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Isar-Altheim Blog

Isar – Altheim im Überblick

Sechs Fragen für den schnellen Überblick: die wichtigsten Eckdaten und Fakten zum Projekt Isar – Altheim kompakt dargestellt.

Was? Das Vorhaben Isar-Altheim

Das Vorhaben Isar-Altheim umfasst den Neubau von 380-Kilovolt-Stromleitungen in zwei Abschnitten:

  • Abschnitt 1 umfasst eine rund acht Kilometer lange neue Leitung zwischen der Schaltanlage Isar (am Kernkraftwerk Isar II) und dem Umspannwerk Altheim mit drei Stromkreisen.
  • Abschnitt 2 besteht aus einer rund zwei Kilometer langen neuen Leitung bei Adlkofen. Sie umfasst zwei Stromkreise.

Warum? Die Hintergründe des Projektes

Die Energiewende in Deutschland ist in vollem Gange. TenneT plant unter anderem die Gleichstromleitung SuedOstLink, die grüne Energie aus Windkraftanalgen an der Ostsee direkt nach Niederbayern leiten wird. Bis 2030 wird sie eine Leistung von vier Gigawatt in die Netzregion Isar im Landkreis Landshut bringen. Um die Leistung, die mit dem SuedOstLink in der Region ankommt, vollständig weitertransportieren zu können, ist der Ausbau des anschließenden Übertragungsnetzes notwendig, etwa durch die Anschlussleitung Isar – Altheim. Der Bedarf für das Projekt Isar-Altheim ist durch das novellierte Bundesbedarfsplangesetz vom März 2021 bestätigt und damit gesetzlich festgelegt worden.

Wo? Der Planungsraum

Für beide Abschnitte haben wir anhand einer Trassenvoruntersuchung und Raumwiderstandsanalyse drei mögliche Trassenkorridore ermittelt. Dabei ging es darum, unter Berücksichtigung aller Schutzgüter und der bestehenden Infrastruktur eine möglichst kurze, geradlinige Verbindung zwischen den festgelegten Anfangs- und Endpunkten zu finden. Die Korridore sind jeweils rund 200 Meter breit. Die tatsächlichen Leitungstrassen werden deutlich schmäler sein. Die Korridore bieten uns einen Anhaltspunkt für die Planung der genauen Trassenverläufe.

Wo die Korridore in beiden Abschnitten genau verlaufen, erfahren Sie hier.

Wie? Freileitung und Erdkabel

Neue 380-Kilovolt-Leitungen werden in der Regel als Freileitung gebaut – der bewährte technische Standard. Das Bundesbedarfsplangesetz, das die Notwendigkeit für neue Stromleitungen regelt, weist das Vorhaben Isar-Altheim als Pilotprojekt für eine Teil-Erdverkabelung aus. Das bedeutet, dass wir prüfen können, ob eine Erdverkabelung der Leitung in Teilstücken in Frage kommt. Dafür müssen aber ganz bestimmte Kriterien erfüllt sein. Unsere Trassenvoruntersuchung hat im Bereich Adlkofen ergeben, dass diese Voraussetzungen beim Korridor entlang der Isar im Projektabschnitt 1 (Isar-Altheim) und bei den Korridoren „Mitte“ und „West“ im Projektabschnitt 2 (Bereich Adlkofen) erfüllt sind. Wird die Leitungen in diesen Korridoren gebaut, können sie größtenteils erdverkabelt werden. Im Abschnitt zwischen Isar und Altheim ist es aus technischen Gründen notwendig, dass die Anbindungen an die Schaltanlage Isar und das Umspannwerk Altheim über Freileitungen erfolgt.

Wann? Der Zeitplan bis zur Inbetriebnahme

Die Planungen für das Projekt haben im Jahr 2021 nach der gesetzlichen Festlegung begonnen. Im Laufe des Jahres 2023 möchten wir unseren Antrag auf Planfeststellung bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Regierung von Niederbayern, einreichen. Spätestens bis 2030, wenn SuedOstLink mit voller Leistung am Netz ist, muss das Projekt Isar-Altheim abgeschlossen und in Betrieb gegangen sein.

Wer? TenneT im Schulterschluss mit den Menschen vor Ort

Wir von TenneT sind als Übertragungsnetzbetreiber gesetzlich beauftragt, das Vorhaben Isar-Altheim zu planen und zu bauen. Das gelingt uns aber nicht allein. Wir möchten gemeinsam mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus der Region planen. Anliegen und Hinweise, die wir von den Menschen vor Ort zu unseren Planungen erhalten, prüfen wir fachlich und berücksichtigen sie nach Möglichkeit in unseren Planungen. Für die Beteiligung der Öffentlichkeit bieten wir Dialog- und Beteiligungsformate an.