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Pirach-Pleinting Kartierungsarbeiten

Einblicke in die Kartierungsarbeiten des Pirach-Pleinting-Projekts

In Vorbereitung auf den Neubau einer Stromleitung gibt es hinsichtlich des Naturschutzes einiges zu beachten. Um vorhandene Landschafts- sowie Tier- und Pflanzenarten zu identifizieren, werden Kartierungsarbeiten durchgeführt. In diesem Beitrag erzählen wir Ihnen mehr zu diesem Teil der Vorarbeiten, wieso diese wichtig sind und welche Methoden wir dafür verwenden.

Was sind Kartierungsarbeiten und welche Bedeutung haben diese?

Bei der Planung von Ersatzneubauprojekten wie Pirach – Pleinting muss auf verschiedene Raumwiderstände geachtet werden. Neben dem Wohnumfeldschutz spielt auch der Naturschutz eine tragende Rolle in der Planung. Um festzustellen, welche Flora und Fauna durch das Projekt beeinträchtigt werden könnten, führen Biologen und Ornithologen sogenannte Kartierungsarbeiten entlang des geplanten Trassenverlaufs durch. Sie untersuchen die Gegend rund um den Trassenverlauf auf sogenannten Probeflächen und überprüfen, ob es dort gefährdete Tier- und Pflanzenarten gibt.

Dafür werden Landschafts- und Artengruppen auf Datenkarten erfasst. Anhand dieser können die Spezialisten die Lebensräume hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Naturhaushalt und Artenschutz bewerten.

Die Kartierungszeiten

Kartierungen werden lange vor dem eigentlichen Baubeginn umgesetzt, da dort verschiedene Jahres- und Tageszeiten Berücksichtigung finden sollen. Die Kartierungszeiten – also der Zeitraum, in dem bestimmte Arten erfasst werden – hängen sowohl von den Lebenszyklen der Flora und Fauna, von Aktivitätsphasen verschiedener Tiere als auch von Witterungsumständen ab, weshalb sie sich auch kurzfristig ändern können.

Im Sommer können sehr viele Arten gut erfasst werden. Aber auch der Winter hat seinen Vorteil: Ohne Laub können die Umweltplaner die Bäume besser erkennen und Baumhöhlen und Waldstrukturen untersuchen. Manche Arten, zum Beispiel Fledermäuse, lassen sich am besten in der Nacht kartieren. Für Vogelgesang lohnt es sich hingegen, früh aufzustehen. Neben Fledermäusen und Vögeln werden auch Amphibien, Reptilien und Schmetterlinge erfasst. Auch Arten mit großen Aktionsräumen werden genau beobachtet.

Unterschiedliche Methoden für unterschiedliche Gegebenheiten

Um ein landschaftsökologisches Gesamtbild zu erhalten, wird eine Reihe von Methoden eingesetzt. Art und Umfang der Kartierungen sind dabei abhängig von der Art bzw. Artengruppe, die kartiert werden. Im Projekt Pirach – Pleinting sind das zum Beispiel Biotop- und Nutzungstypenkartierungen, Brutvogelkartierungen oder beispielsweise Kartierungen des Großen Feuerfalters.

Wo immer möglich, führen wir die Kartierungsarbeiten von öffentlichen Wegen aus durch. In einzelnen Fällen müssen die Umweltplaner jedoch auch Grundstücke betreten. Zeitpunkt und Ort der Kartierungsarbeiten werden bei den betroffenen Gemeinden ortsüblich bekanntgegeben.

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Selbstverständlich stehen wir Ihnen gern für alle Fragen zum Leitungsbauvorhaben zur Verfügung. Sie erreichen Ihre persönliche Ansprechpartnerin Daniela Schwerdfeger telefonisch unter 0921 / 50740 6985 oder unter daniela.schwerdfeger@tennet.eu.

 

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Kontakt

Daniela Schwerdfeger

Daniela Schwerdfeger

Referentin für Bürgerbeteiligung