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Warum eigentlich Wechselstrom?

Energie wird in Deutschland vor allem mit Wechselstrom übertragen. Diese Technik hat sich über viele Jahre hinweg bewährt und gehört, sowohl bei TenneT als auch bei anderen Übertragungsnetzbetreibern, beim Energietransport zum Standard. Das Wechselstromnetz bildet demnach auch das Rückgrat des (Höchstspannungs-)Übertragungsnetzes in Deutschland.

Warum die Fulda-Main-Leitung Wechselstrom transportiert

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Wechselstrom ändert regelmäßig seine Fließrichtung. Wie oft er das macht, wird durch seine Frequenz (in Hertz) angegeben. In Europa sind es im öffentlichen Stromnetz 50 Hertz. Das heißt, die Stromrichtung ändert sich 100-mal pro Sekunde, 50-mal in jede Richtung. Ein entscheidender Vorteil von Wechselstrom: Mit Hilfe von Transformatoren lässt er sich verhältnismäßig einfach in verschiedene Spannungsebenen umwandeln.Das führt dazu, dass unser Wechselstromnetz eng miteinander vermascht ist. An jeder beliebigen Stelle im Netz ist eine Ein- oder Ausspeisung von Energie möglich. Dadurch kann eine flächendeckende Stromversorgung sichergestellt werden. 

Allerdings hat Wechselstrom auch einen Nachteil: Die Übertragungsverluste über lange Distanzen sind deutlich höher als bei vergleichbaren Gleichstromverbindungen. Aus ökonomischen und ökologischen Gründen haben sich daher Höchstspannungs-Gleichstrom-Leitungen (HGÜ) für die Energieübertragung über sehr große Entfernungen etabliert. Gleichstromleitungen können allerdings nur als Punkt-zu-Punkt-Leitungen (ohne Abzweigungen bzw. Vermaschung mit dem Stromnetz) gebaut werden. An den beiden Endpunkten einer Leitung benötigt es zudem sogenannte Konverter, die den Gleichstrom wieder in Wechselstrom umwandeln.

Aus wirtschaftlichen Gründen eignen sich Gleichstromleitungen daher nur für die Stromübertragung über sehr große Distanzen. Aufgrund der verhältnismäßig kurzen Strecken zwischen den drei Netzverknüpfungspunkten Mecklar, Dipperz und Bergrheinfeld/West wird die Fulda-Main-Leitung als Wechselstromleitung gebaut. 

Kontakt

Cindy Schemmel

Cindy Schemmel

Referentin für Bürgerbeteiligung