    • Darstellung des eigenen Beitrags zur Dekarbonisierung des Energiesystems als Ganzes und wie diese Beiträge in einem gemeinsamen Rahmen evaluiert und kontrolliert werden können 
    • Die effizientesten Instrumente, die von den Übertragungsnetzbetreibern implementiert und/oder unterstützt und die im Interesse der Energiewende umgesetzt werden können, damit die Dekarbonisierung des Energiesystems europaweit möglich wird

    Die Übertragungsnetzbetreiber können massiv zu einer Reduktion der Treibhausgas-Emissionen auf Systemebene beitragen. Strom ist dank seiner intrinsischen Effizienz und der direkten Nutzung erneuerbarer Energien eine der kostengünstigsten Dekarbonisierungslösungen in vielen Sektoren der Wirtschaft.

    Die Übertragungsnetzbetreiber können auf zwei Arten zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen beitragen: indem sie ihre eigenen Treibhausgas-Emissionen reduzieren und, was noch wesentlicher ist, indem sie eine Schlüsselrolle bei der Reduktion der Emissionen auf Ebene des Energiesystems einnehmen: durch die Integration von Erneuerbaren, Verstromung von Verbrauch und sektorübergreifender Integration.

    Das volle Potential der Integration von erneuerbaren Energiequellen kann nur realisiert werden, wenn der Netzausbau beschleunigt wird und die Erneuerbaren echter Teil des Energiemarkts sind. Dies sind die Schlüsselfaktoren, die entscheidend und treibende Kraft für das Erreichen der langfristigen Dekarbonisierungsziele in Europa sind. Als Schlüsselakteure in der Energiewende sind die europäischen ÜNB mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Sie müssen innovative Lösungen implementieren, um die Integration der Erneuerbaren zu managen und die Elektrifizierung vieler Teile der Wirtschaft und Gesellschaft zu ermöglichen, während sie gleichzeitig ihren eigenen CO2-Fußabdruck und den ihrer Wertschöpfungsketten reduzieren.

    Daher ist es notwendig, zeitnah eine innovative Netzinfrastruktur zu entwickeln, die zukunftsweisende und flexible Tools auf Basis verfügbarer Netzkapazitäten im Interesse der Wirtschaft und Gesellschaft ermöglicht.

    Kräfte in einer gemeinsamen Herangehensweise bündeln 

    Trotz ihres großen Beitrags zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen, wird die Schlüsselrolle der ÜNB auf europäischer Ebene oft unterschätzt. Der Fokus beschränkt sich größtenteils auf jene Handlungsfelder der Netzbetreiber, für die das Treibhausgas-Emissions-Inventar standardisiert ist (Treibhausgas Protokoll). Erhöhte Ambitionen der Übertragungsnetzbetreiber im Hinblick auf die Erreichung der Treibhausgas- sowie Nachhaltigkeitsziele und die entsprechenden Umsetzungsinstrumente benötigen eine gemeinsame Herangehensweise und eine verstärkte Kooperation im Hinblick auf die Klassifizierung und Messung der Reduktion der Treibhausgas-Emissionen auf Systemebene.

    Unsere gemeinschaftliche Denkweise ist die Grundlage unseres Handelns, wobei wir weitere Akteure so weit wie möglich einbeziehen wollen, um die aktuellen Herausforderungen der Reduktion des CO2-Fußabdrucks gemeinsam mit allen Übertragungsnetzbetreibern, Interessensvertretern und Entscheidungsträgern im Rahmen eines offenen Dialogs ganz konkret zu adressieren.

    TenneT

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2283 Wed, 16 Dec 2020 13:49:07 +0100 TenneT bietet Dialog mit Bürgern parallel zur Offenlage der Planungsunterlagen für 1. Abschnitt der Ostküstenleitung an https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-bietet-dialog-mit-buergern-parallel-zur-offenlage-der-planungsunterlagen-fuer-1-abschnitt-der/ Am 04. Januar 2021 startet die Auslage der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt Kreis Segeberg – Raum Lübeck  Verschiedene Angebote zur persönlichen, telefonischen und virtuellen Information für betroffene Bürger Anmeldungen bereits ab 28. Dezember 2020 möglich
  • Am 04. Januar 2021 startet die Auslage der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt Kreis Segeberg – Raum Lübeck
  •  Verschiedene Angebote zur persönlichen, telefonischen und virtuellen Information für betroffene Bürger
  • Anmeldungen bereits ab 28. Dezember 2020 möglich
  • Am 04. Januar 2021 wird das Planfeststellungsverfahren der von TenneT in Schleswig-Holstein geplanten 380-kV-Ostküstenleitung vom „Umspannwerk Kreis Segeberg" in Henstedt-Ulzburg zum „Umspannwerk Raum Lübeck“ in Stockelsdorf durch die öffentliche Auslage der Planfeststellungsunterlagen eröffnet. Dazu wurden im Dezember die Planunterlagen an die entsprechenden Behörden und Fachstellen gesandt. Sie werden  in den betroffenen Gemeinden bis zum 03. Februar 2021 öffentlich ausgelegt. Bis zum 03. März 2021 können dann alle Bürgerinnen und Bürger Hinweise oder Einwände schriftlich beim AfPE oder in den auslegenden Gemeinden abgeben.

    Übertragungsnetzbetreiber TenneT realisiert als Vorhabenträger das Energiewende-Netzausbauprojekt Ostküstenleitung im Auftrag der Bundesregierung. Parallel zur Offenlage der Planfeststellungsunterlagen für den ersten Bauabschnitt geben wir betroffenen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich mit uns zu den Planunterlagen auszutauschen. Dazu bieten wir verschiedene Informationsformate unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Pandemie-Regelungen und -Vorgaben an.
    Um Sie und uns zu schützen, sind neben persönlichen Gesprächen (unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Coronavorschriften) auch Telefongespräche und Videokonferenzen mit uns möglich. Zudem können Interessierte die vollständigen Planunterlagen sowie weitere hilfreiche Informationen zur geplanten 380-kV-Ostküstenleitung und zum Beteiligungsverfahren in einem virtuellen Infomarkt unter ostkuestenleitung.tennet.eu ab 04.01.2021 einsehen.

    Wir laden die Betroffenen aus der Region ein, sich mit uns persönlich zu den Planungsunterlagen auszutauschen. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage finden diese Gespräche unter strengen Hygienebedingungen mit maximal fünf Personen gleichzeitig statt. Jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die dann geltenden Corona-Bestimmungen dies zulassen. Daher ist eine vorherige Anmeldung notwendig unter: 0431-780 281 55. Die Anmeldehotline ist besetzt ab dem 28.12.2020, montags bis freitags in der Zeit von 09 bis 18 Uhr.

    Die Gesprächsveranstaltungen werden wie folgt ausgerichtet:

    • 12.01.2021, 13 bis 18 Uhr, in Bad Segeberg (Levo Park)
    • 13.01.2021, 13 bis 18 Uhr, in Kisdorf (Ulmenhof)
    • 14.01.2021, 13 bis 18 Uhr, in Lübeck (Bunte Räume)

    Alternativ bieten wir vom 18. bis 21.01.2021 Bürgersprechstunden als Telefonat oder Videokonferenz an. Eine Teilnahme daran ist ebenfalls nur nach vorheriger Anmeldung unter der vorgenannten Telefonnummer möglich.

    Zwei Teilerdverkabelungsabschnitte

    Zahlreiche Hinweise und Anregungen seitens der Bürgerinnen und Bürger waren von TenneT bereits zur Antragsabgabe im Sommer mit in die Planungen aufgenommen worden und sind damit  Teil der Planfeststellungsunterlagen geworden. Im Ergebnis wurde im Abschnitt Kreis Segeberg – Raum Lübeck eine Freileitung mit zwei Teilerdverkabelungsstrecken in Henstedt-Ulzburg (4,4 km) und Kisdorferwohld (3 km) beantragt. Diese Strecken erwiesen sich als besonders geeignet zur Erfüllung des Pilotzwecks der gesetzlichen Teilerdverkabelungsoption einer Drehstromleitung im vermaschten Höchstspannungsnetz. Gleichzeitig kann hier in besonderem Maße eine Neubelastung in Siedlungsbereichen durch eine Freileitung vermieden werden. Eine Besonderheit ist, dass innerhalb des circa 50 Kilometer langen Leitungsabschnitts gleich zwei Erdkabelteilabschnitte geplant sind. Sie befinden sich am Anfang des Abschnitts und sollen in einem für die Bürgerinnen und Bürger der Region besonders sensiblen Siedlungsumfeld gezielt für Entlastung sorgen. Damit wird erstmals ein Teilerdverkabelungs-Pilotvorhaben in Höchstspannungs-Drehstromtechnologie in der Region realisiert.

    Im übrigen Verlauf wird eine 380-kV-Freileitung größtenteils in einem Abstand von 60 Metern neben der bestehenden 220-kV-Freileitung errichtet, welche nach Inbetriebnahme der neuen   380-kV-Leitung demontiert wird.

    Hintergrund

    Der Antragstellung waren intensive Abstimmungen zwischen TenneT, Genehmigungsbehörde und dem Land Schleswig-Holstein vorangegangen. Die Antragsunterlage, an der bereits seit 2016 gearbeitet worden war, musste den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Die Rechtslage im Energieleitungsrecht hat gerade in den vergangenen Jahren die Anforderungen an die Abwägung der Leitungsführung erhöht. Diese Aktualisierungen waren im vergangenen Jahr vorgenommen und umfassend in die Unterlage eingearbeitet worden. Dabei wurde auch die Prüfung der Leitungsführung an der teilweise geplanten und teilweise bereits gebauten Autobahn A20 intensiviert. Diese Korridorvariante konnte sich aber nicht durchsetzen. Im Ergebnis folgt die beantragte Leitungsführung weitestgehend der bestehenden 220-kV-Freileitung und nutzt die durch sie bereits bestehenden Vorbelastungen.

    Entsprechend des Netzentwicklungsplans 2030 wird der Bau der Ostküstenleitung in drei Abschnitte unterteilt: Kreis Segeberg – Raum Lübeck, Raum Lübeck –  Siems und Raum Lübeck – Raum Göhl.
    Die Inbetriebnahme des ersten Abschnitts (Kreis Segeberg – Raum Lübeck) ist für das Jahr 2025 geplant, die weiteren Abschnitte gehen voraussichtlich 2026 (Raum Lübeck – Siems) sowie 2027 (Raum Lübeck – Raum Göhl) ans Netz.


