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SuedOstLink News 01/2022

Liebe Leserinnen und Leser, in den ersten Monaten des neuen Jahres ist im Projekt SuedOstLink einiges passiert: Unser Vorschlag für den finalen Trassenverlauf nimmt immer mehr Gestalt an. Die Einreichung unserer detaillierten Unterlagen und Pläne inklusive unseres Trassenvorschlags planen wir ab diesem Herbst. Nach Abschluss der weiteren Schritte im Genehmigungsverfahren und dem Ende der Bauphase, soll das Vorhaben 5 dann voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen. In Vorbereitung der Bauarbeiten haben wir im Januar dieses Jahres damit begonnen, die ersten Erdkabel für SuedOstLink auf einer Fläche im Regensburger Hafen einzulagern. Die technisch anspruchsvolle Be- und Entladung der Schiffe, die die Kabeltrommeln transportieren, haben wir für Sie in einem Video festgehalten. Auch in Sachen Pflugverfahren gibt es Neuigkeiten: Nach einer detaillierten Auswertung eines Tests, den wir im Mai 2021 nahe Landshut durchgeführt haben, liegen nun die Ergebnisse vor. Große Fortschritte machen darüber hinaus die Planungen für den Konverter des Vorhabens 5 am Netzverknüpfungspunkt ISAR. Näheres dazu hat uns Sascha Tilke, Teilprojektleiter Konverter Abwicklung, im Interview erzählt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen! Ihr SuedOstLink-Team

Vorbereitungen zur Einreichung des finalen Trassenvorschlags schreiten voran

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Unsere Planungen des SuedOstLink gehen in die finale Phase: Wir bereiten die Einreichung der überarbeiteten Unterlagen nach § 21 Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) vor. Die Unterlagen schließen sowohl Vorhaben 5 (Netzverknüfpungspunkt Wolmirstedt bis Netzverknüpfungspunkt ISAR) als auch Vorhaben 5a (Netzverknüpfungspunkt Klein Rogahn bis Netzverknüpfungspunkt ISAR) ein. 


Die überarbeiteten Unterlagen und Pläne enthalten alle Ergebnisse der Untersuchungen und Gutachten, die die Bundesnetzagentur (BNetzA) uns mit den Untersuchungsrahmen aufgegeben hat. Auf Basis dieser Ergebnisse schlagen wir auch einen flurstücksscharfen Leitungsverlauf vor. Für jeden Planungsabschnitt des SuedOstLink wird es separate Unterlagen und Pläne geben, die auf den Anforderungen der Untersuchungsrahmen für den jeweiligen Planungsabschnitt basieren.   

Die BNetzA wird unsere überarbeiteten Unterlagen und Pläne inklusive des Trassenvorschlags auf Vollständigkeit prüfen und veröffentlichen. Im Anschluss haben alle betroffenen Bürger, Fachbehörden und Verbände die Möglichkeit, Stellungnahmen zu unserem Vorschlag bei der Behörde einzureichen. Diese werden danach bei einem Erörterungstermin diskutiert. Nach eingängiger Prüfung aller Unterlagen, der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Abwägung aller Belange gibt die BNetzA einen Planfeststellungsbeschluss aus (§ 24 NABEG), der den finalen Verlauf des SuedOstLink festlegt und die Erlaubnis für den Beginn der Bauphase darstellt.

Nächster Meilenstein erreicht: Einlagerung von Kabeltrommeln in Regensburg gestartet

Content image 2 Content image Erste Kabeltrommeln in Regensburg eingetroffen: Nächster Meilenstein für SuedOstLink erreicht

Zu Beginn dieses Jahres hat das Projekt SuedOstLink einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht: Bereits im Januar erreichten die ersten 19 Kabeltrommeln mit Erdkabeln für das Vorhaben 5 des SuedOstLink (Netzverknüpfungspunkt Wolmirstedt bis Netzverknüpfungspunkt ISAR) den Bayernhafen in Regensburg. 

