Skip to content
Bauphasen: Wiederherstellung von vorübergehend genutzten Flächen

Bauphasen: Wiederherstellung von vorübergehend genutzten Flächen

Für den Bau des neuen Ostbayernrings werden nicht nur langfristig Flächen für die Fundamente der Masten benötigt, sondern auch Flächen, die nur temporär genutzt werden. Bestimmte Zuwegungen zu den Baustellen oder Zwischenlager für Baumaterial müssen nicht dauerhaft bestehen und werden deshalb nach Abschluss der Bauarbeiten zurückgebaut. Wie die beanspruchten Flächen dabei in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden und wie sich die Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümerinnen und Eigentümern gestaltet, erklärt ihnen Stefan Opel, Projektleiter Bau, in diesem vorletzten Beitrag der Serien über die Bauphasen des neuen Ostbayerrings.

Wozu werden temporäre Flächen benötigt?

Während der Bauarbeiten stehen wir vor verschiedenen Herausforderungen, die die vorübergehende Nutzung von Flächen erfordern. Ein Beispiel ist die Sicherstellung von Zuwegungen zu den eigentlichen Baustellen. Dabei gibt es zwei Herangehensweisen. Wenn wir relativ tragfähige Böden vorfinden, können wir den sogenannten leichten Wegebau anwenden. Dabei bringen wir Lastverteilplatten aus, die dafür sorgen, dass die Last der schweren Baumaschinen beim Überfahren von Flächen gleichmäßig verteilt wird. Die Lastverteilplatten machen die Flächen besser passierbar und verhindern das Entstehen von Fahrrillen. Nach Abschluss der Arbeiten können wir die Lastverteilplatten, die nur auf dem Boden aufliegen, sehr einfach wieder entfernen. Solche tragfähigen Böden finden wir aber nicht an allen Standorten vor, deshalb müssen wir mancherorts temporär Schotterwege aufschütten, was wir dann als schweren Wegebau bezeichnen. Um den späteren Rückbau der Schotterwege zu erleichtern, legen wir  Vliesstoffe aus, auf die der Schotter geschüttet wird. Mitthilfe dieser Vliese können wir dann nach Abschluss der Baumaßnahmen alle Schottersteine wieder leicht und rückstandslos entfernen.

Werden temporäre Flächen nur für den Wegebau gebraucht?

Nein, für den Bau der Leitung brauchen wir auch vorrübergehend Lagerflächen. Für die Zwischenlagerung von sehr schwerem Material benutzen wir wieder Lastverteilplatten. Zusätzlich kommen landwirtschaftliche Maßnahmen zum Einsatz, die helfen solche Lagerflächen wieder vollständig in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Beispielsweise werden solche Flächen nach Ende der Baumaßnahmen mit Pflügen aufgelockert. Dabei arbeiten wir eng mit der bodenkundlichen Baubegleitung und den betroffenen Landwirten zusammen, die die Böden genau kennen und uns bei der Wiederherstellung unterstützen. 

Wie lange dauern solche Wiederherstellungsmaßnahmen in der Regel?

Mit den Maßnahmen zur Wiederherstellung beginnen wir sofort, nachdem wir die jeweiligen Flächen nicht mehr benötigen. Trotzdem müssen wir der Vegetation etwas Zeit geben. In der Regel dauert es eine Vegetationsperiode, bis sich die Natur erholt hat. Diese Erholungszeiträume kompensieren wir durch Entschädigungszahlungen an die Flächeneigentümerinnen und Eigentümer.

Wie verläuft die Zusammenarbeit mit den Flächeneigentümerinnen und Eigentümern?

In allen Bauphasen stehen wir im engen Kontakt mit den Eigentümerinnen und Eigentümern von betroffenen Flächen und informieren sie über alle bevorstehenden Maßnahmen oder den Abschluss einer Bauphase. Am Ende der Zusammenarbeit steht immer ein Ortstermin, bei dem sich die Betroffenen von der ordnungsgemäßen Wiederherstellung ihrer Flächen überzeugen können. Das Ergebnis dieses Termins wird in einem Abnahmeprotokoll festgehalten, das sowohl für die Eigentümerinnen und Eigentümer als auch für die beauftragten Bauunternehmen einen verbindlichen Abschluss der Zusammenarbeit darstellt.

Wie der vollständige Rückbau der alten Bestandstrasse des Ostbayerrings abläuft, erfahren sie im nächsten und abschießenden Blogbeitrag der Serie zu den Bauphasen des neuen Ostbayerring.

 

Kontakt

Johannes M. Reinoso Guerra

Johannes M. Reinoso Guerra

Referent für Bürgerbeteiligung