    TenneT
    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit fast 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,1Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2278 Wed, 16 Dec 2020 06:55:29 +0100 Viessmann und TenneT starten erstes Projekt zur intelligenten Nutzung von Wärme und Strom https://www.tennet.eu/de/news/news/viessmann-und-tennet-starten-erstes-projekt-zur-intelligenten-nutzung-von-waerme-und-strom/ Stabilisierung des deutschen Stromnetzes mit intelligenten Wärmepumpen Klimalösungsanbieter und Übertragungsnetzbetreiber launchen Pilotprojekt ViFlex Bündelung von Wärmepumpen und Stromspeichern zu “virtuellen Kraftwerken”Optimierte Nutzung von erneuerbarem Strom durch innovate Blockchain-Lösung
  • Stabilisierung des deutschen Stromnetzes mit intelligenten Wärmepumpen
  • Klimalösungsanbieter und Übertragungsnetzbetreiber launchen Pilotprojekt ViFlex
  •  Bündelung von Wärmepumpen und Stromspeichern zu “virtuellen Kraftwerken”
  • Optimierte Nutzung von erneuerbarem Strom durch innovate Blockchain-Lösung
  • Bayreuth/Allendorf (Eder), 16.12.2020. Zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in Wohngebäuden werden Wärmepumpen in diesem Jahrhundert eine Schlüsselrolle spielen. Davon sind Deutschlands größter Übertragungsnetzbetreiber TenneT und das Familienunternehmen Viessmann überzeugt. Grund genug für beide Unternehmen, das bislang einmalige Pilotprojekt ViFlex ins Leben zu rufen, das im kommenden Jahr starten wird. Heute stellten beide Unternehmen Einzelheiten des Projektes vor. 

    Das Nutzen der Flexibilitätspotenziale von Wärmepumpen für das Engpassmanagement im Stromnetz werden Viessmann und TenneT in dem Pilotprojekt ViFlex gemeinsam erproben. Ziel ist es, jeweils eine dreistellige Zahl von Wärmepumpen und Stromspeichern zu einem virtuellen Kraftwerk zu bündeln. Gleichzeitig können diese Kunden bei einer Teilnahme am Pilotprojekt deutlich Stromkosten einsparen.

     

    Optimierung durch die Viessmann ViCare-App

    Die Optimierung der Wärmepumpen erfolgt über den von Viessmann entwickelten Kommunikationskanal. Diesen nutzen Kunden bereits über ihre ViCare App, um maximalen Komfort und Effizienz für ihr Energiesystem zu Hause zu erhalten. Der Fahrplan der Wärmepumpe wird mit den Anforderungen von TenneT abgeglichen und der Betrieb wenn möglich in Zeiten verschoben, in denen auf Grund von Engpässen im Stromnetz die Einspeisung erneuerbaren Stroms reduziert werden müsste, indem zum Beispiel Windenergieanlagen abgeregelt würden (sogenanntes Engpassmanagement). Indem stattdessen die in virtuellen Kraftwerken gebündelten Wärmepumpen Strom aufnehmen, entlasten diese das Stromnetz und sorgen so dafür, dass erneuerbarer Strom nicht „weggeworfen“ werden muss.

    Voraussetzung ist, dass Kunden einen Stromtarif in der ViShare Energy Community über den Vertragspartner Digital Energy Solutions, ein Tochterunternehmen von Viessmann, abschließen. Somit bleiben alle Komponenten in einer Hand; das steigert die Zuverlässigkeit für die Kunden. Die Wärmepumpen der Teilnehmer werden so optimiert, dass ohne Komfortverlust ein Beitrag an TenneT für das Engpassmanagement zur Verfügung gestellt wird. Dies erfolgt über die von TenneT und weiteren Akteuren betriebene Equigy Plattform, eine Crowd Balancing Plattform, die auf Blockchain-Technologie basiert.

     

    Viessmann Wärmepumpen reagieren auf Stromangebot

    Bei den Viessmann Wärmepumpen handelt es sich um eine Technologie, die mit 100 Prozent erneuerbarem Strom betrieben werden kann und mit intelligenter Steuerung in der Lage ist, flexibel auf die Anforderungen des Stromnetzes zu reagieren. So kann zum Beispiel die Wärmepumpe genau dann arbeiten und den Wärmespeicher füllen, wenn viel Solarstrom vom Dach kommt oder der Wind in Deutschland stark weht und viel Windstrom im Netz zur Verfügung steht. So wird das Stromnetz stabilisiert und die Nutzung fossiler Kraftwerke ersetzt.

     

    Hintergrund

    Der Ausbau erneuerbarer Energien führt verstärkt zu dezentralen Strukturen im deutschen Energiesystem. Die Dezentralisierung beschränkt sich nicht nur auf Erzeugungs- und Speicherseite, sondern umfasst auch den unmittelbaren Vor-Ort-Verbrauch der erzeugten beziehungsweise gespeicherten elektrischen Energie in zum Teil neuen Anwendungsbereichen im Wärmesektor.

    In einem zunehmend strombasierten und gleichzeitig dezentraleren Energiesystem steigen auch die Anforderungen an den Netz- und Systembetrieb, um das heute sehr hohe Niveau der Versorgungssicherheit weiterhin gewährleisten zu können. Dezentrale Erzeuger, Speicher und Verbraucher können bei entsprechender Regelbarkeit einen messbaren Beitrag zur Flexibilisierung und damit Stabilisierung des Stromversorgungssystems leisten. 

     

    Nutzung Blockchain-basierter Technologie

    Die Bereitstellung von Systemdienstleistungen (Regelleistung und Engpassmanagement) aus Millionen einzelner Kleinanlagen erfordert einen neuen Ansatz zur automatisierten Steuerung und Einbindung in die Prozesse der Übertragungsnetzbetreiber sowie große Anstrengungen bei den Geräteherstellern. 

    TenneT hat gemeinsam mit einer Reihe von europäischen Übertragungsnetzbetreibern eine länderübergreifende Blockchain-basierte Datenplattform – die Equigy Crowd Balancing Plattform – entwickelt. Diese Plattform wird es Millionen Haushalten in Deutschland und Europa erleichtern, die Flexibilität ihrer Anlagen über Stromanbieter und Hersteller an den Systemdienstleistungsmärkten anzubieten. Das dient der Stabilisierung der Stromnetze. Die Equigy-Plattform macht dabei die automatisierte Einbindung und Steuerung dieser Anlagen in die Prozesse der Netzbetreiber und Marktteilnehmer möglich. 

    Viessmann investiert konsequent seit vielen Jahren mit zunehmender Geschwindigkeit in die Entwicklung der eigenen Energiemanagement-Plattform, um den Komfort und auch die Wirtschaftlichkeit für Klimalösungen zu erhöhen. Damit ist ViFlex ein weiterer Baustein passend zum Leitbild des Unternehmens: „We create living spaces for generations to come!“

     

    Medienkontakt TenneT

    Medienkontakte Viessmann

     

    Über TenneT

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

     

    Über Viessmann

    Viessmann ist der führende Anbieter von Klimalösungen für alle Lebensräume. Das ‘Integrierte Viessmann Lösungsangebot’ ermöglicht es, Produkte und Systeme über digitale Plattformen und Services für Klima- (Wärme, Kälte & Luftqualität) und Kühllösungen nahtlos miteinander zu verbinden. Alle Lösungen basieren auf erneuerbaren Energien und maximaler Effizienz. Alle Aktivitäten des 1917 gegründeten Familienunternehmen leiten sich aus dem Unternehmensleitbild “We create living spaces for generations to come” ab. Lebensräume zukünftiger Generationen zu gestalten – das ist die Verantwortung der weltweit 12.300 Mitglieder starken Viessmann Familie. 

     

    Über Equigy

    Equigy spielt eine Schlüsselrolle bei der Beschleunigung der Energiewende und der Integration des Energiesystems. Mit der europäischen Crowd-Balancing-Plattform, die auf der Blockchaintechnologie basiert, ermöglicht Equigy kleineren Flexibilitäten wie Heimbatterien und Elektrofahrzeugen die Teilnahme an Stromausgleichsmärkten und macht Verbraucher zu Prosumern. Equigy wurde von TenneT, Swissgrid und Terna, drei nationalen Übertragungsnetzbetreibern, gegründet. Das Projekt zielt darauf ab, branchenübergreifende Standards in ganz Europa zu setzen, um ein zukunftssicheres, zuverlässiges und kosteneffizientes Energiesystem zu unterstützen, das unabhängig von Flexibilitätsquellen auf der Basis fossiler Brennstoffe ist.

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    news-2277 Tue, 15 Dec 2020 18:32:15 +0100 TenneT begrüßt verstärkte deutsch-dänische Zusammenarbeit bei Offshore-Verteilkreuzen https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-begruesst-verstaerkte-deutsch-daenische-zusammenarbeit-bei-offshore-verteilkreuzen/ Ministerien in Dänemark und Deutschland unterzeichnen Letter of Intent  Absichtserklärung auch zwischen den Niederlanden und Dänemark
  • Ministerien in Dänemark und Deutschland unterzeichnen Letter of Intent
  •  Absichtserklärung auch zwischen den Niederlanden und Dänemark
  • Mit Blick auf die Erreichung der europäischen Klimaziele haben Deutschland und Dänemark jetzt eine Absichtserklärung zur verstärkten Zusammenarbeit bei der Prüfung von Optionen zum Bau von Windenergie-Verteilkreuzen auf See unterzeichnet. 

    „TenneT begrüßt diese Absichtserklärung“, sagte TenneT COO Tim Meyerjürgens, „wir sehen dies als ein wichtiges Signal zur Intensivierung der internationalen Koordination von Schlüsselprojekten für die europäische Energiewende an. Wichtig ist, dass diese Formen der Zusammenarbeit in multilaterale Kooperationen münden. Gemeinsam können so  die notwendigen politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für internationale Offshore-Projekte, wie etwa Windenergie-Verteilkreuze in der Nordsee entwickelt werden. Die jetzt zwischen Dänemark und Deutschland geschlossene Absichtserklärung ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, die Übertragung von Offshore-Windenergie international zu vernetzen sowie Verteilkreuz-Infrastrukturen in den frühen 2030er Jahren in der Nordsee zusammen mit unseren Partnern Energinet und Gasunie im North Sea Wind Power Hub-Konsortium zu realisieren.“


    TenneT steht bereit, die von den Wirtschafts- bzw. Energieministerien in Dänemark und Deutschland  beauftragte gemeinsame Arbeitsgruppe zu unterstützen und das Know-how als erster grenzüberschreitender Übertragungsnetzbetreiber in Europa einzubringen. 

    [Link zur Website des BMWi und zum Letter of Intent Deutschland-Dänemark.]



    Absichtsvereinbarung auch zwischen den Niederlanden und Dänemark

    Parallel haben auch die Niederlande und Dänemark eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der sie vereinbaren, dass TenneT, Gasunie und Energinet weitere Untersuchungen für ein gemeinsames Offshore-Verteilkreuz in der Nordsee durchführen.


