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Vogel Bild Pablo Valverde

Natur und Umwelt unter der Lupe

Seit Mitte August untersuchen von uns beauftragte Umweltplaner die Natur zwischen Oberbachern und Ottenhofen. Die Ergebnisse helfen uns, möglichst umweltfreundlich zu planen.

Für die weiteren Planungen des Ersatzneubaus Oberbachern-Ottenhofen müssen wir die Auswirkungen auf die Natur und Umwelt im Detail untersuchen. Deshalb sind seit Mitte August die Umweltplaner der Firma FROELICH & SPORBECK für uns unterwegs. Sie untersuchen Natur und Umwelt entlang der Bestandsleitung sowie der Trassenkorridore. So können wir wichtige Erkenntnisse zum Umweltschutz gewinnen und unser Projekt möglichst umweltfreundlich planen.

Mit rund 50 Kilometern Länge haben die Umweltplaner zwischen Oberbachern und Ottenhofen einen großen Untersuchungsraum vor sich. Bereits im Februar 2021 ging es für sie das erste Mal raus in die Natur. Bis voraussichtlich September 2022 führen sie zahlreiche Kartierungsarbeiten rund um die Leitung Oberbachern-Ottenhofen durch.

2021 liegt der Fokus der Untersuchungen vor allem im Bereich der Umspannwerke, da diese bereits vor der Leitung modernisiert werden müssen. Darüber hinaus werden vor allem die Flächen unter die Lupe genommen, die direkt von der Leitung betroffen sind – zum Beispiel durch den Bau von Masten (inklusive eines Einflussbereichs von bis zu 1.000 Metern).

 

Von Schmetterling bis Fledermaus

Je nach Aktivitätsphase einer Tierart unterscheiden sich auch die Kartierungszeiten – also der Zeitraum, in dem bestimmte Arten erfasst werden. Im Sommer können sehr viele Arten gut erfasst werden. Aber auch der Winter hat seinen Vorteil: ohne Laub können die Umweltplaner die Bäume besser erkennen und Baumhöhlen und Waldstrukturen untersuchen. Manche Arten, zum Beispiel Fledermäuse, lassen sich am besten in der Nacht kartieren. Für Vogelgesang lohnt es sich hingegen, früh aufzustehen.

  • BWN Kartierungen Zauneidechse

    Um Reptilien wie die Zauneidechse zu erfassen, werden regelmäßig künstliche Verstecke aufgestellt, in denen sich die Tiere gerne aufhalten. Bei den Begehungen kontrollieren die Umweltplaner die Verstecke. (Foto: Peter Endl)

  • BWN Kartierungen Nistroehre Haselmaus

    Auch bei der Erfassung der Haselmaus werden künstliche Verstecke eingesetzt, sogenannte Niströhren. Haselmäuse nehmen die Nisthilfen meist schnell an und bauen darin ihre Nester. (Foto: Peter Endl)

Neben Fledermäusen und Vögeln werden auch Amphibien, Reptilien und Schmetterlinge erfasst. Auch Arten mit großen Aktionsräumen werden genau beobachtet. Oft sind dabei mehrere Durchgänge notwendig: um Zug- und Rastvögel zwischen Oberbachern und Ottenhofen zu zählen, sind insgesamt 18 Begehungen geplant. Bis Herbst 2022 werden die Planer in Summe mehrere tausend Stunden im Gelände verbringen.

Alle erhobenen Daten fließen in die weiteren Planungen für den Ersatzneubau zwischen Oberbachern und Ottenhofen ein.

 

Besuch in Sachen Umwelt

Wo immer möglich, führen wir die Kartierungsarbeiten von öffentlichen Wegen aus durch. In einzelnen Fällen müssen die Umweltplaner jedoch auch Grundstücke betreten. Hier sind wir auf Sie angewiesen: bitte lassen Sie die Mitarbeitenden ihre Arbeit machen. Selbstverständlich achten sie darauf, dass es keine Schäden gibt.