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Marco zusammengefasst

Marco Meier – Teilprojektleiter des dritten Abschnitts - mit Herz und Seele von Heide nach Husum für die Energiewende

Bald ist es soweit: der dritte Abschnitt der Westküstenleitung von Heide nach Husum wird offiziell am 29. September 2021 – zusammen mit dem Umspannwerk Husum-Nord in einem großen Festakt in Betrieb genommen.
Es ist ein weiterer Meilenstein für die Energiewende in Deutschland und bringt uns alle ein Stückchen näher an die dänische Grenze und zur Vollendung unseres europäischen Projekts der Zusammenarbeit.
Marco Meier, als Teilprojektleiter, freut sich schon sehr auf diesen Tag und gibt uns ein paar Einblicke in seine tägliche Arbeit und Wirken - im Sinne der Energiewende.

Welche Rolle spielen Sie bei dem Bauvorhaben?


„Mit meinem Kollegen Daniel Hornung bin ich auf der Westküstenleitung für den dritten Bauabschnitt zwischen den Umspannwerken Heide-West und Husum-Nord als Teilprojektleiter verantwortlich. Unter anderem umfasst meine Tätigkeit die Überprüfung und Begleitung der ordnungsgemäßen Umsetzung von Arbeitssicherheit, die Überwachung des Planungsstands, die Qualität der Baumaßnahmen, sowie das sogenannte Finance und Controlling. Mir liegt auch besonders am Herzen, dass ich mit diesem Projekt für die Energiewende einen nicht unmaßgeblichen Beitrag liefern kann und darf.“

 

Wie können wir uns so einen abwechslungsreichen Arbeitstag von Ihnen vorstellen und was schätzen Sie an ihrem Beruf?


„Am Montag reise ich aus Würzburg mit der Bahn bis nach Hamburg. Von dort geht es weiter in das Projektbüro. Danach geht es zu einer Befahrung der einzelnen Bauabschnitte, zusammen mit den Firmen. Dienstags bin ich meistens im Projektbüro in Meldorf, um wichtige Besprechungen zu führen und auch, um vor Ort Termine auf und neben den Baustellen wahrzunehmen. Das sind oft Termine bei den Gemeinden selbst, aber auch bei der Verkehrsbehörde oder den Wasserverbänden. Hier und da gibt es auch Gesprächsbedarf mit betroffenen Eigentümern. Wir suchen den Kontakt so früh wie möglich, um wichtige Hinweise zu bekommen und um von vornherein Unstimmigkeiten zu vermeiden. Zur Mitte der Woche sind immer die  Besprechungen zum Bau selbst und zu kaufmännischen Angelegenheiten. Dazu kommen laufende Abstimmungen im Team der Westküstenleitung, unter anderem mit unseren Projektleitern für Genehmigung, der Materiallogistik, der Arbeitssicherheit und anderen wichtigen Kollegen. Donnerstag und Freitag sind neben aktuellen Tagesgeschehen, auf und neben den Baustellen, auch  Rechnungsfreigaben zu bearbeiten und weitere Termine für die kommende Woche zu koordinieren.
Das ist es auch, was ich so schätze, an meinem Beruf: die Kombination von technischen Anforderungen und den Managementaufgaben. Es ist sehr umfangreich und durch die verschiedenen Bereiche auch immer wieder interessant. Abwechslung und Vielfältigkeit sind mein Alltag – der vom Wegebau über die Gründung führt bis hin zum Mastbau, dem Seilzug und hier auch dem Rückbau der alten 110-kV-Leitung der Schleswig-Holstein Netz. Reizvoll ist auch immer der übergreifende Austausch; immer im guten Zusammenspiel mit den Kollegen. Gute Teamarbeit ist mir wichtig.“

Was tut sich gerade auf der Baustelle? Wie ist der aktuelle Stand?


„Mit dem Bau des dritten Abschnittes sind wir weit fortgeschritten und planen, am 29. September in Betrieb zu gehen. Aktuell laufen die letzten Seilzugarbeiten mit den dazugehörigen Seilnebenarbeiten. Dazu kommt noch die Datenverbindung über das Erdseil ganz oben im Mast herzustellen. Es wird u.a. zur Steuerung der Umspannwerke genutzt. Im Moment findet auch der Wegerückbau statt.
Auf den Abschnitten der alten 110kV-Leitung der SH Netz werden bereits die ersten Masten abgebaut, da die alte Leitung auf unseren neuen Masten mitgenommen wird.“

Was erwarten Sie für die nächsten Wochen – an Herausforderungen und / oder Meilensteinen?


„Was nicht nur meine Kollegen, sondern auch die Betroffenen und mich sehr freut, ist die termingerechte Fertigstellung der Leitung. Es werden bis Ende August alle Seile gezogen sein – also vier Wochen vor der offiziellen Inbetriebnahme.“

Was gefällt Ihnen als Franke hier am hohen Norden besonders gut?


„Es kann auch mal vorkommen, dass ich über das Wochenende auf der Baustelle bleiben muss, dann habe ich auch Zeit für ein bisschen Sightseeing, um den Norden besser kennenzulernen. Als ich mit dem Fahrrad auf Sylt unterwegs war, habe ich die Dünenlandschaft dort sehr genossen. St. Peter-Ording ist beeindruckend durch seine breiten Sandstrände. Ich kann außerdem das Multimar Wattforum in Tönning sehr empfehlen. Toll aufbereitet, extrem informativ und interessant. Um den Tag schön ausklingen zu lassen, genieße ich es auch oft, einfach nach Feierabend in Büsum zu schlendern und die Sonne in der Nordsee untergehen zu sehen.“

Kontakt

Peter Hilffert

Peter Hilffert

Pressereferent - Onshore für Schleswig-Holstein und Niedersachsen