Skip to content
Bauphasen: Maststockung

Bauphasen: Maststockung

Um die Masten des neuen Ostbayernrings sicher im Boden verankern zu können, werden Fundamente aus Beton gegossen. Wie diese sogenannten Mastgründungen realisiert werden, haben Sie im dritten Teil unserer mehrteiligen Blogserie über die Bauphasen des Ostbayerrings erfahren. Nachdem die Fundamente gegossen worden sind, werden die Masten montiert und aufgestellt. Hierzu erzählt uns unser Teilprojektleiter Patrick Altendorf-Martini heute mehr, der mit seinem Team bereits im vergangenen Jahr die ersten Masten des neuen Ostbayerrings errichtet hat.

Was passiert bei der Maststockung?

In einem ersten Arbeitsschritt transportieren wir die einzelnen Stahlteile für die Masten an die Maststandorte und montieren diese vor Ort zusammen. Ähnlich wie bei Stockwerken von Gebäuden bestehen die Masten aus unterschiedlichen Ebenen, die aufeinander aufgesetzt werden. Diese Ebenen, die wir Schüsse nennen, werden am Boden vormontiert und anschließend mit einem Kran angehoben und auf die Masten aufgesetzt. Zuerst wird das Mastunterteil auf das Betonfundament gesetzt, dann folgen die Mitte des Mastes und schließlich die Mastspitze. Von der Vormontage der einzelnen Schüsse am Boden bis zur vollständigen Errichtung eines Mastes vergehen in der Regel zwei Wochen.

Worauf muss man bei der Montage achten?

Wichtig ist, dass die vorab gegossenen Fundamente vollständig ausgehärtet sind. Das dauert ungefähr zwei Wochen. Zudem müssen wir bei der Organisation beachten, dass nicht jeder Mast aus den gleichen Bauteilen besteht. Auch wenn es aus einiger Entfernung oft so aussieht, als seien die einzelnen Masten einer Stromtrasse gleichförmig, gibt es doch Unterschiede in Höhe und Mastform. Beispielsweise werden in den gerade verlaufenden Teilabschnitten einer Trasse sogenannte Tragmasten eingesetzt, während Richtungsänderungen mit sogenannten Winkelabspannmasten, die eine etwas andere Form und Ausstattung besitzen, realisiert werden. 

Welche Rolle spielen die Mastmonteure?

Die einzelnen Mastschüsse müssen nach dem Aufeinandersetzen fest verschraubt werden. Dazu steigen Monteure die Masten hinauf und verankern und verschrauben die Querstreben, sobald der Kran einen Mastschuss aufgesetzt hat. Die Monteure sind speziell für die Arbeit in großen Höhen ausgebildet und arbeiten unter sehr hohen Sicherheitsstandards. 

Worum handelt es sich beim Innenstockbaum? In welchen Fällen wird der Mast durch einen Innenstockbaum gestockt?

In sehr seltenen Fällen ist an den Maststandorten nicht genügend Platz vorhanden, um Kräne sicher aufzustellen zu können. In diesen Fällen müssen wir auf dieses aufwendige Montageverfahren zurückgreifen. Der Innenstockbaum ist eine Art Hilfskran, der in der Mitte der Masten errichtet wird. Dieses Hilfssystem kann die einzelnen Mastschüsse mit einem Seilzugsystem anheben. Sind die Schüsse in der nötigen Höhe, werden sie von den Monteuren befestigt. Wenn alle Schüsse montiert sind, wird der Innenstockbaum wieder abgebaut.

In nächsten Teil der Serien über die Bauphasen erläutert wie Ihnen, wie die Seilzüge, über die der Strom des neuen Ostbayerrings fließen wird, in die fertig gestockten Masten gezogen werden.

Kontakt

Johannes M. Reinoso Guerra

Johannes M. Reinoso Guerra

Referent für Bürgerbeteiligung