In den kommenden Monaten sollen insgesamt knapp 300 dieser Kabeltrommeln im Hafen eingelagert werden. Dort verbleiben sie bis zum Beginn der Bauphase der Höchstspannungs-Gleichstromleitung. Produziert werden die SuedOstLink-Erdkabel vom Mailänder Unternehmen Prysmian Group in Gron nahe Paris. Eine Kabeltrommel trägt bis zu 1,75 Kilometer Erdkabel und hat ein Gewicht von rund 80 Tonnen. Wie die Kabeltrommeln im bayernhafen Regensburg entladen werden, sehen Sie in diesem spannenden Video.

Ergebnisse Pflugverfahren

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Im Mai 2021 hat TenneT in Zusammenarbeit mit der Walter Föckersperger GmbH das Pflugverfahren, ein alternatives Verfahren zur Erdkabelverlegung, auf einer Fläche nahe Wurmsham bei Landshut getestet. Das Standardverfahren für die Verlegung von Höchstspannungs-Gleichstromleitungen wie SuedOstLink ist die sogenannte offene Bauweise. Das Pflugverfahren wird bisher beim Bau von Höchstspannungs-Gleichstromleitungen noch nicht angewandt.

Vor diesem Hintergrund sollte der Versuch bei Wurmsham zeigen, ob und unter welchen Bedingungen das Pflugverfahren als Sonderverfahren bei SuedOstLink zum Einsatz kommen könnte. Das Verfahren wurde bei bindigen Böden mit mittlerem und ausgeprägtem Vermögen zur Wasserspeicherung getestet. Die Ergebnisse sind somit auch nur für diese Bedingungen aussagekräftig.

Auf Grundlage der gewonnen Erkenntnisse wird TenneT das Pflugverfahren im weiteren Verfahren als eines unter mehreren Sonderverfahren in Betracht ziehen. Ob das Verfahren in der späteren Bauphase tatsächlich zum Einsatz kommt, bleibt jedoch offen, da es unabhängig von den Testergebnissen bei Gestein, kreuzender Infrastruktur, Drainagen sowie weiteren entsprechenden Raumwiderständen keine zielführende Alternative bietet. Somit wird erst unmittelbar in der Bauphase ersichtlich werden, ob beziehungsweise wo das Pflugverfahren eingesetzt werden kann.

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Technische Planungen für Konverter schreiten zügig voran

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Um grünen Strom über eine weite Strecke aus Nord- und Ostdeutschland ohne größere Übertragungsverluste nach Süddeutschland transportieren zu können, kommt bei SuedOstLink die Gleichstromtechnik zu Einsatz. Für Haushalte und Industrie, die in der Regel allerdings Wechselstrom verwenden, muss der transportierte Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt werden. Das geschieht mit Hilfe von Konvertern, auch Stromrichtern genannt. Ende Mai 2021 hat TenneT den Auftrag für die technische Planung und Errichtung des Konverters für das Vorhaben 5 am Netzverknüfpungspunkt ISAR an Siemens vergeben. Was der aktuelle Stand der Planungen ist, berichtet TenneT-Mitarbeiter Sascha Tilke im Interview.


Sascha, welche Aufgaben nimmst Du im Projekt SuedOstLink wahr?

Ich bin Teil des Teams, das sich um alle wesentlichen technischen Anlagen  für SuedOstLink kümmert. Als Teilprojektleiter Konverter Abwicklung bin ich für die gesamte Abstimmung mit der Firma Siemens Energy, die die Konverter für das Vorhaben 5 des SuedOstLink plant und errichtet, verantwortlich. Das heißt, ich sorge konkret dafür, dass der Konverter am Netzverknüpfungspunkt ISAR so gebaut wird, wie mit Siemens Energy vertraglich vereinbart. 

Was ist der aktuelle Stand der Planungen für die SuedOstLink-Konverter? 

