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Grobtrassierung: Intensive Gespräche mit Eigentümerinnen und Eigentümern

Nach dem Raumordnungsverfahren konnten wir in den letzten Wochen erstmals einen konkreten Leitungsverlauf und voraussichtliche Maststandorte mit den Menschen vor Ort diskutieren.

Mit Spannung hat unser Team Ende 2021 die Entscheidung der Raumordnungsbehörde erwartet. Kurz vor Weihnachten dann die gute Nachricht: Die zuständige Behörde hat die eingereichten Planungen als raumverträglich eingestuft. Das heißt für uns: wir können in einem durchgehenden Korridor von Oberbachern bis Ottenhofen mit der Trassierung fortfahren. 

Dieser Korridor ist 200 Meter breit und stellt nur den groben Rahmen für die spätere Leitung dar. Nun haben unsere Planerinnen und Planer darin einen konkreten Trassenverlauf festgelegt und Maststandorte ausgemacht, die den rechtlichen, technischen und naturschutzfachlichen Rahmenbedingungen gerecht werden. Die sogenannte Grobtrassierung.

Reden ist Gold

Mit den möglichen Maststandorten war es erstmals möglich, die Grundstückeigentümerinnen und -eigentümer persönlich und direkt anzusprechen, auf deren Flurstücken entweder ein Maststandort vorgesehen ist oder die voraussichtlich von der neuen Leitung überspannt werden. Dazu haben wir Ende Februar über 350 Einladungsschreiben versendet und haben im März rund 80 Gespräche geführt – vor Ort, in vertraulicher Atmosphäre in Unterschleißheim, sowie digital per Videokonferenz.

Ziel der Gespräche war es immer, die Betroffenen aus erster Hand durch unser Projektteam zu informieren. Mit detaillierten Plänen haben wir erläutert, wie Trassenführung und Standorte geplant sind, wie diese Planung zustande gekommen ist und was die nächsten Schritte sind. Für unser Team aber noch wichtiger: Die Hinweise der Eigentümerinnen und Eigentümer aufzunehmen, beispielsweise zu möglichen Zuwegungen, zu Drainagen in den Feldern, aber auch zu möglichen Problemen bei der Bewirtschaftung der Flächen. Solche Erkenntnisse können wir nur im persönlichen Gespräch gewinnen. Keine noch so detaillierte Recherche, Untersuchung oder Ortsbegehung kann sie ersetzen.

Zahlreiche Eigentümerinnen und Eigentümer haben auch den Wunsch nach Mastverschiebungen geäußert. Oft kleinräumig, zum Beispiel an eine andere Ecke des Feldes als bislang geplant, teils auch in größerem Umfang. Diese Anliegen haben wir aufgenommen und prüfen in den kommenden Monaten, ob wir die planerischen und vor allem rechtlichen Spielräume haben, um sie zu berücksichtigen. Die Grobtrassierung ist damit ein wichtiger Schritt zur späteren Trasse, die finale Trassenführung liegt damit aber noch lange nicht vor.

Vom Groben ins Feine: Die nächsten Schritte 

Unsere Umweltplaner werden in den kommenden Monaten erneut vor Ort kartieren, weitere Daten erheben und Gutachten erstellen. Etwa 2.000 Stunden waren die Umweltexpertinnen und -experten bislang „im Gelände“ unterwegs, weitere 3.000 Stunden folgen voraussichtlich noch. 

Die Trassenplanerinnen und -planer werden sich intensiv mit den Hinweisen und Anliegen der Eigentümerinnen und Eigentümer auseinandersetzen und sich jeden Standort nochmal genau anschauen. Sie werden jeden Mast einzeln weiter ausplanen, Masthöhen und -breiten berechnen sowie mögliche Zuwegungen und Baustelleneinrichtungsflächen untersuchen.

Zahlreiche Details sind also noch offen, viele weitere Untersuchungen und Feinplanungen stehen noch aus, bis wir – voraussichtlich Ende 2023 – die Unterlagen für das offizielle Genehmigungsverfahren einreichen können. Bis dahin werden wir noch viele Gespräche führen, die hoffentlich ebenso konstruktiv verlaufen, wie die in den letzten Wochen.

Hinweis:

Hier auf unserer Website finden Sie alle Pläne zur Grobtrassierung. Nutzen Sie auch unser Online-Planungstool, mit dem Sie die aktuellen Planungen bis ins Detail begutachten können. Wenn Sie Fragen oder Hinweise an unser Projektteam haben, kontaktieren Sie uns gerne.