    Manon van Beek, CEO von TenneT, sagte: „Energie wird zunehmend zu einer grenzüberschreitenden Angelegenheit und die Zusammenarbeit über die Grenzen von Organisationen und Ländern hinweg ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. In diesem Zusammenhang realisieren wir bereits grenzüberschreitende Offshore-Projekte und viele weitere Möglichkeiten liegen vor uns. Offshore-Wind wird zweifelsohne das neue Kraftwerk Nordwesteuropas werden, einer Region, die über die Nordsee perfekt angebunden ist. Und nur in einem europäischen Kontext können und werden wir jedes auf See erzeugte Elektron optimal nutzen.“


    Auch in der niederländisch-dänischen Absichtserklärung wurde vereinbart, dass zusätzliche Analysen von TenneT, Energinet und Gasunie zur gemeinsamen Entwicklung eines Verteilkreuzes  in der Nordsee zur Anbindung von Offshore-Windparks durchgeführt werden sollen. Auf der Grundlage dieser Analysen müssen die Niederlande und Dänemark bis 2022 eine Entscheidung treffen, ob es opportun ist, diese Zusammenarbeit fortzusetzen.

    TenneT
    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit fast 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,1Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2268 Thu, 10 Dec 2020 10:00:00 +0100 50Hertz und TenneT erproben Blockchain-Plattform Equigyfür Prozesse im Engpassmanagement mit Kleinstanlagen https://www.tennet.eu/de/news/news/50hertz-und-tennet-erproben-blockchain-plattform-equigyfuer-prozesse-im-engpassmanagement-mit-kleinst/ Bayreuth/Berlin, 10. Dezember 2020 – Die beiden Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und TenneT werden in Deutschland gemeinsam zukunftsfähige Konzepte für die Einbindung von kleinen dezentralen Erzeugern, Verbrauchern und Speichern in das Engpassmanagement auf den Weg bringen. Dabei haben Endkunden die Möglichkeit, mithilfe von aggregierten Flexibilitätspotenzialen das Engpassmanagement der Netzbetreiber aktiv zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Als flexible Anlagen kommen unter anderem Wärmepumpen, Batteriespeicher, Elektrofahrzeuge oder Mikro-KWK-Anlagen in Frage. Bayreuth/Berlin, 10. Dezember 2020 – Die beiden Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und TenneT werden in Deutschland gemeinsam zukunftsfähige Konzepte für die Einbindung von kleinen dezentralen Erzeugern, Verbrauchern und Speichern in das Engpassmanagement auf den Weg bringen. Dabei haben Endkunden die Möglichkeit, mithilfe von aggregierten Flexibilitätspotenzialen das Engpassmanagement der Netzbetreiber aktiv zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Als flexible Anlagen kommen unter anderem Wärmepumpen, Batteriespeicher, Elektrofahrzeuge oder Mikro-KWK-Anlagen in Frage.

    Ein Weg, der im Projekt getestet werden soll, ist die Nutzung der im Projekt Equigy entwickelten Crowd Balancing Platform. Auf dieser Blockchainbasierten Plattform haben private Haushalte und Besitzer von Elektrofahrzeugen die Möglichkeit, über ihre Stromlieferanten bzw. Aggregatoren die flexible Kapazität ihrer Anlagen zur netzdienlichen Nutzung anzubieten.

    Dr. Dirk Biermann, Geschäftsführer Märkte und Systembetrieb von 50Hertz: „Mit voranschreitender Digitalisierung der Energiewende, dem Roll-Out von intelligenten Messsystemen und der Entwicklung neuer Kommunikationsstandards und Schnittstellen werden sich in den nächsten 10 Jahren zunehmend Möglichkeiten ergeben, auch Kleinstflexibilitäten in unsere Prozesse der Systemführung einzubeziehen. Um die energiewirtschaftlichen Prozesse und Marktteilnehmer bedienen zu können, benötigen wir einerseits skalierbare Plattformen, die hunderttausende Einheiten aggregieren und gleichzeitig große Datenflüsse verarbeiten können. Andererseits gilt es, koordinierte Datenaustausch- und Abrufprozesse zwischen allen Netzbetreibern weiterzuentwickeln. Beide Themen sollen im Projekt unter Einbezug weiterer Partner bearbeitet werden.“ Tim Meyerjürgens, COO von TenneT, erklärte: „In einer nachhaltigen Energiezukunft brauchen wir auch die privaten Haushalte, um die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten. Mit der Blockchain-Plattform Equigy und der Zusammenarbeit mit europäischen Übertragungsnetzbetreibern machen wir den Weg für die Nutzung kleiner dezentraler Flexibilitäten in Europa frei. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Sektorkopplung und hilft, den Umbau des Energieversorgungssystems sicher zu gestalten.“

    Hintergrund der Aktivitäten von deutschen und europäischen Übertragungsnetzbetreibern ist, dass für den Ausgleich der Schwankungen von Stromerzeugung und -verbrauch sowie zur Beherrschung von Netzengpässen in Zukunft immer weniger konventionelle Erzeugungsleistung aus Großkraftwerken zur Verfügung steht. Die Flexibilitätspotenziale Millionen dezentraler Kleinstanlagen könnten daher einen wichtigen Beitrag zur Systemstabilität leisten.

    Die Equigy-Plattform, ein Konsortium europäischer Übertragungsnetzbetreiber, bietet hierzu Flexibilitätsanbietern eine diskriminierungsfrei zugängliche IT-Infrastruktur, um die zur Bereitstellung von Systemdienstleistungen aus kleinteiligen Flexibilitäten notwendigen Daten- und Informationsflüsse effizient gestalten zu können. Mit ihrer Zusammenarbeit wollen die beiden Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und TenneT den Fokus auf eine Einbindung von Kleinstanlagen unter einer Leistung von 100 kW in das Engpassmanagement legen, d.h. Anlagen, die heute nicht von der gesetzlich verpflichtenden Teilnahme am Redispatch 2.0 erfasst sind. Neben der eigentlichen Implementierung einer Pilotumgebung werden im Rahmen der Zusammenarbeit daher auch regulatorische Fragestellungen adressiert, um für Kleinstanlagen die notwendigen Anreize am Engpassmanagement schaffen zu können.

     

    Ansprechpartner

     

    Über TenneT

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

     

    Über 50Hertz

    50Hertz betreibt das Stromübertragungsnetz im Norden und Osten Deutschlands und baut es für die Energiewende bedarfsgerecht aus. Unser Höchstspannungsnetz hat eine Stromkreislänge von etwa 10.490 Kilometern – das ist die Entfernung von Berlin nach Rio de Janeiro. Das 50Hertz-Netzgebiet umfasst die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen sowie die Stadtstaaten Berlin und Hamburg. In diesen Regionen sichert 50Hertz mit etwa 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um die Uhr die Stromversorgung von 18 Millionen Menschen. 50Hertz ist führend bei der sicheren Integration Erneuerbarer Energien: In unserem Netzgebiet stammt über 60 Prozent des verbrauchten Stroms aus regenerativer Erzeugung – bis zum Jahr 2032 wollen wir 100 Prozent Erneuerbare Energien sicher in Netz und System integrieren. Anteilseigner von 50Hertz sind die börsennotierte belgische Holding Elia Group (80 Prozent) und die KfW Bankengruppe mit 20 Prozent. Als europäischer Übertragungsnetzbetreiber ist 50Hertz Mitglied im europäischen Verband ENTSO-E.

     

    Über Equigy

    Equigy spielt eine Schlüsselrolle bei der Beschleunigung der Energiewende und der Integration des Energiesystems. Mit der europäischen Crowd-Balancing-Plattform, die auf der Blockchaintechnologie basiert, ermöglicht Equigy kleineren Flexibilitäten wie Heimbatterien und Elektrofahrzeugen die Teilnahme an Stromausgleichsmärkten und macht Verbraucher zu Prosumern. Equigy wurde von TenneT, Swissgrid und Terna, drei nationalen Übertragungsnetzbetreibern, gegründet. Das Projekt zielt darauf ab, branchenübergreifende Standards in ganz Europa zu setzen, um ein zukunftssicheres, zuverlässiges und kosteneffizientes Energiesystem zu unterstützen, das unabhängig von Flexibilitätsquellen auf der Basis fossiler Brennstoffe ist.

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    news-2266 Wed, 09 Dec 2020 08:05:00 +0100 TenneT startet Probebetrieb von NordLink https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-startet-probebetrieb-von-nordlink/ Das grüne Kabel ist jetzt in den europäischen Strommarkt integriert Die Fertigstellung der Stromverbindung zum Austausch von norwegischer Wasserkraft und deutscher Windenergie ist für das Frühjahr 2021 vorgesehen Rechnerisch kann NordLink 3,6 Millionen Haushalte mit klimaneutraler Energie versorgen
  • Das grüne Kabel ist jetzt in den europäischen Strommarkt integriert
  • Die Fertigstellung der Stromverbindung zum Austausch von norwegischer Wasserkraft und deutscher Windenergie ist für das Frühjahr 2021 vorgesehen
  • Rechnerisch kann NordLink 3,6 Millionen Haushalte mit klimaneutraler Energie versorgen
  • Zusammen mit den Partnern Statnett und der KfW hat TenneT heute NordLink, das grüne Kabel zum Austausch norwegischer Wasserkraft und deutscher Windenergie in den Probebetrieb genommen. Damit verbunden ist der Eintritt des Interkonnektors in den europäischen Strommarkt.

    „NordLink ist ein Leuchtturmprojekt der Energiewende und ein wichtiger Schritt bei der Integration erneuerbarer Energien in den Strommarkt“, sagte TenneT-Geschäftsführer Tim Meyerjürgens. „Wir haben heute erstmals die Strommärkte Norwegens und Deutschlands direkt miteinander verbunden. Das grüne Kabel kann rechnerisch rund 3,6 Millionen Haushalte mit klimaneutraler Energie versorgen“, so Tim Meyerjürgens, „norwegische Wasserkraft und deutsche Windenergie ergänzen sich in diesem System wechselseitig in optimaler Weise.“

    "Wir sind stolz darauf, dass unsere neue Verbindungsleitung für den Energieaustausch zwischen unseren beiden Ländern bereit ist. NordLink wird uns helfen, unsere Klimaziele zu erreichen und sowohl auf der norwegischen als auch auf der deutschen Seite des Kabels Mehrwert zu schaffen", sagte Gunnar G. Løvås,  Executive Vice President des norwegischen Übertragungsnetzbetreibers  Statnett.

