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Portrait Plomb Kabeltransport

Im Portrait: Markus Plomp – Transport der Kabeltrommeln auf dem Wasserweg

Welche Aufgaben haben Sie im Projekt Ganderkesee – St. Hülfe?

Ich bin Binnenschiffer und habe Kabeltrommeln für das Projekt Ganderkesee – St. Hülfe von Mannheim nach Bramsche transportiert. Zwei Mal sind wir die Strecke schon gefahren und haben pro Fahrt 18 Kabeltrommeln mit einem Gewicht von rund 780 Tonnen geliefert. Bei so einem Transport müssen wir besonders auf Brücken entlang der Strecke achten. Auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Münster zum Beispiel mussten wir 520 Tonnen Ballast in das Schiff pumpen, damit es tief genug lag, um unter einer Brücke durchzufahren. 

Was müssen Sie bei Ihrer Arbeit beachten? 

Wir müssen besonders auf den Wasserstand achten. Momentan ist der Wasserstand im Rhein sehr niedrig, deswegen gestaltet sich der Transport von Kabeltrommeln schwierig. Die Kabeltrommeln sind sehr schwer – das Schiff würde deshalb zu tief liegen. Aber das ist eben die Natur. Im Herbst und Winter ist der Wasserstand fast immer niedrig. Deswegen fahren wir zurzeit andere Ladung. 

Sie sind selbstständig und besitzen ein eigenes Binnenschiff. Wie sind Sie zu Beruf und Schiff gekommen? 

Schon mein Großvater hatte ein Schiff und hat vor allem Sand und Kies transportiert. Auch meine Eltern haben Sand und Kies gefahren. Von ihnen habe ich viel über das Schifffahren gelernt. Später habe ich an der Schifffahrtsschule in Rotterdam eine vierjährige Ausbildung zum Schiffsführer gemacht. Seit zweieinhalb Jahren habe ich nun schon ein eigenes Unternehmen und das Schiff, an dem ich unser altes Familienwappen angebracht habe.