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mast gefotografeerd van onderen

Bauarbeiten haben dieses Jahr Fahrt aufgenommen – große Schritte auch für 2022 geplant

In diesem Jahr sind die Bauarbeiten für die Höchstspannungsleitung Ganderkesee – St. Hülfe wieder ein großes Stück vorangekommen. Was 2021 geschafft wurde und was für das nächste Jahr geplant ist, erfahren Sie hier.

Karte Ganderkesee StHuelfe

Für die Erdkabelabschnitte der neuen Höchstspannungsleitung wurde dieses Jahr der Grundstein – oder besser gesagt das Leerrohr – gelegt. In den zwei Abschnitten zwischen dem Umspannwerk (UW) Ganderkesee und der Kabelübergangsanlage (KÜA) Klein Henstedter Heide ist das Leerrohrbauwerk auf ganzer Strecke fertiggestellt. Auch im Süden des Leitungsverlaufes, zwischen der KÜA Dickel West und dem UW St- Hülfe, wurden bereits 5,8 von 5,9 km des Leerrohrbauwerkes errichtet. In allen Erdkabel-Abschnitten wurde auch schon mit dem Einziehen der stromführenden Kabel in das Leerrohrsystem begonnen. Die Kabeltransporte sowie der anschließende Kabelzug finden -bis auf eine kurze Winterpause- fortlaufend statt.

Erfolgreiche HDD-Verfahren

Ein besonderer Erfolg war die Fertigstellung von mehreren Horizontalspülbohrverfahren (Horizontal Directional Drilling, HDD). Im nördlichen Erdkabel-Abschnitt wurde dabei unter anderem eine rund 395 m lange und bis zu 10 m tiefe Bohrung durchgeführt. Dazu wurde eine Bohranlage mit einer Zugkraft von 200 t eingesetzt. Im Abschnitt zwischen der KÜA Dickel West und dem UW St. Hülfe wurde dieses Jahr die Bahnstrecke nördlich der Bundesstraße B214, ebenfalls mit dem HDD-Verfahren, erfolgreich unterquert.

Fortschritt in allen Abschnitten

Auch auf den anderen Baustellen für die Höchstspannungsleitung geht es voran. Der etwa 17 km lange Freileitungsabschnitt Süd wurde in diesem Jahr fertiggestellt – dabei wurden rund 2600 t Stahl verbaut und zwei 110-kV-Leitungen gekreuzt. Und auch das UW Ganderkesee Gestalt an: dieses Jahr wurden die Stahlbauarbeiten fast komplett, und die Elektromontage ungefähr zur Hälfte abgeschlossen. Im Oktober erhielt das Umspannwerk zwei 380-kV Kompensationsspulen, die mit Schwerlastfahrzeugen angeliefert wurden. Die KÜA – die für den Übergang zwischen Freileitung und Erdkabel benötigt werden – sind mittlerweile an ihren 30 m hohen Leitungsportalen zu erkennen. Für die Anlagen wurden fast alle Fundamente gesetzt und auch Tief- und Betonbau nähern sich der Fertigstellung.

Natur- und Umweltschutz beim Leitungsbau

Eingriffe in Natur und Landschaft, die sich beim Bau der neuen Höchstspannungsleitung nicht vermeiden lassen, gleichen wir mit geeigneten Kompensationsmaßnahmen aus. Dafür haben wurden dieses Jahr 70 Ersatzquartiere für Fledermäuse bereitgestellt sowie eine rund 1,3 ha große Fläche aufgeforstet. Für das nächste Jahr sind verschiedene Ausgleichsmaßnahmen im Schutzstreifen der Höchstspannungsleitung geplant. Dazu gehören die Anpflanzung von Gebüschvegetation an ehemaligen Waldstandorten, die Entwicklung von Niederwald und Hecken sowie der Aufbau neuer Waldränder. Auch die Aufforstung des Grünstreifens vor dem neu entstandenen Abschnitt des UW Ganderkesee gehört zu diesen Maßnahmen.

Ausblick 2022: Arbeiten auf der Zielgeraden

Nächstes Jahr steuern die Arbeiten auf die Zielgerade zu. In den Erdkabelabschnitten werden die letzten Leerrohre verlegt, die Kabelzüge und Muffen-Montagen fertiggestellt und die beanspruchten Flächen wiederhergestellt. An den KÜA steht nächstes Jahr die Elektromontage an. Anschließend werden Flächen und Straßen befestigt und die Anlage eingegrünt Im nächsten Jahr erfolgt mit der Anlieferung des 380-kV Trafos der letzte Schwerlaststransport in das Umspannwerk Ganderkesee Nach Abschluss der Elektromontagearbeiten und Eingrünung der Anlage soll ein Teil der Analgenerweiterung bereits 2022 in Betrieb gehen und so die neue Leitung mit dem bestehenden Stromnetz verbinden.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien erholsame Weihnachtstage sowie einen guten Start in ein erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2022!