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Isar-Altheim Blog Runder Tisch

Runder Tisch: Beteiligung zum zweiten Abschnitt des Netzausbauprojekts Isar – Altheim bei Adlkofen

Auch die Planungen für den zweiten Abschnitt des Neubauprojekts Isar – Altheim bei Adlkofen schreiten weiter voran: Hier soll ab 2030 eine neue Drehstrom-Leitung den Mast 19 des Ersatzneubaus Altheim – St. Peter mit dem Mast 121 der bestehenden Freileitung Ottenhofen - Isar verbinden. Die geplante Leitung wird etwa zwei Kilometer lang sein. Im Zuge einer Trassenvoruntersuchung und einer Raumwiderstandsanalyse konnten im Jahr 2021 bereits drei mögliche, rund 200 Meter breite Korridore ermittelt werden, innerhalb derer die Leitung geplant werden kann. Sie wurden Ende des vergangenen Jahres öffentlich auf einem Informationsmarkt in Essenbach vorgestellt.

Karte Isar-Altheim Abschnitt 2

 

Trassenkorridore werden untersucht

Je nachdem, in welchem der drei Korridore die neue Leitung im Bereich Adlkofen verlaufen soll, ist entweder eine Umsetzung als Freileitung oder eine Teilerdverkabelung möglich: In den beiden westlichen Korridoren würde der Strom mit zwei Stromkreisen größtenteils über eine Erdverkabelung zwischen zwei Kabelübergangsanlagen transportiert werden. Stellt sich der östliche Korridor als vorteilhaft heraus, würde der Strom über eine Freileitung transportiert werden. Dafür müssten voraussichtlich vier bis fünf Masten neu errichtet werden.

Erster Runder Tisch in Geisenhausen

Anfang Juli beteiligten sich sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten Termin des Runden Tisches, darunter die beiden betroffenen Gemeinden Adlkofen und Niederaichbach, lokale Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Vereinen und lokalen Interessensgemeinschaften sowie Fachbehörden und dem Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Innerhalb dieses Rahmens wurden sie über den Stand des Projekts sowie die nächsten Schritte informiert und brachten dann in zwei themenbezogenen Arbeitsgruppen Hinweise zu Planungshindernissen und -chancen ein. Dabei wurden die Auswirkungen der beiden Erdkabelvarianten und der Freileitungsvariante diskutiert und gegenübergestellt. Besprochen wurde dazu einerseits der mit den Erdkabelvarianten verbundene bauliche Eingriff sowie andererseits die Notwendigkeit zweier Kabelübergansanlagen (KÜA). Darüber hinaus wurde der Rückbau der 220-kV-Bestandsleitung zwischen Altheim und St. Peter nach Fertigstellung des Ersatzneubaus besprochen.

Für den ersten Abschnitt (Isar-Altheim) fand bereits im April ein runder Tisch statt. Ergänzend dazu wird es in diesem Jahr noch weitere Formate der Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung geben, in denen sich die Bürgerinnen und Bürger aus der Region selbst informieren und ebenfalls Hinweise zur Planung einbringen können. Das Ziel ist dabei, dass eine möglichst gute, ausgewogene und breit getragene Lösung für den Verlauf der Leitung gefunden wird, in die auch die Belange und Hinweise aus der Region eingeflossen sind.

Die gemeinsam erarbeiteten Planungshinweise berücksichtigt TenneT nach Möglichkeit in den weiteren Planungen. Die Ergebnisse des ersten Runden Tisches für Abschnitt 2 sind unter folgendem Link einsehbar.

Planfeststellungsverfahren voraussichtlich ab Ende 2023

Unter Einbezug der Planungshinweise aus der frühzeitigen Beteiligung durch die Runden Tische und weitere Formate wird TenneT einen geeigneten Trassenverlauf für den Abschnitt bei Adlkofen erarbeiten. Zunächst wird nun ein Vorzugskorridor ermittelt. Im nächsten Schritt entwickelt TenneT dann eine Grobtrassierung und anschließend die letztliche Feintrassierung, die dann in das eigentliche Genehmigungsverfahren eingehen wird.

Voraussichtlich Ende des Jahres 2023 wird TenneT einen Antrag auf Planfeststellung für den zweiten Abschnitt stellen. Im Anschluss kann das Genehmigungsverfahren für das Netzausbauprojekt beginnen. Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens prüft dann die Regierung von Niederbayern als verfahrensführende Behörde die Planung von TenneT und beteiligt Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange im Rahmen des Genehmigungsverfahrens. Parallel dazu wird TenneT den Dialog über das eigentliche Verfahren hinaus fortsetzen und Bürgerinnen und Bürger über den Stand des Verfahrens informieren. Dazu werden in regelmäßigen Abständen Projektnews veröffentlicht.