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Leitungsbau

Freileitung im Bau – eine hochspannende Angelegenheit

Jeder kennt Strommasten als gewohnten Teil der Landschaft. Wie eine Freileitung gebaut wird, wissen aber die wenigsten. Wir erklären es Schritt für Schritt.

Dem Bau von Freileitungen gehen sämtliche Planungen und Untersuchungen voraus. Im Anschluss an die Baugenehmigung läuft der Mastbau aber typischerweise in sechs Schritten ab.

Im Rahmen der Baugrunduntersuchung an den Maststandorten entnehmen Fachleute zunächst Bodenproben, um die Beschaffenheit des Baugrunds zu analysieren. Davon hängen Bauweise und Dimensionierung der späteren Fundamente ab.

Mit Abschluss des Planfeststellungsverfahrens und der damit verbundenen Baugenehmigung, beginnen auch die bauvorbereitenden Maßnahmen. Diese beinhalten zum Beispiel das Aufschütten von Kieswegen, damit Baufahrzeuge ohne Schäden an der Natur von Mast zu Mast gelangen. Eine weitere Maßnahme ist das Anlegen von Flächen, die den Betrieb der Baustelle ermöglichen, sogenannte Baustelleneinrichtungsflächen.

Der eigentliche Bau eines Mastes fängt mit der Gründung und dem Fundamentbau an. Dafür werden Stahlrohre bis zu einer Tiefe von 20 Metern in den Boden eingebracht (Bohr- oder Rammpfahlfundamente). Alternativ gießt man Betonplatten in geringerer Tiefe (Plattenfundament), um sicherzustellen, dass die Eckstiele auf solidem Grund stehen. Der ausgehobene Boden wird fachgerecht gelagert, damit seine Struktur erhalten bleibt.

Es folgen Mastmontage und -stockung des Stahls. Die Monteure bauen die Freileitung meist stockwerkartig auf und verschrauben die einzelnen Bestandteile in schwindelerregenden Höhen. Die Stockung selbst dauert in der Regel nur wenige Tage.

Letztlich werden Leiter- und Blitzschutzseile aufgezogen sowie Baustelleneinrichtungsflächen und temporäre Wege wieder zurückgebaut. Bei Ersatzneubauten baut man nach Inbetriebnahme auch die alten Masten ab. Was bleibt, sind neuen Masten, die nach kurzer Zeit erneut gewohnter Teil der Landschaft sind.