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Im Portrait: Norbert Janzen – Macht mit Routine und Fachkenntnis den Schwertransport leichter

Norbert Janzen von der Firma Gertzen transportiert alles, was groß, schwer und breit ist – auch die Kabeltrommeln für die Leitung Emden – Conneforde. Wie er es schafft, ein 28 Meter langes Schwerlastfahrzeug auf engen Straßen zu manövrieren, erfahren Sie hier.

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Was ist Ihre Rolle beim Bau der Stromleitung zwischen Emden und Conneforde? 

Für den Bau der Erdkabelabschnitte mussten letztes Jahr eine Vielzahl an Kabeltrommeln zu den Baustellen transportiert werden. Ich war in der Durchführung der Schwertransporte involviert und habe ungefähr ein halbes Jahr lang Kabeltrommeln vom Hafen Brake zu den Baustellen gebracht. Mit einem 28 Meter langen Schwerlastfahrzeug, das beladen um die 100 Tonnen wiegt, habe ich pro Fahrt jeweils eine der 4,60 Meter hohen und 4,30 Meter breiten Trommeln transportiert. Zusammen mit meinen Kollegen im Begleitfahrzeug bin ich nachts eine genau festgelegte, rund 60 Kilometer lange Strecke vom Hafen bis zur Baustelle gefahren. Das konnte bis zu zweieinhalb Stunden dauern, weil wir stellenweise im Schritttempo fahren oder anhalten mussten – zum Beispiel um den Auflieger so weit anzuheben, dass wir über Hindernisse (z.B. Bordsteinkanten und Bepflanzungen) an einem Kreisverkehr hinwegfahren konnten. 

Es ist Teil Ihrer Arbeit, das Schwerlastfahrzeug durch kleinere Orte und auf engen Straßen zu manövrieren. Wie meistern Sie diese Herausforderung?

Zum einen komme ich selbst aus dem Emsland. Ich bin die engen Straßen gewohnt und kenne das gar nicht anders! Aber natürlich verlasse ich mich nicht nur darauf. Beim Transport helfen mir die Kollegen, die mit einem Begleitfahrzeug hinter dem Schwerlastfahrzeug herfahren. Wir kommunizieren über ein Funkgerät und wenn es nötig ist, können meine Kollegen die Achsen des Lastfahrzeugs mit einer Fernbedienung lenken. Wir können die Achsen auch hochfahren, um über Hindernisse wie Gräben oder Schilder hinweg zu schwenken. Damit es möglichst wenig Hindernisse gibt, wird die Transportstrecke aber im Vorfeld abgenommen und vorbereitet – dabei werden beispielsweise Schilder abmontiert oder Blechplatten auf Grünstreifen ausgelegt.

Gibt es etwas, das Sie an Ihrer Arbeit besonders schätzen?

Die Nachtarbeit. Schwertransporte dürfen nur zwischen 22:00 und 6:00 Uhr durchgeführt werden, deswegen arbeite ich meistens in der Nacht. Gerade wenn man fährt, ist das vorteilhaft. Nachts ist weniger los auf den Straßen, das macht die Arbeit für mich entspannter.