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Natur im Fokus

Podcast „Entlang des Stroms“: Bei TenneT steht die Natur im Fokus

Warum ist es so wichtig, beim Netzausbau auch die Natur zu berücksichtigen? Was haben Blühwiesen unter Strommasten damit zu tun und was leistet TenneT beim Netzausbau konkret für den Umweltschutz? Diesen Fragen geht unser Reporter Simon Schulz mithilfe der Umweltplanerin Catharina Keim in der Podcast-Folge „Entlang des Stroms – Natur im Fokus“ auf den Grund.

„Artenschutzmaßnahmen bieten einen großen Mehrwert für die Natur, wenn sie richtig gepflegt und umgesetzt werden – das haben wir bei einem unserer Netzausbauprojekte gesehen, bei dem eine Ausgleichsfläche für ein bis zwei Feldlerchenpaare geschaffen wurde und wir vor Ort dann zig Feldlerchenpaare in der Luft beobachten konnten. Das war wirklich toll zu sehen“, berichtet Catharina Keim von einem ihrer aktuellen Projekte bei TenneT.

Das Beispiel zeigt, dass Netzausbau und Umweltschutz eng miteinander verflochten sind. Der Netzausbau leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, da hierdurch erneuerbare Energie aus dem Norden in den Süden mit seiner energieintensiven Industrie transportiert werden kann. Gleichzeitig werden durch den Netzausbau aber auch neue Flächen beansprucht, die mit Eingriffen in die Natur einhergehen. Diese Eingriffe gleicht TenneT mithilfe spezifischer Ausgleichsmaßnahmen aus – weit höher als der Gesetzgeber es vorschreibt. 

 

Welche Vorgaben gibt es seitens des Gesetzgebers, wenn im Rahmen des Netzausbaus Eingriffe in die Natur notwendig werden?

Eingriffe in die Natur werden mit der sogenannten Eingriffsregelung, die im Bundesnaturschutzgesetz verankert ist, klar geregelt. Diese hat zum Ziel, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes auch außerhalb der besonderen Schutzgebiete zu erhalten. Die Trassenführung muss zudem so optimiert werden, dass wertvolle Gebiete vermieden und Eingriffe minimiert werden. Manchmal können derartige Eingriffe jedoch nicht umgangen werden. In diesem Fall ist TenneT gesetzlich verpflichtet, einen entsprechenden Ausgleich für die notwendigen Eingriffe in die Natur zu leisten.

 

Wer setzt die Ausgleichsmaßnahmen um?

TenneT arbeitet hierfür mit erfahrenen Kooperationspartnern zusammen. Zudem engagieren sich auch immer mehr Privatleute, wie zum Beispiel Landwirtinnen und Landwirte vor Ort gemeinsam mit TenneT für die Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen. Dafür schließt TenneT langfristige Verträge mit den Landwirtinnen und Landwirten, die die Ausgleichsmaßnahmen unter behördlicher Aufsicht umsetzen. Auf diese Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürger vor Ort ist TenneT sehr stolz und bisher ist diese auch von großem Erfolg gekrönt.

 

In welchen Bereichen findet Kompensation statt und auf was muss dabei besonders geachtet werden?

Kompensiert werden zum Beispiel Waldflächen. Hier versucht TenneT zunächst durch eine optimierte Trassenplanung die Eingriffe in Wälder zu vermeiden. Ist dies nicht möglich, wird unter Berücksichtigung der Waldqualität auf Grünflächen in der Nähe des Ursprungswaldes quadratmeterscharf durch Aufforstung kompensiert. Besonders hochwertiger Wald, wie zum Beispiel Laubwald, wird auch höher ausgeglichen.

Zudem legt TenneT besonders großen Wert auf die korrekte und gewissenhafte Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen. Bei Feldvogelarten etwa, die in Deutschland besonders geschützt sind, werden in einem Umkreis von zwei Kilometern ausgehend vom Ursprungsort Blühstreifen angelegt. Dadurch werden neue Brutmöglichkeiten und Futterquellen für Vogelarten, wie den Kiebitz oder die Feldlerche geschaffen. Von den Maßnahmen können dann auch viele weitere Arten profitieren, wie zum Beispiel Insekten.

 

Wie engagiert sich TenneT darüber hinaus für den Umweltschutz?

In Norddeutschland läuft derzeit zum Beispiel ein TenneT-Pilotprojekt, bei dem Blühstreifen direkt unter der Leitung gepflanzt werden. Dies hat einen deutlichen Mehrwert für die Natur und die Biodiversität, weil rund um die Trasse intensive Landwirtschaft betrieben wird. Auf den Blühstreifen kann sich die Natur dann frei entfalten.

Sie möchten noch mehr zum Thema Naturschutz und Ausgleichsmaßnahmen erfahren? Hier geht’s zur Podcast-Folge „Entlang des Stroms - Natur im Fokus“:

Podcast

Ihre Fragen zum Thema Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen bei TenneT wurden im Podcast noch nicht beantwortet? Sie haben Fragen zu potenziellen Ausgleichsmaßnahmen in Ihrer Region? Dann melden Sie sich gerne jederzeit bei uns. Die Kontaktdaten von unserem Bürgerreferenten finden Sie hier auf unserer Projektwebsite.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Reinhören in die Podcast-Folge! Im nächsten Beitrag gehen wir noch genauer auf die Ausgleichsmaßnahmen für die Feldlerche ein. Hier berichten Landwirtinnen und Landwirte aus erster Hand über die gemeinsame Umsetzung der Maßnahmen mit TenneT. Dranbleiben lohnt sich!