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Im Portrait: Johannes-Gerd Kleen: Von morgens bis abends Teamarbeit!

Der Bau einer 60 Kilometer langen Leitung mit zwei Erdkabelabschnitten ist ein komplexer Vorgang, an dem viele Menschen beteiligt sind. Für einen reibungslosen Ablauf braucht es kundige und routinierte Projektmitarbeitende, die den Überblick behalten. Einer davon ist Baukontrolleur Johannes-Gerd Kleen von TenneT. Er hat das große Projektziel – die Inbetriebnahme – ebenso vor Augen wie den Alltag auf der Baustelle. Davon erzählt er uns im Interview!

Im Portrait: Johannes-Gerd Kleen: Von morgens bis abends Teamarbeit!

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Welche Aufgaben haben Sie für das 380-kV-Höchstspannungsprojekt von Emden nach Conneforde?

Der Bau der Leitung ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Ich bin als einer von zwei Baukontrolleuren für alle Abschnitte der rund 60 Kilometer langen Leitung zuständig. Ich begleite die Baustellenteams in allen Abschnitten und bin an Ort und Stelle, wenn es im Projekt stockt. Dann suche ich mit dem Team nach Lösungen. So weiß ich an manchen Tagen zu Arbeitsbeginn noch nicht, was uns an diesem Tag erwarten wird. Doch auch die vorausschauende Koordination gehört zu meinem Verantwortungsbereich. Beispielsweise plane ich lange im Voraus Stromabschaltungen von Bestandsleitungen. Diese sind nötig, wenn z. B. Arbeiten nahe an der Bestandsleitung durchgeführt werden. Dann wird der Strom auf Provisorien umgeleitet. Ich schiebe diese Tätigkeiten an, damit am Tag X alles vorbereitet ist. Ich fasse meine Arbeit gerne mit einem Satz zusammen: Teamarbeit von morgens bis abends.

Heute treffen wir Sie während eines Helikopterflugs. Ist das für Sie ein Highlight während der Bauarbeiten? 

„Highlight“ trifft es nicht direkt. Ich arbeite seit 35 Jahren in dem Bereich, da überrascht einen so schnell nichts mehr. Auch wenn ein Helikopterflug sicher nicht jeden Tag stattfindet und eine enorme Arbeitserleichterung darstellt, um die Leiterseile bodenverträglich einzuziehen. Ein Highlight ist es für mich, wenn wir als Team es schaffen, das ganze Jahr über miteinander fair und wertschätzend miteinander umzugehen. Unsere Teams bestehen aus Menschen, die aus vielen unterschiedlichen Ländern kommen. Damit wir auf der Baustelle eine Einheit bilden können, gilt es für mich, jeden Tag gut zuzuhören und nach tragbaren Lösungen zu suchen. Hier ist also gute Kommunikation der Schlüssel. Das gilt auch für den Kontakt mit Eigentümern. Hier freue ich mich besonders, wenn wir einen guten Umgang miteinander finden. Das gelingt auch zu 99 Prozent.

Ihr täglicher Arbeitsplatz ist derzeit eine 60 Kilometer lange Leitung. Sind Sie eigentlich viel unterwegs?

Ja, das bin ich. Das Interessante an der Leitung von Emden nach Conneforde ist, dass sie von der Nordseeküste durch unterschiedliche Landschaften führt. Entlang der Leitung komme ich an vielen Wallhecken, Marsch-, Geest- und Moorgebieten vorbei. Das Stapeler Moor sticht für mich besonders hervor. Ich schätze es sehr, dass ich durch meine Arbeit diese einzigartigen Orte kennenlernen kann – mit all ihren Besonderheiten und mit all den Menschen, die ich dabei treffe.