    „Der Klimawandel erfordert ein ebenso deutliches wie kluges Umdenken – NordLink wird dabei ein Eckpfeiler der europäischen Energiewende sein. Mit dem Tausch von Elektrizität aus Wind- und Wasserkraft schaffen wir Versorgungssicherheit, stabile Energiepreise und erhöhen den Anteil erneuerbarer Energien im Strommix. Wir sind stolz, dieses technologisch einzigartiges Projekt zu begleiten“, sagte Markus Scheer, Mitglied der Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank.

    Die Strom-Übertragungskapazität, die in den Markt gegeben wird, ist das Ergebnis der jeweils aktuellen Kapazitätsberechnung der beiden Übertragungsnetzbetreiber TenneT und Statnett. Die zur Verfügung stehende Kapazität des Interkonnektors wird dann im Rahmen der europäischen Marktkopplung der vor- und untertägigen Stromhandelsmärkte genutzt. Dabei bestimmt die sich zwischen Norwegen und Deutschland einstellende Preisdifferenz die Flussrichtung des Stroms. Zu erwarten ist, dass zumeist dasjenige Land exportiert, das gerade den günstigeren Preis in den Markt einbringt.         

    In Vorbereitung auf den Markteintritt von NordLink war bereits im November ein internationales Webinar veranstaltet worden. 180 Marktteilnehmer aus ganz Europa und aus verschiedenen Institutionen und Bereichen, wie Energiehändler, Strombörsen, Übertragungsnetzbetreiber, Ministerien, Regulierungsbehörden und Universitäten erhielten umfassende Informationen zu marktbezogenen Themen, wie Kapazitätsberechnung und –nutzung.

    „Wir haben transparent dargestellt, wie wir die Kapazität berechnen, wie sie dem Markt angeboten wird und was in den ersten Betriebsjahren von NordLink erwartet werden kann. Dabei haben wir auch mehr Verständnis für die Herausforderungen geschaffen, vor denen Übertragungs-netzbetreiber, Länder und Märkte stehen, wenn  große neue Interkonnektoren in Betrieb genommen werden“, sagte Tim Meyerjürgens.

    Nach Abschluss der Probebetriebsphase, in der NordLink die komplexen betriebstechnischen Anforderungen durchläuft, wird das „grüne Kabel“ voraussichtlich im Frühjahr 2021 umfassend geprüft und fertiggestellt sein.

     

    Hintergrund

    NordLink schafft eine Verbindung zwischen den Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen und den Windparks in Deutschland. Die Wasserreservoirs in Norwegen fungieren dabei quasi als „Energiespeicher“, denn bei Stromimport aus Deutschland – und besonders dann, wenn in Deutschland überschüssige Windenergie vorhanden ist – kann das Wasser in ihnen verbleiben. 

    Umgekehrt können bei Verbrauchsspitzen und gleichzeitig geringer Wind- und Solarenergie-erzeugung in Deutschland die norwegischen „Wasserkraft-Speicher“ genutzt und Strom nach Deutschland transportiert werden. 

    Deutsche Verbraucher können vom positiven Effekt auf die Strompreise durch den Import von Energie aus preisgünstiger Wasserkraft profitieren. Wenn die Preise in Deutschland höher als in Norwegen sind, weil Windkraftanlagen und Solarzellen nur wenig Strom produzieren, kann über NordLink Energie aus norwegischer Wasserkraft importiert werden. 

    In Norwegen werden sich positive volkswirtschaftliche Effekte vor allem aus dem Energieüberschuss aufgrund gestiegener Produktionskapazität ergeben. Dies gilt besonders für Zeiten, in denen der Zustrom in die Wasserreservoirs hoch ist. In Trockenzeiten in Norwegen werden die norwegischen Verbraucher profitieren, weil dann ausreichend Strom aus deutschen Wind- und Solarenergieüberschüssen importiert werden kann.

    Ein erheblicher Teil der sozioökonomischen Vorteile von NordLink entsteht durch die Einnahmen aus der zur Verfügungstellung der Übertragungskapazität in den europäischen Day-ahead und Intradaymarkt. Diese Erträge werden entsprechend der regulatorischen und gesetzlichen Vorgaben unter anderem zur Finanzierung von Netzprojekten oder zur Senkung der Stromtarife verwendet.

     

    Deutsch-norwegische Kooperation

    Das NordLink-Projekt wird von einem Konsortium realisiert, an dem zu jeweils 50% der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett sowie die DC Nordseekabel GmbH & Co.KG beteiligt sind. An DC Nordseekabel halten TenneT und die KfW jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile. DC Nordseekabel verantwortet Bau und Genehmigungen auf deutscher Seite.  Weitere Infos unter: www.nordlink.eu

     

    Gleichstromautobahn

    NordLink ist eine Gleichstromautobahn ohne Abfahrt, also eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, zwischen den Drehstromnetzen in Deutschland und Norwegen. Aufgrund der Streckenlänge und der großen Übertragungsleistung wird zur verlustarmen Übertragung Gleichstrom verwendet. Die beiden Kabel (Plus- und Minuspol) sind mit den Konverterstationen an jedem Ende verbunden. Die Konverterstationen wurden in Wilster (Schleswig-Holstein) und Tonstad (Norwegen) errichtet. An diesen Standorten wird der Strom von Gleich- in Drehstrom (bzw. umgekehrt, je nach Übertragungsrichtung) umgewandelt und in das deutsche bzw. norwegische Drehstrom-Übertragungsnetz eingespeist, um Haushalte und Unternehmen mit grünem Strom zu versorgen.

     

    Daten und Fakten

    • 623 km lange Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)
    • 1.400 MW Kapazität mit ± 525 kV
    • Offshore: 516 km Seekabel
    • Onshore: 54 km Erdkabel (Büsum – Wilster/Schleswig-Holstein) sowie 53 km Freileitung (Vollesfjord – Tonstad/NO)
    • Netzverknüpfungspunkte: Umspannwerke Wilster West (DE) sowie Tonstad (NO)

    TenneT
    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2261 Thu, 03 Dec 2020 10:39:14 +0100 Erster Stahlschnitt der Offshore-Plattform DolWin epsilon in Singapur erfolgt – Netzanbindung DolWin5 erreicht wichtigen Meilenstein https://www.tennet.eu/de/news/news/erster-stahlschnitt-der-offshore-plattform-dolwin-epsilon-in-singapur-erfolgt-netzanbindung-dolwin/ Fertigungsbeginn für 11. Gleichstrom-Konverterplattform Netzanbindungsprojekt mit 900 Megawatt Kapazität als Beitrag zur Energiewende Fertigstellung von DolWin5 für 2024 geplant
  • Fertigungsbeginn für 11. Gleichstrom-Konverterplattform
  • Netzanbindungsprojekt mit 900 Megawatt Kapazität als Beitrag zur Energiewende
  • Fertigstellung von DolWin5 für 2024 geplant
  • Im Rahmen des Projekts DolWin5 fiel mit dem "ersten Stahlschnitt" am Dienstag, den 01. Dezember, der Startschuss für den Bau der Offshore-Konverterplattform DolWin epsilon in Singapur. Aufgrund der derzeitigen Lage fand dieses wichtige Ereignis in kleinem Rahmen und unter strengen Hygienevorschriften in der dortigen Werft von Keppel Offshore & Marine statt: Während die zwei Project Directors von TenneT Michiel Cadenau und Angelique van Soest-Veenmann sowie Nils Arne Hatleskog, der Executive Vice President von Aibel, das Geschehen virtuell verfolgten, löste der Projektleiter für die Konverterplattform Maurice Blenkers unter Anwesenheit des Managing Directors von Keppel Offshore & Marine (Newbuilds), Tan Leong Peng, per Knopfdruck den ersten Stahlschnitt aus.

    Die 900 Megawatt starke Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) DolWin5 wird den vor der Küste Niedersachsens liegenden Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 mit dem Höchstspannungsnetz an Land verbinden. Der auf See produzierte Windstrom wird als Drehstrom auf die Konverterplattform DolWin epsilon geleitet, dabei kommt der innovative 66-kV-Anschluss zum Einsatz: Der Windpark wird direkt mit der Offshore-Plattform verbunden. Umspannstationen in den Windparks sind so nicht mehr notwendig. Auf DolWin epsilon wird der Windstrom in Gleichstrom umgewandelt und insgesamt 130 Kilometer bis zur Konverterstation Emden/Ost transportiert. Hier wird der Strom wieder in Drehstrom umgewandelt und über das Umspannwerk ins Höchstspannungsnetz eingespeist. Gleichstrom bietet sich aufgrund der Entfernung und der zu übertragenden Leistung für den verlustarmen Transport an. 

    Im Mai 2019 hatte der Übertragungsnetzbetreiber TenneT das Konsortium aus Aibel und Keppel FELS damit beauftragt, wesentliche Elemente des Offshore-Netzanbindungsprojekts DolWin5 zu realisieren. Keppel FELS ist einer der weltweit führenden Hersteller mobiler Offshore-Anlagen. In der Werft des Unternehmens in Singapur wird der ca. 80 Meter lange, 70 Meter breite und 80 Meter hohe Stahlbau der Offshore-Plattform DolWin epsilon gefertigt. Nach Abschluss der Bauarbeiten und Installation des Großteils der technischen Ausrüstung wird DolWin epsilon von Singapur ins norwegische Haugesund transportiert. Dort wird das Unternehmen Aibel, einer der größten Lieferanten und Dienstleister im Bereich Öl und Gas sowie Offshore-Wind, Konverter und Transformatoren verbauen. Die Höchstspannungsgleichstromtechnik liefert HITACHI ABB als Unterauftragnehmer von Aibel und Keppel FELS. Neben der Konverteranlage werden auf der Plattform Unterkünfte für 50 Personen, ein Hub-schrauberlandeplatz sowie ein Kran und Rettungsboot Platz finden.  

    Innovativer 66-kV-Direktanschluss

    TenneT treibt nicht nur die Standardisierung von Systemen und Prozessen voran. TenneT entwickelt auch innovative Technologien, um Netzanschlüsse noch effizienter und kosteneffektiver zu gestalten. Eine dieser Innovationen ist der 66-kV-Direktanschluss, der beim Projekt DolWin5 zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Diese Technologie ermöglicht erhebliche Kosteneinsparungen, da die Windkraftanlagen direkt über 66-kV Drehstromkabel an die Offshore-Plattform von TenneT angeschlossen werden. Dadurch werden erstens die Umspannstationen der Offshore-Windparks nicht länger benötigt. Zweitens sind keine 155-kV-Drehstromkabel zur Verbindung der Offshore-Plattform von TenneT mit den Umspannstationen der angeschlossenen Windparks mehr notwendig.

    Mit dem innovativen 66-kV-Anschluss werden die Windparks direkt mit der Offshore-Plattform von TenneT verbunden. Umspannstationen in den Offshore-Windparks sind dadurch nicht mehr notwendig.

