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Munitionsfund

Nachgefragt: Was sind Kampfmitteluntersuchungen an der Trasse?

In regelmäßigen Abständen gibt es in Deutschland Schlagzeilen über den Fund alter Kampfmittel, die bei Bauarbeiten zutage gefördert wurden. Auch fast acht Jahrzehnte nach dem zweiten Weltkrieg liegen in deutschen Großstädten noch zahlreiche Bombenblindgänger, Granaten oder alte Munition im Boden.

Beim Bau von Stromleitungen – egal ob als Freileitung oder als Erdkabel – ist es deshalb wichtig, dieses Risiko vorab auszuschließen, damit die Masten und Kabel sicher im Boden verankert werden können. Und natürlich soll auch niemand bei den Bodenarbeiten zu Schaden kommen. Ende 2021 war es im Erdkabelabschnitt des Bauabschnitts C im Raum Göttingen so weit. Dort führten Spezialisten des Landesamts für Geoinformation in Niedersachsen und die Firma EUCO GmbH die Untersuchungen durch. Für solche Kampfmittelsuchen kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. So werden Luftaufnahmen ausgewertet und es wird geprüft, ob es im zweiten Weltkrieg in diesem Gebiet Kampfhandlungen gab. Dadurch werden am Schreibtisch sogenannte Verdachtsflächen identifiziert.

Für unsere zukünftige Erdkabelfläche wurden zunächst vier solcher Verdachtsflächen ermittelt. Diese Flächen wurden im nächsten Schritt mit speziellen Suchgeräten sondiert. Zum Glück gab es schnell die Entwarnung: es wurden keine Kampfmittel gefunden. Damit ist das Risiko aber noch nicht vollkommen ausgeschlossen. Deshalb untersuchen wir den Boden nicht nur während der Bauvorbereitung, sondern werden auch baubegleitend weitere Prüfungen vornehmen. Denn gerade in der Nähe von Großstädten wie Göttingen sind häufiger Bomben- und Flugabwehrmunitionsfunde zu erwarten. Es ist daher wichtig, das Baupersonal zu sensibilisieren, bei sämtlichen Arbeiten Vorsicht walten zu lassen und den Boden gut zu beobachten.

Kontakt

Andreas Jaeger

Andreas Jaeger

Referent für Bürgerbeteiligung Wahle–Mecklar
Dr. Marco Bräuer

Dr. Marco Bräuer

Referent für Bürgerbeteiligung Wahle–Mecklar