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Der Vergangenheit auf der Spur: Archäologische Voruntersuchungen gestartet

Über Jahrtausende hinweg haben unsere Vorfahren die Landschaft, in der sie lebten, geprägt. Davon zeugen noch heute Spuren im Boden. Verlorene oder weggeworfenen Gegenstände, wie zum Beispiel Keramikgeschirr, aber auch ganze Wohnsiedlungen, wurden mit der Zeit vollständig oder in Teilen von Erde bedeckt. So kommt es immer wieder zu archäologischen Sensationsfunden – auch in den Regionen entlang des geplanten SuedOstLink. Erst Anfang September wurden im Landkreis Tirschenreuth bei Straßenbauarbeiten, welche nicht mit der Höchstspannungs-Gleichstrom-Leitung in Verbindung standen, Mauerreste eines früheren Stadttores gefunden.

Um die Region entlang des geplanten SuedOstLink auf mögliche archäologische Objekte und Strukturen im Untergrund zu untersuchen, führen wir geophysikalische Messungen durch. Die Ergebnisse dieser Messungen werden dann selbstverständlich mitberücksichtigt, wenn es darum geht, den verträglichsten Verlauf für die Stromleitung zu ermitteln. 

Anfang September haben wir mit geophysikalischen Messungen im Raum Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge) begonnen. Die Geophysikerinnen und Geophysiker der Firma Terrana, die wir mit den Messungen beauftragt haben, nutzen für ihre Arbeit die sogenannte Geomagnetik. Darunter versteht man die Messung des Erdmagnetfeldes, wodurch archäologische Objekte und Strukturen im Untergrund erkannt und kartiert werden können, denn sie führen zu Veränderungen in diesem Feld.

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Bevor die Geophysikerinnen und Geophysiker mit der Messung beginnen, unterteilen sie die zu untersuchende Fläche mit Führungsleinen. Hierfür werden einzelne Holzpflöcke vorübergehend circa 10 Zentimeter tief in den Boden gesteckt und Führungsleinen über die Pflöcke geführt.

Die eigentliche Messung führen die Geowissenschaftler mit Hilfe eines speziellen Messgerätes durch. Dieses Messgerät ist mit vier parallel angeordneten Messsonden ausgestattet, die senkrecht in Richtung Boden weisen. Bei ihrer Messung gehen die Geophysikerinnen und Geophysiker entlang der Führungsleinen über die zuvor abgesteckte Fläche. Grabungen sind für die Messungen nicht notwendig. Zudem werden Flurschäden vermieden, da bei den Untersuchungen keine Fahrzeuge oder schweren Geräte zum Einsatz kommen.

Nachdem die Messungen abgeschlossen sind, werden die erhobenen Daten ausgewertet. Sollten mit Hilfe der Geomagnetik Veränderungen im gemessenen Erdmagnetfeld festgestellt werden, die auf archäologische Funde hindeuten könnten, führen wir weitere Untersuchungen durch. 

Kontakt

Benjamin Mignon

Benjamin Mignon

Bürgerreferent Abschnitt D1