Derzeit plant die Firma Siemens Energy im Auftrag von TenneT und 50Hertz die Errichtung und technische Ausgestaltung der Konverter für das Vorhaben 5. Doch bevor es in die konkrete Bauphase geht, müssen zunächst einmal die technische Planung und der Terminplan abgestimmt sowie alle weiteren vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen werden. Zum Beispiel gab es an den möglichen Standorten des Konverters bei ISAR bereits Baugrunduntersuchungen, um wichtige Daten zur Berechnung der Statik des Konverters zu sammeln. Auf Basis der Ergebnisse dieser und weiterer Untersuchungen ergeben sich nach und nach alle Eckdaten, um die ersten Entwürfe für den Konverter bei ISAR zu konkretisieren und nach der Genehmigung schließlich mit dem Bau zu beginnen.

Vor welchen Herausforderungen steht TenneT aktuell in Sachen Konverter?

Positiv ist, dass wir die Baugrunduntersuchungen für den Konverter in weiten Teilen abgeschlossen haben und die technische Planung zügig voranschreitet. Allerdings kann der Bau des Konverters jetzt noch nicht beginnen. Das liegt daran, dass der finale Verlauf des SuedOstLink noch nicht feststeht. Und solange das nicht der Fall ist, kann es auch immer noch Änderungen in Bezug auf den Konverter geben, insbesondere mit Blick auf den Standort. Denn die Festlegung des Standortes ist Teil des sogenannten Planfeststellungsbeschlusses, mit dem die Bundesnetzagentur den finalen Verlauf des SuedOstLink bestimmt und auch das Baurecht für den Konverter erteilt. Zuvor werden jedoch noch viele unterschiedliche Trassenverläufe geprüft, verschiedene Interessen gegeneinander abgewogen und die Öffentlichkeit an den Planungen beteiligt.

Erfolgt die Lieferung der Konverter-Bestandteile wie die Lieferung der Kabeltrommeln bereits vor Festlegung des finalen Trassenverlaufs?

In der Regel werden die Komponenten für den Konverter, das heißt die Technik, die im Konverter steckt, direkt an ihrem Fertigungsort gelagert. Sie werden erst dann zur Konverterbaustelle transportiert, wenn sie dort tatsächlich gebraucht werden. Eine zentrale Lagerung wie bei den Kabeltrommeln wird es also nicht geben. Übrigens werden einige Teile des Konverters auch direkt in Bayern produziert und gelagert, zum Beispiel in Nürnberg.

Header image Technische Anlagen entlang des SuedOstLink - Teil 4: Die Konverter

Gut zu wissen

Nach den aktuellen Planungen sollen sich die beiden Höchstspannungs-Gleichstromleitungen Vorhaben 5 (Netzknüpfungspunkt Wolmirstedt – Netzverknüpfungspunkt ISAR) und Vorhaben 5a (Netzverknüpfungspunkt Klein Rogahn – Netzverknüpfungspunkt ISAR) im Trassenverlauf in Bayern grundsätzlich gleichen. Am Netzverknüpfungspunkt ISAR plant TenneT daher den Bau eines Konverters für das Vorhaben 5 sowie den Bau eines weiteren Konverters für das Vorhaben 5a. Während Siemens den Konverter für das Vorhaben 5 schlüsselfertig an TenneT übergeben wird, ist die Vergabe an einen Hersteller für den Konverter des Vorhabens 5a noch nicht erfolgt. 

Für beide Konverter steht aktuell ebenfalls noch kein konkreter Standort fest. Im Rahmen des laufenden Genehmigungsverfahrens vergleicht TenneT vier mögliche Standorte miteinander. Einen Vorschlag für den am besten geeigneten Konverter-Standort reicht TenneT mit den überarbeiteten Unterlagen und dem Plan nach § 21 Netzausbaubeschleunigungsgesetz bei der Bundesnetzagentur zur Prüfung ein. 

Kontakt

Haben Sie noch Fragen zu SuedOstLink? Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!

T +49 921 50740-4006

suedostlink(at)tennet.eu

Ihre Carolin Kürth, Ihr Torsten Grampp, Ihr Benjamin Mignon, Ihr Johannes Prechtl und Ihr Dr. Nasser Ahmed    

Content image 5 SuedOstLink News 03/2021

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Benjamin Mignon

Benjamin Mignon

Bürgerreferent Abschnitt D1