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Nachgefragt: Was ist der Unterschied zwischen Gleichstrom und Wechselstrom?

Nachgefragt: Was ist der Unterschied zwischen Gleichstrom und Wechselstrom? 

Das Stromnetz in Deutschland wird standardmäßig mit Wechselstrom betrieben. Aber was ist damit eigentlich gemeint – und inwiefern unterscheidet er sich von Gleichstrom?

Der Name ist hier Programm: Wechselstrom (auch: AC, alternating current) „wechselt“ die Polarität 100-mal pro Sekunde zwischen Plus- und Minuspol, 50-mal in jede Richtung. Er hat also eine Frequenz von 50 Hertz. Gleichstrom (auch: DC, direct current) hingegen wechselt die Polarität nicht – die Polarität bleibt „gleich“. 

Beide Formen haben ihre eigenen Vorteile. Gleichstrom eignet sich zum Beispiel besonders gut dafür, große Strommengen über lange Strecken zu transportieren, da die Verluste bei der Übertragung sehr gering sind. Deshalb kommt er in Deutschland bislang vor allem im Offshore-Bereich vor, um die Energie von den weit vor der Küste auf See stationierten Windrändern an Land zu bringen.

Bei Wechselstrom hingegen lässt sich die Spannung mithilfe eines Transformators einfach und verlustarm in verschiedene Spannungsebene umwandeln. Das ist wichtig, da generell gilt: je höher die elektrische Spannung, desto geringer die Übertragungsverluste. Deshalb haben Höchstspannungsleitungen wie Wahle–Mecklar meist eine Spannung von 380 Kilovolt – viel zu hoch für den eigenen Toaster oder Fernseher. Mithilfe von Umspannwerken wird der Wechselstrom deshalb auf niedrigere Spannungsebenen gebracht, bis er bei uns am Ende mit bis zu 230 Volt aus der Steckdose kommt.

Contacts

Andreas Jaeger

Andreas Jaeger

Referent für Bürgerbeteiligung Wahle–Mecklar
Dr. Marco Bräuer

Dr. Marco Bräuer

Referent für Bürgerbeteiligung Wahle–Mecklar