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Umspannwerk Husum

Die Umspannwerke an der Westküste Schleswig-Holsteins. 137 km grüner Strom – geballte Power für die Energiewende

Aufgrund seiner windreichen Küstenlage kommt Schleswig-Holstein bei der Energiewende eine besondere Rolle zu. Im Jahr 2016 wurde an der Westküste eine installierte Winderzeugungsleistung von knapp 3.400 MW (1.600 MW im Netzbereich Dithmarschen und 1.800 MW in Nordfriesland) erreicht. In Schleswig-Holstein sind außerdem neue Regionalpläne Wind in Arbeit. Es ist davon auszugehen, dass darin knapp zwei Prozent der Landesfläche als Windeignungsgebiete ausgewiesen werden. Bis zum Jahr 2025 sollen in Schleswig-Holstein 37 Terawattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden. Daher ist es dringend notwendig, das Höchstspannungsnetz zwischen Nord- und Ostsee auszubauen. Nur so kann die dort erzeugte Energie abtransportiert werden.

Als eines der wichtigsten Projekte der Energiewende hat die Westküstenleitung ihre gesetzliche Grundlage im Bundesbedarfsplan und wird auch im Netzentwicklungsplan dokumentiert. Das Vorhaben gliedert sich gemäß Bundesbedarfsplangesetz (BBPIG) in fünf Projektabschnitte von Brunsbüttel bis zur dänischen Grenze mit insgesamt fünf Netzverknüpfungspunkten. Die ersten drei Abschnitte sind bereits im Betrieb, der vierte befindet sich im Bau und wird voraussichtlich im dritten Quartal 2022 fertiggestellt und an das Netz angeschlossen werden. Der fünfte Abschnitt befindet sich derzeit im Genehmigungsverfahren.

Die Umspannwerke an der Westküste Schleswig-Holsteins

Vom Umspannwerk Brunsbüttel, das sich direkt am mittlerweile stillgelegten Kernkraftwerk Brunsbüttel befindet, verläuft die Lei­tung zunächst nach Osten, anschließend scharf nach Norden und dann nach Westen. Sie nimmt auf den nächsten 9,3 Kilometern eine 110-kV-Leitung mit und zweigt in nordwestliche Richtung ab. Dann wird der Nord-Ostsee-Kanal mit zwei 99 Meter hohen Mas­ten gekreuzt und das Umspannwerk Süderdonn erreicht.

Von Süderdonn aus führt die Leitung weiter nach Norden, west­lich an Meldorf vorbei und erreicht das Umspannwerk Heide/ West. Auch in diesem 23 Kilometer langen Abschnitt wird eine in der Trasse verlaufende 110-kV-Leitung auf denselben Masten mitgeführt. Der folgende 45 Kilometer lange Abschnitt umgeht die Stadt Heide im Westen und Norden und führt in nordöstliche, dann wieder in nordwestliche Richtung in den Trassenraum einer weiteren 110-kV-Leitung, die auf einer Zusatztraverse montiert wird, an Friedrichstadt vorbei zum Umspannwerk Husum/Nord bei Horstedt.

Nördlich von Husum wird der 38 Kilometer lange Abschnitt in nordwestliche Richtung mit der 110-kV-Leitung an Bredstedt vorbei zum Umspannwerk Klixbüll/Süd führen.

Der Raum Wilster hat eine herausragende Bedeutung für die Energiewende. Denn in dem Netzbereich zwischen Wilster, Brokdorf, Itzehoe und Brunsbüttel laufen drei neue Höchstspan­nungsleitungen von TenneT zusammen: die Westküstenleitung, NordLink und später auch SuedLink. Im Oktober 2020, nach nur vier Jahren Bauzeit, hat TenneT das Umspannwerk Wilster/ West in Betrieb genommen.

 

Eine Übersichtskarte der Umspannwerke an der Westküste Schleswig-Holsteins

Impressionen Umspannwerke

  • Umspannwerk Husum

    Umspannwerk Husum

  • Umspannwerk Klixbüll/Süd (fünfter Abschnitt)

    Umspannwerk Klixbüll/Süd (fünfter Abschnitt)

Kontakt

Peter Hilffert

Peter Hilffert

Pressereferent - Onshore für Schleswig-Holstein und Niedersachsen