    Über DolWin5

    DolWin5 ist das elfte Offshore-Netzanbindungsprojekt von TenneT, das in Höchstspannungs-Gleichstromübertragungstechnik umgesetzt wird. DolWin5 verfügt über eine Übertragungskapazität von 900 Megawatt. Die zugehörige Offshore-Plattform DolWin epsilon wandelt den von Windkraftanlagen produzierten Drehstrom in Gleichstrom um. Von dort aus führt ein 100 km langes Seekabel in südlicher Richtung vorbei an der Insel Borkum im Westen bis zum Anlandepunkt Hamswehrum, der sich an der Emsmündung in Ostfriesland befindet. Von hier führt ein 30 km langes Landkabel bis zur Konverterstation in Emden, wo der Strom wieder in Drehstrom umgewandelt und in das Höchstspannungsnetz an Land eingespeist wird. DolWin5 wird den Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 mit dem Höchstspannungsnetz an Land verbinden.

    Daten und Fakten zu DolWin5

    • 130 Kilometer lange Verbindung in Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik (HGÜ) mit einer maximalen Übertragungsleistung von 900 Megawatt
    • 100 km Seekabel, 30 km Landkabel 
    • Netzverknüpfungspunkt: Emden/Ost
    • Inbetriebnahme geplant für 2024

     

    Schematischer Verlauf des Offshore-Netzanbindungsprojekts DolWin5 

     

    TenneT

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2247 Wed, 25 Nov 2020 07:55:56 +0100 Vorschläge für Fulda-Main-Leitung: TenneT veröffentlicht Korridornetzentwürfe und lädt zum digitalen Dialog https://www.tennet.eu/de/news/news/vorschlaege-fuer-fulda-main-leitung-tennet-veroeffentlicht-korridornetzentwuerfe-und-laedt-zum-digitale/ Fulda-Main-Leitung soll zweite Stromverbindung zwischen Hessen und Bayern auf der Höchstspannungsebene werden Aktueller Korridornetzentwurf und Planungsstand stehen ab 25. November online zur Verfügung  TenneT bietet digitale Korridordialoge und offene Bürgersprechstunden vom 30. November bis 16. Dezember 2020
  • Fulda-Main-Leitung soll zweite Stromverbindung zwischen Hessen und Bayern auf der Höchstspannungsebene werden
  • Aktueller Korridornetzentwurf und Planungsstand stehen ab 25. November online zur Verfügung
  •  TenneT bietet digitale Korridordialoge und offene Bürgersprechstunden vom 30. November bis 16. Dezember 2020
  • Die Fulda-Main-Leitung ist eine geplante 380 Kilovolt Wechselstromleitung, die ab 2031 das Umspannwerk Mecklar in Ludwigsau, über das Umspannwerk Dipperz bei Fulda mit dem Umspannwerk Bergrheinfeld/West bei Schweinfurt verbinden soll. Mit einer Gesamtlänge von rund 130 Kilometern wird die Versorgungs- und Transportleitung die zweite Verbindung auf der Höchstspannungsebene zwischen Hessen und Bayern. Aufgrund der Nord-Süd-Ausrichtung wird die Fulda-Main-Leitung das bestehende Netz in Hessen und Nordbayern entlasten und die Integration von regional erzeugtem Grünstrom verbessern. Dieser hessisch-bayerische Lückenschluss wird auch dazu beitragen, den überregionalen Stromtransport von norddeutscher Windenergie in die süddeutschen Metropol- und Wirtschaftsregionen zukunftssicher zu gestalten. 

    TenneT hatte zum Projektauftakt im Sommer 2020 den Untersuchungsraum vorgestellt und veröffentlicht im zweiten Planungsschritt ab 25. November 2020 den Korridornetzentwurf für die  ab 2021 anstehende Bundesfachplanung. Am Ende der rund zweijährigen Bundesfachplanung wird die Bundesnetzagentur als Genehmigungsbehörde einen rund 1000 Meter breiten Korridor festlegen. Anschließend folgt das Planfeststellungsverfahren in dem die konkrete Leitungsführung geplant wird.

    Bei der Realisierung des Projektes setzt TenneT auf einen umfassenden Dialog mit Kommunen, Mandatsträgern, Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern von Bürgerinitiativen, Verbänden und Behörden. Aufgrund der geltenden Infektionsschutzbestimmungen und vor allem auch mit Blick auf die Gesundheit aller Beteiligten, können die Dialogangebote aktuell nur im digitalen Raum stattfinden. Hierfür bietet TenneT zwischen 30. November und 14. Dezember für die Vertreter der Kommunen, Bürgerinitiativen, Verbänden und Behörden fünf Korridorsprechstunden an. Für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger werden zusätzlich offene Sprechstunden angeboten. Am 03. Dezember für den hessischen Bereich und am 16. Dezember für Unterfranken. 

    Kartenmaterial und weitere Erläuterungen sowie Informationen zum Anmeldeverfahren für die offenen Bürgersprechstunden stehen online unter folgendem Link zur Verfügung:

    Darüber hinaus steht online ein Geoinformationssystem zur Verfügung, das einen detaillierten Einblick in die Korridornetzentwürfe der Fulda-Main-Leitung unter folgendem Link bietet:

    Ansprechpartnerin für individuelle Anfragen ist beim Projekt Fulda-Main-Leitung Frau Cindy Schemmel. Als Referentin für Bürgerbeteiligung kann Frau Schemmel per Mail oder Telefon unter folgenden Daten kontaktiert werden:


    Wie bei allen Planungen, verfolgt TenneT auch bei der Fulda-Main-Leitung das Ziel, die bau- und betriebsbedingten Auswirkungen auf Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten. Dementsprechend großen Wert legt der Netzbetreiber darauf, den im Sommer 2020 begonnen Dialog trotz Corona-Beschränkungen fortzusetzen. Um die Planungsgrundlagen zu verbessern und lokales Wissen in die Planungen miteinzubinden, werden die digitalen Formate ihren Beitrag leisten. Das oberste Ziel der TenneT bleibt, im Jahr 2021 wieder vor Ort und im persönlichen Gespräch mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Planungen zu diskutieren und Hinweise aus den Regionen mitaufzunehmen. In dieser herausfordernden Lage wird seitens TenneT  um Verständnis geworben,dass die Gesundheit der interessierten Bürgerinnen und Bürgern, der im Auftrag für TenneT handelnden Dienstleistern und den TenneT Mitarbeitern selbst im Vordergrund steht.

    Bundesbedarfsplangesetz und Fulda-Main-Leitung

    Die Fulda-Main-Leitung wurde bereits 2013 als Projekt P43 in den Bundesbedarfsplan aufgenommen und bei der Novellierung des Bundesbedarfsplangesetztes (BBPIG) 2015 bestätigt. In den kommenden Wochen werden Bundestag und Bundesrat ihre Beratungen zur erneuten Novellierung des Bundesbedarfsplangesetzes abschließen und das Gesetz verabschieden. Damit wird der Bundesgesetzgeber die energiewirtschaftliche Notwendigkeit sowie den vordringlichen Bedarf der Fulda-Main-Leitung als neue 380-kV-Wechselstromverbindung von Mecklar in Osthessen über Dipperz bei Fulda nach Bergrheinfeld/West bei Schweinfurt nochmals unterstreichen. Auf Grundlage des Bundesbedarfsplangesetzes ist TenneT mit der Planung und Umsetzung des Projektes beauftragt.  

    TenneT
    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit fast 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2248 Wed, 25 Nov 2020 07:28:00 +0100 Trafotransport für Netzanbindung DolWin6 startet https://www.tennet.eu/de/news/news/trafotransport-fuer-netzanbindung-dolwin6-startet/ Zwei 416 Tonnen schwere Transformatoren machen sich an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen auf den sechs Kilometer langen Weg zum Netzknoten Emden/Ost  Netzanbindungsprojekt mit 900 Megawatt Kapazität als Beitrag zur Energiewende
  • Zwei 416 Tonnen schwere Transformatoren machen sich an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen auf den sechs Kilometer langen Weg zum Netzknoten Emden/Ost
  •  Netzanbindungsprojekt mit 900 Megawatt Kapazität als Beitrag zur Energiewende
  • Samstagabend, 28. November, ab 21.00 Uhr macht sich ein Schwergewicht auf den Weg, denn ab dann gilt die Transportgenehmigung für den über 400 Tonnen schweren Transformator, der zur Konverterstation Emden/Ost gebracht wird.

    Mit 101 Metern Gesamtlänge und ca. 850 Tonnen Gesamtgewicht ist der Transport auch für das ausführende Transportunternehmen ein echter „Riese“. Mit den Begleitfahrzeugen kommt der Tross sogar auf eine Länge von 211 Metern. Der Trafo selbst ist ca. 13 Meter lang, gute vier Meter breit und fast fünf Meter hoch.

    Mittels einem 2 x 20-achsigen Schwerlastanhänger und einer Zugmaschine davor und dahinter wird der Trafo seinen sechs Kilometer langen Weg vom Hafen in Emden bis zum künftigen Bestimmungsort nehmen – 348 Räder kommen dabei ins Rollen. Vom Hafen bis zur Kreuzung der Bahnlinie im Wykhoffweg sind gute drei Stunden veranschlagt. Da die stark frequentierte Bahnlinie abgeschaltet werden muss, damit die Hochspannungsseile dort angehoben werden können, ist nach Absprache mit der Deutschen Bahn der Übergang mit dem Schwertransport in der Nacht von Samstag auf Sonntag nur zwischen 00:40 und 05:15 Uhr möglich.

    Alle anderen Bahnübergänge sind unkritisch, die Transportfirma erwartet auch sonst keine größeren Schwierigkeiten. Am Wykhoffweg muss allerdings über eine Länge von rund 500 Metern eine Park- und Halteverbotszone eingerichtet werden, damit der Schwertransport ungehindert passieren kann. Genau eine Woche später, in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 2020, folgt zu gleichen Zeiten und mit gleicher Transporttechnik der zweite baugleiche Transformator auf derselben Route. Beiden Transporten schließen sich in den Tagen danach die Fundamentarbeiten auf dem Baustellengelände an.

    Transportroute

    Die Transformatoren wurden bei Siemens Energy in Nürnberg gebaut und dort in der Nacht vom 12. auf 13. November auf das Binnenschiff verladen. Von da aus ging es rund neun Tage über den Fluss bis nach Emden. Hier wurden die Transformatoren für den Transport entsprechend umgeladen. Nach vorbereitenden Arbeiten soll es Samstagabend um ca. 22:00 Uhr losgehen:

    Startpunkt ist Zum Jarßumer Hafen (bei OWS), dann geht es rechts „Zum Nordkai“ und wieder rechts in die „Petkumer Straße“ bis zum „Wykhoffweg“, wo der Transport nach links abbiegt und weiter über den Bahnübergang bis zum Umspannwerk führt.

