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Schweres Gerät bei Münchberg

Großes Gerät bewegte sich vor einigen Tagen durch Münchberg: Ein Schwerlasttransport brachte ein Drehbohrgerät für Fundamentbohrungen an eine Mastbaustelle im Abschnitt C. Begleitet von Polizei und Schaulustigen arbeitete sich der 80 Tonnen schwere Sondertransport entlang eigens gesperrter Straßen von der Autobahn bis zum geplanten Maststandort.

Der Sondertransport führte von der Autobahn über den innerstädtischen Kreisverkehr in Münchberg zur Bundesstraße 2 Richtung Hof bis zum Abzweiger nach Markersreuth – eine Strecke mit vielen Nadelöhren für den langen Sattelschlepper. Denn allein das Bohrgerät hat schon eine Länge von 27 Metern, der Transport insgesamt eine Breite von 3,6 Metern. 

Warum wird beim Leitungsbau großes Bohrgerät benötigt?

Die Untersuchungen zum Baugrund haben ergeben, dass der Grundwasserspiegel am geplanten Maststandort sehr hoch liegt. In solchen Fällen ist ein Bohrfundament bzw. eine sogenannte Tiefengründung notwendig. Dadurch kann an solchen Standorten eine offene Baugrube mit einer aufwendigen Bauwasserhaltung vermieden werden. 

Wie lief die Bohrung ab?

Am Maststandort 117 wurde der Arm des Bohrers aufgerichtet, ähnlich wie bei einem Bagger. Im Prinzip bedient dabei lediglich eine Person die Maschine, während weitere Arbeiter vor Ort die Bohrköpfe und Bewehrungskörbe befestigen. Dabei konnten alle vier Bohrlöcher mit jeweils 1,3 Metern Durchmesser und 22 Metern Bohrtiefe am Maststandort erfolgreich ausgeführt werden. Der vorgegebene Neigungswinkel betrug vier Grad. Das ist mit den leicht abgespreizten Beinen eines Stuhls vergleichbar. Während des Bohrvorgangs musste der Bohrkopf aufgrund der Bodenbeschaffenheit gekühlt werden: In 20 Meter Tiefe traf er noch auf Festgestein. Zur Kühlung wird dabei ein geschlossener Wasserkreislauf genutzt, den das Wasser viermal durchläuft, bevor es aufgefangen und professionell in einem Klärwerk entsorgt wird. Nach dem erfolgreichen Einsatz hat das Bohrgerät den Schauplatz mittlerweile wieder verlassen.

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Kontakt

Johannes M. Reinoso Guerra

Johannes M. Reinoso Guerra

Referent für Bürgerbeteiligung