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Bauphasen: Mastgründungen und Fundamente

Bauphasen: Mastgründungen und Fundamente

Im dritten Teil unserer Blogreihe zu den Bauphasen des neuen Ostbayerring erklären wir Ihnen, wie die Masten sicher im Boden verankert werden. Dazu werden an den Maststandorten Fundamente gegossen, die je nach Bodenbeschaffenheit unterschiedlich ausgestaltet sein müssen. Stefan Opel, der Projektleiter Bau, erklärt Ihnen in diesem Blogbeitrag, wie Sie sich das Errichten der Fundamente genau vorstellen können.

Was versteht man unter einer Mastgründung?

Die Stahlgittermasten der Freileitungen sind aufgrund der Schwere der Leiterseile und der Witterungseinflüsse sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Deshalb müssen die Masten mit einem tragfähigen Fundament im Baugrund verankert werden. Die Erstellung dieser Fundamente nennt man „Mastgründung“.

Welche Rolle spielt dabei die Beschaffenheit des Bodens?

Die Beschaffenheit des Bodens ist ein wichtiger Parameter, der die Art der Mastgründungen wesentlich bestimmt. In einem ersten Schritt müssen wir untersuchen, wie tragfähig der Boden an den Maststandorten ist. Davon ist dann abhängig, wie tief wir die Masten im Boden verankern müssen. Wenn wir beispielsweise eine sogenannte Tiefengründung vorsehen, bohren wir bis zu 30 Meter tief in den Boden und können so die weniger tragfähigen oberen Bodenschichten überbrücken.

Das kommt aber beim Ostbayerring nicht so häufig vor, sondern ist eher im Norden an den Küsten, an denen es weichere Böden gibt, notwendig. Beim Ostbayerring haben wir Tiefgründungen meist in der Nähe von Flussläufen gewählt. In Baugebieten, die in Bayern liegen haben wir in der Regel sehr tragfähige Böden, bei denen wir Flachgründungen vornehmen können. Bei Flachgründungen sind die Fundamente prinzipiell mit denen von Wohnhäusern vergleichbar.

Wie können wir uns die Abläufe auf den Baustellen vorstellen?

Auch hier müssen wir wieder zwischen Tief- und Flachgründung unterscheiden. Bei den Flachgründungen wird zuerst eine Baugrube ausgehoben. Auf den Boden dieser Baugrube, der sogenannten Sohle, gießen wir dann eine Betonschicht. Dadurch bekommen wir eine ebene Fläche, mit der wir weiterarbeiten können. Auf diese Fläche wir dann der untere Teil des Mastes, der sogenannte Mastfußstuhl, aufgesetzte. Dieser steht zunächst aufgrund seines Eigengewichtes frei in der Baugrube. Um den Mastfuß herum wird dann ein Stahlgeflecht installiert, der sogenannte Bewehrungsstahl. Darum herum kommt eine Verschalung, in die der Beton für das Fundamt gegossen wird. Dadurch bekommt der Mastfußstuhl einen Betonfuß, der ihn sicher im Baugrund verankert. Im Anschluss verfüllen wir die Baugrube mit Erde und stellen die Ebene des jeweiligen Baugrundes wieder her. 

Bei den Tiefgründungen bohren wir mit einem Durchmesser von ca. 80 cm in den Boden und schrauben durch die Bohrung das Erdreich heraus. Im Anschluss setzen wir die Pfähle zur Verankerung der Mastfußstühle in die Bohrlöcher und verfüllen diese mit Beton.

Wie verliefen die Mastgründungen bisher?

Mit den Mastgründungen im Abschnitt C zwischen Redwitz und Mechlenreuth kommen wir sehr gut voran. Da der Planfeststellungsbeschluss für diesen Abschnitt gegen Ende des letzten Jahres erteilt wurde, mussten wir einige Mastgründungen über die Wintermonate hindurch durchführen. Das hat die Arbeiten etwas erschwert hat. Trotzdem liegen wir gut im Zeitplan. Inzwischen haben wir die meisten der Mastgründen im Abschnitt C vorgenommen. Das bessere Wetter ab April haben wir dazu genutzt einen großen Teil der übrigen Fundamente, die wir im Winter nicht mehr fertigstellen konnten, zu gießen.

Im nächsten Beitrag unserer Blogreihe erfahren Sie, wie die Leitungsmasten auf den Fundamenten in die Höhe wachsen und sicher auf den Mastfußstühlen montiert werden.

  • Bauphasen: Mastgründungen und Fundamente 2

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Kontakt

Markus Kretzler

Markus Kretzler

Referent für Bürgerbeteiligung