    Emden/Ost

    Emden/Ost ist ein wesentliches Element für die Netzanbindung von Offshore-Windparks. Im Projekt DolWin6 wird eine Hochspannungsgleichstromübertragung von 900 Megawatt (MW) von Windparks auf See bis zum Höchstspannungsnetz in Emden/Ost realisiert. Der vor der Küste Niedersachsens auf See produzierte Windstrom wird als Drehstrom auf eine Konverterplattform von TenneT (DolWin kappa genannt) geleitet, dort in Gleichstrom umgewandelt und insgesamt 90 Kilometer bis zur Konverterstation Emden/Ost transportiert. Hier wird der Strom wieder in Drehstrom umgewandelt und über das neu errichtete und benachbarte Umspannwerk ins Höchstspannungsnetz eingespeist. Gleichstrom bietet sich aufgrund der Entfernung und der zu übertragenden Leistung für den verlustarmen Transport an. 

    Am gleichen Standort wurde bereits 2019 BorWin3 in Betrieb genommen, zudem werden im nächsten Jahr die Arbeiten für die Netzanbindung DolWin5 in Emden/Ost beginnen. 

    Nach der Grundsteinlegung für den landseitigen Konverter von DolWin6 in Emden/Ost im Mai hätte im November das Richtfest angestanden, auf das coronabedingt verzichtet wurde. Nichtdestotrotz geht es auf der Baustelle in Emden/Ost voran, sowohl die Konverterhalle als auch das Betriebsgebäude nehmen deutlich Form an. Auch die Kabelverlegung hat dieses Jahr begonnen: knapp vier Kilometer Landkabel sowie sechs Kilometer Kabel im Watt zwischen Hilgenriedersiel (Festland) und Norderney wurden bisher für das Projekt verlegt. 

    DolWin6 gehört zu den insgesamt drei Offshore-Netzanbindungsprojekten, die TenneT aktuell realisiert. Zwölf Netzanbindungen sind bereits in Betrieb. Damit stellt TenneT Offshore-Windkapazitäten von 7.132 Megawatt zur Verfügung.

    DolWin6 Historie

    Die Vergabe des Projektes an Siemens (HGÜ-Technik) und Nexans (Kabel) fand im Sommer 2017 statt. Als einer der ersten Meilensteine in dem Projekt begannen im Sommer 2017 und 2018 die Horizontalbohrungen auf Norderney. Im September 2019 ging es mit den Gründungsarbeiten in Emden/Ost los. Ebenfalls Mitte 2019 starteten die Fertigungsarbeiten an der Offshore-Konverterplattform DolWin kappa durch Dragados (als Partner von Siemens) in Cadiz/Spanien mit dem ersten Stahlzuschnitt. Im Mai 2020 wurde in Emden/Ost der Grundstein für die Landstation gelegt.

    Daten und Fakten DolWin6

    • 90 Kilometer lange Verbindung in Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik (HGÜ) mit einer maximalen Übertragungsleistung von 900 Megawatt 
    • 45 Kilometer Landkabel, 45 Kilometer Seekabel 
    • Netzverknüpfungspunkt: Emden/Ost 

    TenneT

    TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher. Wir erzielen mit fast 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro. Gleichzeitig sind wir einer der größten Investoren in nationale und grenzübergreifende Übertragungsnetze an Land und auf See, die die Energiewende ermöglichen. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2241 Mon, 23 Nov 2020 08:46:37 +0100 „Grüner“ einkaufen: TenneT und sechs weitere europäische Übertragungsnetzbetreiber appellieren an Lieferanten https://www.tennet.eu/de/news/news/gruener-einkaufen-tennet-und-sechs-weitere-europaeische-uebertragungsnetzbetreiber-appellieren-an-li/ Offener Brief ruft auf zur Umstellung auf nachhaltige Produkte und Lösungen Signale setzen, damit der Markt umweltfreundlichere Produkte liefert
  • Offener Brief ruft auf zur Umstellung auf nachhaltige Produkte und Lösungen
  • Signale setzen, damit der Markt umweltfreundlichere Produkte liefert
  • Zusammen mit sechs weiteren europäischen Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) hat sich TenneT jetzt in einem offenen Brief an Lieferanten und Dienstleister der Energiebranche gewandt und appelliert, dieser Markt möge künftig nachhaltige Produkte und Lösungen anbieten. Ziel ist es, dass die Einkaufsabteilungen der ÜNB künftig „grüner“ einkaufen können.


    „Als ÜNB stehen wir im Zentrum der Energiewende unserer Gesellschaften und Volkswirtschaften hin zu einer nachhaltigeren und kohlenstofffreien Welt“, schreiben die Unterzeichner  REN (Portugal), RED (Spanien), Terna (Italien), national grid (Großbritannien), elia group (Belgien) und Rte (Frankreich) sowie TenneT (Niederlande und Deutschland). Es liege daher in der Mitverantwortung der ÜNB, über das Kerngeschäft hinaus nachhaltig zu handeln und über die Entscheidungen nachzudenken, die beim Kauf von Materialien und Dienstleistungen getroffen würden.


    Als europäische Versorgungsunternehmen wollen die sieben ÜNB bei diesem Übergang vorangehen. Die Einkaufsabteilungen wollen versuchen, mit verstärkt „grünen“ Einkäufen eine Vorreiterrolle einzunehmen. Das bedeutet, dass künftig der Umwelt, der biologischen Vielfalt, der Kreislaufwirtschaft und den sozialen Auswirkungen der zu kaufenden Geräte und Dienstleistungen noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. „Wir begrüßen und fördern neue Ideen, um konventionelle Bedürfnisse mit innovativen Lösungen zu erfüllen“, so die sieben ÜNB. Fast alle Unternehmensbereiche könnten "grüner" und nachhaltiger werden, indem in innovative Technologien investiert werde.


    „Alle Lieferanten - etablierte und neue - werden ermutigt, zu dieser Entwicklung beizutragen. Wir werden diesen neuen Trend bei unseren künftigen Auswahl- und/oder Vergabekriterien berücksichtigen“, heißt es in dem offenen Brief, den allein TenneT an rund 2.600 Firmen, die für das Unternehmen tätig sind, verschickt hat. Die Bandbreite reicht dabei vom Malerbetrieb bis hin zu Leasing-Firmen oder Lieferanten für Bauteile.


    TenneT selbst ist bereits seit 2015 als energieeffizientes Unternehmen nach DIN ISO 50001 zertifiziert und hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2025 klimaneutral zu operieren. Zu ersten Maßnahmen auf dem Weg dorthin gehört die Optimierung bei der eigenen Energienutzung z.B. bei Transformatoren, bei denen alle neuen bzw. zu erneuernden Geräte in den Umspannwerken von TenneT Deutschland mit bis zu 90 Prozent geringerem Eigenverbrauch bei deren Kühlanlagen arbeiten. Innovationen bei den Offshore-Netzanschlüssen, die zur Reduzierung und Verkleinerung der Gebäude und Anlagen und damit zu weniger Kupfer-, Stahl- und Energieverbrauch führen, zählen ebenso dazu wie Optimierungen bei den Freileitungsbeseilungen zur Reduzierung von Verlusten bei der Stromübertragung, stromverbrauchsreduzierende Außenbeleuchtung von Anlagen, ein smartes Gebäudemanagement und die sukzessive Umstellung des Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge. 


    [Link zum offenen Brief in englischer Sprache]


    TenneT

    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2233 Thu, 19 Nov 2020 16:16:35 +0100 TenneT-CEO Manon van Beek begrüßt Offshore-Strategie der Europäischen Kommission https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-ceo-manon-van-beek-begruesst-offshore-strategie-der-europaeischen-kommission/  „Wir haben keine Zeit zu verlieren” – ein umfassender Rahmen für internationale Offshore-Energieprojekte ist so bald wie möglich erforderlich TenneT bringt seine Expertise ein und setzt weltweit neue Offshore-Standards
  •  „Wir haben keine Zeit zu verlieren” – ein umfassender Rahmen für internationale Offshore-Energieprojekte ist so bald wie möglich erforderlich
  • TenneT bringt seine Expertise ein und setzt weltweit neue Offshore-Standards
  • „Wir begrüßen das aktuell vorgelegte Konzeptpapier der Europäischen Kommission zur Strategie der Offshore-Energie sehr", sagte TenneT-CEO Manon van Beek. „Die Zeit läuft. Das Ziel, die europäische Wirtschaft bis 2050 zu dekarbonisieren, macht es unumgänglich, dass wir so bald wie möglich damit beginnen. Um das von der Kommission gesetzte Ziel von 300 Gigawatt (GW) Offshore-Windenergie bis 2050 zu erreichen, haben wir keine Zeit zu verlieren", so Manon van Beek. Derzeit werden jedes Jahr nur drei GW an erneuerbaren Energien gebaut. Die Kommission weist zu Recht darauf hin, dass der jährliche Zubau an Offshore-Kapazitäten deutlich erhöht werden muss, um die langfristigen Ziele zu erreichen.

    Manon van Beek: „Eine der großen Herausforderungen wird es sein, grenzüberschreitende Offshore-Projekte zu ermöglichen. Gegenwärtig sind die meisten Offshore-Windparks nur mit einem Land verbunden, und die Netzanbindungen werden nur dann verwendet, wenn der Wind weht. TenneT war einer der Mitentwickler des Konzepts der kombinierten Offshore-Energiesysteme oder Hybridprojekte: Die Idee besteht darin, Unterseekabel für den Transport von Windenergie aus Offshore-Parks zu verwenden, wenn der Wind weht, und dieselben Kabel für den Stromhandel zwischen Ländern zu verwenden, wenn der Wind nicht weht. Solche Hybridprojekte würden Windparks mit verschiedenen Ländern verbinden und gleichzeitig eine direkte elektrische Verbindung zwischen diesen Ländern zu geringeren Kosten herstellen. Gemeinsam mit seinen Partnern arbeitet TenneT auf ein erstes international vernetztes Offshore-Windkraftverteilkreuz in der Nordsee hin. Gemäß des auf zehn Jahre ausgelegten europäischen Netzentwicklungsplan (TYNDP) und der deutschen Offshore-Entwicklungsszenarien planen wir bis 2035 ein erstes grenzüberschreitendes Verteilkreuz mit einer Kapazität von zwölf GW zu bauen, wovon zwei GW mit Dänemark, vier GW mit den Niederlanden und sechs GW mit Deutschland verbunden werden. Ein Vorhaben, das vor kurzem von der Europäischen Kommission über ihre "Connecting Europe Facility" finanziell unterstützt wurde.“

    Darüber hinaus arbeitet TenneT mit National Grid Ventures und Vattenfall zusammen, um Möglichkeiten für einen Interkonnektor zwischen dem niederländischen Offshore-Windgebiet IJmuiden Ver und Großbritannien zu erkunden, die vor 2030 in Betrieb genommen werden soll. Um einige internationale hybride erneuerbare Offshore-Projekte in den frühen 2030er Jahren fertigzustellen, ist es absolut notwendig, jetzt damit zu beginnen. „Wir würden wertvolle Zeit verlieren, wenn wir auf Antworten auf einige dieser regulatorischen Fragen warten würden, anstatt einen gemeinsamen Prozess durchzuführen, um die benötigten Antworten zu finden. Die grundlegende Frage wird sein, wie 60 GW bis 2030 und 300 GW bis 2050 integriert werden können“, so Manon van Beek.

