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SuedOstLink News 02/2021

Liebe Leserinnen und Leser, nachdem Bundestag und Bundesrat mit der Novelle des Bundesbedarfsplangesetzes beschlossen haben, die bei SuedOstLink bereits eingeplanten Leerrohre schon bis 2030 mit der Erdkabelleitung „Vorhaben Nr. 5a“ zu befüllen, haben wir für alle Planungsabschnitte in Bayern den ersten Schritt des Genehmigungsverfahrens abgeschlossen: Zwischen April und Juli haben wir die Anträge auf Planfeststellungsbeschluss nach § 19 Netzausbaubeschleunigungsgesetz bei der Bundesnetzagentur eingereicht und damit einen ersten Vorschlag für den Verlauf des Vorhabens 5a vorgelegt. Aber auch im Bereich Bau und Technik konnten wir Fortschritte verzeichnen: Gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, mit dem wir SuedOstLink planen, bauen und betreiben, haben wir dem Technologiekonzern Siemens den Zuschlag für die Fertigung von Konverteranlagen für das Vorhaben 5 erteilt. Vor einigen Wochen haben wir das Pflugverfahren zur Erdabelverlegung getestet. Diese Tests liefern uns wichtige Erkenntnisse, ob das Pflugverfahren bei SuedOstLink als Sonderverfahren neben der bewährten offenen Bauweise zum Einsatz kommen kann. Alle wichtigen Informationen und Hintergründe zu diesen Projektfortschritten finden Sie hier in den aktuellen Projekt-News. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen! Ihr Team SuedOstLink

Beginn des Genehmigungsverfahrens für Vorhaben 5a in Bayern

Anträge auf Planfeststellungsbeschluss in allen Abschnitten eingereicht

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Nachdem im März die Novelle des Bundesbedarfsplangesetzes in Kraft getreten ist, haben wir mit den Planungen für das Vorhaben 5a in Bayern begonnen. Die Bundesfachplanung (Ermittlung eines Korridors) als erster Teil des Genehmigungsverfahrens ist für das Vorhaben 5a wegen seiner besonderen Eilbedürftigkeit entfallen. Daher begann die Vorhabenplanung in allen Abschnitten mit der Einreichung der Anträge auf Planfeststellungsbeschluss nach § 19 Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) bei der Bundesnetzagentur.  


Das Erdkabel-Vorhaben 5a hat eine Übertragungskapazität von zwei Gigawatt und soll ab dem Jahr 2030 die Netzverknüpfungspunkte Klein Rogahn bei Schwerin und ISAR bei Landshut miteinander verbinden. Ab dem Landkreis Börde soll das Vorhaben 5a nach unseren aktuellen Planungen anstelle der bei Vorhaben 5 (Netzverknüpfungspunkt Wolmirstedt bis Netzverknüpfungspunkt ISAR) bereits eingeplanten Leerrohre verlaufen. Damit ändert sich nichts an unseren bisherigen, öffentlich vorgestellten Planungen: 

In Bayern bleibt SuedOstLink im Verlauf und in der Breite gleich.

Seit Anfang April haben wir für die sechs Planungsabschnitte des SuedOstLink in Bayern Anträge auf Planfeststellungsbeschluss für das Vorhaben 5a bei der Bundesnetzagentur eingereicht. In den Anträgen haben wir einen Trassenvorschlag sowie in Frage kommende Alternativen unterbreitet. Da sich das Vorhaben 5a in unsere bisherigen Planungen bei SuedOstLink einfügt, entsprachen unsere Anträge auf Planfeststellungsbeschluss weitestgehend dem letzten formellen Genehmigungsstand des SuedOstLink, der Festlegung der Untersuchungsrahmen für das Vorhaben 5 im vergangenen Jahr. Die Ergebnisse der Untersuchungsrahmen und damit wichtige Erkenntnisse aus der Öffentlichkeitsbeteiligung des Vorhabens 5 wurden also auch für die Anträge nach Planfeststellungsbeschluss für Vorhaben 5a mitberücksichtigt.

