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Einer von 104 neuen 380-kV-Masten – fast ebenso viele alte 110-kV-Masten der SH Netz werden dafür zurück gebaut

Engpassmanagement

Der europäische Strombinnenmarkt wächst.

Grenzübergabestelle

Hintergrund

Information

Seit Ende der Neunziger Jahre wird immer mehr Strom über Ländergrenzen hinweg gehandelt – er folgt dabei dem jeweiligen Preisgefälle. Dafür wurden die grenzüberschreitenden Leitungen seinerzeit nicht ausgelegt. Ihre Übertragungskapazität bleibt deshalb vielerorts hinter der Nachfrage der Händler zurück. Würde ihre Nachfrage bedient, wären die Leitungen überlastet. TenneT ergreift mehrere Maßnahmen, um unter diesen Bedingungen die Netzsicherheit aufrecht zu erhalten.

Wie wir Engpässe im Netz sicher handhaben

 

Neubau von Stromleitungen


Eine langfristig verbesserte Situation ist absehbar, weil TenneT in neue Stromleitungen investiert und gleichzeitig die Zuteilungsverfahren weiterentwickelt. Die Genehmigung neuer Leitungen ist ein langwieriges Verfahren. Deshalb setzen wir auf ein Engpass-Management, das uns dabei unterstützt, den Händlern die begrenzten Übertragungskapazitäten zuzuteilen.

Auktionen


Die verfügbaren Übertragungskapazitäten versteigern wir auf Auktionen. Dieser Weg der Zuteilung ist transparent, marktorientiert und diskriminierungsfrei. Damit entspricht unser Engpassmanagement den EU-Anforderungen. Die Übertragungsnetzbetreiber haben mehreren gemeinsamen Auktionsbüros das Engpassmanagement übertragen.

Integrierter Strombinnenmarkt


Sieben europäische Regionalmärkte arbeiten an der Harmonisierung eines gemeinsamen Strombinnenmarktes. Dabei kommt TenneT eine Schlüsselrolle zu. Als einziger deutscher Übertragungsnetzbetreiber ist TenneT gleich in vier der Regionen aktiv (Northern Europe, Central Eastern Europe, Central Western Europe und Central South Europe).

 
Vergabeverfahren

 

Gegenwärtig gibt es bei der TenneT TSO GmbH in Export- und Importrichtung langfristig drei grenzüberschreitende Engpassstellen

 

Tschechische Republik - Deutschland
Dänemark West - Deutschland
Niederlande - Deutschland

 

Das Vergabeverfahren sieht für das Engpassmanagement prinzipiell drei Zeitbereiche vor: explizite Jahres- und Monatsübertragungsrechte, vortägige Allokation (Day Ahead) und untertägige Allokation (Intraday).

Die Allokation erfolgt teilweise explizit in Form von Übertragungsrechten, die zur Nominierung von grenzüberschreitenden Fahrplänen berechtigen, als auch implizit im Rahmen der s.g. Marktkopplung. Explizite Auktionen von Übertragungsrechten werden einheitlich durch das Joint Allocation Office (JAO) durchgeführt.