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Oberbachern-Ottenhofen Blogbeitrag Baugrunduntersuchungen Header Image

Baugrunduntersuchungen – ein Blick in den Boden

Damit ein Mast sicher steht, braucht er das passende Fundament. Um herauszufinden, welches Fundament das Richtige ist, schauen wir uns den Baugrund genau an.

Seit Frühjahr haben wir einen konkreten Leitungsverlauf mit voraussichtlichen Maststandorten für die neue Leitung zwischen Oberbachern und Ottenhofen. Seit Anfang Oktober 2022 schauen wir uns den Baugrund für die neuen Maststandorte genau an. Für diese Baugrunduntersuchungen gibt es zwei unterschiedliche Methoden: die kleine und die schwere Rammsondierung.

Bevor es mit den Sondierungen losgeht, führen Fachfirmen Vermessungsarbeiten durch und definieren den zu untersuchenden Bereich. Auch steht für jeden Bohrpunkt eine Kampfmittelüberprüfung an. Nur so können wir eine sichere Baugrunduntersuchung gewährleisten. Bei Verdacht auf Kampfmittel untersuchen Experten den Bereich mit einem Handmessgerät. Erst danach können die eigentlichen Untersuchungen beginnen.

 

Kleine vs. schwere Rammsondierung


An allen Maststandorten führen wir eine kleine Rammsondierung durch. Dabei kommt nur ein kleiner Wagen zum Einsatz – kaum größer als ein Aufsitzrasenmäher. Es wird bis zu zehn Meter tief gebohrt, um eine Bodenprobe zu entnehmen. Je nach Bodenbeschaffenheit führen wir anschließend noch eine weitere, schwere Sondierung durch.

Bei der schweren Sondierung geht es bis zu 30 Meter tief in den Boden. Bei den Untersuchungen müssen wir so tief bohren, damit wir wissen, wie stabil der Boden unterhalb der Fundamente ist. Auch bei der schweren Rammsondierung entnehmen wir einen Bohrkern.
 

  • Baugrunduntersuchungen für ein Freileitungsprojekt

    Baugrunduntersuchungen für ein Freileitungsprojekt

  • Drehbohranlage für Sondierungen

    Drehbohranlage für Sondierungen

Nach der Sondierung geht es ins Labor


Da der Boden je nach Region auch auf kleinem Raum oft sehr unterschiedlich beschaffen ist, wird jeder Maststandort sondiert. Je nach Verfahren schaffen wir bis zu drei Sondierungen pro Tag. Bei den schweren Sondierungen dauern die Untersuchungen etwas länger: etwa drei bis fünf Sondierungen pro Woche sind möglich. 

Nach den Bohrungen geht es ab ins Labor: Dort werden die Bodenproben untersucht und bewertet. Auch Daten der Bestandsleitung und anderer Infrastrukturprojekte in der Region fließen hier ein. Schließlich werden alle Erkenntnisse in einem Protokoll zusammengeführt und an einen Statiker übermittelt. Er legt fest, welche Art von Fundament am besten geeignet ist und welche Maße es haben wird. 

Mehr zum Thema Mastfundamente können Sie hier lesen.

 

Was kommt als Grundstückseigentümer auf mich zu?


Die Eigentümer der Flächen informieren wir frühzeitig über geplante Bohrungen. In der Regel erhält jeder Eigentümer zwei Wochen vor der geplanten Erkundungsmaßnahme eine schriftliche Mitteilung per Post. Darin fragen wir auch nach den Telefonnummern der Eigentümer und eventueller Pächter, um die genaue Terminabstimmung kurz vor der Bohrung durchführen zu können.

Gerne nehmen wir in diesem Rahmen Hinweise, zum Beispiel zu bevorzugten Zuwegungen, entgegen. Auch können die Eigentümer oder Pächter während der Bohrungen und Sondierungen mit dabei sein.

Vor, während und nach der Bohrung werden die genutzten Flächen fotografisch dokumentiert. Dabei wird unter anderem darauf geachtet, dass Tiere und Pflanzen während der Arbeiten nicht beeinträchtigt werden. Mögliche Flurschäden werden gemeinsam mit dem Eigentümer oder Pächter dokumentiert und anschließend über TenneT ausgeglichen.