    TenneT betreibt heute mehr als die Hälfte aller Anbindungen von Offshore-Windparks in der EU. Bis 2030 wird TenneT rund 20 Milliarden Euro in die Anbindung der Offshore-Windenergie in den Niederlanden und Deutschland investieren. Die Offshore-Netzanschlusskapazität von TenneT wird bis 2030 auf rund 17 Gigawatt in Deutschland und 9,6 Gigawatt in den Niederlanden steigen. Der Offshore-Ausbau führt zu enormen Anstrengungen beim Netzausbau an Land: Allein TenneT hat in den vergangenen zehn Jahren 14 Milliarden Euro in Deutschland investiert und sieht für die nächsten Jahre ebenfalls ein sehr großes Investitionsprogramm vor, so sind z.B. zwei Gleichstromleitungen in Planung (SuedLink und SuedOstLink) sowie eine weitere in Vorbereitung (B-Korridor). Arbeit und Investition zahlen sich aus: In diesem Jahr wurden von TenneT zwei wichtige Onshore-Netzerweiterungsprojekte für die Integration der Offshore-Windenergie in Norddeutschland erfolgreich in Betrieb genommen. „TenneT befindet sich in einer finanziell gesunden Position, um alles zu finanzieren, was es braucht, um die Energiewende voranzutreiben", betont Manon van Beek, „und unser Investitionsportfolio beläuft sich im nächsten Jahrzehnt auf 40 bis 50 Milliarden Euro, davon rund 30 Milliarden Euro in Deutschland."

    „Die zentrale Herausforderung ist, mit der Anzahl der beteiligten Mitgliedsstaaten nimmt die regulatorische Komplexität rasch zu", erklärt Manon van Beek und fordert die Mitgliedsstaaten auf, gemeinsam einen verlässlichen Investitionsrahmen für die Windparkinvestoren zu schaffen. Es ist von entscheidender Bedeutung, einen Rahmen zu schaffen, der die Rollen und Verantwortlichkeiten der Mitgliedsstaaten, den Marktaufbau, die Zuweisung von Rechten und Pflichten der gemeinsamen Infrastruktur und die Suche nach den besten Standorten für neue Offshore-Projekte berücksichtigt. Darüber hinaus kann die erfolgreiche Integration solch großer Mengen an Offshore-Windenergie nicht ohne die Berücksichtigung der Entwicklung der (industriellen) Stromnachfrage erfolgen. Viele Wirtschaftssektoren können und werden sich von fossilen Brennstoffen auf die Nutzung von Elektrizität für Wärme, Verkehr oder industrielle Zwecke verlagern. Nur wenn diese Entwicklungen gekoppelt sind, kann der auf See erzeugte Strom erfolgreich integriert werden, um zur Dekarbonisierung der europäischen Wirtschaft beizutragen.
     
    TenneT
    TenneT ist ein führender europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Wir planen, bauen, warten und betreiben das Hoch- und Höchstspannungsnetz in den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands und ermöglichen den europäischen Energiemarkt. Wir setzen uns dafür ein, heute und zukünftig 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Energiewende voranzutreiben. Mit rund 23.500 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und Deutschland bieten wir eine zuverlässige und sichere Stromversorgung für 42 Millionen Endverbraucher und halten dabei stets das Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage aufrecht. Mit fast 5.000 Mitarbeitern erzielen wir einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verfügen über ein Anlagevermögen in Höhe von rund 23 Mrd. Euro. TenneT ist einer der größten Investoren in nationale und internationale Stromnetze an Land und auf See. Als verantwortungsbewusstes, engagiertes und vernetztes Unternehmen handeln wir dabei mit Blick auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.

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    news-2229 Tue, 17 Nov 2020 08:06:51 +0100 Maarten Abbenhuis tritt die Nachfolge von Ben Voorhorst als COO im Vorstand der TenneT Holding B.V. an https://www.tennet.eu/de/news/news/maarten-abbenhuis-tritt-die-nachfolge-von-ben-voorhorst-als-coo-im-vorstand-der-tennet-holding-bv/ Der Aufsichtsrat der TenneT Holding B.V. hat Maarten Abbenhuis neben COO Tim Meyerjürgens zum Chief Operations Officer (COO) im Vorstand der TenneT Holding BV ernannt. Maarten Abbenhuis tritt die Nachfolge von Ben Voorhorst an, der TenneT am 1. Juni 2021 nach einer beeindruckenden 25 Jahre langen Karriere innerhalb von TenneT verlassen wird.  Der Aufsichtsrat der TenneT Holding B.V. hat Maarten Abbenhuis neben COO Tim Meyerjürgens zum Chief Operations Officer (COO) im Vorstand der TenneT Holding BV ernannt. Maarten Abbenhuis tritt die Nachfolge von Ben Voorhorst an, der TenneT am 1. Juni 2021 nach einer beeindruckenden 25 Jahre langen Karriere innerhalb von TenneT verlassen wird. 

    Nach einem intensiven Rekrutierungs- und Auswahlverfahren schlug der Aufsichtsrat dem Anteilseigner, dem niederländischen Staat, Maarten Abbenhuis als COO der TenneT Holding BV vor. Maarten Abbenhuis wird am 1. Januar 2021 die Nachfolge von Ben Voorhorst antreten. Ben Voorhorst hat diese Aufgabe als COO von TenneT in den letzten 14 Jahren mit Elan erfüllt.

    Der Aufsichtsrat der TenneT Holding B.V. und der Vorstand sind erfreut, dass ein interner Nachfolger gefunden wurde. Maarten Abbenhuis hat bei TenneT in verschiedenen Managementpositionen langjährige Erfahrung gesammelt und ist mit den Entwicklungen und Zielen des Unternehmens, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und den europäischen Energiewandel nachhaltig und sicher zu realisieren, stark gewachsen. Maarten Abbenhuis ist derzeit für das "schlagende Herz" von TenneT verantwortlich: den Bereich Systembetrieb für die Niederlande und Deutschland.

    Ab van der Touw, Vorsitzender des Aufsichtsrats: "In den 14 Jahren, in denen Ben Voorhorst als COO arbeitet, hat TenneT eine beispiellose Entwicklung durchgemacht. Der Aufsichtsrat ist Ben Voorhorst für seine visionäre Führung äußerst dankbar. Unter seiner bodenständigen und kompetenten Leitung hat sich TenneT zu einem führenden Übertragungsnetzbetreiber in Nordwesteuropa und zu einer treibenden Kraft hinter der Energiewende entwickelt.“

    Ben Voorhorst: "Ich habe es immer als ein Privileg und eine Freude empfunden, für TenneT zu arbeiten. Dieses Jahr feiere ich mein 25-jähriges Jubiläum bei TenneT, und dies schien mir ein guter Zeitpunkt, das Ruder zu übergeben. Ich freue mich jetzt auf neue Herausforderungen. Ich werde auf jeden Fall in der Energiewelt aktiv bleiben. Ich freue mich über die Wahl von Maarten Abbenhuis. Maarten ist klug, energisch und inspirierend. Er ist der richtige neue COO, um die Energiewende voranzutreiben.“

     

    Maarten Abbenhuis: "Ich bin TenneT sehr dankbar für die Chancen, die sich mir nicht nur jetzt, sondern auch bei früheren Ernennungen geboten haben. Die Mitarbeiterentwicklung steht bei TenneT wirklich im Mittelpunkt. Ben Voorhorst hat TenneT, dem Energiesektor und mir persönlich sehr viel bedeutet. In den kommenden Jahren werde ich dazu beitragen, das Energiesystem der Zukunft weiter aufzubauen, für das Ben Voorhorst mit seinem fünfundzwanzigjährigen Engagement, seinem Wissen und seinem Ehrgeiz einen wichtigen Grundstein gelegt hat. Ich blicke auf eine großartige Zusammenarbeit zurück und werde mein Bestes tun, um das Wachstum von TenneT als Bens Nachfolger weiter zu gestalten.”

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    news-2219 Tue, 03 Nov 2020 08:21:41 +0100 Regelarbeitsmarkt in Deutschland erfolgreich gestartet https://www.tennet.eu/de/news/news/regelarbeitsmarkt-in-deutschland-erfolgreich-gestartet/ Die Beschaffung von Regelarbeit in Deutschland ist flexibler geworden. Am 2. November ist der Regelarbeitsmarkt (RAM) mit ersten Auktionen für Lieferung am 3. November erfolgreich gestartet. Mit dem RAM können die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) in Deutschland auf zusätzliche Angebote für Regelreserve zugreifen – mit volkswirtschaftlichen Effizienzgewinnen. Die Beschaffung von Regelarbeit in Deutschland ist flexibler geworden. Am 2. November ist der Regelarbeitsmarkt (RAM) mit ersten Auktionen für Lieferung am 3. November erfolgreich gestartet. Mit dem RAM können die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) in Deutschland auf zusätzliche Angebote für Regelreserve zugreifen – mit volkswirtschaftlichen Effizienzgewinnen.

    6. November 2020. Bayreuth, Berlin, Dortmund, Stuttgart. „Mit der Einführung des RAM in Deutschland haben wir einen großen Schritt auf dem Weg zu einem gemeinsamen RAM in Europa geschafft“, teilen die vier ÜNB 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW mit.  Seit dem 2. November 2020, 23 Uhr werden alle vier Stunden RAM-Auktionen durchgeführt. Die Umsetzung dieses Marktes in Europa ist ein Ziel der Guideline Electricity Balancing (GL EB), in der die EU-Kommission die Regeln für den Systemausgleich in Europa festgelegt hat und die nun schrittweise umgesetzt wird.

    Regelreserve ist ein elementarer Baustein für die Systemstabilität. Im täglichen Systembetrieb aktivieren Übertragungsnetzbetreiber sie, um Schwankungen von elektrischer Erzeugung und Verbrauch im Netz auszugleichen. Damit wird sichergestellt, dass Einspeisung und Entnahme im Netz zu jeder Zeit ausgeglichen sind.