Siemens mit Fertigung der SuedOstLink-Konverter beauftragt

Zusammen mit 50Hertz, dem Vorhabenträger, mit dem wir SuedOstLink planen, realisieren und betreiben, haben wir die Firma Siemens mit der Herstellung der beiden Konverteranlagen für das Vorhaben Nr. 5 der Höchstspannungs-Gleichstromleitung zwischen Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt) und Landshut (Bayern) beauftragt. Die Konverter werden am Umspannwerk Wolmirstedt nordwestlich von Magdeburg sowie im Raum Landshut in der Nähe des Netzverknüpfungspunkts ISAR errichtet und verbinden SuedOstLink mit dem bestehenden Wechselstromnetz.


Der in Nord- und Ostdeutschland mit Windkraftanlagen erzeugte Wechselstrom, wird zunächst in Gleichstrom umgewandelt, damit er möglichst verlustarm über SuedOstLink in die Ballungs- und Industriezentren in Süddeutschland transportiert werden kann. Am Netzverknüpfungspunkt ISAR bei Landshut wird der transportierte Gleichstrom dann erneut umgewandelt – in Wechselstrom für Haushalte und Industrie.

Für die Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom und umgekehrt sind sogenannte Konverter, auch Stromrichter genannt, notwendig. Nach einem mehrjährigen, gemeinsamen Ausschreibungsverfahren haben 50Hertz und TenneT den Auftrag für den Bau der Konverteranlagen nun an den Technologiekonzern Siemens vergeben. Das Unternehmen wird die Konverter am Netzverknüpfungspunkt Wolmirstedt nordwestlich von Magdeburg und in der Nähe des Netzverknüpfungspunktes ISAR bei Landshut betriebsbereit übergeben.

Die Konverteranlagen werden jeweils eine Fläche von rund 4,5 Hektar beanspruchen. Auf dieser Fläche finden neben den Umrichterhallen, in denen die eigentliche Stromumwandlung erfolgt, auch Transformatoren und Kühlaggregate Platz. Der Bau und die Inbetriebnahme der beiden Konverteranlagen werden insgesamt dreieinhalb Jahr dauern. 

Während 50Hertz den Standort der Konverteranlage bei Magdeburg bereits festgelegt hat, prüfen wir derzeit auf Basis des von der Bundesnetzagentur festgelegten Untersuchungsrahmens (vom Oktober 2020) mögliche Konverter-Standorte. Eine endgültige Entscheidung über den Standort wird die Bundesnetzagentur mit dem Planfeststellungsbeschluss treffen.

Der nun vergebene Auftrag umfasst den Bau der beiden Konverteranlagen für das Vorhaben 5 des SuedOstLink zwischen dem Raum Wolmirstedt und dem Raum Landshut mit einer Übertragungskapazität von zwei Gigawatt. Mit der jüngsten Novelle des Bundesbedarfsplangesetzes im März wurde SuedOstLink um das Vorhaben 5a mit einer Übertragungskapazität von ebenfalls zwei Gigawatt erweitert. Für dieses Vorhaben werden zwei zusätzliche Konverter benötigt: Am Anfangspunkt bei Klein Rogahn westlich von Schwerin und am Netzverknüpfungspunkt ISAR bei Landshut. Hierfür wird es ein weiteres Ausschreibungsverfahren geben. Im Sinne einer vorausschauenden Planung hatte TenneT auch schon früher mit einem zweiten Konverter in der Nähe des Netzverknüpfungspunkt ISAR geplant. 

TenneT testet das Pflugverfahren

Obwohl das Genehmigungsverfahren für SuedOstLink noch nicht abgeschlossen ist, bereiten wir uns bereits intensiv auf die Bauphase vor. Dazu zählt unter anderem, Sonderverfahren zur Erdkabelverlegung zu prüfen. So können wir jene Technik ermitteln, die einen möglichst geringen Eingriff in die Böden mit sich bringt und auch mit Blick auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit gut umsetzbar ist. Vor diesem Hintergrund haben wir auf einer Fläche bei Landshut das sogenannte Pflugverfahren getestet, das eventuell neben der etablierten offenen Bauweise an bestimmten Punkten entlang des SuedOstLink als Sonderverfahren für die Erdkabelverlegung zum Einsatz kommen könnte.   

https://youtu.be/21Rb3lTKIVQ


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Benjamin Mignon

Benjamin Mignon

Bürgerreferent Abschnitt D1