    Mehr Angebote für mehr Flexibilität

    Neu ist die Trennung der Ausschreibung von Regelleistung und Regelarbeit, die bisher am Vortag gemeinsam in sechs Vier-Stunden-Blöcken auktioniert wurde. Regelarbeitsgebote können von nun an bis zu einer Stunde vor Beginn eines Vier-Stunden-Blockes eingestellt werden. Die Teilnahme steht allen präqualifizierten, also technisch geeigneten, Regelreserveanbietern frei, auch wenn sie nicht am Regelleistungsmarkt teilnehmen.

    Durch die Neuerung ergibt sich die Möglichkeit, Angebotsmengen und Arbeitspreise bis kurz vor Echtzeit zu ändern. Somit wird die Bereitstellung von Regelreserve gerade auch für Flexibilitätsanbieter attraktiver, weil sie kurzfristig auf die Verfügbarkeit ihrer Anlagen und die Entwicklung alternativer Vermarktungsmöglichkeiten – insbesondere dem Intraday-Handel – reagieren können. Flexibilitäten aus Speichern oder erneuerbaren Energien gewinnen ebenfalls durch das neue Marktdesign, denn aktuelle Speicherstände beziehungsweise Kurzfristprognosen können zur Portfoliooptimierung direkt in Regelarbeitsangebote übersetzt werden.

    Der RAM stärkt den Wettbewerb und wird zu volkswirtschaftlichen Effizienzgewinnen führen, da das potenzielle Angebotsvolumen bei der Regelarbeitsauktion steigt. Zudem bezahlen die Übertragungsnetzbetreiber beim Regelarbeitsmarkt nur die tatsächlich genutzte Energie. Am Regelleistungsmarkt bezuschlagte Anbieter erhalten hingegen eine Vergütung, um Regelreserveleistung für einen Einsatz bereitzuhalten.

     

    Ansprechpartner:

    50Hertz Transmission GmbH
    Volker Kamm, T +49 30 5150 3417, M +49 172 3232759,
    volker.kamm(at)50hertz.com 

    Amprion GmbH
    Solveig Wright, T +49 231 5849 13785, M +49 1520 8204961,
    solveig.wright(at)amprion.net 

    TenneT TSO GmbH
    Mathias Fischer, T +49 921 50740 4044, M +49 151 27657832,
    mathias.fischer(at)tennet.eu

    TransnetBW GmbH
    Alexander Schilling, T +49 711 2 18 58-3449 , M +49 170 8418612, 
    a.schilling(at)transnetbw.de

     

     

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    news-2214 Thu, 29 Oct 2020 22:45:00 +0100 TenneT gewinnt prestigeträchtigen „FD Henri Sijthoff“-Preis für den Jahresbericht 2019 https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-gewinnt-prestigetraechtigen-fd-henri-sijthoff-preis-fuer-den-jahresbericht-2019/ Voller Stolz geben wir bekannt, dass unser integrierter Jahresbericht 2019 mit dem prestigeträchtigen „FD Henri Sijthoff“-Preis für herausragende Finanzberichterstattung ausgezeichnet wurde.  Voller Stolz geben wir bekannt, dass unser integrierter Jahresbericht 2019 mit dem prestigeträchtigen „FD Henri Sijthoff“-Preis für herausragende Finanzberichterstattung ausgezeichnet wurde. 

    Der Sijthoff-Preis, der jedes Jahr von der führenden niederländischen Zeitung Het Financieele Dagblad verliehen wird, ist die höchste Anerkennung für hervorragende Leistungen in der Finanzberichterstattung in den Niederlanden. Er beurteilt Bereiche wie Klarheit, Transparenz von Informationen über das Unternehmen, Strategie, Corporate Governance und die soziale Verantwortung des Unternehmens.

    „Ich bin begeistert, dass TenneT diesen prestigeträchtigen Preis gewonnen hat. Dies ist eine wichtige Anerkennung für die hervorragende Arbeit unseres Teams. Wir waren bereits zum dritten Mal nominiert, weshalb es umso schöner ist, dass wir gewonnen haben. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten, einschließlich unserer Mitnominierten“, so Otto Jager, Finanzvorstand von TenneT.

    „Wir möchten eine bessere Energiezukunft zum Wohle aller in Deutschland und den Niederlanden schaffen und dabei unsere Geschichte so klar wie möglich erzählen. Wir sind stolz darauf, regelmäßig und transparent über unsere Mitarbeiter, unsere Vermögenswerte und unsere Geschäftstätigkeit berichten zu können. Gemeinsam ebnen wir den Weg für ein nachhaltiges Energiesystem.“    

    TenneT war neben NS und Triodos einer von drei Nominierten in der Kategorie der nicht börsennotierten Unternehmen. Die Arbeit am Integrierten Jahresbericht 2020, der im März 2021 veröffentlicht werden soll, hat bereits begonnen.

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    news-2208 Thu, 22 Oct 2020 18:18:30 +0200 TenneT ist in einer komfortablen Situation, erklärt Otto Jager im Handelsblatt https://www.tennet.eu/de/news/news/tennet-ist-in-einer-komfortablen-situation/ Otto Jager, Chief Financial Officer (CFO), im Handelsblatt zu den aktuellen Verhandlungen zwischen TenneT und der niederländischen und deutschen Regierung und zur Eigenkapitalfrage. Nachfolgend eine Zusammenfassung des Interviews im Handelsblatt. Otto Jager, Chief Financial Officer (CFO), im Handelsblatt zu den aktuellen Verhandlungen zwischen TenneT und der niederländischen und deutschen Regierung und zur Eigenkapitalfrage. Nachfolgend eine Zusammenfassung des Interviews im Handelsblatt.

    „Die Gespräche verlaufen konstruktiv, wir machen gute Fortschritte“, sagt Otto Jager, Chief Financial Officer (CFO), zu den Verhandlungen zwischen TenneT, der deutschen und der niederländischen Regierung über eine etwaige Beteiligung des deutschen Staats an TenneT. Seit Mai 2020 sind die Parteien im Gespräch und „natürlich dauert es eine Weile, ehe man einen gemeinsamen Ansatz gefunden hat und die Ziele und Bedingungen des Gegenübers verstanden hat. Aber diesen Punkt haben wir jetzt erreicht“, so Otto Jager weiter. Und er stellt klar: „Aus meiner Sicht existiert gerade in Deutschland ein Missverständnis. Man glaubt, wir benötigten dringend frisches Eigenkapital. Das ist aber absolut nicht der Fall.“ Alle in den nächsten zehn Jahren geplanten Investitionen in Deutschland könne TenneT ohne Probleme finanzieren.

    Eigenkapital: TenneT hat Zeit und Optionen

    TenneT hat ein so gutes Kreditrating, dass alle bis 2030 geplanten Investitionen in Deutschland und den Niederlanden ohne frisches Eigenkapital solide finanziert werden können. „Die einzige Einschränkung ist, dass sich unser Kreditrating um eine Stufe verschlechtern würde“, so Otto Jager. Aus Finanzierungssicht ist dies aber akzeptabel und TenneT wäre damit immer noch auf dem Level der anderen deutschen Übertragungsnetzbetreiber.

    Der Wunsch des Unternehmens sei es natürlich, auf dem besseren Rating-Level zu bleiben. „Wir haben das auch unseren Investoren gesagt und werden uns nach Kräften darum bemühen“, sagt Otto Jager. Aber es sei keine absolute Notwendigkeit. „Wir sind also in einer komfortablen Situation.“ Und, so Jager weiter: „Wir gehen davon aus, dass wir vor 2023 kein zusätzliches Eigenkapital brauchen, um unser Rating auf seinem jetzigen hohen Niveau zu halten.“

    TenneT verfügt aktuell über das Kreditrating A-. Das ist eine der höchsten Ratingkategorien, die man haben kann. Damit hat das Unternehmen ein besseres Rating als die meisten anderen Transportnetzbetreiber. So bleibt reichlich Spielraum, um die Finanzierung mittels Fremdkapital sicherzustellen.

    Politische Pläne beeinflussen Investitionsbedarf nach 2030

    In den nächsten zehn Jahren investiert TenneT in Deutschland etwa 30 bis 35 Milliarden Euro. Das entspricht voraussichtlich mehr als der Hälfte der Gesamtinvestitionen der Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland. Die Berechnungen stammen aus dem Frühjahr 2020, seitdem haben die Regierungen in Deutschland und den Niederlanden ihre Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien erhöht. Damit steigt auch der Investitionsbedarf für den Netzausbau besonders auf See weiter an. Allerdings beziehen sich die neuen Ziele überwiegend auf die Zeit nach 2030, so dass sich der Investitionsbedarf für den Netzausbau größtenteils nach 2030 spürbar erhöhen wird.

    Energiewende ein europäisches Projekt

    „Wir erfahren durch das niederländische Finanzministerium anhaltende Unterstützung. Das gilt seit dem Einstieg in Deutschland 2010“, sagt Otto Jager. Der Grund dafür sei, dass die Energiewende als ein europäisches Projekt betrachtet wird und nicht an Ländergrenzen Halt macht. Der Umbau des Energieversorgungssystems lässt sich nationalstaatlich nicht effizient gestalten. Wenn mehr und mehr erneuerbare Energien ins Netz einspeisen, führt das zwangsläufig zu höherer Volatilität. Das lässt sich wesentlich besser und effizienter managen, wenn man Netze über Landesgrenzen hinweg plant und betreibt. „Eine eigentumsrechtliche Verflechtung von Übertragungsnetzbetreibern über Ländergrenzen hinweg macht es einfacher, Innovationen zu entwickeln und voranzutreiben, Ideen und bewährte Praktiken auszutauschen.“

    Fokus auf Nordwesteuropa

    „Die Frage, ob sich Deutschland an der TenneT-Holding oder an der deutschen TenneT-Tochter beteiligen soll, ist aus unserer Sicht nicht entscheidend“, so Otto Jager. „Wir sind davon überzeugt, dass beide Modelle funktionieren können.“ Es komme auf die Rahmenbedingungen an. Entscheidend sei, dass TenneT seine Strategie fortsetzen könne. „Wir wollen das Unternehmen wie bisher integriert steuern, mit dem Fokus auf Nordwesteuropa.“

    Hier der Link zum Artikel im Handelsblatt

    Dieser Artikel wurde am 22. Oktober um 14:51 Uhr angepasst, um klarzustellen, dass es sich um eine Zusammenfassung des Artikels im Handelsblatt handelt. Wir bedauern jeden Mangel an Klarheit in dieser Frage.

     

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